Übersicht über mehr als 1000 Leprosorien


Hier können Sie sich einen Überblick mit grundlegenden Informationen über die weit mehr als 1.000 Leprosorien in Deutschland verschaffen. Über die Suchfunktion des Browsers (STRG + F) sind die Orte direkt auffindbar. Die Orte sind innerhalb der Bundesländer und der Regierungsbezirke alphabetisch sortiert. Die Stadtstaaten sind in einem Block zusammengefasst und als erstes aufgeführt, danach folgen die Bundesländer in alphabetischer Reihenfolge.


Berlin, Bremen, Hamburg

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Berlin I

Domus leprosorum, St.-Georgen-Hospital

Unmittelbar nordöstlich vor dem ehemaligen Oderberger Tor (später Georgentor, Königstor der alten Berliner Stadtmauer) beim Bahnhof Alexanderplatz.

1272

Vor 1331 Aufgabe des Standortes und Verlegung um ca. 200 m nach Nordosten. Siehe Berlin II.

Berlin II

St.-Georgen-Hospital

Ca. 200 m nordöstlich vor dem ehemaligen Oderberger Tor (später Georgentor, Königstor der alten Berliner Stadtmauer) an den Straßen nach Bernau und Altlandsberg, heute Ecke Otto-Braun-Straße / Karl-Marx-Allee.

1331

17. Jh. Aus der Kapelle geht die Georgenkirche als Pfarrkirche hervor.
1720 Das Hospital - inzwischen Pesthaus - wird abgetragen. Neubau Georgenkirchplatz 34/35. 1885 Georgenhospital erhält zusammen mit dem Heilig-Geist-Spital einen Neubau in Berlin-Wedding. 1898 Neubau der Georgenkirche. 1945 Bebauung im Krieg zerstört.

Berlin III - Spandau I

Lazarushospital, Georgenhospital

Ca. 100 m südwestlich vor dem ehemaligen Klostertor oder Potsdamer Tor.

1307

1542 Abbruch der Kapelle des Hl.-Geist-Hospitals vor dem Klostertor und Vereinigung mit dem Georgenhospital. 1639 Verlegung an das Stresower, Charlottenburger oder Berliner Tor (siehe Spandau II).

Berlin IV - Spandau II

Georgenhospital

Südöstlich vor dem ehemaligen Stresower, Charlottenburger oder Berliner Tor. Lage nicht genau bekannt.

1639

 

Bremen

Ecclesia leprosorum, Domus leprosorum, Arme lude des huses to dem spittale, Hospitale der Utsettischen

Ca. 300 m nordöstlich vor dem ehemaligen Bischofstor an der heutigen Rembertistraße beim St.-Remberti-Stift.

1306

Im 15. und 16. Jh. lebten Leprakranke und gesunde Pfründner im Leprosorium. Später Armen- und Altenheim.

Hamburg

St.-Jürgen-Stift

Ca. 300 m nordöstlich etwa an der Stelle wo jetzt die Heilige-Dreieinigkeits-Kirche (früher St. Georg) beim St.-Georgs-Kirchhof steht.

1194

13. Jh. Bau der Kapelle. 1457 Vergrößerung der Kapelle. 1485 Ein päpstlicher Ablassbrief gewährt den Wohltätern des Siechenhauses einen Ablass von 100 Tagen. 1532 Einstellung eines evangelischen Pastors. 1606 Einrichtung eines Armenstifts im St.-Georgs-Hospital. 1747 Weihe des Neubaus der Kirche als Dreifaltigkeitskirche. 1943 Zerstörung der Kirche im Krieg. 1951 Aufhebung des Armenstifts. 1957 Wiederaufbau der Kirche nach den alten Plänen.

 

 


Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Freiburg

       

Aktualisiert im Juni 2024

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Achern (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleutehaus

Ca. 500 m östlich an der Hornisgrindestraße bei der Abzweigung des Eichelbergwegs. Lage nicht genau bekannt.

13. Jh.

1556 Aufnahme einer Aussätzigen. 18. Jh. Erwähnung des Gutleuthauses. 1820 Auflösung des Gutleuthausfonds.

Allensbach (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus Zur äußeren Tanne

Ca. 200 südöstlich bei der Straße Am Bühl. Lage nicht genau bekannt.

1539

Ohne Datierung: Vermutlich befand sich das gemeinsame Leprosenhaus für Allensbach, Kaltbrunn und Reichenau in Allensbach. Bis 1836 Armenhaus. 1861 Das ehemalige Siechenhaus (Leprosorium) existiert noch als Wohnhaus für Bedürftige. Der Leprosenfonds ist im Vereinigten Armenfonds aufgegangen.

Bad Krozingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg) - Schlatt

Leprosenhaus

Ca. 200 m südöstlich von Schlatt bei der Sebastianskirche und der Lazariterquelle.

Gründung 1220

1271 Ersterwähnung des Klosters der Lazariten mit Leprosenhaus und Kapelle. 1362 Verkauf der Anlage an die Johanniter in Freiburg. 2022 Pfarrkirche St. Sebastian und Lazariterstraße.

Bad Säckingen (Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg)

Leprosorium

Ca. 800 m südlich jenseits des Rheins im Ort Stein (Schweiz) an der Straße nach Basel. Lage nicht genau bekannt.

13. Jh.

Das Sondersiechenhaus gehörte zum Fridolinstift. Der Stiftskaplan versorgte die Leprosenkapelle St. Johann. 1696 Zwei Bewohner. 1698 bis 1726 Erwähnung der Sondersiechenpflege im Ratsprotokollbuch. 18. Jh. Auflösung des Leprosoriums. Vereinigung von Leprosen- und Spitalstiftung. 19. Jh. Mehrfache Nennung des Leprosenfonds. 2023 Das Siechenmännle ist eine der drei Urmasken der Säckinger Fastnacht.

Breisach am Rhein (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Vermutlich ca. 1,5 km östlich am Galgenweg bei der alten Abzweigung nach Gündlingen. Lage nicht genau bekannt.

1316

1326 Weitere Erwähnung des Gutleuthauses. 1337 Zusammenlegung der Priesterstellen im Gutleuthaus und am Liebfrauenaltar im St.-Stephans-Münster. 1375 Weitere Erwähnung. 1493 Erwähnung eines Vogts und Schaffners des Gutleuthauses. 1526 Präsentation eines Priesters für die Kaplaneien des Gutleuthauses und des St.-Michaelsaltars. 1550 Erwähnung des Leprosenhauses. 1601 Durchführung der Lepraschau in Freiburg. 1602 Aufnahme des Gutleuthausmeiers nach Ansteckung in das Maletzhaus. 1625 Erwähnung des Vogts und Schaffners. 1633 und 1638 Das Gutleuthaus geht bei den Belagerungen Breisachs zugrunde und wird nicht wieder errichtet.

Dachsberg
(Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg) - Wilfingen

Leprosenhaus

Unbekannt

1726

1726 u. 1814 Leprosenpflege, später Armenhaus. 1827 Leprosen-Stiftung mit einem Vermögen von 12.000 Gulden.

Dornhan I (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 1,5 km nordöstlich an der alten Brücke über den Zitzmannsbrunnenbach. Lage nicht genau bekannt.

1564

1524 und 1535 Erwähnung einer dem Heiligen Wendel geweihten Kapelle. 1767 Bewohnung des ehemaligen Gutleuthauses durch einen Bruder.

Dornhan II (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg) - Busenweiler

 

In Busenweiler an der Alpirsbacher Straße, heute Gebäude der Ortsverwaltung.

1724

Vor 1724 Vermutlich Gründung durch die Herren von Brandeck als Leprosorium für die Herrschaft Sterneck. 1724 Erwähnung von Einkünften des Leprosoriums. 1729 bis 1836 Gutleuthaus-Rechnungen. Um 1815 Armenhaus, danach Rathaus. 1957 Verleihung eines Wappens für Busenweiler mit der Darstellung des ehemaligen Gutleuthauses, heute Ortsverwaltung.

Elzach (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus

Ca. 1 km südwestlich an der Freiburger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1639

1650 Erwähnung eines Pflegers. 1665 Weitere Erwähnung des Gutleuthauses. 1721 Aufnahme einer an Lepra erkrankten Frau. 1771 Verkauf.

Emmendingen (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus, Malazzehaus

Ca. 200 m südöstlich beim Gasthof Zum Hirsch. Lage nicht genau bekannt.

1607

1607 Zustiftung von Markgraf Georg Friedrich zugunsten der Sondersiechen im Gutleuthaus bei Emmendingen. 19. Jh. Flurbezeichnung Gutleutbrünnle.

Endingen am Kaiserstuhl (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Leprosenhaus, Malatzhuse

Ca. 800 m östlich an der Riegeler Straße auf Höhe des Schambachs. Lage nicht genau bekannt.

1346

1359 und 1419 Weitere Erwähnungen. 1589 Letzte Erwähnung als Armenspital. 1764 Erwähnung im Feuerversicherungskataster als Gutleuthaus. 1873 Gewann-Name Gutleuthaus.

Engen (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 1,5 km östlich am Zellerweg beim Siechenbrünnele, in der Nähe des Siechengrabens. Lage nicht genau bekannt.

1380

1380 Anlage eines bis 1437 geführten Einkünfte-Verzeichnisses mit Siechenordnung. 1503 Erwähnung eines Siechensteigs. 1562 Erwähnung einer armen Bewohnerin des Siechenhauses. Ab 1573 Im Totenbuch der Kirche Engen sind mehrere Verstorbene als Leprose bezeichnet. Nach 1592 Bau einer Kapelle für die Siechen aufgrund einer Zustiftung, der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. 1615 Anlage eines bis 1716 geführten Einkünfte-Verzeichnisses der armen Sondersiechen. 1796 Zerstörung von Siechenhaus und Kapelle im Krieg. 1825 Eröffnung eines Armen- und Bürgerspitals nach Umbau des ehemaligen Kapuzinerklosters unter Beteiligung der Leprosenstiftung. 1831 Umbenennung des Leprosenfonds in Spitalfonds. 1861 Das Leprosorium ist noch als Ruine über der Stadt zu sehen. 1994 Der Siechenfonds zugunsten des Krankenhauses besteht noch. 1994 Gewann-Name Siechenstaig.

Freiburg I (Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 200 m nordöstlich. Lage nicht genau bekannt.

1240

Um 1240 Verlegung des Gutleuthauses nach der Anlage der Vorstadt Neuburg auf die Südseite der Stadt (siehe Freiburg II).

Freiburg II (Baden-Württemberg)

Sondersiechen, Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m südwestlich, Kronenstraße 21.

1251

Um 1240 Verlegung des Gutleuthauses (Freiburg I) in den Südwesten wegen Anlage der Vorstadt Neuburg im Norden. 1256 Erwähnung der Kapelle. 1258 Weihe zweier Altäre. 1271 Erwähnung der Verwaltung durch den Rat der Stadt. 1313 Stiftung einer weiteren Priesterpfründe. Erwähnung einer Siechenmeisterin und eines Siechenmeisters. 1333 u. 1396 Pfrundverträge mit gesunden Personen. 1446 Pfrundvertrag mit einer aussätzigen Klosterschwester. 1480 Leprosenordnung. 1507 Ergänzung der Leprosenordnung. 1589 Vogelschauansicht der Stadt mit Gutleuthaus. 1632 Das Gutleuthaus wird von den Schweden verbrannt, danach Wiederaufbau. 1677 Zerstörung im Krieg. 1718 Bau der Pfarrkirche St. Cyriak und Perpetua auf dem Grundstück des früheren Gutleuthauses. 1744 Abbruch der Pfarrkirche und Neubau als Annakirche. 1744 Bestattung von Soldaten in Massengräbern. 2020 bis 2022 Rettungsgrabungen im Zuge des Umbaus von Kronenstraße 21, Freilegung der Fundamente von Kapelle und Wohnhaus, Bergung zahlreicher Bestattungen. 2024 Gutleutstraße, Wohngebiet Gutleutmatten.

Freiburg III (Baden-Württemberg) - St. Georgen

Malazhus, Gutleuthaus

Westlich von St. Georgen, Basler Landstraße 118.

1341

1572 Neubau des Leprosenhauses. 1594 bis 1598 Jahresrechnungen des Sondersiechenfonds. 1774 Weitere Erwähnung des Sondersiechenfonds. 1861 Beschreibung der Sondersiechenhausstiftung sowie des Gutleuthauses als Armenhaus mit vier Stuben. 2015 Baubeschreibung durch das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg.

Fridingen an der Donau (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus, Siechenhäusle

Unbekannt

1577

1577 Flurname Beim Siechen Haus. 1791 Erwähnung des Gutleuthauses. Um 1900 Flurname Siechenhäusle.

Friesenheim I (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) - Oberschopfheim

Gutleuthaus

Ca. 1 km westlich vom Ortsteil Oberschopfheim bei der Gutleutkirche.

1367

1136 Ersterwähnung der Kirche an diesem Standort. 1343 Weitere Erwähnung der Kirche. 1367 Erwähnung der Pfarrei des Dorfes Lüttkirch (Leutkirche, Gutleutkirche). 1492 Bau der neuen Pfarrkirche in Oberschopfheim und Aufgabe des Dorfes Lüttkirch. Weitere Nutzung der Kirche als Wallfahrtskirche. 1567 Nutzung der Kirche für beide Konfessionen. 1587 Erwähnung des Siechenhauses bei der Kirche. 1618/1648 Aufgabe des Siechenhauses im Krieg. 1703 Beschädigung der Kirche im Krieg. 1713 Wiederaufbau des Kirchturms. 1762 Erwähnung einer Eremitenwohnung im Obergeschoss des Kirchturms. 1905 Teilweiser Wiederaufbau des Kirchenschiffes. 1964 Wiederaufbau des bis dahin unvollständigen Langhauses. 2023 Gutleutkirche.

Friesenheim  II (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) - Hugsweier

Gutleuthaus

Ca. 2 km südwestlich. Lage nicht genau bekannt.

1470

1470 Erwähnung des Gutleuthauses auf dem Friesenheimer Feld bei Hugsweier. Das Feld gehört den Johannitern in Straßburg.

Gaienhofen (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Horn

Leprosenfonds

Im heutigen Ortsteil Horn. Lage unbekannt.

1340

19. Jh. Zunächst Verwendung des Leprosenfonds zur Unterstützung des Schullehrers, dann Verwaltung im Armenfonds.

Geisingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg)

Leprosenhospital, Gutleuthaus

Ca. 100 m östlich beim Pflegeheim Haus Wartenberg, Tuttlinger Straße 3.

1651

1772 Umwandlung des ehemaligen Gutleutehauses in ein Landesspital unter fürstenbergischer Verwaltung. 1782 Erwähnung des Leprosenfonds. 1870 Verlegung der Pfründner nach Hüfingen. 1872 Umbau zum Kreispflegeheim. 1956 Weiterführung als Haus Wartenberg. 2023 Pflegeheim Haus Wartenberg.

Gengenbach (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 300 m nordwestlich. Lage nicht genau bekannt.

1606

1627 bis 1788 Rechnungen und Einnahmeverzeichnisse der Gutleut-Schaffnei. 18. Jh. Darstellung des Leprakrankenhauses „Das gute Leuth-Haus“ mit Kapelle auf einem Kupferstich. 1815 Abbruch der Gutleutkapelle.

Gundelfingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg)

Miselhus, Gutleuthaus

Unbekannt.

1341

1628 Das Gutleuthaus ist aufgegeben zugunsten eines Neubaus in Teningen.

Haslach im Kinzigtal (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 300 m nordwestlich gegenüber der Friedhofskapelle. Lage nicht genau bekannt.

1328

1602 Bau der Friedhofskapelle gegenüber dem Gutleuthaus. 1624-1701 Einnahmeregister der Gutleutpfleger. 1704 Das Gutleuthaus übersteht die Einäscherung der Stadt im Krieg. 1729 bis 1885 Rechnungen der Gutleutepflegschaft sowie des Leprosen- und Spitalfonds. 1753 Bau der Gutleutbrücke über den Klosterbach. 1841 Vereinigung des Leprosen- mit dem Spitalfonds. 1845 Ende der Nutzung als Armenhaus, später Krankenhaus. 1951 Erweiterung des Krankenhauses – früher Gutleuthaus. 1958 Neubau der Gutleutbrücke. 2023 Stiftung Sozialzentrum des Leprosen- und Spitalfonds Haslach.

Hausach (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Ca. 50 m westlich, Hauptstraße 65.

1522

1522 Gründung der Bruderschaft zur Pflege der Seuchenkranken. 1599 Erwähnung des Siechenhauses. Um 1620 Plan der Stadt Hausach mit Darstellung des Siechenhauses. Um 1650 Siechenhauskapelle. 1736 Erwähnung des Fonds Gutleuthaus. 1839 Erwähnung des Armen- und Gutleuthauses. 1857 Im Armenhaus, dem ehemaligen Gutleuthaus, leben stets zwischen 18 und 25 Personen.

Heitersheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg)

Siechhus, Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 100 m nordwestlich auf dem Gelände zweier Caritas-Einrichtungen, Im Stühlinger 36.

1277

1346 Erwähnung von Siechhus und Kapelle. 1482 Weitere Erwähnung der Kapelle. 1547 Weitere Erwähnung. 1869 Übernahme des Spitals durch die Heilig-Kreuz-Schwestern. 1893 Neubau eines Krankenhauses unter derselben Leitung. 1981 Altenheim. 2023 Wohn- und Pflegeheim der Caritas.

Hornberg (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Vermutlich unmittelbar nordwestlich an der Straße Hohenweg. Lage nicht genau bekannt.

1491

1491 Erwähnung des Siechenhauses am Hohenweger Fußpfad. 2023 Straße Hohenweg.

Hüfingen (Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Sondersiechenhaus

Nordöstlich vor dem ehemaligen Unteren Tor an der Straße nach Donaueschingen. Lage nicht genau bekannt.

1427

1621 Sterbefall im Leprosenhaus. 1728 bis 1778 Drei bekannte Sterbefälle. 1781 Ankauf des Siechenhauses von der fürstenbergischen Hofkammer durch die Stadt. 1846 Armenhaus, später Erweiterung zum Krankenhaus.

Jestetten (Landskreis Waldshut, Baden-Württemberg) - Altenburg

Gutleuthaus, Leprosenhaus, Leprosengütlein

Vermutlich westlich von Altenburg an der Straße Löhr nach Jestetten. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

1782 Baufälligkeit des Gutleuthauses. 1786 Baufälligkeit der Kapelle auf dem Leprosengütlein bei Altenburg. 1800 Die „Leprosenstiftung von Jestetten und Altenburg“ geht in die „Milde Stiftung“ in Tiengen über.

Kehl (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) - Kork

Gutleuthaus

Vermutlich ca. 2 km nordwestlich von Kork in Neumühl an der Gutleutstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

2023 Gutleutstraße im Stadtteil Neumühl.

Kenzingen (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg)

Domus leprosorum, Gutleuthaus

Ca. 300 m nordöstlich, Offenburger Straße 16.

1340

Um 1365 Weitere Erwähnung. 1395 Erwähnung als Domus leprosorum. Geistliche Betreuung durch einen Priester. 1637 Zerstörung des Hauses im Krieg. Später Wiederaufbau. 1687 Renovierungen. Um 1750 Beschreibung des Gebäudes als Armenhaus: zwei Stockwerke, eine Küche, zwei Zimmer, drei Kammern und ein Keller. 1776 Das Leprosenhaus ist unbewohnbar. 1798 Erwerb zur Errichtung einer Brauerei. Um 1850 Stadtansicht, im Vordergrund Neubauten auf dem Grundstück des ehemaligen Gutleuthauses. 1856 Erwähnung des ehemaligen Leprosenfonds als Armenfonds. 2017 Nennung des ehemaligen Gutleuthauses, Offenburger Straße 16, im Flächennutzungsplan.

Konstanz I (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Kreuzlingen (Schweiz)

Herberge der Sondersiechen

Ca. 200 m südlich an der Hauptstraße. Lage nicht genau bekannt.

1250

1250 Ersterwähnung des Hauses der Sondersiechen mit Kapelle. Geistliche Verwaltung durch das Kloster Kreuzlingen. 1259 bis 1272 Weitere Erwähnungen. 1279 Verlegung, siehe Konstanz II.

Konstanz II (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Kreuzlingen (Schweiz)

Herberge der Armen Kinder im Feld vor Kreuzlingen, Hofstatt, Siechenhaus

Ca. 1,5 km südlich von Konstanz in Kreuzlingen (Schweiz) an der Abzweigung der Remisbergstraße von der Hauptstraße. Lage nicht genau bekannt.

1270

1279 Ersterwähnung nach Verlegung, siehe Konstanz I. 13. Jh. Verwaltung durch den Rat der Stadt Konstanz. 1328 Erwerb von Grundstücken. 1390 Bestätigung des Rechts der Lepraschau für die Diözese Konstanz. 1495 Erwähnung des Friedhofs. 1543 Neufassung der Hausordnung. 1555 Eine Insassin wird als Schauerin für die Lepraschau bestellt. 1594 Vereidigung von vier Siechen beider Geschlechter als Kollegium für die Lepraschau. 1600 Beschreibung der Gebäude inkl. Badehaus. 1788 Der Wert der Liegenschaften beträgt 16.700 Gulden. 1812 Vereinigung von Leprosen-Stiftung und Spitalfonds. 1829 Abbruch des Siechenhauses. 1851 Abbruch der Siechenkapelle. 2024 Hofstattstraße.

Konstanz III (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus, Leprosenhaus zur Inneren Tanne

Ca. 1 km nordöstlich an der Mainaustraße gegenüber der Einmündung der Zeppelinstraße.

1468

1528 Neufassung der Hausordnung. Zusätzlich zu den Sondersiechen dürfen bis zu vier Pfründner aufgenommen werden. 1589 Ein Siecher wechselt zu Konstanz II (Hofstatt) als Ausbilder der dortigen Schauer. 1688 Eine Magd des Siechenhauses erkrankt an Lepra und wird dort mit ihrem gesunden Ehemann aufgenommen. 1786 Vereinigung des Hofstattamtes (Konstanz II) mit dem Tannenamt (Konstanz III). 1810 Vereinigung aller Konstanzer Stiftungen in der Spitalstiftung. 1831 Abbruch nach Verkauf und Neubau an derselben Stelle. 1860 Anlage eines Parks beim Haus. 1935 Darstellung des Siechenhauses zur Inneren Tanne auf einer Karte.

Konstanz IV (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Allmannsdorf

Sondersiechenhaus zur Äußeren Tanne

Ca. 500 m südwestlich von Allmannsdorf beim Haus des Corps Saxonia, Mainaustraße 78.

1511

1525 Verwaltung durch die Gemeinde Allmannsdorf. Aufnahme von Sondersiechen aus Allmannsdorf, Staad und Egg. 1558 Erwähnung einer Kapelle. 1586 Übergang der Verwaltung an den Deutschen Orden in Mainau. Renovierung. Einsetzung von zwei Pflegern der Gemeinde und des Deutschen Ordens. 1617 Aufnahme eines leprösen Ehepaares aus Dettingen gegen Gebühr. 1837 Auflösung der Leprosenpflege. Verkauf des Armenhauses. Landwirtschaftliche Nutzung. 1855 bis 1990 Weiterbetrieb als Gastwirtschaft. 1924 Übergang des Eigentums an die Stadt Konstanz. 1935 Darstellung des Siechenhauses zur Äußeren Tanne und der Kapelle auf einer Karte. 1990 Erwerb durch das Corps Saxonia Konstanz. 2024 Corpshaus.

Konstanz V (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Wollmatingen

Gutleuthaus, Leprosenhaus, Sondersiechenhaus

Ca. 4 km nordwestlich im heutigen Stadtteil Wollmatingen. Lage nicht genau bekannt.

1781

1781 bis 1797 Leprosenhaus als Armenhaus. Rechnungen der Leprosenstiftung. 1861 Mitfinanzierung des Armenhauses durch die Leprosenstiftung.

Konstanz VI (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Tägerwilen (Schweiz)

Sondersiechenhaus

Ca. 500 m nordwestlich von Tägerwilen und ca. 4 km westlich von Konstanz. Lage nicht genau bekannt.

1689

Ohne Datierung: Betreuung durch zwei Pfleger der Gemeinde Tägerwilen. Die Oberpflegschaft lag beim bischöflichen Obervogteiamt in Gottlieben. Jährliche Mitfinanzierung durch die Stadt Konstanz. 1689 und 1691 Erwähnung von zwei Leprösen. 1729 und 1735 Erwähnung von Insassen des Armenhauses. 1742 Erwähnung einer Siechen- und Armenmagd. 1759 Ablehnung des Aufnahmegesuchs eines Aussätzigen aus Schönenberg an der Thur. 1788 Zerstörung des Hauses durch Brand. 1815 Überführung des Siechenfonds in den Armenfonds. Um 1900 Flurname Siechenplatz.

Lahr (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m westlich am Stadtpark auf Höhe der Gutleutstraße. Lage nicht genau bekannt.

1475

1592 Zins- und Lagerbuch des Gutleuthauses. 1605 Gutleuthaus mit Stube, neun Kammern, Küche, Keller und Kapelle. Jährliche Predigt des Pfarrers von Dinglingen in der Kapelle. Zwölf Betten für Reisende. 1611 bis 1798 Verschiedene Verzeichnisse und Rechnungsbücher. 1831 Gutleuthaus in Privatbesitz. 1887 Abbruch. Neubau des Wirtshauses Am Stadtpark. 1964 Wirtshaus noch vorhanden. 2024 Gutleutstraße.

Lauchringen (Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 300 m nördlich von Oberlauchringen an der Klettgaustraße bei der Brücke über den Siechenbach. Lage nicht genau bekannt.

1893

1893 Die Karte des Deutschen Reiches zeigt ein Hausgrundstück mit Umgebungsmauer. 2024 Siechenbach und Siechenbachstraße.

Löffingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Sondersiechenhaus

Ca. 300 m nordwestlich, etwa Hohlgasse 2. Lage nicht genau bekannt.

1330

1606 Neubau des Sondersiechenhauses. 17. Jh. Zuwendungen an das Haus. 1680 Darstellung des Siechenhauses auf einer gemalten Stadtansicht. 1768 Erwähnung als Armenhaus. 1796 Zerstörung im Krieg durch Brand. Verwendung der Erträge des Stiftungsvermögens für Ortsarme des Pfarrsprengels.

Mühlheim an der Donau (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Ca. 1 km nördlich beim Gutleuthaus, Kolbinger Straße 1, und der Georgskapelle.

1753

Undatiert: Stiftung des Gutleuthauses durch Rudolf von Enzberg und Elsbeth von Homburg-Neidegg. 1848 Armenhaus mit 13 Bewohnern. 1879 Fünf Bewohner und Erwähnung der benachbarten uralten Linde. 1980 Eröffnung einer Zahnarztpraxis im ehemaligen Gutleuthaus nach Sanierung.

Neuenburg am Rhein (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg)

Siechenhaus St. Georg, Gutleuthaus

Ca. 1,5 km nordöstlich an der Landstraße nach Zienken im Gewann Unteres Wolfsgrün. Lage nicht genau bekannt.

13. Jh.

13. Jh. Erwähnung der Spitalkapelle St. Georg. 1350 Erwähnung des Siechenhauses. 1441 Erwähnung von Weinbau des Gutleuthauses. 1515 Neubau von Siechenhaus und Kapelle mit vier Altären, vermutlich nach Zerstörung durch ein Rheinhochwasser. 1525 Darstellung von Siechenhaus und Kapelle St. Georg auf dem Gemarkungsplan von Neuenburg. 1568 Darlehen von 1.000 Gulden an Erzherzog Ferdinand von Österreich. 1618/1648 Beschädigungen im Krieg. 1704 Zerstörung im Krieg.

Oberkirch I (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) - Nußbach

Gutleuthäuslein, Siechenhaus

Ca. 2 km nordwestlich an der Straße nach Nußbach. Lage nicht genau bekannt.

1347

1347 Ersterwähnung als Gutleuthäuslein in Weissenbach (Ortswüstung). 1491 Weitere Erwähnung. 1539 Verlegung (siehe Oberkirch II).

Oberkirch II (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus

Ca. 1,5 km nordwestlich an der Appenweierer Straße. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1539

1539 Gründung als Nachfolge von Oberkirch I, Nußbach. Vertrag zwischen dem Bischof von Straßburg mit dem Grafen Fürstenberg über den Bau eines Gutleuthauses. 1604 Erwähnung des Sondersiechenhauses, bewohnt von einem Invaliden mit seiner Frau. 1806 Vereinigung des Gutleuthausfonds mit dem Spitalfonds. 2024 Der Spital- und Gutleuthausfonds besteht noch.

Oberndorf am Neckar (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Unbekannt

1379

1410, 1411, 1423 Weitere Erwähnungen. Ab 1617 Rechnungen der Siechenkapelle. 1746 Renovierung der Kapelle. 1788 Abbruch des Siechenhauses. 1803 Abbruch der Kapelle.

Offenburg (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 500 m nördlich an der Okenstraße bei der Abzweigung der Straßburger Straße (Freiburger Platz).

1430

UNDATIERT Jakobuskapelle. 1445 Erwähnung eines Pflegers der armen Feldsiechen, der guten Leute und der Elendherberge zu Offenburg. 1559 Erwähnung des Gutleuthauses mit Garten. 1582 Darlehen des Gutleuthauses an einen Adeligen. 1603 Erwähnung einer Bruderschaft der Guten Leute und ihres Schaffners. 1629 Erwähnung eines Aussätzigen in einem Ratsprotokoll. 1642 Fall 1: Bitte um Aufnahme eines Leprosen aus Waltersweier. Fall 2: Unterbringung einer Leprakranken nach Diagnose durch Barbiere. Fall 3: Erwähnung eines Leprakranken mit starken Entstellungen (dem „das Maul abgefaulet“ war). 1725 Letzte Erwähnung des Gutleuthauses. 1813 Bis zu diesem Jahr Friedhof der jüdischen Gemeinde, vormals Friedhof des Gutleuthauses. 1882 Vereinigung der Schaffnei des Gutleuthauses mit anderen Fonds. 2009 Flächennutzungsplan mit Erwähnung des ehemaligen Friedhofes des Gutleuthauses am Freiburger Platz.

Radolfzell I (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg)

Siechenkapelle, Leprosenfonds

Unbekannt

1560

Um 1560 Vermutlich Bau der Siechenkapelle. 1807 Der Leprosenfonds geht im Fonds des Heiliggeistspitales auf.

Radolfzell II (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Güttingen

Leprosenhaus, Leprosenfonds

Unbekannt

Unbekannt

UNDATIERT Vermutlich Leprosenhaus. 1826 bis 1875 Rechnungswesen des Leprosenfonds.

Reichenau (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg)

Leprosenfonds

Gutleuthaus in Allensbach, auch für Reichenau und Kaltbrunn, siehe Allensbach.

Unbekannt

Gemeinsames Leprosenhaus mit den Gemeinden Allensbach und Kaltbrunn. 1842 Leprosenfonds mit dem Waisenfonds und der Armenkasse vereinigt.

Reichenbach am Heuberg
(Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1854

1854 Übergang des Siechenhauses in Privatbesitz. 1858 Erwähnung eines Schöpfbrunnens, des sogenannten Siechbrunnens. 1951 Erwähnung des Flurnamens Siechenbrunnen.

Renchen (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Malazhaus, Gutleuthaus

Ca. 200 m nordöstlich an der Hauptstraße gegenüber der evangelischen Kirche. Lage nicht genau bekannt.

1303

1313 Weitere Erwähnung. 1599 u. 1608 Erwähnungen eines Gutleuthaus-Pflegers. 1714 Gutleuthaus-Rechnungen. 1738 Grundstück des ehemaligen Gutleuthauses unbebaut. Um 1830 bis 1928 Gutleuthausfonds als Armenfonds. 1896 Bau des Krankenhauses, genannt Gutleuthaus, gegenüber der evangelischen Kirche an der Hauptstraße.

Rheinau (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) - Freistett

Gutleuthaus

Unbekannt

1620

 

Rheinau (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) - Rheinbischofsheim

Gutleuthausfonds

Unbekannt

Unbekannt

Undatiert: Die Annahme eines Gutleuthauses in Rheinbischofsheim ist ungewiss. Das Gutleuthaus lag in einem unbestimmten Ort des Amtsbezirks Rheinbischofsheim, vermutlich in Rheinau-Freistett. 1831 Die Gemeinden des Amtes Rheinbischofsheim bitten um Trennung ihres Gutleuthaus- und Armenfonds von der Kirchschaffnei. 1842 Almosen- und Gutleuthausfonds-Rechnungen des Amtes Rheinbischofsheim. 19. Jh. Zusammenlegung des Gutleuthausfonds des Amtes Rheinbischofsheim aus einem alten Gutleuthaus mit dem Amtsalmosenfonds.

Rheinhausen (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Unbekannt

1570

Das Gutleuthaus könnte am damaligen Rheinufer gelegen haben.

Rottweil (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg)

Feldsiechenhaus, Sondersiechenhaus

Ca. 500 m südöstlich, Stadionstraße 2 und 4.

1274

1298 Erwähnung des „Haus der Siechen im Feld“. 1300 Erwähnung der Kapelle. 1314 Siegel. 1326 Altar St. Nikolaus. 1335 Neubau und Weihung der Kapelle zu Ehren aller Heiligen. 1382 Bau eines weiteren Hauses zur Trennung nach Geschlechtern. 1591 Neubau des Siechenhauses. Auflösung der Geschlechter-Trennung. 1643 Zerstörung des Siechenhauses im Krieg und schwere Beschädigung der Kapelle. 1655 Ansicht von Rottweil mit Siechenhaus und Kapelle von Merian. 1668 Siechenordnung. 1747 Bau eines Glockenturms an der Kapelle. 1805 Auflösung des Sondersiechenhauses. Das Vermögen geht an den Armenfonds. 1810 Wirtschaft Zur Guten Herberge im ehemaligen Siechenhaus, späterer Name Bonne Auberge. 1914 Wirtschaft Deutscher Reichshof. 1922 Niederlassung der Franziskaner.

Schiltach (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenheuslin

Ca. 500 m westlich beim Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1564

1590 Weitere Erwähnung des Siechenheuslin. 1829 Übergang von der kirchlichen (St.-Johannis-Pflegschaft) in die städtische Trägerschaft. 1858 Abbruch.

Schramberg (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg)

Leprosorium

Unbekannt

1500

1350 bis 1500 Vermutlich hat ein Leprosorium in diesem Zeitraum bestanden.

Singen I (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Bohlingen

Leprosenhaus, Leprosenfonds

Ca. 600 m südlich bei der Kapelle an der Abzweigung des Grabenwegs von der Bohlinger Dorfstraße. Lage nicht genau bekannt.

1774

1774 bis 1842 Rechnungen der Leprosenpflegschaft. 1788 Abbruch des Siechenhauses. 1845 Kapitalbuch der Leprosen- und Armenpflegschaft. 1860 Leprosenfonds wird zur Unterstützung des Schullehrers verwendet. 1981 Renovierung der Antonius-Kapelle, der ehemaligen Siechenkapelle mit dem Namen „Siechenbild“. 2023 Erwähnung eines Flurstücks des einstigen Siechen- und Leprosenhauses neben der Antoniuskapelle an der Straße nach Bankholzen.

Singen II (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) - Friedingen

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m südöstlich bei der Sebastianskapelle. Lage nicht genau bekannt.

1623

1720 Neubau eines Siechenhauses ca. 500 m östlich am Postweg. 18. Jh. Bau oder Neubau der Sebastianskapelle. Anfang 19. Jh. Aufgabe der Spitalnutzung des Siechenhauses. 2024 Sebastianskapelle an der Schlossbergstraße und Leprosenhaus am Postweg, benannt als Wohnplatz Leprosenhaus, sind erhalten.

Spaichingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1610

1608 Taufe des Kindes eines Leprosen. 1610 Erwähnung des Leprosoriums.

St. Georgen im Schwarzwald (Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

 

Unbekannt

Kein Leprosorium. Vermutlich Verwechselung mit Freiburg-St.-Georgen (Freiburg III).

Staufen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Gutleuthaus, Leprosorium

Ca. 800 m nördlich bei der Magdalenenkapelle an der Ecke Krozinger Straße und Heubachstraße.

1522

Undatiert: Neben dem Gutleuthaus mit der Magdalenenkapelle bestand unweit des Flusses Neumagen eine Herberge für wandernde Aussätzige. 1352 Erwähnung der nordöstlich von Staufen gelegenen Gotthardkapelle, die später als Leprosenkapelle genutzt wird. 1565 und 1571 Zustiftungen zum 1522 zum ersten Mal erwähnten Gutleuthaus. 1576 Gutleuthausordnung. 1586 Neubau der Magdalenenkapelle auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus. 1632 Zerstörung des Hauses durch Brand im Krieg. Danach Wiederaufbau. 1695 Tod der letzten Bewohner. 1712 bis 1720 Ein Bewohner. 1720 bis 1738 Umgestaltung der Kapelle. 1756 Bestattung eines Hingerichteten auf dem Kapellenfriedhof. 1758 Schließung des Gutleuthauses nach dem Tod einer Bewohnerin. Der Leprosenfonds geht in den Spitalfonds über. 1786 bis 1792 Verkauf des Anwesens, Abbruch des Hauses und Neubau eines Gutshofes mit Wohnhaus auf den Grundmauern des Gutleuthauses. 1786 Profanierung der Kapelle. 1827 Nutzung der ehemaligen Kapelle als Waschhaus, später als Branntweinbrennerei. 1961 und 1999 Jeweils nach Restaurierung Weihung der Kapelle. 2004 Einrichtung des städtischen Bauhofs Gutleuthaus auf dem Grundstück des ehemaligen Gutleuthauses.

Steißlingen (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Unbekannt

Unbekannt

Ohne Datierung: Abbruch des Leprosenhauses. Das Vermögen des Leprosenfonds, der in einen Armenfonds umgewidmet wurde, betrug 500 Gulden. 1906 Leprosenfondsrechnungen.

Stockach (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Sondersiechenhaus

Ca. 300 m südwestlich an der Goethestraße bei der Abzweigung der Gaswerkstraße.

1501

Ohne Datierung: Leprosenschau durch Bader. 1510 Erwähnung eines Siechenpflegers. 1589 Zustiftung für das Sondersiechenhaus. 1622 Fall1: Aufnahme eines Leprosen aus Jettweiler gegen Bezahlung. Fall 2: Aufnahme eines Mädchens mit Erlaubnis an Sonntagen mit der Tabelle von Haus zu Haus zu betteln. 1670 Weitere Erwähnung. 1722 Aufnahme eines Leprakranken nach Untersuchung durch Stadtarzt, Barbier und Chirurg. 1725 Aufnahme eines Leprakranken aus Schwandorf gegen Bezahlung. 1728 Erwähnung eines leprösen Soldaten. 1763 Erwähnung der Kapelle sowie der Leprosenmagd. 1784 Einrichtung zweier Krankenzimmer für Dienstboten. 1861 Nutzung als Armenhaus. 1992 Bezeichnung Leprosenvorstadt noch gebräuchlich.

Stühlingen (Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Ca. 1,5 km südlich Im Sulzfeld bei der heutigen Kläranlage. Lage nicht genau bekannt.

1527

1636 Abbruch. 1862 bis 1919 Akten Gutleutjahrtag.

Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg)

Feldsiechenhaus, Sondersiechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 200 m nordöstlich bei der Kapelle am Alten Friedhof.

1402

1401 Ersterwähnung der Liebfrauenkapelle. 1436 Weitere Erwähnung der Kapelle und des Feldsiechenhauses. 1492 Weitere Erwähnung des Sondersiechenhauses. 1556 Anlage des alten Friedhofes bei der Kapelle. 1575 Erwähnung des Gutleuthauses.  1581 Datierung des Giebels der Kapelle. 1611 und 1640 Weitere Erwähnungen des Hauses. 2024 Die Kapelle existiert noch.

Sulzburg (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 200 m südöstlich, ehemaliges Gutleuthaus, Obertalstraße 16.

2004

2004/2024 Das ehemalige Spital und das benachbarte ehemalige Gutleuthaus / Armenhaus sind erhalten, Obertalstraße 14 und 16.

Teningen
(Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Unbekannt

1628

1628 Neubau des Gutleuthauses in Teningen. Das Gutleuthaus in Gundelfingen wird dafür aufgegeben.

Waldshut-Tiengen (Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg) - Tiengen

Leprosenstiftung, Spendstiftung, Milde Stiftung

Unbekannt

1782

15. Jh. Ersterwähnung des Gutleuthauses in Jestetten-Altenburg. 1782 Erwähnung des baufälligen Gutleuthauses und einer Leprosenstiftung in Altenburg, die zur Spendstiftung in Tiengen gezogen wird. 1786 Baufälligkeit der Kapelle auf dem Leprosengütlein bei Altenburg.  1800 Zusammenführung der Leprosenstiftung von Jestetten und Altenburg mit anderen Stiftungen als Milde Stiftung in Tiengen.

Waldshut-Tiengen (Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg) - Waldshut

Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 400 m westlich am Übergang der Kaiserstraße in die Baseler Straße. Lage nicht genau bekannt.

1321

Undatiert: Erwähnung der Capelle zu den gueten leüten. 1540 Erwähnung eines Ratsherrn als Gutleutvogt. 1546 Schenkung eines Hauses. 1742 Gutleutpflegschaft Auf der Steig. 1749 Erwähnung des Hauses als Leprosorium. 1785 Leprosenpflegschaft als Fonds. 1800 bis 1830 Wirtschaft Zum Ochsen. 1827 Zusammenlegung des Leprosenfonds mit dem Spitalfonds. 1846 Zerstörung des ehemaligen Leprosenhauses durch Brand. Bau der Brauerei Zum Waldschloss.

Triberg im Schwarzwald (Schwarzwald-Baar-Kreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Unbekannt

1578

1579 Aufnahme eines Sondersiechen aus Schonach. 1581 Zustiftung und Hausordnung. 1586-1675 Rechnungen von Spital und Gutleuthaus. 1620–1700 Erwähnung von 30 Sterbefällen von Leprösen. 1664 Bau eines neuen Gutleuthauses. 1823 Gutleuthaus und Spital werden in einem Neubau vereinigt zur Aufnahme von Pfründnern und Kranken.

Tuttlingen I (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg)

Leprosorium

Ca. 1 km südöstlich bei der Friedhofskapelle, Albert-Schweitzer-Straße 4, dem Standort der ehemaligen St.-Martinskirche.

Vor 1575

1575 Erneuerung der Siechenpflege. 1643 Zerstörung der benachbarten Martinskirche im Krieg. 1648 Hofstelle unbewohnt. 1696 Darstellung des Hauses auf einer Gemarkungskarte. Später Wohnung des Totengräbers. 1742 Gültbuch. 1803 Der Kirchturm der ehemaligen Martinskirche ist noch vorhanden. 1818 Abbruch des Hauses. 1862 Neubau einer Kapelle auf dem Grundstück der ehemaligen Martinskirche.

Tuttlingen II (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) - Möhringen

Leprosorium

Ca. 100 m südlich von Möhringen jenseits der Donau an der Straße nach Engen. Lage nicht genau bekannt.

1584

1782 Zuweisung von 13.838 Gulden aus den Leprosorien Geisingen, Hüfingen, Möhringen und Lembach zum Fonds zur Errichtung des fürstlich Fürstenbergischen Landesspitals zu Hüfingen.

Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis,  Baden-Württemberg) - Villingen

Die armen sundern siechen an dem Felde, Sondersiechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 100 m südöstlich von Villingen, Gutleuthaus, Gerwigstraße 6.

1322

1334 Erwähnung eines Kaplans. 1340 Übertragung eines Hauses an Spital und Leprosenhaus. 1374 Abtrennung der Verwaltung des Gutleuthauses vom Spital und Einsetzung von drei Pflegern. 1618/1648 Abbruch im Krieg. Danach Wiederaufbau. 1665 bis 1795 Jahresrechnungen der „Armen im Felde“. 1854 Fortführung des Leprosenfonds in der Verwaltung der Vereinigten Spital- und Armenstiftungen und Nutzung des Leprosoriums als Armenhaus. 1861 Erwähnung des Gutleuthauses mit Kapelle, Kirchhof und Ummauerung. Um 1900 bis 1920 Gemälde von Kapelle und Gutleuthaus von Albert Säger. 1945 Zerstörung des Gutleuthauses und der Kapelle im Krieg.  2006 Nutzung durch soziale und medizinische Einrichtungen. Wiederbenennung als Gutleuthaus.

Vogtsburg im Kaiserstuhl
(Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg) - Burkheim am Kaiserstuhl

Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m östlich von Burkheim beim Hotel Kreuz-Post, Landstraße 1.

1606

1493 Erwähnung der Heiligkreuz-Kapelle, bei der später das Gutleuthaus lag. 1606 Zustiftung zum Gutleuthaus und (undatiert) weitere Zustiftungen. 1618/1648 Gutleuthaus im Krieg zerstört. 1807 Verkauf der Kapelle auf Abbruch. Errichtung des Zoll- und Posthauses an derselben Stelle. 2024 Hotel Kreuz-Post.

Waldkirch I (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 150 m südwestlich vor dem ehemaligen Niedertor beim Haus Nikolai.

1667

1178 Erwähnung der dem Hl. Nikolaus geweihten Kapelle. 1282 Erwähnung eines Spitals bei der Kapelle. 1608 Erweiterung der Kapelle um einen Chor. 1667 Erwähnung des Siechenhauses in einem Ratsprotokoll. 1781 Zum Spitalhof gehören das vordere und das hintere Spital sowie das Leprosenhaus. 1794 Darstellung des Spitalhofs auf einem Plan. 1826 Abbruch der Kapelle. Zeichnung der Kapelle kurz vor dem Abbruch. 1829 Nutzung des Spitalhofs als Krankenhaus. 1876 Neubau des Krankenhauses. 1956 Umwandlung des Krankenhauses in ein Altersheim. 1976 Neubau des Altersheims. 1996 Erweiterung des Seniorenheims. 2023 Wohn- und Pflegeheim St. Nikolai in Trägerschaft des St.-Nikolai-Spitalfonds.

Waldkirch II (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg) - Kollnau

Gutleuthaus

Ca. 2 km nordöstlich in Kollnau am Ende der heutigen Straße Am Elzufer. Lage nicht genau bekannt.

1812

1812 Darstellung des Gutleuthauses auf einer Karte von Kollnau.

Wolfach (Ortenaukreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 300 m südlich beim alten Bahnhof. Lage nicht genau bekannt.

1566

1600 Weitere Erwähnung des Hauses. 1700 Aufnahme von zwei Aussätzigen. 1733 Neubau des Gutleuthauses. 1733 Aufnahme eines Leprösen. 1800 Zerstörung durch Brand. 1804 Neubau als Armenhaus. 1805 Aufnahme einer Person ins Leprosenhaus. 1812 bis 1820 Kapitalbuch der Gutleutepflege. 1823/24 Gutleutpflegerechnungen. 1835 Erwähnung von 25 Personen im Haus. 1839 Ansicht der Stadt mit Gutleuthaus. 1878 Abbruch des Gutleutehauses wegen Bau der Eisenbahnlinie. 2024 Straßen: Siechenwaldweg und Im Gutleutfeld.

Wutach (Landkreis Waldshut, Baden-Württemberg) – Lembach

Leprosorium

Unbekannt

1782

1782 Zuweisung von 13.838 Gulden aus den Leprosorien Geisingen, Hüfingen, Möhringen und Lembach zum Fonds zur Errichtung des fürstlich Fürstenbergischen Landesspitals zu Hüfingen.

 


Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Karlsruhe

       

Aktualisiert im Januar 2024

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Adelsheim (Neckar-Odenwald-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 100 m südwestlich an der heutigen Straße Siechsteige. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1909 Benennung der Straße Siechsteige im Zusammenhang der Wiederverwendung alter Namen. 2025 Straßenname Siechsteige.

Alpirsbach (Landkreis Freudenstadt, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus für Aussätzige

Ca. 100 m südwestlich beim alten Friedhof am Gutleutweg 22.

1348

1368 Weitere Erwähnung. 17. Jh. Eingegangen. 2022 Hinweistafel am Haus.

Bad Rippoldsau (Landkreis Freudenstadt, Baden-Württemberg) - Schapbach

Leprosorium

Unbekannt

Unbekannt

 

Baden-Baden (Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Veltsiechhaus

Ca. 300 m nordwestlich bei der Seniorenwohnanlage Gutleuthaus (Lange Straße 78) in der Nähe des Gutleuthausweges.

1488

Vor 1500 Entstehung der Kapelle. 1523 Große Zustiftung eines Bürgers. 1597 Umwandlung in ein Pfründnerhaus für 24 Arme. 1683 Erwähnung der Kapelle St. Nicolai. 1698 Beschädigung des Gutleuthauses und der Kapelle im Krieg. 1701 Weiterbetrieb des Gutleuthauses. 1737 Zwei Lepröse. 1816 Umbau zum katholischen „Gutleut- und Krankenhaus für Dienstboten“. Abbruch der Ruine der Kapelle. 2022 Seniorenwohnanlage Gutleuthaus.

Bruchsal (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 1 km nordöstlich beim Klinikgelände an der Gutleutstraße.

1470

1676 Zerstörung durch Brand im Krieg. 1777 Errichtung eines Krankenhauses an gleicher Stelle. 1906 Fertigstellung eines Krankenhausneubaus. Die Zufahrtsstraße erhält den Namen Gutleutstraße nach alten Flurbezeichnungen.

Bühl (Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg)

Gutleutehaus

Vermutlich ca. 300 m südöstlich vor dem ehemaligen Oberen Tor beim Rosenweg. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1628 Nicht mehr vorhanden.

Calw (Landkreis Calw, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Ca. 300 m nördlich auf dem Gelände der alten Deckenfabrik auf Höhe des Friedhofs. Lage nicht genau bekannt.

1423

1479 Erwähnung des Gutleuthauses. 1617 Einstellung eines städtischen Armenarztes, tätig bis 1657, unter anderem für das Siechenhaus, 1626 Erwähnung eines überdachten Anbaus bei der Kirche für die Sondersiechen. 1812-1817 Erwähnung bedürftiger Personen im Siechenhaus. 1840 Erwähnung einer Spinnerei beim Gutleuthaus.

Ettlingen (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 500 m nordöstlich bei der Alexiuskapelle (ehemals Kapelle St. Georg) in der Nähe der Gutleuthausstraße.

1292

1454 Erwähnung der „Capelle zu den guten Lüten“. Um 1700 Das Siechhaus ist Armenhaus. 1806 Nutzung von Haus und Kapelle als Militärlazarett. 1859 Abbruch des Siechhauses. 1869 Nach Umbau der Kapelle Weihung als Alexiuskapelle. 1889 Anlage eines neuen Friedhofs auf einem Grundstück des ehemaligen Siechhauses. 1962 Renovierung der Kapelle. 2023 Kapelle vorhanden, in der Nähe die Gutleuthausstraße.

Friolzheim (Enzkreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 50 m nordöstlich beim Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1753

1753 Erwähnung eines Ackers am Siechenhäusle.

Gernsbach (Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Unmittelbar südwestlich an der Murg bei der Kirche Sankt Jakob. Lage nicht genau bekannt.

1467

1664 Weitere Erwähnung. 1697-1930 Erwähnungen des Gutleuthausfonds.

Heidelberg I (Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Leprosenhaus

Unmittelbar östlich an der Hauptstraße auf Höhe der Plankengasse.

1364

1422 Letzte Erwähnung.

Heidelberg II (Baden-Württemberg) - Schlierbach

Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 4 km östlich in Schlierbach bei der Gutleuthofkapelle.

1430

1430 Stiftung einer Priesterstelle in der Kapelle beim Leprosenhaus. 1450 Erwähnung von Provisoren. 1508 Übertragung der Lepraschau auf die medizinische Fakultät und einen Chirurgen (Barbier, Scherer). 1600 Erwähnung eines Meisters, zweier Mägde und eines Knechtes im Gutleuthaus. 1662 Unterbringung eines lepraverdächtigen Ehepaares bis zum Nachweis ihrer Gesundheit. 1665 Letzte Heidelberger Lepraschau. 1707 Beschreibung des Gutleuthofes mit Scheune, Stall und Umfassungsmauer. 1714 Eingliederung in das Spital St. Anna und Nutzung als Fremdenherberge. 1741 Nutzung als Gastwirtschaft. Die Kapelle dient als Friedhofskapelle. 1861 Abtrennung der Kapelle vom alten Friedhof durch den Bau der Neckartalbahn. Sie verliert die Funktion als Friedhofskapelle. 1880 Gutleuthaus abgebrannt. 1941 Freilegung der 1921 entdeckten Fresken. 2023 Renovierung der Kapelle und Verwendung für gelegentliche Gottesdienste. 2023 Straßen Gutleuthofweg und Am Gutleuthofhang.

Heimsheim (Enzkreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Ca. 100 m südlich an der Hausener Straße bei der Straße Zinselwiesen. Lage nicht genau bekannt.

1724

1724 Erwähnung eines Gutleuthauses.

Horb am Neckar (Landkreis Freudenstadt, Baden-Württemberg)

Sieche Leute am Feld, Gutleuthaus

Ca. 500 m südwestlich an der Ihlinger Straße 105.

1345

1383 Erwähnung der Kapelle. 1399, 1416, 1485 Weitere Erwähnungen des Gutleuthauses. 1544 Neubau. 1719 Errichtung eines zweiten Badehauses. 1813 Militärhospital. 1816 Umbau der Kapelle zu einer Wohnung. 1835 Zerstörung der ehemaligen Kapelle und beider Badehäuser durch Brand. Anschließend Wiederaufbau als Gasthaus. 2012 Neubau eines Wohnhauses mit Resten alter Bausubstanz der ehemaligen Kapelle.

Karlsruhe (Baden-Württemberg) - Durlach

Gutleuthaus

Ca. 500 m nordöstlich von Durlach an der Grötzinger Straße bei der Abzweigung der Straße Am Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1532

1532 Vermutlich gab es einen Vorgängerbau oder ein älteres Gutleuthaus westlich von Durlach. 1618 bis 1648 Zerstörung im Krieg, danach Wiederaufbau vermutlich mit Kapelle beim Friedhof. Auch Aufnahme anderer Kranker. 1678 Ordnung zur Aufnahme der Armen und Kranken im Armen- oder Gutleuthaus. 1749 Abbruch der Kapelle. 1750 Plan mit Darstellung des Gutleuthauses. 1759 Unterhaltung des Gutleuthauses durch Landesherrn und Stadt. 1768 Zusammenlegung der Stiftungen Gutleuthaus und Spital. 1770 Abbruch des Gutleuthauses.

Mosbach (Neckar-Odenwaldkreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 800 m nördlich am Südrand des Friedhofs mit der Gutleutkapelle, dem Gutleuthaus und dem Elendshaus.

1418

1418 Erstnennung von zwei Wohnhäusern als Gutleuthaus und Elendshaus (Fremdenherberge). Um 1435 Stiftung der Gutleutkapelle. 1479 Weitere Erwähnung der Kapelle. 1509 Schaffung eines Eingangsportals zur Gutleutanlage. 1520 Einrichtung des Friedhofs hinter der Gutleutanlage. 1936 Restaurierung der Anlage. 2023 Nutzung beider Häuser als Wohnhäuser sowie der Kapelle als Friedhofs- und Hochzeitskapelle.

Nagold (Landkreis Calw, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 200 m südwestlich an der Freudenstädter Straße. Lage nicht genau bekannt.

1447

1815 Neubau als Armenhaus nach Abbruch des alten Gebäudes. 1869 Erweiterung und Nutzung als Krankenhaus. 1899 Altenheim. 1939/45 Unterbringung von französischen Kriegsgefangenen.

Pforzheim (Baden-Württemberg)

Leprosenhospital

Ca. 200 m südöstlich beim Brauhaus an der St.-Georgen-Steige. Lage nicht genau bekannt.

1348

1419 Bischöfliche Erlaubnis zum Bau einer Kapelle. 1565 Weitere Erwähnung des Leprosenhospitals. 1636 Übernahme durch Kapuziner. 1718 Aufhebung des Kapuzinerklosters Sankt Georgen. 1764 Abbruch der Gebäude.

Rastatt (Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 100 m südöstlich an der Josefstraße. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

15. Jh. Das Gutleuthaus wird im Rastatter Dorfbuch erwähnt. 1596 Erwähnung des Gutleuthäuslin. Um 1700 Zusammenlegung der Stiftungen Badstube und Gutleuthaus und Weiterführung als Hospital. 1805 Eröffnung des Wolff´schen Badhauses an derselben Stelle. 1853 Neubau des Krankenhauses an anderer Stelle.

Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg) - Mörsch

Gutleuthaus

Ca. 800 m nordöstlich von Mörsch an der Bundesstraße 36. Lage nicht genau bekannt.

1588

1588 Erwähnung des Gewannnamens "Beim guoten Leuthaus". 1596 Erwähnung eines Gutleuthauses. 1784 Gewannname "In den Guth leuth Aecker" in einem topographischen Plan.

Rheinmünster
(Landkreis Rastatt, Baden-Württemberg) - Stollhofen

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus

Ca. 100 m südlich des heutigen Stadtteils Stollhofen. Lage nicht genau bekannt.

1478

1583 Erwähnung der Errichtung eines gemeinsamen Gutleuthauses für Stollhofen und Schwarzach. 1590 Erweiterung der Trägerschaft um die Gemeinde Vimbuch. Erwähnung von zwei Pflegern aus Stollhofen und Schwarzach. 1625 Weitere Erwähnungen. 1630 Darstellung des Gutleuthauses auf einer Karte. 1741 Beschreibung der Lage des Grundstücks. 1858 Die Gutleuthausfonds von Stollhofen und Schwarzach bestehen noch.

Stutensee (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg) - Blankenloch

Gutleuthäuslein

Im heutigen Stadtteil Blankenloch. Lage unbekannt.

1532

1532 Erwähnung eines Gutluthüslin.

Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 100 m nordwestlich bei der Gutleuthausstraße. Lage nicht genau bekannt.

1850

1850 Das Gutleuthaus besteht noch als Altenheim.

Wildberg (Landkreis Calw, Baden-Württemberg)

Haus der alten Feldsiechen

Vermutlich ca. 1 km nördlich an der Straße nach Calw an der Straße Galgenberg bei der Nagoldbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1488

Allgemein: Anlage mit Kapelle, Garten, Brunnen und Badheußle. 1488 Erwähnung eines Pflegers im Haus der Feldsiechen. 1510 Neun Insassen. Um 1525 Zwei bis drei Insassen. Vereinigung der Stiftung Siechenhaus mit dem Städtischen Armenkasten. 1531 Aufnahme eines Knaben aus Friolzheim gegen Bezahlung. 1537 Haus mit Garten und Wiesen. Ein Insasse. 1542 bis 1544 Keine Insassen. 1553 Aufnahme eines Ehepaares gegen Bezahlung. 1571 Aufnahme einer Frau aus Effringen gegen Bezahlung. 1573 und 1578 Keine Insassen. 1583 Aufnahme eines Knaben aus Sulz gegen Bezahlung. 1620 Anbau. 1627 Neubau. 1630 Sieben Insassen. 1912 Rechnungen des Sondersiechenhauses sind vollständig erhalten.

 

 


Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Stuttgart

       

Aktualisiert im Juli 2024

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Aalen (Ostalbkreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Ca. 200 m östlich vor dem ehemaligen Ellwanger Tor an der Alten Heidenheimer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1401

1447 Nennung eines Sondersiechenhauses. 1528 Darstellung von Siechenhaus und Kapelle St. Leonhard auf einer Karte. 1854 Erwähnung von Kapelle und Siechenhaus. 1873 Neubau des Städtischen Krankenhauses in der Nähe. 2022 Samariterstift.

Adelberg (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 300 m südlich beim ehemaligen Konvent-Haus des ehemaligen Klosters Adelberg.

1514

1685 Die Siechenkapelle ist noch erhalten. 1814 Pfarrhaus (ehemaliges Konventhaus) und ruinöse Siechenkapelle existieren noch.

Asperg (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 500 m südöstlich an der Stuttgarter Straße beim Siechenberg. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

2022 Flurname Siechenberg.

Backnang (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus für Aussätzige

Ca. 200 m westlich an der Aspacher Straße bei der Abzweigung der Schöntaler Straße.

Unbekannt

 

Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 500 m südlich beim ehemaligen St.-Rochus-Stift, Wachbacher Straße 60.

1424

1438 Erweiterung des Siechenhauses. 1468 Neubau. 1595 Rechnungen. 1628 Kapelle St. Rochus. 1674 Bau eines weiteren Gebäudes. 1683 Inventar. 1716 Neubau. 1911 Umbau zum Rochus-Krankenhaus. 2001 Integration des Rochus-Spitals in das Caritas-Krankenhaus. 2024 Sankt-Rochus-Straße.

Bad Wimpfen (Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg)

Domus leprosorum

Westlich, vermutlich an der Rappenauer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1293

1357 Erwähnung des Leprosoriums. 1582 Erwähnung einer Kapelle, wahrscheinlich St. Katharina.

Bietigheim-Bissingen
(Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 100 m nordwestlich von Bietigheim vor dem ehemaligen Schieringer Tor an der Löchgauer Straße auf Höhe des Spatzenäckerwegs. Lage nicht genau bekannt.

1526

1556 Neubau eines Siechenhauses auf Anordnung Herzog Christophs.

Bopfingen (Ostalbkreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Vermutlich ca. 500 m nordwestlich bei der Abzweigung der Ellwanger Straße von der Aalener Straße nahe der Straße Auf der Kappel. Lage nicht genau bekannt.

1307

1495 Gründung der Kapelle. 1704 Einrichtung eines Lazaretts im Siechenhaus.

Crailsheim I (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 1 km nordwestlich an der Haller Straße bei der Abzweigung der Tiefenbacher Straße in der Nähe der Wolfgangstraße. Lage nicht genau bekannt.

1463

1463 Erwähnung von Feldsiechen. 1477 Weihe der Wolfgangskapelle bei den Feldsiechen. 1496 Erwähnung des Siechenhauses. 18. Jh. Erwähnung als Armenhaus. 1797 Verkauf und Abbruch von Haus und Wolfgangskapelle. 2024 Wolfgangstraße.

Crailsheim II (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) - Satteldorf-Gröningen

Gutleuthaus

Ca. 6 km nördlich in Satteldorf-Gröningen. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Dischingen (Landkreis Heidenheim, Baden-Württemberg)

Siechenhaus, Leprosodochium

Ca. 500 m südlich bei der Nothelferkapelle.

1407

Später Armenhaus. 1872 Das Haus dient Gnadenhäuslern und armen Vaganten als Wohnung. 2022 Nothelferkapelle vorhanden.

Ditzingen (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg) - Heimerdingen

Gutleuthaus

Vermutlich ca. 2 km südöstlich von Heimerdingen an der Straße nach Ditzingen. Lage nicht genau bekannt.

1424

1465 Erwähnung des Gutleuthauses am Ditzinger Weg.

Dörzbach (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1589

1589 Erwähnung in einer Erbteilung.

Ellwangen (Ostalbkreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 200 m nordwestlich bei der Kapelle zum Heiligen Nikolaus.

1366

1384 Erwähnung eines Siechenamtes. 1442 Kapelle St. Nikolaus. 1445 Weitere Erwähnung von Siechenamt und Siechenpfleger. 1461 bis 1502 Baumaßnahmen an der Nikolaus-Kapelle. 1469 Bestätigung der Kaplanei. 1474 Gewährung eines Ablasses. 1591 Platz für neun Personen im Siechenhaus. 1593 Neubau des Hauses. 17. Jh. Umbau der Nikolauskapelle. 18. Jh. Erneuerung des Pfründner-Hauses als Armenhaus der Nikolauspflege. 1863 Verkauf des Hauses an die Stadt. 1970er Jahre Erweiterung. 2001 Eröffnung des Alamannen-Museums. 2024 Das ehemalige Siechenhaus (Museum) und die Kapelle sind vorhanden.

Esslingen am Neckar I (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Feldsiechenhaus für Frauen

Ca. 2 km südöstlich bei der Mündung des Hainbachs in den Neckar. Lage nicht genau bekannt.

1282

1316 Die Grafen von Württemberg nehmen das Haus in Schirm und Schutz. 1381 Erwähnung der Siechenkapelle. 1405 und 1535 Siechenordnungen. 1463 Erwähnung des Siechenbaches. 1518 Erfolgreicher Einspruch gegen Antrag der Stadt auf Unterbringung der männlichen Leprosen. 1548 Erwähnung einer bedeutenden Zustiftung und Erneuerung des Hauses. 1577 Aufhebung der Geschlechtertrennung. 1618/1648 Ende des Hauses im Krieg.

Esslingen am Neckar II (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus für Männer

Ca. 200 m westlich am Standort der ehemaligen Bäckermühlen AG an der Mettinger Straße 25.

1282

14. Jh. Verlegung des Hauses weiter westlich. Siehe Esslingen III.

Esslingen am Neckar III (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus für Männer

Ca. 1,5 km westlich am Schenkenberg beim Ortseingang des Stadtteils Mettingen. Lage nicht genau bekannt.

1331

14. Jh. Nachfolge des Leprosoriums Esslingen II. 1449 Abgebrannt durch die Württemberger. Danach Wiederaufbau. 1535 Erneuerung wegen Baufälligkeit. 1577 Aufhebung der Geschlechtertrennung. 16. Jh. Nutzung als Unterkunft für durchreisende Arme. 1674 Aufhebung.

Fellbach (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 800 m südwestlich an der Stuttgarter Straße an der Abzweigung der Höhenstraße. Lage nicht genau bekannt.

1394

1478 Weitere Erwähnung.

Gaildorf (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 1 km nordwestlich jenseits der Kocher an der Straße nach Schwäbisch Hall. Friedhofstraße 65.

1512

1512 Erwähnung des Siechenhauses mit zwei Siechenpflegern. 1534 Bau des Siechenhauses. 1571 u. 1572 Erwähnung von Einkäufen ins Siechenhaus. 1607-1615 Erwähnung weiterer Aufnahmen von Siechen. 1646 Erwähnung eines Aussätzigen im Kirchenbuch. 1833 Erweiterung des Hauses. Nutzung als Lazarett für ansteckende Kranke. Ende 19. Jh. bis 2004 Armenhaus der Stadt. 2005 Verkauf des Hauses und Sanierung. Heute (2022) „Büro für historische Bauforschung und Stadtsanierung“ und Fremdenzimmer.

Geislingen an der Steige (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg)

Feldsiechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 1,5 km westlich an der Stuttgarter Straße bei der Siechenkapelle.

1398

1420 Weitere Erwähnung als Feldsiechenhaus.  1467 bis 1471 Erwähnung der Kapelle St. Nikolaus und St. Barbara. 1496 Renovierung der Kapelle. 1508 und 1510 Erwähnung von Einkünften des Siechenhauses. 1604 Neubau des Siechenhauses. 1783 Aufnahme von Armen. 1806 Verkauf von Siechenhaus und Kapelle. Abbruch des Hauses. 1811 Abbruch des Chors der Kapelle. Nutzung der ehemaligen Kapelle als Scheune. 1926 Kapelle wird Baudenkmal. 1948 Übergang in Bundeseigentum. 1993 Ankauf durch die Stadt. 2019 Wiedereröffnung der Siechenkapelle nach Restaurierung.

Gerlingen (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Malatschenhaus

Unbekannt

1381

1381 Erwähnung des Malatschenhauses.

Giengen an der Brenz (Landkreis Heidenheim, Baden-Württemberg)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Nordwestlich vor dem ehemaligen Obertor. Lage nicht genau bekannt.

1634

1634 Darstellung des Siechenhauses auf der Ansicht von Matthäus Merian. 1646, 1650 und 1663 Erwähnungen im Totenbuch der Pfarrei. 1755 Abbildung des Leprosen- oder Siechenhauses bei Joh. Schnapper. 19. Jh. Armenhaus.

Göppingen (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Vermutlich ca. 300 m südwestlich jenseits der Filsbrücke am Beginn der Jebenhäuser Straße. Lage nicht genau bekannt.

1401

1440 Erwähnung von Siechenhaus und Kapelle. 1537 Übernahme der Einkünfte von St. Wolfgang und der armen Sondersiechen in den Armenkasten.

Heidenheim an der Brenz (Landkreis Heidenheim, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 200 m südöstlich bei der heutigen Siechenbergstraße. Lage nicht genau bekannt.

1424

1719 Erwähnung des Siechenhauses. 2022 Siechenberg, Siechenbergstraße und Rosenstraße.

Heilbronn (Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Ca. 500 m nördlich vor dem ehemaligen Sülmertor auf Höhe des heutigen Siechenhausweges. Lage nicht genau bekannt.

1272

1395 Erwähnung des Siechenhauses. 1409 Pfründenstiftung zugunsten der Jakobuskapelle beim Siechenhaus. 1525 Zusammenlegung der Verwaltung mit dem Spital. 1634 Niederbrennung des Siechenhauses durch schwedische Truppen. 1666 Neubau eines Lazarett- und Armenhauses. 1864 Militärlazarett. 1883 Pockenhaus. 1900 Foto des Hauses. 2024 Siechenhausweg.

Hemmingen
(Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung eines Siechenhauses.

Herrenberg (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 500 m südöstlich an der Tübinger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1483

1537 Siechenhaus. 1663 Abbruch der Kapelle. Um 1800 Lazaretthaus. 1854 Armenhaus.

Ilshofen (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Westlich vor dem Haller Tor. Lage nicht genau bekannt.

1720

1720 Zeichnung des Siechenhauses vor dem Haller Tor.

Kirchheim unter Teck (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Ca. 800 m südöstlich an der Jesinger Straße auf Höhe der Verlängerung der Straße Beim Siechenkirchle an der Brücke über den Gießnaubach. Lage nicht genau bekannt.

1328

1334 Erwähnung einer Kapelle und eines Kaplans. 1352 Stiftung einer sonntäglichen Fleischmahlzeit für die Sondersiechen durch den Kaplan. Um 1525 Aufhebung der Kaplanei. 1540 Erwähnung des Sondersiechenhauses im Besitz der Stadt. 1600 Güterbeschreibungen im Lagerbuch des Spitals. 1618/48 Zerstörung im Krieg. 1782 Abriss des Siechenkirchleins. 2024 Straßennamen Beim Siechenkirchle und Siechenwiesen.

Künzelsau (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 200 m nordöstlich hinter der Kocherbrücke bei der ehemaligen Kapelle am heutigen Kapellenweg, Langenburger Straße 1.

1499

1499 Bau der Wolfgangskapelle. Ab 1500 Rechnungen der Wolfgangspflege. 1620 und 1692 Erneuerungen der Kapelle. 1631 Erwähnung eines Leprosoriums. 1806 Profanierung der Kapelle. 1813 Verkauf der Kapelle und Abbruch. Neubau des Gasthauses Zur Wolfgangskapelle auf demselben Grundstück. 1873 Abbruch des Gasthauses und Bau einer Villa.

Leonberg I (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus

Ca. 300 m nördlich an der Abzweigung der Strohgäustraße von der Feuerbacher Straße.

Gründung 1617

1700-1813 Sondersiechenrechnungen. 1771 Als „Siechenhaus oder Cappelle“ bezeichnet. 1803 Letzte Erwähnung. 19. Jh. Feldflurname Beim Siechenhaus. 2022 Archäologische Verdachtsfläche/Prüffall.

Leonberg II (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg) - Eltingen

Siechenhaus

Ca. 1 km südwestlich an der Abzweigung der Hindenburg- von der Brennerstraße. Lage nicht genau bekannt.

1487

1487 Im Zusammenhang mit dem Standort Eltingen (heute Stadtteil von Leonberg) Erwähnung eines Flurnamens Bei dem Siechhäusle in Gerbersheim.

Marbach (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Östlich an der heutigen Wildermuthstraße. Lage nicht genau bekannt.

1574

1737 Weitere Erwähnung.

Möckmühl (Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 200 m südöstlich an der Züttinger Straße bei der Abzweigung der Lehlestraße.

1473

1528 Erwähnung der Lage „vor dem Jagstthor bey dem Sichhaus“. 1576 Untersuchung von lepraverdächtigen Personen durch den Juden Aaron aus Neckarsulm. 1781 Letzte Erwähnung des ehemaligen Siechenhauses „im Lehelen“ (heute Lehlestraße).

Neresheim (Ostalbkreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus, Siechenheim

Nördlich an der Straße nach Ohmenheim, im Härtsfeld. Lage nicht genau bekannt.

Um 1500

Um 1500 Erwähnung von Siechenpflegern. 1690 Siechenhaus auf einer Karte des Härtsfeldes.

Neuenstein (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

16. Jh.

16. Jh. Ersterwähnung im späten Mittelalter. 1629 Neubau.

Neuenstadt am Kocher (Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg) - Kochertürn

Aussätzelhaus

Ca. 2 km nordwestlich im Ortsteil Kochertürn, Lage nicht genau bekannt.

1410

1410 Erwähnung des Aussätzelhauses.

Neuffen (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 200 m nördlich an der Stuttgarter Straße auf Höhe des Friedhofes. Lage nicht genau bekannt.

Um 1605

1618/48 Abgetragen.

Nürtingen (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 400 m nordwestlich jenseits des Neckars beim Siechenhaus und der Kapelle.

1315

1403 Erwähnung von Einnahmen. Ab 1525 Rechnungen. Vor 1535 Bau eines neuen Siechenhauses neben dem alten. 1542 Abbruch des alten Siechenhauses. 1550 Lagerbuch. 1557 Hausordnung. 1610 Abbruch und Neubau der Siechenkapelle. 17. Jh. Erweiterung des Hauses um drei Stockwerke. 1765 Weiterer Ausbau zur Aufnahme von Menschen mit Hautkrankheiten. 1832 Armenhaus. 1861 Krankenhaus. 1895 und 1931 Umbauten. 1949 Umgestaltung zu einem modernen Krankenhaus. 1950 Psychiatrische Abteilung der Kreisklinik. 2017 Abbruch der Klinikgebäude. 2024 Siechenhaus und Kapelle bestehen noch.

Öhringen (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Ca. 500 m westlich, Katharinengraben 8.

1445

1588 Neubau der Siechenhauskapelle. 1775 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1833 Flurname Siechenhaus westlich der Ohrn. 2024 Nennung des Siechenhauses, Katharinengraben 8, in der Liste der Baudenkmale der Stadt in der Rubrik Einzeldenkmale außerhalb der Altstadt.

Plochingen (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1366

1524 Letzte Erwähnung.

Schorndorf (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Ca. 200 m westlich an der Abzweigung der Siechenfeldstraße von der Stuttgarter Straße. Lage nicht genau bekannt.

1456

1456 Kapelle Heilig Kreuz. 1478 Erwähnung eines Zinsbuchs. 1537 Einrichtung eines städtischen Armenkastens, aus dem auch das Sondersiechenhaus finanziert wird. 1574 Erwähnung eines Zinsbuchs. 1582 Wappen des Siechenpflegers. 1634 Zerstörung. 2024 Siechenfeld und Siechenfeldstraße.

Schrozberg (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) - Bartenstein

Leprosorium

Im heutigen Stadtteil Bartenstein. Lage unbekannt.

Unbekannt

Hinweis auf ein Leprosorium aufgrund eines handschriftlichen Vermerks im Archiv der GfL. Keine weiteren Quellen.

Schwäbisch Hall (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg)

Leprosorium, Siechenhaus

Ca. 100 m nördlich vor dem ehemaligen Gelbinger Tor bei der heutigen Friedhofskapelle St. Nikolai.

1277

1228 Adelige stiften für ein Hospital außerhalb der Stadt. 1296 Weitere Erwähnung. 1300 Gültbuch (weitere 1422, 1536, 1578). 1309 Ablass für die Kapelle St. Nikolaus. 1322 Zustiftung zum Leprosenhaus. 1339 Benefizium in der Kapelle. 1406 bis 1493 Zustiftungen. 1502 Stiftung einer Sonntagsmesse am Wolfgangs-Altar. 1509 Erwähnung eines Friedhofs an der Kapelle. Vor 1550 Neubau des Leprosenhauses. Später Armenhaus. 1566 Erwähnung der Friedhofskapelle St. Nikolaus. 1590 Hausordnung. 1835 Abbruch der Kapelle. 1841 Abbruch des Leprosenhauses. 1843 Neubau der Friedhofskapelle St. Nikolaus. 2024 Erhalten.

Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis, Baden-Württemberg)

Feldsiechenhaus, St. Katharina, Katharinenspital zu den Sondersiechen

Ca. 400 m südwestlich bei der Siechenspitalkapelle St. Katharina.

1326

1328 Erwähnung von zwei Pflegern. 1341 Erwähnung der Kapelle. 1400 Erwähnung eines Rentenkaufs. 1502 Erwähnung des Besitzes einer Mühle. 1529 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1535 Eigenes Siegel. 1568 bis 1590 Erwähnungen des Besitzes von Ländereien. 1596 und 1671 Bestandbuch der Güter. 1638 Kapelle St. Katharina mit Opferstock. Vor 1680 Errichtung eines Pfründhauses. 17. Jh. Errichtung eines Wasch- und Wohnhauses. 1716 Errichtung eines Hofmeistereigebäudes als Anbau an die Kapelle. 1804 Letzter Gottesdienst. 1814 Militärhospital. 1852 Aufgabe des Katharinen-Spitals. 1922 Wiederaufnahme des Gottesdienstes. 1936 Abbruch des Wasch- und Wohnhauses. 1999 Sanierung der Kapelle. 2021 Instandsetzung der Hofmeisterei. 2024 Kapelle und Pfründhaus (Wohnungen) vorhanden.

Schöntal (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

 

1311

1311 Stiftung des Konrad Kubel aus Heilbronn für das Siechenhaus. 1497 Erwähnung einer Kapelle im Haus.

Sindelfingen (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1559

 

Steinheim an der Murr
(Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1866

1866 Erwähnung in der Beschreibung des Oberamtes Marbach.

Stuttgart I (Baden-Württemberg)+J450

Leprosorium, Ussetzelhaus

Ca. 200 m nordöstlich an der Ecke Königsstraße/Bolzstraße vor dem ehemaligen Ludwigsburger Tor (bis 1704 Siechentor). Lage nicht genau bekannt.

1280

1350 Erwähnung eines Ussetzelhauses. 1397 Erwähnung der Kapelle. 1452 Neubau der Kapelle. 1457 Anstellung eines Kaplans. 1495 Ein Sondersieche aus dem Haus als Zeuge vor Gericht. 1537 Aufnahme von Adolf Dauher, Bildhauer des Herzogs. 1554 Erwähnung einer Schenkung. 1589 Magistratsbericht: seit 50 Jahren keine Aussätzigen mehr, aber andere Personen mit ansteckenden Krankheiten. 1709 Letzte Erwähnung einer Einweisung. 1791 Siechenhaus und Kapelle noch vorhanden. Auflösung an diesem Standort und Zusammenlegung mit dem Seelhaus im ehemaligen Gasthaus „Zur Rose“ vor dem damaligen Hauptstädter Tor, heute Wilhelmsplatz. 1845 Verkauf des Hauses. Verlegung der Einrichtung in das Spital. 1856 Kapelle noch vorhanden.

Stuttgart II
(Baden-Württemberg) - Bad Cannstatt

Siechenhaus

Ca. 500 m südwestlich von Bad Cannstatt im Stadtteil Berg. Lage nicht genau bekannt.

1336

1426 Erwähnung des Siechenhauses bei der Berger Mühle und der Zollstätte. 1475 Erwähnung in einem Streit um die Cannstätter Gemarkungsgrenze. 1506 Erwähnung in einer Flurbeschreibung.

Stuttgart III (Baden-Württemberg) - Weilimdorf

Siechenhaus

Ca. 5 km nordwestlich von Stuttgart im Stadtbezirk Weilimdorf und ca. 2 km südöstlich von Ditzingen. Lage nicht genau bekannt.

1573

1573 Erwähnung des Siechenhauses in einem Lagerbuch.

Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 100 m östlich an der Mergentheimer Straße bei der Abzweigung der Laurentiusbergstraße. Lage nicht genau bekannt.

1760

1732 Beschädigung der Leonhardi-Kapelle an der Tauberbrücke vermutlich in diesem Jahr. 1760 Darstellung des Leprosoriums auf einer Karte. 1789/98 Verkauf und Abbruch der Kapelle. Um 1800 Neubau des Leprosoriums. 1996 Abbruch des Hauses für den Bau einer Tankstelle. 2022 „Leprosenbild“ von 1578 an der Laurentiusbergstraße 16B.

Vaihingen an der Enz (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Nordwestlich an der Straße nach Roßwag, vermutlich an der heutigen Straße Alter Postweg. Lage nicht genau bekannt.

16. Jh.

 

Waiblingen (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 600 m östlich bei der Siechenhauskapelle, Beinsteiner Straße 41.

1350

1365 Weitere Erwähnung. 1473 Bau der Kapelle. 1482 Einbau einer Siechenempore. 1559 Neubau des Siechenhauses. 1674 Rechnung für die Siechenkapelle. 1924 Kapelle wird als Denkmal geschützt. 1933/45 Das Siechenhaus ist Treffpunkt der Hitlerjugend, danach öffentliche Waschküche. 1970-2013 Nutzung der Kapelle als Vereinsheim der DLRG. 1973 Abbruch des Siechenhauses. 2013 Anbringung einer Informationstafel an der Kapelle durch den Heimatverein. 2016 Freilegung von drei Hagioskopen und drei Wandmalereien (Heiligendarstellungen). 2024 Kapelle mit Teilunterkellerung und Stein mit Jahresangabe 1473 sind noch vorhanden.

Weikersheim
(Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1545

1545 bis 1558 Siechenrechnungen. 1556 Siechenpfleger.

Weil der Stadt (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Gutleuthaus

Vermutlich ca. 2,5 km nordwestlich im Stadtteil Merklingen nahe der Straße Im Burgstall. Lage nicht genau bekannt.

1457

1499 Zwei Pfleger der Sondersiechen erwähnt. 15. Jh. Kapelle erwähnt.
1630-1803 Rechnungen vorhanden. 1695 Abgebrannt durch Brandstiftung.

Weilheim an der Teck
(Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1492

1492 Erwähnung des Siechenhauses und der Siechengasse.

Weinsberg (Landkreis Heilbronn, Baden-Württemberg)

Ussätzelhaus, Siechenhaus

Ca. 50 m westlich vor dem ehemaligen Unteren Tor. Lage nicht genau bekannt.

1342

1525 Erwähnung des Siechenhauses.

Wertheim (Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Vermutlich ca. 300 m westlich an der Alten Vockenroter Steige. Lage nicht genau bekannt.

1486

1486 Stiftung des Siechenhauses durch den Stadtschultheiß Klaus Storch und seine Frau Margarete. 18. Jh. Aufgabe des Siechenhauses. 1807 Der Leprosenfonds wird zu dem des Heiliggeistspitals gezogen. 1989 Relief an der Alten Vockenroter Steige zeigt den Gekreuzigten mit den Heiligen Nikolaus und Margarete (Namenspatrone der Stifter).

Wiesensteig (Landkreis Göppingen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Vermutlich ca. 300 m nordöstlich an der Straße nach Geislingen an der Steige. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

1752 Letzte Erwähnung.

Winnenden (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1537

 

Waldenbuch (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

1951 Flurname Siechenhäusle.

Murrhardt (Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

1951 Flurname Siechengärten.

Markgröningen (Landkreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg)

Leprosorium

Südöstlich am Münchinger Weg. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1951 Flurname Malätschenbaum.

Obersontheim (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) – Untersontheim

Siechenhaus

Nordwestlich von Untersontheim an der Straße Im Siechhäusle. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1951 Flurname Siechenhäusle. 2024 Straße Im Siechhäusle.

Waldenburg (Hohenlohekreis, Baden-Württemberg)

Leprosorium, Lazarett

Ca. 1 km südwestlich am heutigen Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1650

1650 Aufhebung.

Westhausen (Ostalbkreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1538

1886 Erwähnung des ehemaligen Siechenhauses in der Beschreibung des Oberamtes Ellwangen.

 

 


Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Tübingen

       

Aktualisiert im Januar 2025

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Albstadt (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg) - Ebingen

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus

Vermutlich ca. 1 km nördlich des heutigen Stadtteils Ebingen an der Straße nach Truchtelfingen. Lage nicht genau bekannt.

1405

1527, 1543 und 1581 Weitere Erwähnungen des Siechenhauses. 1581 bis 1636 Sechs Eintragungen im Totenregister im Kirchenarchiv Ebingen. 1625 Jahresrechnungen ab 1625. 1630 Erwähnung der Siechenkapelle. 1635 Beitrag zu Kriegskonstributionen. 1880 Siechenpflege als ein Teil der kirchlichen Stiftungen. 2024 Flurname Siechenbühl.

Altshausen (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 1,5 km südlich an der Straße nach Ebenweiler, wo heute das Jugendheim steht, Max-Planck-Straße 2.

1626

1789 Erweiterung des Armenhauses. 2001 Abbruch.

Bad Buchau (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Ca. 800 m südwestlich im heutigen Stadtteil Kappel an der Abzweigung der Allmannsweiler Straße von der Riedlinger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1562

1580 Neubau durch Stift und Stadt. 1714 Gemeinsame Verwaltung durch Stadt und Stift. 1783 Verkauf des Hauses an das Stift und Weiterführung als Armenhaus. Später Arbeitshaus und Strumpffabrik.

Bad Saulgau (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 500 m südöstlich bei der Liebfrauenkirche. Lage nicht genau bekannt.

1450

1410 Erwähnung der Mooshauptenkapelle. 1468 Stiftung der Kaplanei. 1481, 1518, 1624 Erwähnung von drei zugehörigen Höfen. 1611 Bestattungen von Pesttoten bei der Liebfrauenkapelle. 1741 Neubau der Liebfrauenkirche 50 Meter westlich der vormaligen Mooshauptenkapelle/Liebfrauenkapelle. 1784 Verkauf des Hauses. 1795 Vereinigung der Siechenpflege mit dem Spital. 2024 Liebfrauenkirche ist Friedhofskapelle.

Bad Schussenried (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 500 m nordöstlich bei der Kapelle St. Martin.

1515

1515 Bau des Siechenhauses durch das Kloster Schussenried. 1618 Weihe der Kapelle bei dem hier angelegten Friedhof. 1618 bis 1648 Verwüstung der Kapelle im Krieg, danach Instandsetzung. 1792 Nutzung des ehemaligen Siechenhauses als Krankenhaus. 1983 Renovierung der Kapelle. 2024 Nutzung als Friedhofskapelle.

Bad Waldsee (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Siechen im Feld, Sondersiechen, Siechenhaus

Ca. 500 m südwestlich gegenüber der Frauenbergkapelle.

1349

1404 Stiftungs- und Kaufurkunden des Siechenhauses. 1405 Erwähnung eines Siechenpflegers. 1471 Bau der „Kapelle zum nahen Hüsli”. 1529 Erwähnung des Siechenmeisters Lienhart Kerns. 1542 Erwähnung eines im Siechenhaus verheirateten Insassen. 1580 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1617 Bau des Kaplaneihauses gegenüber der Kapelle. 1751 bis 1803 Rechnungen der Leprosenpflege. Um 1770 Abbruch des bisher verpachteten Leprosenhauses, anschließend Neubau. 1778 Verkauf. 1811 Vereinigung des Leprosen- mit dem Armenfonds. 2024 Kapelle existiert noch.

Bad Wurzach (Landkreis Ravensberg, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Ca. 500 m westlich an der Ravensburger Straße bei der Kirche Unserer Lieben Frau und dem Sepp-Mahler-Museum im ehemaligen Leprosenhaus.

1355

1505 Bau der Kapelle. 1521 Erwähnung von Einkünften des Siechenhauses. 1525 Schlacht am Leprosenberg im Bauernkrieg. 1570 Renovierung und Erweiterung der Kapelle. Verbindung von Kapelle und Leprosenhaus. 1575 bis 1580 Verbrennung von 42 als Hexen angeklagte Frauen am Leprosenberg. 1578 Ordnung und Satzung der "sundersiechen uff dem berg". 1620 Errichtung eines neuen Altars. 1696 Abbruch und Neubau des Leprosenhauses. 1720 Barockisierung der Kapelle und Entstehung der Deckenfresken, die Aussätzige darstellen. 1750 Nutzung des Hauses für Kranke und Gesunde. 1777 Aufnahme eines Leprakranken im Spital, nicht im Leprosenhaus. 1782 Verkauf des Hauses. Nutzung als Unterkunft für Torfstecher. 1813 bis 1815 Nutzung als Lazarett. 1830 Tod des letzten Lepra-Kranken. 1871 bis 1959 Nutzung der Kapelle durch die evangelische Kirchengemeinde. 1901 Geburt von Sepp Mahler im ehemaligen Leprosenhaus. 1987 Eröffnung des Hauses nach Renovierung als Museum. 1991 Nutzung eines Teils des Museums als Sepp-Mahler-Museum. 2025 Museum zur Geschichte des Hauses und Sepp-Mahler-Museum.

Balingen (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg)

Feldsiechenhaus, Siechenhaus

Ca. 500 m nordöstlich bei der Siechenkapelle (Tübinger Straße 48) und der Straße Im Siechengarten.

1357

1428 Errichtung der Siechenkapelle (Bauuntersuchung 2000). 1440 Ersterwähnung der Kapelle. 1443 bis 1494 Weitere Erwähnungen der Siechen. 1700 Das Siechenhaus ist leer. Bis 1739 Jährliche Predigt in der Siechenkapelle. 1742 Sanierung der Kapelle. 1780 Das Siechenhaus ist verfallen. 1958 Sanierung der Kapelle durch ehrenamtlichen Arbeitseinsatz. Nutzung durch Pfadfinder. Um 1995 Nutzung durch den Kulturverein. 2003 Pflanzung einer Siecheneiche. 2012 Nutzung der Kapelle durch die orthodoxe Kirchengemeinde. 2015 Sanierungsarbeiten. 2022 Straße Im Siechengarten.

Biberach an der Riß (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Feldsiechen

Ca. 300 m nordwestlich vor dem ehemaligen Ehinger Tor (Siechentor) bei der Magdalenenkapelle.

1333

1333 Die Sondersiechen erhalten das Privileg, die Verstorbenen des städtischen Spitals zu beerben. 1349 Erwähnung des Feldsiechenpflegers. 1356 Stiftung einer Kaplanei am Altar der Heiligen Katharina und Lazarus in der Kapelle der Siechen. 1404 Neubau der Kapelle. 1413 Wohnung des Kaplans beim Siechenhaus. Später Wohnung eines aussätzigen Priesters. 1491 Siechenordnung. 1526 Gültbuch und Rechnungen. 1541 Stadtansicht mit Sondersiechenhaus und Kapelle. 1594 Renovierung der Kapelle. 1596 Neufassung der Siechenordnung. 1608 Pfründverzeichnis. 1610 Gültbuch. 1615 bis 1625 Rechnungen. 1622 Darstellung von Siechenhaus, Kapelle und Friedhof auf einem Stadtplan. 1814 Armenhaus. Auflösung der Siechenpflege und Verbindung mit der Spitalverwaltung. 1882 Umbau. 1887 Zerstörung durch Brand. 2016 Archäologische Untersuchungen am alten katholischen Friedhof. Fundamentreste des Siechenhauses. 2024 Magdalenenkapelle.

Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Siechenhaus

Ca. 200 m nordwestlich vor dem ehemaligen Suppinger Tor und ca. 50 m vor dem ehemaligen Siechentor beim heutigen Jugendhaus, Marktstraße 49.

1441

1457 und 1473 Weitere Erwähnungen. 1521 Flurbezeichnung Siechhald oberhalb des Siechenhauses. 1537 Visitationsbericht über das Sondersiechenhaus. 1578 Rechnungen. Drei Insassen. 1603 Lagerbuch. 1609 Inventar der Sondersiechenpflege: Platz für zwölf Personen. 1613 Sechs Insassen. 1619 Zehn Insassen. 1628 Erwähnung der Siechenkapelle. 1632 Fünf Insassen. 1655 Reparatur am Lazaretthaus. 1732 Renovierung des Siechkäppelin, Verbot weiterer Nutzung als Dreschort. 1752 Darstellung von Siechenhaus und Kapelle auf der Stadtansicht von Südosten. 1824 Bau eines Krankenhauses beim Siechenhaus auch aus Mitteln der Sondersiechenpflege. 1827 Flurname Siechhalde auf der Württembergischen Flurkarte. 1830 Kapelle existiert nicht mehr. 1875 Auflösung der Siechenstiftung. 2024 Flurname Unter der Siechenhalde.

Burladingen (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg) - Melchingen

Leprosenhaus

Im heutigen Teilort Melchingen. Lage unbekannt.

Unbekannt

Keine Angaben zu Ersterwähnung und Lage. 2020 Erwähnung eines Leprosoriums in Melchingen in einem Artikel der Zeitung Schwarzwälder Bote.

Dornstadt
(Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) –
Tomerdingen

Siechenhaus

Unbekannt

1564

1564 Errichtung des Siechenhauses.

Dürmentingen (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 600 m nordwestlich bei den beiden Steinkreuzen, Kapellenweg 21.

1610

1674 Leprosenheirat. 1733 Aufnahme einer Frau. 1757 Einführung des Siechentalers. 1949 Renovierung des Armenhauses.

Ehingen an der Donau (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 1 km westlich bei der Abzweigung der Katharinensteige von der Riedlinger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1327

1385 Weihe der Kapelle. 1398 Stiftung der Kaplanei. 1406, 1413 und 1490 Erwähnung von Grundbesitz in Nachbarorten. 1565 Zustiftung durch den Kaplan. 1640 Erwähnung als Armenhaus. 1669 Aufnahme einer Pfründnerin. 1755 Weitere Erwähnung der Kapelle. 1808 Vereinigung des Leprosenfonds (Katharinenpflege) mit der Spitalpflege. Weiterbetrieb des Hauses zur Unterbringung von Kranken. 1812 Verkauf des Hauses. 2024 Straße Katharinensteige.

Friedrichshafen (Bodenseekreis, Baden-Württemberg) - ehemals Buchhorn

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 1 km östlich bei der Abzweigung der Seewiesenstraße von der Lindauer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1476

1518 bis 1531 Weitere Erwähnungen. 1649 bis 1652 Erwähnungen zugehöriger Güter. 1838 Erwähnung des ehemaligen Siechenhauses als Privatwohnung.

Haigerloch (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Ca. 50 m nordöstlich, Hechinger Straße 8.

1472

1838 Abbruch der ca. 50 m entfernten Kapelle. 1900 Wohnhaus. 1977 Markierung des ehemaligen Feldsiechenhauses auf einer Flurkarte von 1844.

Hayingen (Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Unbekannt

Unbekannt

1536 Stiftung eines Spitals. 1982 Als Leprosorium im Katalog Aussatz in Karte und Liste, Seite 117 bis 120.

Hechingen (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg)

Siechen Leut Hüslin, Gutleuthaus

Ca. 500 m nordöstlich, Gutleuthausstraße 26.

1435

1435 Ein Fassadenbild (2024) am Haus Gutleuthausstraße 26 weist auf die Ersterwähnung des Siechen Leut Hüslin hin. 1486 Weitere Erwähnung. 1643 Die Ansicht der Stadt Hechingen von Matthäus Merian zeigt vermutlich auch das Gutleuthaus, gelegen zwischen der Stadt und dem Kloster St. Luzen. 1798 Umbau zu einem Krankenspital. 1863 Verlegung des Spitals an einen anderen Ort. 1871 Neubau der Gastwirtschaft zum Klösterle auf dem Grundstück des Gutleuthauses.  2024 Tagesgruppe Hechingen-Klösterle des Diasporahauses Bietenhausen e.V. in der Gutleuthausstraße 26.

Herbertingen
(Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1355

1355 Flurname Bei dem Siechenhaus. 1405 Flurname Siechenwasen.

Hoßkirch (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Ca. 300 m östlich an der Straße nach Altshausen. Heute (2021) Grundstück Firma Moog GmbH, Hauptstraße 3.

1530

1535 Erwähnung eines Pfarrers als Siechenmeister. 1560 Weitere Erwähnung. 1630 u. 1634 Weitere Erwähnungen. 1727 Abbildung des Siechenhauses in einer Forstkarte. 1759 Erwähnung des Leprosenhauses mit vier Insassen, die allerdings nicht aus Hoßkirch stammen. 1782 Heirat einer Hoßkircher Leprosin. 1824 u. 1843 Erwähnung des Leprosenhauses, in dem aber mittlerweile behinderte Menschen wohnen. 1851 Verkauf des Gebäudes. 1901 Abbruch nach Brand.

Isny I
(Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) – Neutrauchburg - Wohnplatz Schweinebach

Feldsieche Leute zu Schweinebach, Siechenhaus zu Schweinebach

Ca. 2 km südwestlich bei der Katholischen Marien- und Rochuskapelle. Schweinebach 8.

1343

1345 Erwähnung einer Kapelle, eines Siechmeisters und einer Zustiftung. 1374 Weitere Zustiftung. 1410 Erwähnung der Kapelle St. Leonhard. Um 1425 Besitzverzeichnis und Hausordnung. 1446 Neubau des Siechenhauses. 1446 bis 1763 Zahlreiche Zustiftungen und Kaufbriefe. 1511, 1528, 1556 Rechnungen. 1519 Erwähnung eines Friedhofs. 1577 Erwähnung einer Badstube. 1617 Entführung des Pfarrers aus der Kapelle. 1645, 1654, 1685, 1706, 1715 Inventarverzeichnisse. 1680 Ärztliche Versorgungen. 1719 bis 1726 Vier ärztliche Gutachten. 1735 Zwei Insassen. 1872 Übernahme der Kapelle durch die Bewohner Schweinebachs als Marienkapelle. 2002 Übertragung der Kapelle an den Kapellenverein St. Rochus und Renovierung. 2024 Katholische Marien- und Rochuskapelle. Das ehemalige Siechenhaus ist als Wohnhaus erhalten.

Isny II
(Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)
Rohrdorf - Wohnplatz Leprosenhaus

Leprosenhaus

Ca. 5 km nordöstlich vor der Abzweigung der Rimpacher Straße von der Landstraße L 318.

1676

1676 bis 1800 Das Siechenhaus, errichtet für Untertanen der Herrschaft Trauchburg, ist im Totenbuch der Pfarrei Rohrdorf nachweisbar. 1826 Darstellung als „Leprosenhaus“ in einer topographischen Karte. 1860 Erwähnung des Leprosenhauses mit 11 Einwohnern. 19. Jh. Verwaltung durch das Spital von Isny.

Obermarchtal (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Kloster Obermarchtal

1300

1174 Infirmi, quos manus domini tetigit. (Die Kranken, die die Hand des Herrn berührt hat). 1300 Erwähnung des Siechenhauses.

Kißlegg (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) - Sommersried

Leprosenhaus

Ca. 7 km südlich in Sommersried. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Vor 1800 Armenhaus.für die Bewohner der Herrschaft Kißlegg. 

Langenau (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 200 m nördlich an der Abzweigung der Wettinger Straße von der Nerenstetter Straße.

1589

1642 Einsturz des Hauses. 1779 Abbruch der Kapelle. 1836 Erwähnung des Armenhauses an der Stelle des ehemaligen Leprosenhauses mit nahegelegener Betteleiche in der Beschreibung des Oberamtes Ulm.

Langenenslingen (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Unbekannt

16. Jh.

1859 Es bestand ein Leprosorium in Langenenslingen.

Leutkirch (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 1 km nördlich, Memminger Straße 89 (Siechenhausweg 8).

1419

1398 Kapelle St. Leonhard. 1435 Stiftung einer Messpfründe. Um 1500 Neubau des Leprosenhauses. 1530 Zustiftung des Kaplans. 1633 bis 1826 Rechnungen. 1642 Darstellung auf einer Stadtansicht von Merian. 1712 Weitere Erwähnung. 1809 Nutzung als Krankenhaus. 1818 Abbruch der Kapelle. Nutzung des Hauses für Arme und Kranke. 20. Jh. Nutzung zu Wohnzwecken. 1995 Leerstand. 2010 Übernahme und Sanierung durch den Verein Heimatpflege Leutkirch e.V. 2024 Nutzung durch den Verein.

Markdorf (Bodenseekreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Gutleuthaus am Feld

Ca. 100 m östlich bei der Mauritiuskapelle.

1510

1481 Erste Datierung der Mauritiuskapelle. 1483 Einrichtung einer Priesterstelle zu Ehren des Heiligen Geistes zur seelsorgerlichen Betreuung des Heilig-Geist-Spitals bei der Kapelle. 1510 Ersterwähnung des Sondersiechenhauses bei der Kapelle. 1529 Flurname Siechenholz. 1570 bis 1587 Erwähnungen der „Stätte für die Leprosen“ und des Siechenhauses in Urkunden und Ratsprotokollen. 1757 Erwähnung eines Siechengrabens. 19. Jh. Friedhof bei der Mauritiuskapelle. 1830 Verkauf des ehemaligen Siechenhauses, das bis zu diesem Jahr als städtisches Altersheim diente.
2024 Die Mauritiuskapelle existiert noch. 2024 Flurnamen westlich der Stadt: Siechenwiesen, Vordere Siechenwiesenäcker, Hintere Siechenwiesenäcker.

Meersburg (Bodenseekreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 1 km östlich beim Presthaus, Am Weiher 4, und dem Siechenweiher.

1524

Um 1450 Bau der Kapelle beim heutigen Friedhof. 1511 Erwähnung als Marien-Kapelle. 1524 Rechnungen des Leprosoriums nach Zusammenlegung älterer Stiftungen. 1635 Die letzten Aussätzigen sterben. 1672 Neubau des Presthauses für Pflegebedürftige an gleicher Stelle. 1682 Anlage des städtischen Friedhofes bei der Kapelle. 1745 Letzte Aufnahme eines Pfründners. 1861 Erwähnung des ehemaligen Gutleuthauses. 1932 Aufnahme des Leprosen- und Armeleutepflegefonds in den Spitalfonds. 2024 Ehemaliges Presthaus beim Siechenweiher und Friedhofskapelle sind vorhanden.

Mengen (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 300 m nordwestlich, Kanalstraße 16.

1411

1371 Stiftung zu Gunsten der Armen Siechen im Spital. 1411 Zustiftung für die Siechen im Feld. 1472 Einweihung der Kapelle. 1492 Renovierung der Kapelle. 1748 bis 1801 Rechnungen des Leprosenfonds. 1800 Profanierung der Kapelle. 1819 Nutzung des ehemaligen Leprosenhauses als Spital und Armenhaus. 1829 Die Kapelle ist geschlossen. Weitere Erwähnung des Armenhauses. 1888 Verkauf des Hauses. 2022 Erwerb des Hauses durch die Stadt Mengen.

Merklingen (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1510

2024 Rosengasse.

Meßkirch I (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Gutleuthaus

Ca. 200 m östlich an der Mengener Straße bei der Liebfrauenkirche.

1328

1662/1663 Leprosenfondsrechnungen. 1676 Verlegung des Leprosoriums an den Engelswieser Weg (siehe Meßkirch II). 2025 Liebfrauenkirche existiert noch.

Meßkirch II (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Ca. 600 m nördlich beim Friedhof.

1676

1676 Verlegung des Leprosoriums von der Mengener Straße bei der Liebfrauenkirche (Meßkirch I) an den Engelswieser Weg. Erwähnung einer Siechenmagd. 1688 Erwähnung des Leprosenfonds. 1750 bis 1870 Leprosenfondsrechnungen. 1779 Verkauf des Leprosoriums. Verlegung der Blatternkranken in die ehemalige Herz-Jesu-Kapelle Auf dem Ziegelbühl unter dem neuen Namen Herz-Jesu-Häusle. 1861 Armenhaus. 1872 Wohnhaus.

Munderkingen (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Östlich nahe der Donau am Weg nach Rottenacker. Lage nicht genau bekannt.

1383

1452 Erwähnung der Kapelle St. Jakob. 1824 Abbruch der Kapelle.

Münsingen (Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Östlich am Weg nach Auingen. Lage nicht genau bekannt.

1544

1554 Weitere Erwähnung.

Nusplingen
(Zollernalbkreis, Baden-Württemberg)

Friedhofskirche St. Peter und Paul

Ca. 100 m östlich, Friedhofskirche St. Peter und Paul.

Unbekannt

1000 Entstehung des heutigen Kirchenbaus um die Jahrtausendwende. 2005 Erwähnung eines Hagioskops an der Nordseite des Chors in einem Tourismus-Magazin.

Ochsenhausen (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 1 km nördlich in der Siedlung Goldbach, Ulmer Straße 79.

1605

1449 Weihe der Goldbacher Kapelle. 1605 Anlage eines Friedhofes für die Leprosen. 1608 Neubau des Siechenhauses. 1720 Erwähnung der Kapelle. 1770 Armenhaus mit 18 Pfründnern. 1794 Erwähnung der Kapelle. 1832 Eingliederung des Siechenfonds in den Fonds des Stiftungsrates. Baumaßnahmen am Siechenhaus. 1837 Weiterführung als überörtliches Siechenhaus für pflegebedürftige Kranke. 2024 Straße Siechberg.

Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Gutleuthaus

Ca. 300 m westlich, Sankt Katharinenstraße 1.

1286

1253 Erwähnung der Kapelle Sankt Katharina. 1300 Stiftungsbrief. 1346 Weitere Erwähnung des Leprosenhauses. 1371 Erwähnung des Kaplans und der Feldsiechen. 1493 Zustiftung. 15. Jh. Siechenordnung. 1518 Lagerbuch. 1521 bis 1551 Städtischer Friedhof beim Leprosenhaus. 1527 Neubau des Leprosenhauses. 1596 Aufnahme eines leprösen Pfründners. 1609 Aufnahme eines Pfründners. Ende 18. Jh. Nutzung als Lazarett. 1806 Neubau. 1819 Renovierung und Nutzung als Krankenhaus. 1846 Weiterführung als Armenhaus. 1859 Vereinigung des Leprosenfonds mit dem Spitalfonds. 1861 Erwähnung von Armenhaus und Kapelle. Erwähnung von Zinsrodel und Zinsurbar der Sondersiechen von 1599 und 1604. 1876 Nutzung als Gastwirtschaft. Nach Profanierung Einrichtung einer Brauerei in der Kapelle. 1980 bis 1989 Abbruch der ehemaligen Kapelle. 2024 Spielothek in der Sankt Katharinenstraße 1.

Pfullingen (Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg)

Arme Feldsieche, Gutleuthaus

Ca. 2 km nördlich an der Mündung des Arbachs in die Echaz an der Grenze zu Reutlingen. Lage nicht genau bekannt.

1289

1391 Erwähnung der Pantaleon-Kapelle als Nachfolgerin der Katharinen-Kapelle. Erwähnung von Reutlinger Feldsiechen an diesem Ort. 1506 und 1572 Erwähnungen des Pfullinger Siechenhauses. 1592 Erwähnung des Gutleuthauses. 1619 Das Haus ist unbewohnt und zugemauert. 1740 Das Haus ist verfallen. 1787 Erwähnung von Kapelle und Siechenhaus. 19. Jh. Flurname Siechenfeldle.

Ravensburg I (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Ca. 400 m westlich an der Meersburger Straße auf Höhe der Georgstraße beim Alten Friedhof.

1327

1279 Erwähnung von Sondersiechen. 1327 Die Leprosen sind in einem ehemaligen Hof des Klosters Weißenau untergebracht. 1345 Erste Erwähnung der Kapelle. 1349 Nennung des Patroziniums St. Georg. 1435 Register der Vermögenswerte. 1440 Bau eines neuen Leprosenhauses an der Landstraße nach Altdorf/Weingarten (Ravensburg II), anschließend Umsiedlung der Sondersiechen. Weitere Nutzung des ehemaligen Leprosenhauses zur Unterbringung von Kranken. 1541 Errichtung von zwei Pesthäusern neben der Kapelle. 1542 Anlage eines Friedhofs. 1719 Zusammenlegung der Kapellenpflege von St. Georg mit drei weiteren Kapellen. 1789 Das ehemalige Leprosenhaus wird Teil einer Hammerschmiede. 1825 Nach Aufgabe von Ravensburg II Nutzung des ehemaligen Scharfrichterhauses bei Ravensburg I zur Unterbringung der Kranken. 1832 Abbruch der Kapelle. 1904 Kauf des Hauses durch die Eisenbahnverwaltung. 1908 Abbruch des Hauses. 2024 Georgstraße.

Ravensburg II (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Ca. 1 km nordöstlich bei der Heilig-Kreuz-Kirche.

1440

1393 und 1415 Erwähnungen einer Siechenwiese bei Altdorf/Weingarten. 1440 Bau des Leprosenhauses, anschließend Umsiedlung der Sondersiechen von St. Georg (Ravensburg I) an den neuen Standort. 1444 Erwähnung der Kapelle. 1449 Stiftung der Kaplanei und Erwähnung des Friedhofs. 1454 Weitere Erwähnung des Siechenhauses und der Kapelle. 1500 Erwähnung von Grundbesitz. 1502 Erwähnung des Siechmeisters. 1549 Eid des Siechenknechts. 1570 und 1604 Siechenordnungen. 1585 Beschreibung des zweistöckigen Hauses mit 16 Kammern und 74 Betten. 1596 Abbruch und Neubau, dann 81 Betten. 1605 Erwähnung des Siechenbades. 1640 Weitere Erwähnung des Hauses. 1678 Verzeichnis der Grundstücke und Güter. 1708 Verzeichnis des Inventars. 1756 Letzte Aufnahme einer aussätzigen Person. 1808 Beschreibung des Hauses. 1815 Verpachtung des Anwesens. 1826 Verkauf des Anwesens an einen Gastwirt. Abbruch und Neubau einer Gastwirtschaft. 2024 Heilig-Kreuz-Kirche und Heilig-Kreuz-Straße.

Ravensburg III (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) - Eschach

Sondersieche

Ca. 2 km südlich von Ravensburg in der Ortschaft Eschach, Wohnplatz Untereschach bei der Kapelle St. Georg.

1635

1309 Ersterwähnung der Kapelle. 1616 Wiederaufbau der Kapelle nach Brand. 1662 Der letzte Lepröse stirbt. 1773 Erweiterung der Kapelle. 1828 Verkauf des Hauses an die Gemeinde. 1836 Nutzung des ehemaligen Siechenhauses als Armenhaus. 1901 Abbruch des Hauses. 2025 Kapelle St. Georg, St.-Georg-Straße, Siechenbach, Wohnplatz/Wohngebiet Sickenried.

Reutlingen (Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg)

Leprosi Feldsiechenhaus, Sondersiechenhaus

Ca. 500 m nordwestlich gegenüber der Katharinenkirche, Rommersbacher Straße 1. Lage nicht genau bekannt.

1289

1228 bis 1231 Die Gründung des Reutlinger Siechenhauses wird der heiligen Elisabeth zugeschrieben. 1289 Erwähnung dreier Pfleger und des Feldsiechenhauses mit weiteren Gebäuden. 1298 Weitere Erwähnungen des Siechenhauses. 1338 Erwähnung der Kapelle. 1350 und 1360 Zustiftungen für die Feldsiechen. 1383 Zustiftung zugunsten eines aussätzigen Bürgersohnes. 1391 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1419 Erwähnung von Pflegern. 1426 Weitere Erwähnung der Feldsiechen. 1468 und 1530 Weitere Erwähnungen der Sondersiechen. 1575 und 1587 Erwähnung der Sondersiechenpflege. Um 1710 Erwähnung eines Hausmeisters des Siechenhauses. 1752 Verbindung des ehemaligen Siechenhauses, inzwischen Armenhaus, mit dem Waisenhaus. 1824, 1841 und 1860 Erwähnungen des Armenhauses, auch Waisenhaus genannt. 1887 bis 1891 Bau der Katharinenkirche am Standort der alten Katharinenkapelle. 2007 Erwähnung des Namens »Fläsch« als Bezeichnung des ehemaligen Siechenhauses.

Riedlingen I (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Zu den Feldsiechen„, Sondersiechen, Gutleuthaus

Ca. 300 m westlich, Altheimer Straße 22.

1349

1328 Erwähnung als Flurname bei Grüningen. 1346 Beschreibung der Lage zwischen Grüningen und Altheim. 1348 Erwähnung als Grüninger Siechenhaus. 1399 Erwähnung der Kapelle St. Katharina. 1426 Weitere Stiftungen für das Gutleuthaus. 1430 Stiftung der Kaplanei. 1442 und 1504 Gewährung von Ablässen. 1496 Erwähnung von Kapelle und Sondersiechen. 1588 Nennung zweier Pfleger aus dem Rat der Stadt. 1604 Verwaltung durch das Spital. Um 1780 Schaffung eines Altars für die Kapelle. 1827 Beschreibung der Kapelle, in der kein Gottesdienst mehr stattfindet. Das Leprosenhaus besteht nicht mehr. 2009 Foto der ehemaligen Kapelle. 2024 Flurbezeichnung Bei den guten Leuten, Hausgrundstück Gutleuthaus. Luftbild der ehemaligen Kapelle bei Google-Earth.

Riedlingen II (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg) - Zwiefaltendorf

Siechenhaus

Unbekannt

1536

Ohne Datum: Standort könnte identisch sein mit Zwiefalten-Baach. 1575 bis 1586 Drei Zustiftungen.

Altheim bei Riedlingen I
(Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Unbekannt

1349

1401 Erwähnung eines Hofgrundstücks, auf dem zuvor das Altheimer Siechenhaus stand. 19. Jh. Vereinigung der Siechenpflege mit der Kirchenpflege.

Zwiefalten
(Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg) - Baach

Leprosenhaus

Unbekannt

1608

Ohne Datum: Der Standort könnte identisch sein mit Riedlingen II – Zwiefaltendorf. 1608 Leprosenhaus mit Kapelle St. Urban, später Armenhaus.

Altheim bei Riedlingen II
(Landkreis Biberach, Baden-Württemberg) - Heiligkreuztal

Siechenhaus

Unbekannt

1345

1308 Erwähnung einer Siechenküche. 1345 Zustiftung an das Siechenhaus. 1354 und 1365 Erwähnung einer Siechenmeisterin.

Rosenfeld (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus, Lazarett

Ca. 2 km nordöstlich am Ende der Balinger Straße bei der ehemaligen Burg. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

15. Jh. Das Rosenfelder Gutleuthaus liegt im Dorf Bubenhofen bei der dortigen kleinen Pfarrkirche. 1573 Eine bildliche Darstellung zeigt das zweistöckige Gutleuthaus. Es konnten bis zu fünf Personen aufgenommen werden. Vereinigung mit dem städtischen Spital um diese Zeit. 1752 Das Siechenhaus, auch als Lazarett bezeichnet, besteht nicht mehr. Die Kirche ist verfallen, einige Grabsteine sind noch vorhanden.

Rottenburg am Neckar (Landkreis Tübingen, Baden-Württemberg)

Feldsiechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 800 m südöstlich bei der Gutleuthaus-Kapelle.

1358

13. Jh. Nennung von Feldhäuschen für Sieche zwischen Schadenweiler und Rohrhalden. 1352 Erwähnung der Kapelle St. Katharina, einer Kaplanei und von Feldsiechen. 1358 Stiftung für Kapelle und Gutleuthaus. 1405 Weitere Erwähnung des Hauses. 1543 Güterverzeichnis. 16. Jh. Armenhaus. 1780 Elf Frauen und drei Männer leben im Haus. 1840 Übergang der Gutleuthauspflege in die Hospitalstiftung. 1860 Vierzig Einwohner. 1929 Zerstörung des Hauses durch Brand. 2024 Die Gutleuthaus-Kapelle mit Ummauerung existiert noch.

Salem (Bodenseekreis, Baden-Württemberg) - Neufrach

Leprosenhaus, Leprosorium

Ca. 1 km südöstlich des Ortsteils Neufrach beim Alten- und Pflegeheim Wespach.

Gründung 1445

1445 Gründung durch den Abt des Klosters Salem Georg I. bei Neufrach. 1447 Einrichtung einer Hauskapelle. 1784 Weiterführung als Armenhaus. 1975 Übergang in kommunale Trägerschaft. 2024 Alten- und Pflegeheim Wespach.

Scheer (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 500 m östlich beim Abzweig der Straße Siechensteigle von der Heudorfer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1531

1531 Erwähnung der Kapelle und einer Stiftung für die Aussätzigen. 1565 Erwähnung der Siechenpfleger. 1616 Erwähnung der Kapelle. 1775 Verwaltung des Leprosenfonds durch den Fürstlich Thurn- und Taxisschen Stiftspfleger. 1829 Erwähnung der Leprosenpflege. 2024 Straßenname Siechensteigle.

Schlier (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Sondersieche

Ca. 200 m südwestlich an der Grünkrauter Straße vor der Brücke über die Scherzach. Lage nicht genau bekannt.

1611

1611 und 1612 Erwähnung zweier Pfleger. 1635 Weitere Erwähnung der Sondersiechen. Später Armenhaus. 2024 Flurname Siechenmoos.

Schömberg (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg)

Gutleuthaus

Ca. 300 m westlich bei der heutigen Straße Gutleutgarten. Lage nicht genau bekannt.

1501

1595 Zustiftung: mehrere Grundstücke und 270 Gulden durch die Stadt Schömberg, vermutlich Neubau eines Gutleuthauses. 1751 bis 1804 Rechnungsextrakte zur Leprosenpflege. 1770 Abschrift des Stiftungsbriefs von 1595. 2024 Straße Gutleutgarten.

Sigmaringen (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus, Gutleuthaus

Ca. 2 km südwestlich von Sigmaringen an der Donau im Ortsteil Laiz, Ablacher Straße 2.

Unbekannt

Das ehemaligen Leprosenhaus befindet sich seit 1997 im Besitz der Familie Henselmann, die hier die Sammlung der Künstler Josef und Marianne Henselmann zeigt (Kunstmuseum Laiz - Museum Henselmann).

Sipplingen (Bodenseekreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus

Ca. 1 km südöstlich am Beginn der Straße Süßenmühle.

1430

1618 bis 1648 Zerstörung der Siechenkapelle im Krieg. 1671 Weihung der Kapelle nach Wiederaufbau. Um 1700 Nutzung des Siechenhauses als Armenhaus. 1734 bis 1832 Rechnungen der Leprosenpflegschaft. 1788 Abbruch von Siechenhaus und Siechenkapelle. Von der Innenausstattung der Kapelle bleibt nur das große Kruzifix erhalten. 2024 Eine Kopie des großen Kruzifixes befindet sich am Standort des ehemaligen Leprosoriums, das Original im Bürgersaal des Rathauses. 2024 Flurname Siechenberg.

Stetten am Kalten Markt (Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus

Ca. 300 m östlich beim Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1614

1614 Zustiftung. 1821 Erwähnung eines Leprosenfonds in kirchlicher Verwaltung. 1825 Erwerb des Leprosenhauses durch die Gemeinde Stetten und Nutzung als Armenhaus. 1861 Erwähnung des Armenhauses. 1961 Das Haus wird Opfer einer Feuerwehrübung.

Straßberg (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg) - Kaiseringen

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 100 m südöstlich von Kaiseringen bei der Ottilienkapelle. Lage nicht genau bekannt.

1618

1504 Erwähnung der Kapelle. 1618 Neubau eines Leprosenhauses durch Georg Dietrich von Westerstetten und seine Frau Barbara, die eine Zustiftung von 200 Gulden tätigt. 1620 Hausordnung. 1621 Zustiftung. Erwähnung von zwei Insassinnen. 1925 Abbruch und Neubau der Kapelle. 1984 und 2006 Renovierungen der Kapelle. 2024 Flurnamen Siechenhalde und An der Siechenhalde.

Tettnang (Bodenseekreis, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus, Siechenhaus

Ca. 1 km südlich am Standort des Mesnerhauses gegenüber der St.-Anna-Kapelle.

1482

1513 Errichtung der Kapelle. 1525 Stiftung der Kaplanei. 1555 Erwähnung des Sondersiechenhauses. 1606 Rentenkauf zugunsten des Siechenhauses. 1666 Heirat eines Insassen des Überlinger Leprosoriums mit einer Insassin des Tettnanger Siechenhauses. Er wird in das Tettnanger Haus aufgenommen. 17. Jh. Neubau. 1730 Weiterführung als Mesnerhaus. Verlegung des Leprosenhauses zur nahegelegenen Kapelle St. Johann und Weiterführung bis 1838 als Armenhaus. 1737 Renovierung der St.-Anna-Kapelle. 1813 Profanierung und Verkauf der Kapelle. 1952 Nach Renovierung Weihe der Kapelle. 1971 und 1998 Weitere Renovierungen der Kapelle. 2024 Ehemaliges Leprosen- und Mesnerhaus noch vorhanden.

Trochtelfingen (Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg)

Spittel

Ca. 100 m nordöstlich gegenüber der Erhardkapelle, am Standort des ehemaligen Spitals und Armenhauses, Bahnhofstraße 1.

Unbekannt

1363 Erstmalige Erwähnung der Kapelle. Das bei der Kapelle zu einem nicht bekannten Zeitpunkt gegründete Spital dürfte zu Beginn ein Leprosorium gewesen sein. Anfang 20. Jh. Altenheim, betreut von einem Spittelvogt. 2024 Kapelle, die heutige Erhard- oder Friedhofskapelle, existiert noch.

Tübingen (Landkreis Tübingen, Baden-Württemberg)

Domus leprosorum, Sieche am Feld, Gutleuthaus

Ca. 1,5 km nordöstlich, Pauline-Krone-Heim, Wilhelmstraße 87.

1289

1323 Erwähnung eines Pflegers und Meisters der Siechen und des Spitals. 1337 Erwähnung des Gutleuthauses und der Kapelle. 1385 und 1393 Zustiftungen. 1420 Stiftung einer Messe. 1436 und 1439 Zustiftungen. 1536 Vereinigung mit dem Spital. 1550 Evangelische Predigt in der Kapelle. 1557 und 1754 Anlage eines Fischweihers durch das Spital im Gutleuthausgarten. 1612 Bau eines Lazaretthauses hinter dem Gutleuthaus. 1620 bis 1650 Neubau des Gutleuthauses in diesem Zeitraum. 1652 Zustiftung. 1817 Abbruch der Kapelle. 1825 Das Gutleuthaus ist ein Armenhaus. 1833 und 1860 Erwähnung von 20 Einwohnern. 1867 Erwähnung von vier jährlichen Gottesdiensten im Betsaal des Gutleuthauses. 1912 Umbau. 1950 Einweihung des Pauline-Krone-Heims. 2024 Gutleuthausbach, Flurname Gutleuthaus, Pauline-Krone-Heim am Standort des ehemaligen Gutleuthauses.

Überlingen (Bodenseekreis, Baden-Württemberg)

Siechenhaus auf dem Berge, Leprosenhaus

Ca. 500 m nordöstlich an der Obertorstraße beim heutigen Werkhof.

Gründung 1250

1320 Weitere Erwähnung. 1424 Siechenhausordnung mit Erwähnung eines Siechenbades. 1470 Gemeinsame Vermögensverwaltung von Siechenhaus und Spital. 1489 Erwähnung eines Siechenpflegers. 1545 Siechenhausordnung. 1604¬ bis 1624 Im Siechenhaus 26 bis 32 Personen, vermutlich die meisten als Pfründerinnen und Pfründner. 1634 Zerstörung von Haus und Kapelle im Krieg. 1655 Neubau des Hauses. 1666 Heirat eines Insassen des Überlinger Leprosoriums mit einer Insassin des Tettnanger Siechenhauses. Er wird in das Tettnanger Haus aufgenommen. 1859 Abbruch des Hauses.

Ulm I (Baden-Württemberg)

Leprosorium, Spital der Reichen Siechen

Ca. 1 km nördlich an der Frauensteige. Lage nicht genau bekannt.

1246

1275 Erwähnung der Kapelle St. Katharina. 1287 und 1299 Ablässe. 1303 Bischöfliche Empfehlung für die Almosensammlung der Leprosen. 1343 Erwähnung der Gemeinschaft der Leprosen. 1348 Siechenordnung mit Bezeichnung der Insassen als Pfründner. 1354 Beschädigung der Kapelle durch einen Sturm. 1357 Güterbestandsbuch. 1366 Erwähnung zweier Pfleger. 1370 Dreißig Insassen. 1373 Entzug des Mitspracherechts der Insassen bei der Verwaltung. 1380 Bezeichnung der Insassen als Reiche Sieche. 1405 Das Haus soll laut Ratsbeschluss nur noch ein Ort für Aussätzige sein. Letztmalige Erwähnung von gesunden Pfründnern. 1408 Erwähnung einer Siechenmeisterin. 1422 Aufnahme nur noch für Ulmer Bürger. 1430 Neubau der Kapelle. 1442 Verpachtung der Landwirtschaft des Leprosoriums. 1500 Verkauf zweier Dorfherrschaften an die Stadt Ulm. 1508 Vereinigung mit dem Heilig-Geist-Spital. 1522 Bestätigung der Vereinigung. Wenig später keine weitere Erwähnung. 1546 Abbruch des Siechenhauses im Krieg. 1836 Militär-Spital.

Ulm II (Baden-Württemberg)

Leprosorium, Spital der Armen Siechen, Arme Sondersiechen am Gries

Ca. 500 m nordöstlich, Kindergarten Anne-Frank-Heim, Friedenstraße 40.

1337

1370 Erwähnung der „Armen Siechen am Gries zu St. Lienhart“. 1373 Verwaltung durch städtische Pflegschaft. 1375 Ablass, Weihung der Kapelle, Erwähnung eines Marienbildes. 1405 Unterscheidung der Armen Siechen – Ulm II – von den Reichen Siechen – Ulm I. 1413 Stiftung einer zweiten Priesterstelle. 1422 Aufnahme nur noch für Ulmer Bürger. 1427 Weitere Erwähnung von Kapelle und Leprosorium. 1466 und 1587 Leprosenordnungen. 1481 Die Kapelle erhält einen Anbau für das Marienbild. 1506 Bezeichnung der Kapelle als Marienkapelle. 1519 Bezeichnung als Arme Sieche von St. Vit. 1522 und 1527 Vereinigung mit dem Heilig-Geist-Spital. 1525 In der Kapelle gibt es drei Monstranzen und sechs Kelche. 1531 Abbruch der Kapelle. 1546 Abbruch des Siechenhauses im Krieg. 1547 Neubau des Siechenhauses in der Nähe des alten Standortes. 1601 und 1661 Erneuerungen der Leprosenordnung. 1836 Armenhaus mit einer sogenannten Betteleiche. 2024 Katholischer Kindergarten im Anne-Frank-Heim, ehemaliges Siechenhaus, Friedenstraße 40.

Unlingen (Landkreis Biberach, Baden-Württemberg)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Unbekannt

1444

1487 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1551 Erwähnung der Siechenkapelle.

Bad Urach (Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg)

Sondersiechenhaus

Ca. 100 m westlich am Metzinger Weg. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

1537 Weitere Erwähnung. 1634 Zerstörung im Krieg. 1907 Kreiskrankenhaus.

Wangen im Allgäu (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg)

Leprosenhaus zum Sattel, Feldsiechen

Ca. 1,2 km südwestlich an der Lindauer Straße bei der St.-Nikolaus-Kapelle am Sattel.

1413

1800 Verkauf des Hauses.

Weingarten (Landkreis Ravensburg, Baden-Württemberg) - Ehemals Altdorf

Siechenhaus

Ca. 1 km südwestlich bei der Kapelle Zu den 14 Nothelfern, Ravensburger Straße 39.

1345

1347, 1389 und 1398 Weitere Erwähnungen. 1474 Erwähnung der Kapelle. 1480, 1506, 1523, 1530 Weitere Erwähnungen des Siechenhauses. 1599 Aufnahmeantrag für einen Aussätzigen aus dem Nachbarort Baindt. 1646 Siechenordnung, Erwähnung der Kapelle. 1657 Besitzverzeichnis. 1734 Weihe der Kapelle Zu den 14 Nothelfern, die an der Stelle der Katharinenkapelle errichtet wurde. 1808 Zusammenlegung mit anderen Stiftungen. 1819 Weiterführung als Spital. 1825 Neubau des Spitals. 1882 Bau des Städtischen Krankenhauses beim ehemaligen Siechenhaus. 1930 und 1961 Umbauten der Kapelle. 2020 Schließung des Krankenhauses. 2024 Krankenhausgebäude und Kapelle noch vorhanden.

 


Bayern, Regierungsbezirk Mittelfranken

       

Aktualisiert im August 2025

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Altdorf (Landkreis Nürnberger Land, Bayern)

Siechenhaus, Armensiechenhaus, Spital

Ca. 500 m nordwestlich, Fischbacher Straße 20/22.

1609

1834 Erwähnung des Spitals. 1864 Darstellung einer Gebäudegruppe „Spital“ auf einer Flurkarte. 2025 Bezeichnung des Gebäudes als Spittel.

Ansbach (Bayern)

Feldsiechenspital, Siechenhaus

Ca. 500 m östlich beim heutigen Irish Pub, Eyber Straße 15.

1342

UNDATIERT Vermutlich gab es nacheinander zwei Standorte eines Siechhauses. 1342 Erwähnung des Feldsiechenhospitals im Wolfstal, vermutlich am Dombach südwestlich der Stadt. Um 1578 Bau des Hauses beim heutigen Irish Pub, Eyber Straße 15. 1732 Weitere Erwähnung. 1803 Verkauf des Siechhauses an einen Gastwirt. 2025 Das Haus steht unter Denkmalschutz.

Bad Windsheim (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Bayern)

Siechkobel, Siechenhaus

Ca. 100 m östlich an der Nürnberger Straße kurz vor dem heutigen Kreisverkehr.

1350

1350 Ersterwähnung des Siechenhauses in einer Zustiftung. 1475 Erwähnung der Nikolauskapelle beim Siechenhaus. 1576 Darstellung des Hauses auf einer Stadtansicht von Georg Wechter. 1585 Errichtung eines Lazaretts beim Siechenhaus. 1632 Zerstörung von Haus und Lazarett im Krieg. Später Wiederaufbau. 1864 Darstellung des Siechenhauses auf der Urkarte von Windsheim. 1919 Vermietung als Wohnhaus. 1966 Freigabe zum Abbruch.

Dinkelsbühl (Landkreis Ansbach, Bayern)

Siechenhaus, Feldsiechenhaus, Sondersiechenhaus

Ca. 200 m südöstlich bei der Friedhofskirche St. Leonhard.

1357

1357 Bau der Kapelle St. Leonhard bei den „Sundersiechen“. 1580 Die Leonhardskapelle ist Friedhofskapelle. 1634 Zerstörung von Kapelle und Siechhaus im Krieg. 1844 Wiederaufbau der Kapelle. Um 1860 Darstellung der Parzelle „Siechhaus“ auf einer topografischen Karte. 2025 Flurbezeichnung „Siechhaus“. Die Friedhofskirche St. Leonhard existiert noch.

Ellingen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 300 m nördlich beim Altenheim St. Elisabeth, Rosental 33.

1689

UNDATIERT Straßenname Rosental. 1689 Bau des Gasthauses „Zur Rose“, Rosental 29, mit einer Relief-Darstellung des heiligen Rochus als Hinweis auf ein nahegelegenes Spital für ansteckende Krankheiten. 1705 Errichtung des Elisabeth-Spitals mit Spitalkirche St. Elisabeth. 2025 Ehemaliges Gasthaus Rose, Rosental 29.

Erlangen (Bayern)

Siechenkobel, Siechenhaus

Ca. 500 m nördlich, Bayreuther Straße 42, nahe der Burgbergkapelle.

Um 1350

Um 1350 Errichtung des Siechenhauses. Um 1400 Errichtung der Kapelle. 1528 Weitere Erwähnung des Hauses. 1653 Nutzung als Wohnhaus. 1691 Neubau. 1707 Erwähnung der Kapelle. Um 1800 Vermietung des Siechenhauses und Nutzung als Gasthaus für arme Reisende. 1818 Verkauf der Kapelle. 1821 Verkauf des Hauses an einen Fabrikanten. 1829 Umbau des Hauses zu einer Arbeiterwohnung für die Fabrik. Um 1900 Ölgemälde der Kapelle. 1926 Rückkauf der Kapelle durch die Kirchengemeinde und Renovierung. 1985 Renovierung der Kapelle. 2025 Ehemaliges Siechenhaus und Burgbergkapelle (auch Heilig-Grab-Kapelle) existieren noch.

Feuchtwangen (Landkreis Ansbach, Bayern)

Aussätzigenhaus, Siechhaus

Ca. 400 m nördlich, Von-Soldner-Straße 2.

1465

1396 Erwähnung von Siechen. 1464 Weihe der Kapelle. 1465 Erwähnung des Siechhauses. 1562 Erwähnung einer Heirat von Siechen, eingetragen im Kirchenbuch. 1566 Stiftung von Brennholz für das Siechenhaus und Erwähnung einer siechen Bewohnerin. 1647 Die Kapelle ist verfallen. Die baulichen Überreste werden zum Bau eines Amtshauses genutzt.

Fürth (Bayern)

Siechenhaus. Siechkobel

Ca. 300 m westlich auf Höhe der Straße Billinganlage 7. Lage nicht genau bekannt.

1411

1411 Ersterwähnung. 1602 Neubau des Siechhauses. 1626 Vermietung des Siechkobels als Wohnung. 1749 Renovierung. 1771 Erwähnung des Siechhauses als Wohnung für einen städtischen Bediensteten. 1824 Verkauf und Weiternutzung als Wohnhaus. 1860 Der alte Siechkobel steht noch.

Greding (Landkreis Roth, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 300 m südwestlich bei der Hl. Grabkirche St. Magdalena.

1422

UNDATIERT Benennungen der Kapelle: Kapelle „Zum Grab bei den Siechen“, „Kapelle der allergnädigsten Jungfrau bei den Siechen.“ Die Gemeinschaft der Grabbrüder kümmerte sich um die Aussätzigen. 1422 Erwähnung der Kapelle bei den Siechen. 1439 Stiftung einer Messe in der Kapelle. Um 1480 Bau des Siechenhauses. 1601 Erwähnung eines Mesners (Küsters) der Kapelle, der im Siechenhaus wohnt. 1618/1648 Zerstörung der Kapelle im Krieg. 1653 Neubau der Kapelle. 1860 Errichtung eines Alten- und Siechenheims bei der Grabkirche. 1968 Verlegung des Altenheims an einen anderen Standort.  2025 Die Hl. Grabkirche St. Magdalena existiert noch.

Gunzenhausen (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Bayern)

Siechhaus

Ca. 200 m westlich an der Oettinger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1364

1364 Erwähnung des Siechenhauses in den Ellwanger Lehenbüchern. 1545 Erwähnung einer Aufnahme in das Siechenhaus. 1585 Anbau einer Badstube mit Ofen. 1590 Aufnahme eines Siechen aus Stopfenheim. 1618/1648 Vermutliche Zerstörung im Krieg. 1835 Verkauf des Siechenhauses.

Heideck (Landkreis Roth, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 1 km nordöstlich an der Bahnhofstraße beim Siechenbach. Lage nicht genau bekannt.

1455

1455 Erwähnung eines Siechhauses unterhalb der Nächstmühle. 1593 Fünf Insassen. 1612 Sechs Insassen. 19. Jh. Verwaltung von Seel- und Siechhaus durch das Almosenamt.

Heilsbronn (Landkreis Ansbach, Bayern)

Siechhaus

Unbekannt

Unbekannt

13. Jh. bis 17. Jh. Vermutlich Siechhaus des Klosters.

Herrieden (Landkreis Ansbach, Bayern)

 

Ca. 100 m südwestlich bei der Siechkapelle Herrieden Maria Hilf.

1746

1746 Bau der Kapelle auf dem Siechwasen. 1762 Darstellung der Kapelle mit einem weiteren Gebäude auf einer Ansicht von Herrieden. 1864 Flurname Siechwiesen. 1886 Neubau der Kapelle. 1976 und 1999 Restaurierungen. 2025 Siechkapelle Herrieden Maria Hilf und der Bach Siechwiesengraben noch vorhanden.

Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land, Bayern)

Siechkobel

Vermutlich ca. 50 m westlich vor dem Nürnberger (Altensittenbacher) Tor. Lage nicht genau bekannt.

1537

UNDATIERT Siechkobel für Aussätzige vor dem Altensittenbacher Tor. 1537/38 Neubau des Hauses. 1675 Das Haus steht leer.

Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt, Bayern)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 50 m südöstlich an der Erlanger Straße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

UNDATIERT Stiftung unbekannten Alters. 1706 Baufällig, später Neubau.

Hilpoltstein (Landkreis Roth, Bayern)

Sondersiechen

Unbekannt

Um 1400

Um 1400 Sondersiechenstiftung.

Höchstadt an der Aisch (Landkreis Erlangen-Höchstadt, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 300 m südlich an der Gabelung zwischen der Bahnhofstraße und der Fürther Straße. Lage nicht genau bekannt.

1348

1348 Nennung des Leprosenhauses jenseits der Aisch. Später Nutzung als Armenhaus. 1864 Flurbezeichnungen Altstadt und Arme Hausaecker.

Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land, Bayern)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 100 m nordöstlich an der Hersbrucker Straße in der Nähe der Siechenlohstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

UNDATIERT Siechenhaus vor der Stadt. Später Armenhaus. 2025 Siechenlohstraße.

Leutershausen (Landkreis Ansbach, Bayern)

Siechhaus

Unbekannt

1602

1602 Errichtung eines Siechhauses durch Umbau der Wolfgangskapelle.

Neustadt an der Aisch (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 50 m östlich vor dem Nürnberger Tor, Nürnberger Straße 28.

1561

1553 Zerstörung von Urkunden eines möglicherweise im 14. Jahrhundert bestehenden Siechenhauses durch Brand. 1561 Neubau des Hauses. 1708 Abbildung in einer Stadtchronik. 18. Jh. Nutzung als Armenhaus. 1852 Abbruch.

Nürnberg I (Bayern)

Siechkobel

Ca. 800 m nordwestlich bei der St.-Johanniskirche.

1234

UNDATIERT Überdachter Laufgang zwischen Siechkobel und Kapelle im ersten Stock. 1234 Ersterwähnung in einer Königsurkunde Heinrichs VII. 1238 Päpstliche Genehmigung zur Anlage eines Friedhofs. 1252 Weihe der Kapelle. 1307 Stiftung einer wöchentlichen Messe durch Königin Elisabeth. 1377 Weihe der neu erbauten Kapelle. 1395 Weihe des Langhauses. 1422 Hausordnung für zwölf Frauen. 1446 Anbau einer Sakristei an der Südseite der Kapelle. 1494 Darstellung von Haus und Kapelle von Albrecht Dürer. 1526 Nutzung als städtischer Friedhof. 1528 Albrecht Dürer wird auf dem Johannisfriedhof beigesetzt. 1575 Verlegung der Sondersiechenspeisung vom Weinstadel (Nürnberg V) nach St. Johannis. Um 1790 Weitere Erwähnung des Siechkobels. 1806 Umbau des Siechkobels zum Wirtshaus. 2025 St. Johanniskirche und Friedhof existieren noch.

Nürnberg II (Bayern)

Siechkobel

Ca. 2 km nordöstlich bei der Kirche St. Jobst.

1308

1300 Erwähnung der Kapelle. Um 1305 Stiftung des Siechkobels durch den Pfarrer von St. Sebald zur Aufnahme von einem Meister und acht Brüdern. 1308 Erwähnung des Siechkobels und eines Bettelumgangs in der Stadt. 1338 und 1525 Weitere Erwähnungen von Siechkobel und Kapelle. Um 1700 Nutzung als Armenhaus. 2025 Kirche St. Jobst und Friedhof existieren noch.

Nürnberg III (Bayern)

Siechkobel

Ca. 1 km südwestlich bei der Kirche St. Leonhard.

Gründung 1317

UNDATIERT Kapelle und der westlich anschließende Siechkobel bildeten einen Baukörper. 1317 Weihe der Kapelle und Stiftung des Siechkobels. 1362 Stiftung einer Messpfründe. 1483 Erwähnung einer Priesterwohnung bei der Kapelle. Um 1790 Weitere Erwähnung des Siechkobels. 2025 Kirche St. Leonhard und Friedhof existieren noch.

Nürnberg IV (Bayern)

Siechkobel

Ca. 1,5 km südöstlich bei der Kirche St. Peter, Regensburger Straße 62.

1327

UNDATIERT Ansicht von St. Peter und Paul mit Siechkobel, Museen der Stadt Nürnberg, Graphische Sammlung. 1327 Stiftung der Kapelle beim Siechkobel. 1337 und 1339 Weitere Erwähnungen. 1389 Erwähnung des Siechhauses im Siechgraben. 1470 Fertigstellung der Kapelle durch den Anbau des Langhauses. 1484 Umwandlung in einen Mannskobel. 1746 bis 1756 Restaurierung der Kapelle. 1760 Darstellung von Kirche und Siechkobel auf einem Kupferstich. Um 1790 Nutzung des Siechkobels als Wirtshaus. 1824 und 1879 Restaurierungen der Kapelle. 1897 bis 1901 Bau der heutigen Kirche unter Einbeziehung der Kapelle. 2025 Kirche und Stadtteil St. Peter.

Nürnberg V (Bayern)

Siechenhaus für Fremde

Beim Weinstadel an der Maxbrücke, Maxplatz 8.

1448

1394 Stiftung des Sondersiechen-Almosens. 1448 Errichtung des Siechenhauses für Fremde zur Beherbergung der Siechen in der Karwoche. 1571 Nutzung des Erdgeschosses als städtisches Weinlager. 1575 Verlegung der Sondersiechenspeisung nach St. Johannis. 1588 Frauenspinnhauses, danach Armenhaus und Krankenunterkunft. 1611 Erwähnung als Weinstadel. 1627 Verlegung der Krankenunterkunft an einen anderen Ort in der Stadt. Ab 1950 Nutzung als Studentenwohnheim.

Roth (Landkreis Roth, Bayern)

Sondersiechenhaus

Vermutlich ca. 400 m nordwestlich an der Nürnberger Straße. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1349

1349 Errichtung des Sondersiechenhauses. 1531 Bewohnt von den „Gelben Aussätzigen“. 1887 Zerstörung des Hauses durch Brand.

Rothenburg ob der Tauber (Landkreis Ansbach, Bayern)

Leprosenhaus, Uzsetzelhus

Ca. 1,5 km südöstlich bei der Kirche St. Leonhard.

1329

1310 Erwähnung von Leprosen. 1329 Erwähnung des Leprosenhauses „Uzsetzel hus“. 1384 Neubau des Hauses und Erwähnung der Kapelle St. Leonhard. 1594 Angliederung des Hauses an das Heiliggeistspital. 1688 Zerstörung des Hauses im Krieg. 1690 Wiederaufbau. 1802 Erwähnung des Siechhauses.zu St. Leonhard. 1864 Eintrag Sieghaus auf einer Flurkarte. 1867 Erziehungsanstalt für Kinder. 2025 Kirche St. Leonhard, Gebäude „Siechhaus“, Siechhausweg und Siechenmühle noch vorhanden.

Schnaittach (Landkreis Nürnberger Land, Bayern)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 100 m südwestlich an der Abzweigung der Straße Siechenberg von der Nürnberger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1589

1589 Erwähnung eines Almosen- oder Siechenhauses. 2025 Straße Siechenberg.

Schwabach (Bayern)

Domus leprosorum, Siechhaus

Ca. 200 m südwestlich an der Gabelung Nördlinger Straße und Rittersbacher Straße auf Höhe der Straße Am Siechweiher. Lage nicht genau bekannt.

1400

1400 Bau des Siechenhauses. Um 1790 Erwähnung des Siechhauses als ein Gebäude der Spitalstiftung. 1876 Abbruch. 2025 Straße Am Siechweiher.

Spalt (Landkreis Roth, Bayern)

Armensondersiechenstiftung

Unbekannt

1453

1453 Gründung der Armensundersiechenstiftung.

Uffenheim (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Bayern)

Hospital für Arme und Kranke außerhalb der Stadtmauern

 

1360

1360 Bischöfliche Bestätigung der Stiftung eines Hospitals für Arme und Kranke außerhalb der Stadtmauern.

Wassertrüdingen (Landkreis Ansbach, Bayern)

Siechhaus

Ca. 500 m nördlich an der Lentersheimer Straße beim Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1535

1535 Das Salbuch nennt das Siechhaus am Friedhof vor der Stadt. Um 1790 Erwähnung der Armenstiftung Wassertrüdingen mit einem Armen- und Siechenhaus. 1864 Darstellung des Friedhofs mit zwei Gebäuden auf einer Flurkarte.

Weißenburg in Bayern (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 200 m südwestlich bei der Abzweigung der Schlachthofstraße von der Augsburger Straße, Lage nicht genau bekannt.

16. Jh.

16. Jh. Stiftung des Sondersiechenhauses mit Kapelle. 1864 Flurnamen „Die Unter Siechhaus Wiesen“ und „Siechenwirth“ in einer Flurkarte. Bis 1870 Nutzung des Sondersiechenhauses als Krankenhaus.

Windsbach (Landkreis Ansbach, Bayern)

Siechhaus

Ca. 1 km westlich bei der Gottesruhkapelle.

1609

Um 1400 Bau der Gottesruhkapelle, vermutlich Umbau einer Vorgängerkapelle. 1609 Erwähnung des Siechhauses bei der Gottesruhkapelle. Um 1648 Renovierung der Kapelle. 1688 Weitere Erwähnung der Kapelle. 1859 Vergrößerung des ehemaligen Siechhauses. 1864 Darstellung der „Gottesruhe Capell“ auf einer Flurkarte. Einfriedung des Grundstücks von Haus und Kapelle. 1918 bis 1980 Nutzung als Altenheim. 2025 Kapelle existiert noch.

Wolframs-Eschenbach (Landkreis Ansbach, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

Unbekannt

UNDATIERT Verwaltung der Leprosenstiftung durch das Siechenamt.  1907 Nutzung des Leprosenhauses als Kranken- und Armenhaus.

 

 


Bayern, Regierungsbezirk Niederbayern

       

Aktualisiert im April 2026

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Abensberg (Landkreis Kelheim Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 400 m nordwestlich bei der Friedhofskapelle St. Peter.

Gründung 1350

12./13. Jh. Bau der Kapelle. 1350 Stiftung des Leprosenhauses durch Ulrich III. von Abensberg. 1436 Erwähnung der Sondersiechen. Um 1690 Neubau des Siechenhauses Ende des 17. Jahrhunderts. Bau des Turms der Kapelle und Barockisierung des Langhauses. 1973 Nutzung des Siechenhauses als Leichenhaus. 2026 Kapelle und Aussegnungshalle - ehemaliges Siechenhaus - existieren noch.

Bad Abbach (Landkreis Kelheim, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 300 m nördlich am Beginn des Kalkofenrings. Lage nicht genau bekannt.

1564

1733 und 1790 Erwähnungen als Armenhaus. 1962 Abbruch.

Bogen (Landkreis Straubing-Bogen, Bayern)

Siechenhaus

Unbekannt

1490

1490 Erwähnung des Siechhauses.

Deggendorf (Landkreis Deggendorf, Bayern)

Siechhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m südlich an der Hengersberger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1360

1360 Erwähnung des Siechhauses an der Donau. 1469 Neubau nach einer Zustiftung.

Dingolfing (Landkreis Dingolfing-Landau, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 1 km nördlich bei der St.-Anton-Kirche.

1421

1432 und 1452 Erwähnungen der Kapelle. 1464 Erwähnung eines Siechkobels. 1750 Nutzung als Krankenhaus. 1806 Verkauf des Hauses. 1896 Neubau von Langhaus und Turm der Kapelle. 1906 Nutzung des Hauses als Gasthaus. 2026 Kapelle mit gotischem Chor existiert noch.

Eggenfelden (Landkreis Rottal-Inn, Bayern)

Sundersieche, Feldsieche, Siechhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m westlich, Landshuter Straße 55.

Gründung 1393

1393 Stiftung eines Siechhauses für die Sondersiechen. Verwaltung durch zwei Zechleute. 1864 Darstellung eines Hausgrundstücks und Flurname Lazarus-Feld auf einer topographischen Karte des Bayernatlas. 2026 Erwähnung älterer archäologischer Befunde von Leprosenhaus und Kapelle.

Geiselhöring (Landkreis Straubing-Bogen, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m südwestlich gegenüber der Maria-Hilf-Kapelle, Landshuter Straße 48.

16. Jh.

16. Jh. Erwähnung des Leprosenhauses. 1656 Weitere Erwähnung der Leprosen im Siechenhaus. 1824 Bau der Maria-Hilf-Kapelle.

Hengersberg (Landkreis Deggendorf, Bayern)

Leprosenhaus

Westlich, Spital Hengersberg, Passauer Straße 38.

1263

1263 Erwähnung einer Zustiftung. 15. Jh. Neubau des Zollhauses. 16. Jh. Umwandlung des Zollhauses in ein Siechenhaus durch das Kloster. Um 1730 Einrichtung einer Kapelle. 1803 Übernahme des Gebäudes durch die Marktgemeinde Hengersberg nach Aufhebung des Klosters. 19. Jh. Nutzung als Krankenhaus, später als Armenhaus. 1997 Eröffnung der Kunstsammlung Ostbayern nach Sanierung. 2026 Nutzung durch die Hengersberger Kunst- und Museumsfreunde e.V.

Kelheim (Landkreis Kelheim, Bayern)

Leprosen-, Sondersiechenhaus

Ca. 100 m nördlich jenseits der Altmühl, Am Oberen Zweck 36, 38.

1168

1170 Schenkung zugunsten der zwölf Leprosen um 1170. 1464 Erwähnung des Siechen- oder Leprosenhauses. 18. Jh. Neubau.

Landau an der Isar (Landkreis Dingolfing-Landau, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

Unbekannt

UNDATIERT Leprosenhaus vor 1500, später Stadtarmenhaus. 1788 Neubau, Nutzung als Armenhaus. 1832 Genehmigung durch die Regierung nach Erweiterung um ein Stockwerk und Umwandlung in ein Armen- und Krankenhaus. 1974 Nutzung als Wohnhaus.

Landshut I (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 1 km nordwestlich bei der Kirche Alt St. Nikola.

1252

1405 Zustiftung. 1864 Darstellung der Kapelle auf einer topographischen Karte. 2026 Kapelle existiert noch.

Landshut II (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 300 m südwestlich, Innere Münchener Straße. Lage nicht genau bekannt.

1403

1403 Erwähnung des Leprosenhauses am Gries. 1864 Flurbezeichnung Gries auf einer topographischen Karte.

Mainburg (Landkreis Kelheim, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 500 m nordwestlich, Laurentiusweg 15.

1679

1679 Erwähnung des Leprosenhauses im Kirchenbuch. Um 1700 Bau der Friedhofskapelle St. Michael. 1822 Erneuerung der Kapelle. 2014 Nutzung des ehemaligen Leprosenhauses als Wohnhaus. 2024 Neubau eines Wohnhauses anstelle des bis dahin sogenannten Leprosenhauses.

Neustadt an der Donau (Landkreis Kelheim, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m südlich bei der Kapelle St. Nikolaus.

1412

1457 Weitere Erwähnung. 1802 Nutzung der Siechenhauskapelle als Friedhofskapelle. 1864 Flurbezeichnung Siechenwiesen auf einer topographischen Karte. 2026 Kapelle existiert noch. Es gibt eine Leprosenstraße in der Nähe.

Niederalteich (Landkreis Deggendorf, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1263

1263 Stiftung einer Hube (Hofstelle) für die Leprosen.

Obersüßbach (Landkreis Landshut, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1645

1645 Erwähnung des Leprosenhauses.

Passau I (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 500 m südlich beim Römermuseum.

Gründung 1160

11 Jh. Erwähnung eines Aussätzigen. 1160 Gründung des Leprosenhauses durch einen Domherrn. 1163 Bestätigung der Stiftung durch den Bischof, Verwaltung der Stiftung durch das Domkapitel. 1250 Bau der Kirche. 1254 Pfarrkirche. Verwaltung der Stiftung durch den Pfarrer. 1318 Armenhaus. 1575 Neubau der Kirche. 1631 Übertragung des Grundstücks an die Jesuiten. 1637 Neubau des Armenspitals auf der gegenüberliegenden Straßenseite. 1803 Verkauf der Kirche und Umwandlung in ein Privathaus. 2026 Profanierte Kirche existiert noch als Wohnhaus.

Passau II (Bayern)

Sondersiechen, Leprosenhaus

Ca. 300 m südwestlich. Lage nicht genau bekannt.

1488

1488 Einnahmeregister des Leprosenhauses bei St. Elisabeth. 15. Jh. Satzung für die Sondersiechen. 1552 Hausordnung. Um 1575 Verzeichnis von Einkünften. 1599 Satzung des zum Stift St. Nikola gehörenden Leprosenhauses.

Passau III (Bayern)

Siechenkobel

Vermutlich ca. 1 km südlich an der Straße Lindental im Stadtteil Beiderwies. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung des Siechenkobels auf der Beiderwiese. Später Lazarett.

Passau IV (Bayern)

Siechenkobel

Ca. 4 km nordwestlich bei der Abzweigung der Straße Burgholz von der Straße Patriching. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung des Siechenkobels im Burgholz. Später Lazarett.

Passau V (Bayern)

Siechenhaus

Ca. 2 km nördlich im Stadtteil Hals. Lage nicht genau bekannt.

1351

1351 Erwähnung des Siechenhauses, später Spital. 1882 Abbruch.

Pfarrkirchen (Landkreis Rottal-Inn, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 500 m östlich bei der Alexikapelle, Passauer Straße 78.

16. Jh.

Um 1550 Bau der Kapelle beim Siechenhaus Mitte des 16. Jahrhunderts zu Ehren der Patrone Alexius und Lazarus mit Friedhof. 1635 Erwähnung des Hausvaters des Leprosenhauses. Um 1800 Weiterführung des ehemaligen Siechenhauses als Krankenhaus des „Unterstützungsvereins für Krankheitsfälle“. 1833 Übernahme des Krankenhauses durch die Kommune. 1864 Darstellung auf einer topographischen Karte. 1962 Versetzen der Kapelle aufgrund von Straßenbaumaßnahmen um einige Meter nach Südosten. 1994 Renovierung der Kapelle. 2026 Die Kapelle existiert noch.

Riedenburg (Landkreis Kelheim, Bayern)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 100 m südlich am Schambacher Weg. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1538 Erwähnung des Siechenbergs beim heutigen Lintlhof. 1864 Darstellung eines einzelnen Gebäudes am Schambacher Weg zwischen Riedenburg und Lintlhof auf einer topographischen Karte. 1958 Abbruch.

Straubing (Bayern)

Sondersiechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 1,5 km östlich bei der Katholischen Kirche St. Nikola.

Gründung 1343

1343 Stiftung des Leprosenhauses durch den Propst von Straubing und den Domdechanten von Augsburg. 1381 Schaffung einer Priesterstelle. 1428 Besitzverzeichnis der Sondersiechen. 1486 Die Sondersiechen bilden eine päpstlich bestätigte Bruderschaft. Um 1700 Barockisierung der Kapelle. 1864 Darstellung von St. Nikola auf einer topographischen Karte. 2026 St. Nikola existiert noch.

Viechtach (Landkreis Regen, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Vermutlich ca. 500 m südöstlich am Übergang von der heutigen Mönchhofstraße in die Straße Hafnerhöhe. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1864 Darstellung auf einer topographischen Karte. 1906 Das Siechenhaus außerhalb des Ortes existiert noch. Nach 1927 Verkauf des Siechen- oder Leprosenhaus am Fuß der Hafnerhöhe nach Krankenhausneubau.

Vilsbiburg (Landkreis Landshut, Bayern)

Siechen- oder Leprosenhaus

Ca. 500 m östlich bei der Gabelung Lichtenburger-/Frauensattlingerstraße.

1571

1571 Zustiftung und Neubau des Leprosenhauses gegenüber dem noch bestehenden alten Siechhaus. 1864 Darstellung des Siechhauses auf einer topographischen Karte.

Vilshofen an der Donau (Landkreis Passau, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m südöstlich an der Straße Vilsvorstadt auf Höhe der Hausnummer 27, der Lage der ehemaligen Kapelle St. Ursula.

Gründung 1449

1480 Weitere Erwähnung. 1730 Armenhaus. 1806 Profanierung und Verkauf der Siechenhauskapelle. 1813 Zerstörung des Hauses durch Brand. 1870 Erwähnung der ehemaligen Kapelle als Wohnhaus. 2026 Bodendenkmal im Bereich der ehemaligen Kapelle und des ehemaligen Siechenhauses.

 

 

 


Bayern, Regierungsbezirk Oberbayern

       

Aktualisiert im März 2026

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Bad Aibling (Landkreis Rosenheim, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 200 m südöstlich, Rosenheimer Straße 25.

1510

1698 Armenhaus. 2025 Haus existiert noch.

Bad Reichenhall (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern)

Leprosenhaus

Vermutlich ca. 500 m nordöstlich bei der Klinik Bad Reichenhall. Lage nicht genau bekannt.

1389

1576 Weitere Erwähnung des Leprosenhauses. 1592 Erwähnung als Armenhaus mit dreizehn Bewohnern. 1819 Umwandlung in ein Krankenhaus. 1880 Auflösung des Krankenhauses.

Bad Tölz (Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 1,5 km westlich an der Brücke der Straße Am Hoheneck über den Buchberggraben. Lage nicht genau bekannt.

1470

1470 Erwähnung von Leprosen am Siechenbach. 2025 Der Buchberggraben als linker Zufluss der Isar heißt im Oberlauf Siecherbach.

Beilngries (Landkreis Eichstätt, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m östlich neben dem Seniorenzentrum, Kelheimer Straße 3.

1445

1623 Lazarett. 1846 Neubau eines Krankenhauses auf dem Nachbargrundstück. 2002 Umwandlung des Krankenhauses in ein Seniorenzentrum. 2025 Das ehemalige Leprosenhaus und die Lazarettstiftung existieren noch.

Burghausen (Landkreis Altötting, Bayern)

Domus leprosorum, Siechenhaus

Ca. 1 km westlich, Heilig Kreuz 35.

Gründung 1326

1332 Erwähnung des Siechenhauses als domus leprosorum. 1397 Stiftung der Kapelle durch Bürger der Stadt. Sie gehört zur Pfarrei Mehring. 1401 Stiftung einer Messe. 1477 Neubau der Kapelle. 17. Jh. Neubau des Leprosenhauses. 18. Jh. Barockisierung der Kirche. 1906 Nutzung des Hauses als Gasthaus. 1953 Renovierung und Purifizierung der Kirche. 1994 Renovierung der Kirche. 2025 Kirche und Haus existieren noch.

Dorfen (Landkreis Erding, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1406

15. Jh. Die heutige Katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Dorfen, Ruprechtsberg 3, von 1786 hat einen Vorgänger aus dem 15. Jahrhundert, ein möglicher Standort des Leprosenhauses.

Eichstätt (Landkreis Eichstätt, Bayern)

Siechhof, Leproserie

Ca. 1 km südöstlich, Ingolstädter Straße 36.

1210

1307 Weitere Erwähnung. 1323 bis 1345 Erwähnung des Propstes und Pflegers Heinrich. 1346 Zustiftung durch den Pfleger Heinrich. Um 1390 Der Siechhof hat zwei Pfleger. 1401 Bestätigung der Schenkung von Haus und Kapelle von Propst Heinrich durch Papst Bonifazius VIIII. 1417 Neubau des Wirtschaftsgebäudes. 1489 Aufstellung der Geld- und Sachleistungen der Bewohner mit Unterscheidung von Pfründnern und Elenden. 15. Jh. Wandlung zum städtischen Armenhaus. 1536 Erwähnung des Pflegers und Bildhauers Loy Hering. 16. Jh. Verwaltung durch vier Pfleger. 1606 Erwähnung eines des Aussatzes verdächtigen Bürgers, der sich in Nürnberg beschauen lassen soll. 1705 Bewirtschaftung des Siechhofes durch einen Siechenbauern und Erwähnung eines Siechen mit Familie. Renovierung des Wohnhauses. Nach 1705 Wohnung des Geistlichen der Siechenkapelle. 1740 Verpachtung des Siechhofes an einen Ratsherrn mit Verpflichtung zur Versorgung von Leprakranken. 1806 Aufhebung des Hauses, Profanierung der Kapelle und Überführung der Stiftung in andere Stiftungen. 1812 Das Anwesen geht in Privathände über. 1864 Darstellung des Siechhofes auf einer topographischen Karte. 1955 Leerstand der bisher landwirtschaftlich genutzten Gebäude. Nutzung des Benefiziatenhauses für Mietwohnungen. 1999 Notsicherung des Stadels. 2026 Benefiziatenhaus, Kapelle und Stadel existieren noch.

Erding (Landkreis Erding, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 200 m südwestlich an der Münchener Straße. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1465

UNDATIERT Später Armenhaus.

Freising (Landkreis Freising, Bayern)

Leprosenhaus

Südlich vor dem Münchener Tor, Brunnhausgasse 2.

1307

1450 Weitere Erwähnung. 1553 Neubau. 1580 Gründung der Spitalstiftung Bruderhaus. 1669 Bau der Kapelle. 1872 Neubau des Altenpflegeheims Vinzentinum.

Fürstenfeldbruck (Landkreis Fürstenfeldbruck, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 800 m südöstlich an der Münchner Straße bei der Abzweigung der Bahnhofstraße.

14. Jh.

14. Jh. Ersterwähnung des Leprosenhauses an der heutigen Münchner Straße. Vermutlich gab es im 13. Jahrhundert einen Vorgängerbau an der Amper südlich von Bruck. 1518 Erwähnung der Kapelle. 1811 bis 1843 Weiterführung des ehemaligen Siechenhauses als Armen- und Krankenhaus. 1864 Flurbezeichnung Das Siechfeld und Kapelle St. Wolfgang auf einer topographischen Karte.

Gaimersheim (Landkreis Eichstätt, Bayern)

Leprosenhaus

Vermutlich ca. 200 m östlich bei der heutigen Friedhofskirche St. Nikolaus, Ettinger Straße 37. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung eines Leprosenhauses.

Geisenfeld (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 100 m südlich an der Münchener Straße an der Brücke über die Ilm bei den ehemaligen Siechwiesen. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1864 Darstellung der Siechwiesen auf einer topographischen Karte. 1906 Erwähnung des Leprosenhauses als Pfründnerhaus an der Ilm.

Grafing (Landkreis Ebersberg, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 1 km südöstlich, Rosenheimer Straße 38/40.

1636

1811 Erwähnung des Siechenhauses als Armenhaus. 1864 Darstellung mit der Bezeichnung Leprosenhaus auf einer topographischen Karte. 1869 Krankenhaus.

Grassau
(Landkreis Traunstein, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 400 m westlich am Ortseingang des Gemeindeteils Kucheln. Lage nicht genau bekannt.

1607

1607 Erwähnung eines Siechenhauses in Kucheln. 1611 Weitere Erwähnung.

Haag an der Amper (Landkreis Freising, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung des Leprosenhauses.

Ingolstadt (Bayern)

Aussätzigenhaus, Sondersiechenhaus

Unbekannt

1317

1317 Erwähnung eines Aussätzigen- oder Sondersiechenhauses. 1805 Auflösung der Siechenhausstiftung.

Landsberg am Lech (Landkreis Landsberg am Lech, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 100 m südwestlich am Anfang der Katharinenstraße.

14. Jh.

14. Jh. Errichtung des Leprosenhauses mit Priesterstelle. Um 1500 Bau der Kapelle mit Friedhof ca. 200 m südwestlich des Leprosenhauses. 1656 Darstellung von Siechenhaus und Kapelle auf einer Merian-Ansicht. 1866 Auflassung des Friedhofs. 17. Jh. Beinhaus bei der Kapelle. 20. Jh. Kriegergedächtniskapelle.

Langenpreising (Landkreis Erding, Bayern)

Leprosenhaus

Vermutlich nordöstlich. Lage nicht genau bekannt.

1716

1716 Einweisung von einer Seuche befallenen Eheleute in das Leprosenhaus. 1722 Neubau und Erweiterung des Leprosenhauses. 1799 bis 1804 Jahresrechnungen des Leprosenhauses, erstellt vom Landgericht Erding.

Laufen an der Salzach (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern)

Sundersieche, Leprosenhaus

Südlich beim Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1347

1347 Erwähnung der Sundersieche. 1752 Neubau. Das alte Haus existiert noch. 1785 Verkauf des alten Hauses. 1853 Beendigung der Unterbringung von Kranken im Leprosenhaus. 1861 Aufgabe des Hauses.

Markt Indersdorf (Landkreis Dachau, Bayern) - Siechhäusern

Die armen Feldsiechen, Siechhaus

Ca. 1 km östlich im heutigen Gemeindeteil Siechhäusern.

1166

1166 Erwähnung von Aussätzigen bei Straßbach. 1425 Erwähnung des Ortes Siechhauß. 1864 Darstellung in zwei topographischen Karten mit Bezeichnungen Arme Häuser und Siechhäuser. 2026 Gemeindeteil Siechhäusern.

Moosburg an der Isar (Landkreis Freising, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 1 km südwestlich hinter der Abzweigung der Amselstraße von der Kreuzstraße.

1313

1313 Erwähnung von Moosburger Leprosen am Helfenbrunn. 1359 Erwähnung des Leprosenhauses. 1864 Darstellung des Leprosenhauses auf einer topographischen Karte.

Mühldorf am Inn (Landkreis Mühldorf am Inn, Bayern)

Sundersiechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m südöstlich hinter der Innbrücke.

1400

1428 Weitere Erwähnung des Leprosenhauses jenseits des Inns bei der Sauschwemme. 1541 Ankauf eines Grundstücks beim Siechenhaus. 1560 und 1571 Weitere Erwähnungen. 1811 Aufhebung und Verkauf wegen Baufälligkeit. 1906 Die Stiftung existiert noch.

München I (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 500 m östlich bei der Kirche St. Nikolai.

1213

1259 Erwähnung einer Kapelle beim Leprosenhaus. 1570 Erlass einer Hausordnung aufgrund einer Vermehrung der Anzahl der Siechen. 1660 Umbau der Kapelle. 1859 Verlegung der Insassen in das ehemalige Irrenhaus Giesing. Um 1850 Darstellung von zwei Kapellen und Spital in einer Federzeichnung. 1863 Abbruch der Spitalgebäude. 1926 Umbau und Erweiterung der Kirche. 2026 Die Kirche St. Nikolai existiert noch.

München II (Bayern)

Leprosenhaus, Sondersiechenhaus

Ca. 1,5 km nördlich, Nikolaistraße 4.

1386

1480 Weitere Erwähnung des Leprosenhauses mit einer Stube für „die sundersiechen Kindlein“ und Kapelle. 18. Jh. Armenhaus. 1819 Schließung des Hauses. 1864 Darstellung der Kapelle auf einer topographischen Karte. 2026 Nikolaistraße und Nikolaiplatz.

Neuburg an der Donau (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m südwestlich an der Donauwörther Straße bei der Adventgemeinde. Lage nicht genau bekannt.

1543

1543 Vereinigung des Leprosenhauses mit dem Spital. 1582 Neubau des Siechenhauses. 1681 Erwähnung einer Siechenbrücke bei der Oberen Schanze. 1790 Abbruch des Siechenhauses.

Neumarkt-St. Veit (Landkreis Mühldorf am Inn, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 50 m nördlich bei der Kreuzung Elsenbacher und Hörberinger Straße. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

Um 1490 Erwähnung des Leprosenhauses und Bruderhauses der Armen in der Hörberinger Straße Ende des 15. Jahrhunderts. 1864 Darstellung eines bebauten Grundstücks und Flurbezeichnung Siechenberg auf einer topographischen Karte.

Neuötting (Landkreis Altötting, Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 200 m westlich bei der Kapelle St. Anna.

1510

UNDATIERT Stiftung eines Leprosenhauses durch die Familie Trenbeck. 1510 Erwähnung des Baus der Kapelle bei den Sondersiechen. 1511 Weihe der Kapelle. 1864 Darstellung der Kapelle St. Anna mit Nebengebäuden auf einer topographischen Karte. 2026 Die Kapelle existiert noch.

Pfaffenhofen an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 200 m südöstlich, Moosburger Straße 15.

Um 1490

UNDATIERT Verpflichtung zu vier jährlichen Messfeiern in der Kapelle. Um 1490 Erwähnung von Leprosenhaus und Kapelle. Um 1590 Darstellung der Nikolai-Kapelle mit Nebengebäuden auf einer Zeichnung von Hans Donauer. 1618/1648 Erwähnung der Kapelle. 1771 Darstellung der Kapelle St. Nikolai auf einer Planskizze. 1787 Verkauf des Hauses auf Abbruch. 1805 Verkauf der Kapelle auf Abbruch. 1864 Darstellung eines Hauses auf dem vormaligen Kapellengrundstück auf einer topographischen Karte.

Rennertshofen
(Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Bayern)

Siechenhaus

Unbekannt

1600

1601 Baufälligkeit des Siechenhauses. Erwähnung eines Siechen. 2026 Friedhofskapelle St. Leonhard, eventueller Standort des ehemaligen Siechenhauses, existiert noch.

Rosenheim (Bayern)

Siechhaus, Leprosenhaus

Ca. 400 m südlich an der Kufsteiner Straße vor der Brücke über den Hammerbach. Lage nicht genau bekannt.

1462

16. Jh. Weitere Erwähnung. 1600 Anstellung eines Bettelknechts. Um 1690 Nutzung als Armenhaus seit dem späten 17. Jahrhundert. 1890 Erlass einer Hausordnung für das Armenhaus. 1904 Verlegung des noch als Leprosenhaus bezeichneten Armenhauses. Foto des Hauses. 1908 Abbruch.

Schongau (Landkreis Weilheim-Schongau, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 100 m nördlich bei der Dreifaltigkeitskirche, Blumenstraße 5.

Gründung 1660

1660 Bau von Leprosenhaus und Kapelle. Um 1810 Abbruch der Kapelle Anfang des 19. Jahrhunderts. 1864 Flurbezeichnung Leprosenanger auf einer topographischen Karte. 1916 Bau einer Kirche am Standort der alten Kapelle. 2026 Flurbezeichnung Siechenhalde ca. 600 m nördlich an der Augsburger Straße unterhalb des Kreiskrankenhauses. Dreifaltigkeitskirche existiert noch.

Schrobenhausen (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 200 m südlich an der Aichacher Straße kurz vor der Paarbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1450

1450 Errichtung der Leprosenstiftung mit Leprosenhaus durch Bürger. 1878 Aufhebung des Leprosenhauses.

Teisendorf (Landkreis Berchtesgadener Land, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1786

1786 Neubau. 1796 Erwähnung eines neuen und eines ehemaligen Leprosenhauses.

Tittmoning (Landkreis Traunstein, Bayern)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 1 km nordwestlich an der Burghauser Straße. Lage nicht genau bekannt.

1635

1635 Zustiftung eines Bürgers an das Siechenhaus. 2026 Siechenbach.

Traunstein (Landkreis Traunstein, Bayern)

Sondersiechenhaus, Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 300 m östlich am Beginn der Salzburger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1429

1429 bis 1781 Zahlreiche Erwähnungen des Siechenhauses, seit 1554 meist Leprosenhaus genannt. 1612 Aufnahme auch anderer Kranker. 1614 Bau der Heilig-Geist-Kapelle beim Leprosenhaus. 1773 Tod des letzten Leprosen. Weiterführung als Krankenhaus. 1857 Weiterführung als Armenhaus. 1858 Restaurierung der Kapelle. 1959 Abbruch der Kapelle. 1974 Fürsorgeheim.

Trostberg (Landkreis Traunstein, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 200 m nördlich beim heutigen Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1476

18. Jh. Flurname Siechenanger. 1802 Verkauf des Siechenhauses. Das Bad wird Totenkapelle des neuen Friedhofs im ehemaligen Siechenanger. 1864 Darstellung eines einzelnen Gebäudes an der Landstraße auf Höhe des heutigen Friedhofs auf einer topographischen Karte. 1868 Umbau des Siechenhauses zu einem Leichenhaus.

Vohburg an der Donau (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 100 m südlich am Beginn der Regensburger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1615

1615 Bau des Siechenhauses. 1671 Erwähnung eines Aussätzigen in der Stadt. 1750 Wiederaufbau des Hauses nach Brand. 19. Jh. Krankenhaus, dann Altersheim. 1885 Verkauf. 1970 Abbruch.

Wasserburg am Inn (Landkreis Rosenheim, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 1 km südlich bei der Kirche St. Achatz, Achatzstraße 6.

1401

1403 Erwähnung der Kapelle. 1437 Weitere Erwähnung des Leprosenhauses. 1485 Neubau der Kapelle. 1487 Bau der Friedhofsmauer. 1625 Umbau der Kapelle. 1853 Umgestaltung der Kapelle im neugotischen Stil. 2025 Kirche ist noch vorhanden.

Weilheim (Landkreis Weilheim-Schongau, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 1 km nördlich beim Leprosenhaus und der Töllernkirche St. Johann.

1409

1409 Erste Erwähnung von Siechenhaus und Kapelle. 1466 Weitere Erwähnung. 1490 Bau des Chores der Kapelle. 1568 Neubau des Leprosenhauses. 1583 Erhöhung des Turms der Kapelle. 1692 Umbau des Hauses. 18. Jh. Armenhaus. 1864 Darstellung der Gebäude auf einer topographischen Karte. 2026 Das ehemalige Leprosenhaus und die Töllernkirche St. Johann existieren noch.

Wolfratshausen (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Bayern)

Leprosenhaus

Vermutlich ca. 100 m östlich bei der Einmündung der Straße Am Wasen in die Sauerlacher Straße. Lage nicht genau bekannt.

17. Jh.

17 Jh. Nachweis eines Leprosenhauses, vermutlich am Wasen.

Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m südwestlich beim heutigen Bahnhof. Lage nicht genau bekannt.

1548

1548 Erwähnung des Siechenhauses mit Badstube. 1653 Hans Georg Schad, Besitzer von Wolnzach ab 1548, wird als Stifter des Siechhauses genannt. Bericht über das Siechhaus für vier Personen mit geringem Kapital von 115 Gulden. 1854 Die Leprosenstiftung wird aufgehoben. Das Haus wird Armenhaus. 1894 Abbruch des Armenhauses wegen Baus der Eisenbahn.

 

 


Bayern, Regierungsbezirk Oberfranken

       

Aktualisiert im Juli 2025

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Bad Rodach (Landkreis Coburg, Bayern)

Haus für Sondersieche

Ca. 1 km südöstlich an der Abzweigung der Elsaer Straße von der Coburger Staße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

2025 Flurname Siechenbrücke.

Bad Staffelstein (Landkreis Lichtenfels, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 500 m südwestlich an der Bamberger Straße kurz vor dem Abzweig der Siechenstraße.

1680

1680 Erwähnung des Siechhausvermögens. 1756 Abbruch und Neubau des Siechhauses. Um 1810 Entstehung der heutigen Kreuzigungsgruppe, zunächst Errichtung eines Kruzifixes und Ausführung von Malereien der 14 Nothelfer beim ehemaligen Siechhaus. 1905 Aufstellung der Figuren von Maria und Johannes beim Kruzifix. 1958 Abbruch des Siechhauses. 2025 Kreuzigungsgruppe nahe der Siechenstraße existiert noch.

Bamberg I (Bayern)

St.-Antonius-Siechenhof, Laurenzi-Siechhof

Ca. 500 m südwestlich bei der Laurenzikapelle.

1233

1375 und 1412 Weitere Erwähnungen. 1425 Erwähnung von Sondersiechen und einer Kapelle. 1427 Stiftung einer Vikarie. 1463 Siechenhausordnung. 1488 Erneuerung der Siechenhausordnung. 1509 Bestätigung der Ordnung durch den Bischof und Verfügung, dass die Aussatz-Verdächtigen an der Leprosenschau zu Nürnberg jährlich am Palmsonntag teilnehmen sollen. 1519 Zustiftung. 1523 Erwähnung eines Friedhofs. 1589 Versammlung der mitteldeutschen Siechenmeister im Antoni-Siechhof. 1611 Darlehen des Antoni-Siechhofs von 1000 Gulden an den Liebfrauen-Siechhof (siehe Bamberg II). 1620 Vierzehn Insassen. Um 1625 Erwähnung von zwei Pflegern. 1628 Es leben 22 Insassen im Haus. 1628 und 1629 Hinrichtung zweier Pfleger wegen des Vorwurfs der Hexerei. 1629 Neubau der Kapelle als Laurenzikapelle. 1648 Fünf Insassen. 1658 Bewerbung um Aufnahme in das Haus. 1688 Drei Insassen. 1740 Erwähnung von Leprakranken. 1757 Aufgabe des St.-Antoni-Siechhofes als Leprosenhospital nach Zusammenlegung mit dem Liebfrauen-Siechhof. 1799 Beherbergung von fremden Siechen um Palmsonntag, die die Siechenversammlung in Nürnberg besuchen. 1803 Verkauf des Siechhofes. Übergang beider Siechhof-Fonds zum „Fonds für Unheilbare“. Es entsteht das Antonistift für unheilbar kranke Menschen. 1945 Zerstörung der Laurenzikapelle. 1953 Wiederaufbau der Laurenzikapelle. 2025 Antonistift (an anderem Standort) und Laurenzikapelle existieren noch. Laurenzistraße, Laurenziplatz und „Spielplatz im Siechhöfla“.

Bamberg II (Bayern)

Liebfrauen-Siechhof

Ca. 500 m nördlich am Standort der Sparkasse Bamberg, Siechenstraße 92.

1310

1328 Erwähnung der „Aussätzigen im Sand“. 1335 Weitere Erwähnung. 1366 Erwähnung eines Meisters der „Armen siechen Frauen Haus auf dem Sande“. 1432 Zustiftung für die aussätzigen Frauen. 1449 Stiftung einer Vikarie an der Kapelle. 1455 Erwähnung des „Domus leprosarum feminarum“. 1459 Weitere Erwähnung des Siechhauses und zweier Pfleger. 1515 Verkauf einer Pfründe an ein Ehepaar, das Siechenmeister und -meisterin werden möchte. 1564 Anlage des Friedhofs. 1602 Darstellung des Siechhauses in einer Vogelschauansicht. 1611 Erwähnung einer jährlichen Messe des Pfarrers von St. Martin in der Kapelle. Das Siechenhaus erhält vom Antoni-Siechhof ein Darlehen von 1000 Gulden. 1617 Zustiftung. 1757 Neubau des Siechhofes und Weiterführung als Armenhaus nach Zusammenlegung mit dem Antoni-Siechhof (siehe Bamberg I). 1803 Verkauf des Liebfrauen-Siechhofes und des Antoni-Siechhofes. Aus dem Vermögen entsteht das Antonistift, das noch heute existiert. Im Antonistift werden unheilbar kranke Menschen untergebracht. 2025 In den Gemäuern des ehemaligen Siechhofes befindet sich eine Filiale der Sparkasse Bamberg, Siechenstraße 92.

Bayreuth (Bayern)

Siechhaus

Ca. 500 m westlich, Erlanger Straße 59. Lage nicht genau bekannt.

1450

1580 Neubau. 1590 Errichtung einer Badstube. 1666 bis 1854 Nutzung als Lazarett. 1725 Renovierung. 1784 Aufstockung eines Obergeschosses. 1821 Renovierung. 1854 Umwandlung in ein Armenhaus. 1866 und 1876 Bezeichnung des Hauses als Städtisches Siechhaus. 1914/18 und 1939/45 Unterbringung von Bedürftigen. 1979 Abbruch. Um 1995 Verlegung des Siechhausbrunnens an den Bernd-Mayer-Platz. 2025 Das heutige Gebäude am Standort des ehemaligen Siechenhauses weist zwei alte Inschriftentafeln auf, die auf die Geschichte des Ortes hinweisen.

Coburg (Bayern)

Siechenhaus

Ca. 500 m südlich bei der Kapelle St. Nikolaus, Ketschendorfer Straße 30.

1336

1442 Bau der Kapelle St. Nikolaus als Siechenkapelle. 1473 Weitere Erwähnung der Kapelle. 1528 Letzter katholischer Gottesdienst in der Kapelle. 1609 und 1614 Weitere Erwähnungen des Siechenhauses. 1619 Neubau des Kapellendachs. 1650 Einbau einer Holzkassettendecke in der Kapelle. 17. Jh. Nutzung als Friedhofskapelle. 1709 Weiterführung des Siechenhauses als Armenhaus. 1806 bis 1860 Nutzung der Kapelle durch die katholische Gemeinde. 1873 bis 1933 Nutzung der Kapelle als Synagoge. 1905 Aufgabe des Armenhauses. Die Insassen werden verlegt. 1910 Nutzung des ehemaligen Armenhauses als Kartonagenfabrik. 1945 bis 1961 Nutzung der Kapelle durch die evangelisch-freikirchliche Gemeinde. 1962 Nutzung der Kapelle durch die altkatholische Gemeinde. 2011 Restaurierung der Fresken in der Kapelle. 2025 Die Kapelle existiert noch.

Ebrach (Landkreis Bamberg, Bayern)

Siechhaus

Ca. 4 km südlich bei der Kapelle St. Rochus und Sebastian.

1594

1594 Bau des Siechenhauses für Leprakranke. 1611 Pest. Anschließend keine weiteren leprakranken Bewohner. 1613 Fertigstellung der St.-Rochus-Kapelle mit Friedhof. Nutzung des Siechenhauses als Wohnsitz für den Mesner. 18. Jh. Weiterer Bau zur Nutzung als Klosterschule. 2025 Musikerheim der Steigerwaldmusikanten Ebrach-Großgressingen e.V.

Forchheim I (Landkreis Forchheim, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus, Siechkobel

Ca. 200 m südlich des Nürnberger Tores. Lage nicht genau bekannt.

1329

1632 Abbildung des Siechhauses auf einem Holzschnitt. Eine Aussätzige stirbt im Siechenhaus. 1634 Abbruch des Siechenhauses.

Forchheim II (Landkreis Forchheim, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus, Siechkobel

Ca. 500 m nordwestlich bei der Siechhauskapelle an der Straße Am Siechhaus.

1654

1654 Suizid einer Insassin. 1750 Abbruch und Neubau des Siechenhauses. 1840 Vereinigung von Siechhaus- und Siechhauspfründnerstiftung. 1875 Drei Bewohnerinnen. Zusammenlegung mit anderen Stiftungen. 19. Jh. Bau der Kapelle. 2025 Straße Am Siechhaus. Siechhauskapelle und ehemaliges Siechenhaus existieren noch.

Hallstadt (Landkreis Bamberg, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 500 m südlich, Bamberger Straße 93.

1433

1648 Neubau des Siechenhauses. 1769 Neubau des Hauses und Nutzung als Pfründner- und Armenhaus. 1992 Renovierung. 2025 Das Haus existiert noch.

Hof (Bayern)

Apud antiquos leprosos, Siechhaus

Ca. 700 m nördlich beim Friedhof, Schleizer Straße 53.

1302

15. Jh. Erwähnung der Erhardskapelle. Um 1550 Nutzung der Kapelle als Siechhaus. 1584 Pesthaus. 17. Jh. Unteres Lazarett. 1788 Arbeitshaus. 2025 Das ehemalige Siechhaus (die vormalige Kapelle) existiert noch als Wohnhaus.

Hollfeld (Landkreis Bayreuth, Bayern)

Bartholomäusspital

Ca. 50 m südlich an der Spitalgasse beim Bartholomäus-Spital und der Spitalkirche St. Bartholomäus.

1464

1464 Stiftung des Spitals. Vermutlich kein Leprosorium. 1664 Neubau des Spitals. 1709 Bau der Kapelle als Anbau an das Spital. 1918 Einquartierung von Flüchtlingen, danach Leerstand. 1935 bis 1978 Kindergarten. 1978 Renovierung des Spitals, Nutzung u.a. als Sitzungssaal des Stadtrats. 2025 Das Bartholomäusspital und die Spitalkirche existieren noch.

Kronach (Landkreis Kronach, Bayern)

Siechhaus

Ca. 500 m südlich, Kulmbacher Straße 34.

Gründung 1615

1615 Gründung des Siechhauses für Patienten mit ansteckenden Krankheiten. 1616 Erwähnung eines Siechhauspflegers. 1634 Zerstörung im Krieg, danach Wiederherstellung und Aufstockung. 1801 Nutzung als Armenhaus. 1854 und 1856 Erwähnungen des Armenhauses als „Siechenhaus“. 1908 Vereinigung des Siechhauses mit dem Spital. 1972 Abbruch des Siechenhauses. 2025 Siechenangerstraße.

Kulmbach (Landkreis Kulmbach, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 300 m westlich bei der Nikolaikirche.

1398

1424 Weitere Erwähnung. 1450 Unterbringung von Pestkranken in der Kapelle. 1531 Erwähnung der Kapelle als Siechenkapelle. 1533, 1535 u. 1541 Erwähnungen von Zuwendungen an die Siechen. 1553 Zerstörung der Kapelle im Krieg. 1556, 1557 u. 1558 Todesfälle im Siechenhaus. 1566 Erwähnung von zwei Siechenhauspflegern. 1569 Erlaubnis zum Almosensammeln montags und freitags in der Stadt. 1576 Neubau der Kapelle. 1582 Zustiftung. 1589 Aufnahme eines auswärtigen Kranken. 1598 Erwähnung eines Siechenhauspflegers. 1599 Abbruch des Siechenhauses. Neubau 200 m nordöstlich, Hans-Hacker-Straße 1. 1600 Anlage des Friedhofs bei der Kapelle. 1603 Aufnahme eines Pfründner-Ehepaares im neuen Siechenhaus. 1622 und 1634 Zustiftungen. 1665 Verlängerung der Kapelle. 1894 Erwähnung des ehemaligen Siechenhauses als Armenhaus mit 18 Personen. 2025 Die Nikolaikirche (ehemalige Siechenkapelle) existiert noch. Straßenname Am Siechengrund.

Münchberg (Landkreis Hof, Bayern)

Siechenhaus

Unmittelbar nördlich vor dem ehemaligen Oberen Stadttor, Klosterplatz 1.

1451

UNDATIERT Siechenordnung. 1578 u. 1593 Baumaßnahmen am Siechenhaus und Reparatur des Gartenzaunes. 1673 Erwähnung von Grundstücken beim Siechenhaus. 1683 Erwähnung eines Siechenmeisters und einer Siechenmeisterin. 1733 Erwähnung des Siechenmeisters und eines beinamputierten Bewohners. 1790 Neubau als Siebenbrüderhaus. 2025 Das Siebenbrüderhaus existiert noch.

Neustadt bei Coburg (Landkreis Coburg, Bayern)

Sondersiechenhaus

Unbekannt

1510

1510 Erwähnung des Sondersiechenhauses. 1632 Letzte Erwähnung.

Pegnitz (Landkreis Bayreuth, Bayern)

Siechhaus

Ca. 1,5 km nordöstlich, Buchauer Straße 2.

1402

1540 Erwähnung eines Siechenbrunnens. 1605 Erwähnung des Siechhauses. 1609 Instandsetzung des Hauses (Hüttlein) durch einen auswärtigen Siechen. 1642 Trauung von Aussätzigen im Siechenhaus. 1661 Aufnahme eines auswärtigen Siechen mit seiner Frau gegen Verpflichtung zur Instandhaltung. 1683 Heirat einer Insassin des Hauses. 1698 Neuer Bewohner im Siechenhaus. 1760 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1799 Nutzung als Armenhaus. 1838 Abbruch. 1938 Nutzung des Grundstücks durch die Eisengießerei Pegnitzhütte.

Pottenstein (Landkreis Bayreuth, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 50 m nördlich bei der ASB-Kita St. Kunigund, Franz-Wittmann-Gasse 35.

1700

1410 Erwähnung der Kapelle. Um 1510 Anlage des Friedhofs bei der Kapelle. 1700 Stiftung des St.-Elisabeth-Pfründnerspitals an der Stelle des bisherigen Siechhauses. 1777 Neubau der Kunigundenkirche. 2025 Kunigundenkirche und ASB-Kita St. Kunigund im Elisabethenspital St. Kunigund existieren noch.

Scheßlitz (Landkreis Bamberg, Bayern)

Siechhaus

Ca. 500 m südwestlich an der Bamberger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1398

1398 Erwähnung eines Ackers beim Siechhaus. 1425 Erwähnung eines Ackers zwischen zwei Siechhäusern, vermutlich derselben Anlage.

Selb (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, Bayern)

Siechhaus

Nordöstlich vor dem ehemaligen Erkersreuther Tor. Lage nicht genau bekannt.

16. Jh.

16. Jh. Erwähnung des Siechhauses zur Aufnahme von Leprosen.

Seßlach (Landkreis Coburg, Bayern)

Mons leprosorum, Siechenhaus

Ca. 200 m südwestlich beim Bauhof. Lage nicht genau bekannt.

1361

1361 Erwähnung des „Mons Leprosorum“. Um 1700 Abbruch der Wege- bzw. Siechenkapelle an der Rodach. 1708 Neubau der Kapelle Heilig Kreuz am heutigen Friedhof. 1763 Gründung des Flenderschen Spitals in der Stadt als Nachfolge des Siechen- und Armenhauses vor der Stadt. 1906 Erwähnung der Heilig-Kreuz-Kapelle als Siechenkapelle. 2025 Die Kapelle existiert noch als Friedhofskapelle.

Thiersheim (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, Bayern)

Aussatz

Unbekannt

1502

1502 Erwähnung von Aussatz.

Weismain (Landkreis Lichtenfels, Bayern)

Siechhaus

Nördlich an der Burgkunstadter Straße. Lage nicht genau bekannt.

17. Jh.

17. Jh. Das Siechhaus ist verfallen. Um 1700 Siechhauspflege. 1715 und 1723 Weitere Erwähnungen des Siechhauses. 1924 Das Stiftungsvermögen ist noch vorhanden.

Wunsiedel (Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, Bayern)

Sondersiechenhaus, Siechenhaus

Ca. 1 km nördlich an der Bibersbacher Straße. Lage nicht genau bekannt.

1427

1478 bis 1602 Erwähnungen des Sondersiechenhauses in Ratsprotokollen. 1484 bis 1587 Erwähnungen der Kapelle. 1535 und 1538 Erwähnung eines Siechenmeisters („Bruder“). 1541 bis 1563 Weitere Erwähnungen des Siechenhauses. 1600 Das Haus ist renovierungsbedürftig. Erwähnung der Kapelle. 1646 Zerstörung des Hauses durch einen Brand. 1724 Darstellung der Kapelle und von drei Häusern auf einer Stadtansicht. 2025 Siechenbach.

 


Bayern, Regierungsbezirk Oberpfalz

       

Aktualisiert im März 2026

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Amberg I (Bayern)

Frauensieche, Leprosenhaus

Ca. 500 m westlich nahe der Katharinenkirche, Fleurystraße 11.

Um 1380

Um 1380 Bau der Kapelle zu Ehren der heiligen Katharina 100 m westlich des bestehenden Frauensiechenhauses. Stiftung einer Priesterstelle. 1519 Guss der Glocke im Dachreiter des Frauensiechenhauses und Aufstockung des Hauses. 1522 Datierung des Portals in der Ummauerung. Umwandlung des Siechenhauses in ein Armenhaus. Unterbringung der leprakranken Frauen im Siechenhaus bei der Dreifaltigkeitskapelle (Amberg III). 1551 Neubau des Leprosenhauses als westlicher Anbau an die Katharinenkapelle. 1566 Anlage des Katharinenfriedhofs. 1583 Städtisches Verbot der Entbindung von leprösen Frauen im Leprosenhaus. 1842 Erwähnung des Hauses in einem amtlichen Bericht. Um 1900 Benennung des westlichen Stadtviertels als Katharinenviertel. 1945 Aufhebung der Leprosenstiftung. 2025 Das Leprosenhaus und die Kirche St. Katharina existieren noch.

Amberg II (Bayern)

Mannsieche, Leprosenhaus

Ca. 1 km nördlich bei der Obersdorfer Brücke. Lage nicht genau bekannt.

1382

1382 und 1413 Erwähnungen des Hauses der Mannsiechen bei Elbersdorf an der Vils (später Elbersdorfer Mühle) bei der Obersdorfer Brücke. Um 1425 Verlegung des Sondersiechenhauses für Männer an die Regensburger Straße (Amberg III).

Amberg III (Bayern)

Mannsieche, Leprosenhaus

Ca. 300 m östlich vor dem Nabburger Tor, Regensburger Straße 26.

1430

1430 Erstes Zinsbuch des Leprosenhauses. 1481 Erweiterung des Hauses. 1514 Bau der Dreifaltigkeitskapelle. 1551 Renovierung des Hauses. 1554 Erwähnung von zwölf Bewohnern. 1555 Zustiftung anlässlich des Eintritts einer Leprösen. 1580 Anlage des Dreifaltigkeitsfriedhofes. Renovierung der Kapelle. 1582 Erlass einer Hausordnung für das Hausverwalterehepaar. 1627 Erwähnung von Leprösen als „Hauskinder“ und Pfründnern als „arme Leute“. 1645 Aufnahme eines Soldaten als letztem Aussätzigen. Um 1850 Aufnahme von Armen und Pflegebedürftigen. 1872 Abbruch. Um 1900 Benennung des östlichen Stadtviertels als Dreifaltigkeitsviertel. 1928 Bau der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit. 2025 Das Dreifaltigkeitskircherl, der Dreifaltigkeitsfriedhof und Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit existieren noch.

Auerbach (Landkreis Amberg-Sulzbach, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 600 m nordwestlich am Beginn der Rosenhofer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1330

1864 Drei Flurstücke mit den Bezeichnungen „Siechengarten“, „Bey der Siechen“ und „Bey dem Siechen“ und auf einer topographischen Karte. 2026 Siechenstraße.

Berching (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 500 m südlich vor dem Siechentor bei der Cäcilienkapelle, Maria-Hilf-Straße 37B.

1347

1347 Erwähnung des Siechenkirchleins. 1354 Zustiftung zum Sondersiechenhaus mit Kapelle. Um 1545 Neubau der Kapelle. 1696 Erneuerung von Haus und Kapelle nach Zerstörung im 30-jährigen Krieg. 19. Jh. Nutzung als Krankenhaus bis 1902. 2025 Siechentor. 2025 Ehemaliges Siechenhaus, Reste der Einfriedungsmauer und Kapelle existieren noch.

Cham (Landkreis Cham, Bayern)

Sundersieche pey Chamb

Ca. 1 km nordöstlich im Stadtteil Siechen, Chamstraße 16.

1379

1385/87 Erwähnung von Verwesern der Sondersiechen. 1644 Kupferstich von Merian mit Abbildung der Kapelle. Um 1750 Kupferstich von Georg Christoph Kilian mit Abbildung der Kapelle. 1762 Lesung der letzten Messe in der Kapelle. 1800 Abbruch des Siechenhauses. 1806 Abtragung des Turms der Kapelle. Umbau der Kapelle zu Wohnungen. 1959 Beseitigung der letzten Reste der Kapelle. 1977/79 Beseitigung der letzten Reste des Siechenhauses und Aufnahme von Bodenfunden. Spuren der Kapelle im Haus Chamstraße 16.

Dietfurt an der Altmühl (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m südöstlich an der Straße nach Mühlbach neben dem Friedhof, Grundstück Hauptstraße 59.

1421

1467 Erwähnung der nahegelegenen Siechenmühle. (heute Museum). Vor 1900 Das „äußere Siechenhaus“ wird zum Krankenhaus. 1975 Schließung des Krankenhauses.

Erbendorf (Landkreis Tirschenreuth, Bayern)

Siechenkobel

Ca. 300 m östlich an der Tirschenreuther Straße östlich der Windischkapelle. Lage nicht genau bekannt.

1435

Um 1600 Standort einer Linde beim Siechenkobel. 2022 Linde noch vorhanden.

Grafenwöhr (Oberpfälzer Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 1 km nördlich an der Pressather Straße beim Alten Kircherl.

1571

1484 Erste Erwähnung der Kapelle. 1571 Ersterwähnung des Siechenhäusl, „in dem arme Leute wohnen“, im Zusammenhang mit dem Ausräumen der Kapelle. 1593 Abbruch des Kircherl und Verwendung der Steine für den Bau der Friedhofkapelle. 1697 Bau der Maria-Hilf-Kapelle an der Stelle des abgetragenen Alten Kircherls. 1794 Instandsetzung der Kapelle. 1804 Abbruch. 1824 Neubau der Maria-Hilf-Kapelle. 1975 Abbruch der Kapelle wegen der Neuführung der Straße nach Pressath. 1976 Neubau der Kapelle etwa 50 Meter südlich vom alten Standort. 2025 Inschrift zur Geschichte der Kapelle mit den beiden Baujahren 1824 und 1976.

Hirschau (Landkreis Amberg-Sulzbach, Bayern)

Siechenhaus

Ca.500 m östlich bei der Armenhauskapelle, Georg-Schiffer-Straße 64.

1620

1620 Ersterwähnung als Armenhaus. 1678 Renovierung der Kapelle. 1822 Abbruch des Armenhauses. 1978 und 2017 Renovierungen der Armenhauskapelle.

Kemnath (Landkreis Tirschenreuth, Bayern)

Siechenhaus

Unbekannt.

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung eines Siechenhauses.

Nabburg (Landkreis Schwandorf, Bayern)

Siechenhaus

Vermutlich südlich bei der Friedhofskirche St. Georg. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung eines Siechenhauses vor der Stadt.

Neumarkt in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern)

Sunder- und Feldsiechenhaus

Ca. 600 m nordwestlich beim heutigen Klinikum des Landkreises und der Kirche St. Anna an der Straße nach Nürnberg.

1349

1504 Zerstört. Ab 1806 Krankenhaus..1841 Abgebrochen. 2020 Klinikum des Landkreises.

Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Westlich im Bereich der Straßen Vorstadt und Am Aign. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1487

1379 Erwähnung von Sundersiechen. 1487 Gründung des Leprosenhauses. 16. Jh. Erwähnung des Siechenhauses in der Vorstadt Aign. 19. Jh. Armenhaus.

Oberviechtach (Landkreis Schwandorf, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m südöstlich bei der Abzweigung der Straße In den Siechenwiesen von der Nünzenrieder Straße und bei der Brücke über den Siechenbach. Lage nicht genau bekannt.

1593

1565 Erwähnung des Flurnamens Siechenwiese. 1593 Erwähnung des Siechenhauses. 2025 Siechenbach und Straße In den Siechenwiesen.

Pfreimd (Landkreis Schwandorf, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 300 m nordöstlich jenseits der Pfreimd an der Gabelung Wernberger Straße und Tännesberger Straße.

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung des Siechenhauses bei der Johanniskapelle. 1864 Darstellung der Kapelle auf einer Katasterkarte.

Regensburg I (Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m östlich, Adolf-Schmetzer-Straße 44.

1238

1240 Erwähnung der Kapelle, eines Priesters, eines Leprosenmeisters und einer Leprosenbruderschaft. 1266 Erwähnung des zum Kloster Niedermünster gehörigen Leprosenhauses. 1333 Siechenordnung. 1454 Neubau der Kapelle. 16. Jh. Pfründnerhaus für Frauen. 1623 Zerstörung der Kapelle im Krieg. 1642 Neubau der Kapelle. 1725 Darstellung von Kapelle und Siechenhaus auf einer Karte. 18. Jh. Erholungsort für Stiftsdamen des Klosters Niedermünster. Frühes 19. Jh. Darstellung auf einem Gemälde. 1808 Gasthaus. 1854 Priesterseminar, später Maschinenfabrik. 1860 Darstellung auf einer Karte. 1873 und 1954 Baumaßnahmen an der Kapelle. 2025 Ehemalige Siechenkapelle Alt-St.-Niklas und St.-Niklas-Straße existieren noch.

Regensburg II (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 200 m westlich an der Prüfeninger Straße 16. Lage nicht genau bekannt.

1296

1320 Weitere Erwähnung. 1340 Weitere Erwähnung als Sieche auf der Steingrub. 1633 Das Haus hat bis zu diesem Jahr bestanden. 1730 Darstellung von St. Lazarus auf der Vogelschauansicht der Stadt Regensburg von George Matthäus Seutter. 1864 Darstellung des evangelischen Friedhofs zu St. Lazarus auf einer topographischen Karte.

Regensburg III (Bayern)

Siechenhaus

Ca. 1 km nördlich an der Brücke über den Regen. Lage nicht genau bekannt.

1340

1340 Erwähnung eines Spitals der Siechen. 14. Jh. Erwähnung der Siechen am Regen.

Roding (Landkreis Cham, Bayern)

Siechenhaus

Unbekannt.

1568

1568 Erwähnung des Siechenhauses. 19. Jh. Vermutlich Gemeindliches Armenhaus als Nachfolger des Siechenhauses.

Rötz (Landkreis Cham, Bayern)

Leprosenhaus

Vermutlich ca. 200 m östlich an der Böhmerstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1882 Abbruch des ehemaligen Leprosenhauses und Errichtung eines Krankenhauses. 1920 Schließung des Krankenhauses.

Schwandorf (Landkreis Schwandorf, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 400 m nordwestlich jenseits der Naab im Kreuzungsbereich von Nürnberger Straße, Krondorfer Straße und Richter Weg. Lage nicht genau bekannt.

1603

1617 Im Siechenhaus: Abschiedsansprache des evangelischen Pfarrers, der aus der Stadt vertrieben wird. Ende 17. Jh. Kaufmann vergräbt einen Münzschatz im Siechenhaus, der 1970 entdeckt wird. 1799 Erwähnung des Siechenhauses in einer Ortsbeschreibung. Nutzung als Armenhaus. 1810 Verkauf.

Velburg (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 400 m südlich bei der Spitalkirche St. Leonhard.

1566

Um 1480 Bau der Kapelle St. Leonhard. 1566 Gründung des Spitals bei der Kapelle vermutlich unter Einbeziehung eines älteren Siechenhauses. Um 1603 Erweiterung der Kapelle. 1960 Verkauf der katholischen Spitalkirche an die evangelische Gemeinde. 2025 Spitalkirche St. Leonhard existiert noch.

Waldmünchen (Landkreis Cham, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 50 m südwestlich bei der Spitalkirche, Bahnhofstraße 23.

1453

16. Jh. Spital, später Armenhaus. 1904 Zerstörung durch Brand. 1907 Neubau des Bürgerspitals als Armenhaus mit Spitalkirche Heilige Dreifaltigkeit. 2025 Das Bürgerspital und Spitalkirche existieren noch.

Weiden in der Oberpfalz (Bayern)

Siechenhaus

Evtl. ca. 1 km westlich vor dem Oberen Tor auf Höhe der heutigen Siechenstraße. Lage nicht genau bekannt.

1439

1635 Abgebrannt.

 

 


Bayern, Regierungsbezirk Schwaben

       

Aktualisiert im Dezember 2025

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Aichach (Landkreis Aichach-Friedberg, Bayern)

Leprosenhaus

Vermutlich ca. 100 m nordöstlich. Lage nicht genau bekannt.

1447

1752 Erwähnung des Siechenhauses als Grundbesitzer in Stadelham. 1787 Verkauf.

Augsburg I (Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus St. Servatius

Ca. 1 km südöstlich an der Friedberger Straße beim Schäfflerbach (ehemals Siechenbach). Lage nicht genau bekannt.

1264

1272 Erwähnung der Servatius-Kapelle. 1284 Erwähnung eines Siechenmeisters. 1288 Zustiftung für acht Sieche. 1295 Erwähnung einer Bruderschaft. 1433 Stiftung einer täglichen Messe. 1516 Weitere Erwähnung der Priesterstelle. 1558 Erwähnung des Siechenbachs. 1559−1590 Die drei Sondersiechenhäuser der Stadt erhalten Legate. 1613 Die drei Augsburger Leprosenhäuser erhalten eine neue Ordnung. 1626 Darstellung auf dem Kilianschen Stadtplan. Ende 17. Jh. Verlegung an das Jakobertor (Augsburg II). 1738 Formale Vereinigung des Siechenhauses mit Augsburg II. 2023 Die Paritätische St.-Servatius-Stiftung besteht noch.

Augsburg II (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 100 m östlich vor dem ehemaligen Jakobertor an der Johannes-Haag-Straße beim Schäfflerbach (ehemals Siechenbach). Lage nicht genau bekannt.

1448

1458 Bau und Weihe (1462) der Kapelle mit drei Altären. 1463 Hausordnung: nur weibliche Sieche. 1468 Stiftung zur Anstellung eines Kaplans. 1512-1514 Weitere Erwähnungen. 1559-1590 Weitere Erwähnungen. 1613 Die drei Augsburger Leprosenhäuser erhalten eine neue Ordnung. 1738 Formale Vereinigung des Siechenhauses mit Augsburg I als „Inkurabelhaus“ für Unheilbare. 1803 Vereinigung mit Augsburg III.

Augsburg III (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 200 m nordwestlich bei der Abzweigung der Wolfgangstraße von der Wertachstraße. Lage nicht genau bekannt.

1448

1458 Weitere Erwähnung. 1472-1477 Auseinandersetzungen um den Bau der Kapelle. 1487 Stiftung zur Anstellung eines Kaplans. 1509 Weitere Erwähnung der Kapelle. 1543 Abbruch der Kapelle vermutlich im Krieg. 1559 Weitere Erwähnungen des Leprosoriums. 1568 Wiederaufbau der Kapelle. 1613 Weitere Erwähnungen. 1629 Rekatholisierung der Kapelle. 1646 Die Kapelle brennt ab. Um 1750 Erwähnung eines Brunnens beim Siechenhaus. 1803 Vereinigung mit Augsburg II („Inkurabelhaus“ für Unheilbare).

Dillingen an der Donau (Landkreis Dillingen an der Donau, Bayern)

Leprosenhaus

Westlich vor dem ehemaligen Oberen Tor. Lage nicht genau bekannt.

1359

1359 Erwähnung des Leprosenhauses vor dem Oberen Tor. 17. Jh. Pfründner- und Armenhaus. Um 1750 Aufgabe des Pfründner- und Armenhauses.

Donauwörth (Landkreis Donau-Ries, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 100 m südöstlich vor der ehemaligen Donaubrücke. Lage nicht genau bekannt.

1330

1330 Erwähnung von „Sieche vor der Tunaubrugg“. 1695 Das Haus steht leer.

Friedberg I (Landkreis Aichach-Friedberg, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 300 m südlich an der Stefanstraße, östlich der Kirche St. Stefan.

1440

9. Jh. Entstehung der Stephanskapelle. 1444 Ersterwähnung der Leprosenkapelle. Wöchentliche Messe für das Seelenheil der Leprosen. 16. Jh. Es gibt zwei Pfleger und einen Leprosenbader. 1599 Bestattung von Pestkranken auf dem Friedhof der Stephanskapelle. 1610 Erwähnung eines dritten Altars. 1618/1648 Kapelle und Leprosenhaus brennen im Krieg ab und werden danach wieder aufgebaut. 1681 Vermutlich leben auch auswärtige Kranke im Leprosenhaus. 1686 Weitere Erwähnung eines Leprosenbaders. 1698 Neubau der Stephanskirche nach Abbruch der alten Kapelle. 1760 Zum Leprosenhaus gehören zwei Höfe in Haberskirch. 1775 Tod des letzten Leprakranken. Danach Armenhaus. 1785 Zusammenlegung von fünf Sozialstiftungen, darunter beide Leprosenhäuser (siehe Friedberg II), zur Spitalstiftung. 1938 und 1992 Renovierungen der Stefanskirche. 2023 Sonntagsgottesdienste.                                  

Friedberg II (Landkreis Aichach-Friedberg, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m nordwestlich an der Straße Unterm Berg. Lage nicht genau bekannt.

1785

1785 Zusammenlegung von fünf Sozialstiftungen zur Spitalstiftung, darunter das Leprosenhaus Friedberg I und das Siechenhaus im Siechenacker Unterm Berg. 1803 Abbruch des Siechenhauses.

Füssen (Landkreis Ostallgäu, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 200 m südlich jenseits des Lechs an der Tiroler Straße gegenüber der Kirche Unsere Liebe Frau am Berg.

1300

1300 Erwähnung von Leprosenhaus und Kapelle. 1607 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1683 Neubau von Siechenhaus und Kapelle. 1735 Vergrößerung der Kapelle. 1745 Besitzverzeichnis der Leprosenstiftung. 1845 Verkauf des Leprosenhauses. 1968 Abbruch wegen Verbreiterung der Straße. 2023 Kirche ist noch vorhanden.

Gundelfingen (Landkreis Dillingen an der Donau, Bayern)

Sondersiechenhaus

Nördlich vor dem ehemaligen Medlinger Tor. Lage nicht genau bekannt.

1363

1363 Erwähnung von Sondersiechenhaus und Wendelinkapelle. 1481 Erwähnung von Leprosen bei Kapelle. Nach 1559 Niedergang der Kapelle.

Günzburg (Landkreis Günzburg, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 300 m westlich an der Ulmer Straße beim Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1382

1382 Erwähnung des Alten Leprosenhauses. 1397 Erwähnung eines Gartens bei den alten Leprosen. 1471 Erwähnung der neuen Kapelle und eines Altars der Heiligen Elisabeth, Ottilia und Margaretha. 1558 Erwähnung eines Kaplans zu St. Nikolaus bei den armen Leuten. 1561 Zustiftung zum Siechenhaus durch den Fürstabt von Kempten. 1580 und 1585 Erwähnung von Einkünften des Kaplans. 1768 Unterbringung von Soldaten im Siechenhaus, das danach als Armenhaus weitergeführt wird. 1782 Bau eines Krankenhauses neben dem ehemaligen Siechenhaus. 1894 Die Leprosenstiftung besteht noch, später Abbruch des ehemaligen Siechenhauses. Das Grundstück wird Garten des Krankenhauses.

Harburg (Landkreis Donau-Ries, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Vermutlich ca. 100 m südlich bei der neuen Brücke. Lage nicht genau bekannt.

1591

1591 Erwähnung als Leprosenhaus zur Siechenpflege. 1600 Armenhaus. 19. Jh. Krankenhaus. 1903 Auflösung des Krankenhauses. Um 1975 Abbruch. 2025 Die Siechenhausstiftung existiert noch.

Illertissen (Landkreis Neu-Ulm, Bayern)

Leprosenhaus

Vermutlich südlich an der Abzweigung der Anton-Kanz-Straße von der Spitalstraße. Lage nicht genau bekannt.

1537

1537 Umwandlung des Leprosenhauses durch Zustiftung in ein Spital. 1906 Das Spital existiert noch.

Immenstadt im Allgäu (Landkreis Oberallgäu, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 1 km südöstlich, Neumummen 17.

1683

1683 Bau der Josefskapelle als Siechenkapelle. 1713–1802 Rechnungen des Leprosoriums „Mummen“. 2025 Die St.-Josef-Kapelle existiert noch.

Kaufbeuren (Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 500 m östlich bei der Kirche St. Dominikus, Augsburger Straße 8.

Gründung 1263

1263 Gründung des Siechenhauses bei einer bestehenden Martins-Kapelle durch die Dominikaner. 1306 und 1316 Weitere Erwähnungen. 1330 Neubau des Hauses durch die Hospitalstiftung zum Heiligen Geist. 1483 Umbau und Erweiterung der Kapelle und Weihe mit dem Patrozinium St. Dominikus. 1627 Erwähnung von zwölf Pfründnern im „Äußeren Spital“. 1749 Umbau und Erweiterung der Kapelle. 1775 Erwähnung des letzten Leprakranken in einem Ratsprotokoll. 1827 Renovierung des Hauses und Weiternutzung als Armenhaus. 1921 und 2000 Restaurierungen der Kapelle. 2025 Die Kirche St. Dominikus ist Eigentum der St. Dominikus- und Blatternhausstiftung. Pflegeheim der Hospitalstiftung zum Heiligen Geist im ehemaligen Siechenhaus von 1330.

Kempten (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 500 m nordöstlich bei der Keck-Kapelle.

1313

1321 Weitere Erwähnung des Siechenhauses bei der Kapelle. 1446 Zustiftung. Um 1460 Erweiterung des Chores der Kapelle und Bau des Hauses für den Pastor. 1599 Darstellung von Kapelle und Siechenhaus auf der Stadtansicht von Heinrich Beusch. 1769 Aufgabe des Siechenhauses. 1846 Vereinigung der Siechenstiftung mit der Spitalstiftung. 1864 Darstellung der Kapelle St. Stephan, des Keckwirts und der Gebäude des ehemaligen Siechenhauses auf einer topographischen Karte. 1906 Nutzung als Gasthaus Zum Keck. 1944 Zerstörung des Hauses im Krieg. 2025 Keck-Kapelle, Siechenbach und der Weg Hinter´m Siechenbach existieren noch.

Langerringen (Landkreis Augsburg, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 300 m nordwestlich bei der Johann-Müller-Altenheimstiftung, Hiltenfinger Straße 13.

1516

1516 Erwähnung des Pfarrers als Verwalter. 1521 Stiftung durch Johann Müller zugunsten der Armen in Langerringen und zum Bau eines Siechenhauses. 1587 Zustiftung durch den Dompropst. 1601 Zustiftung durch einen Pfarrer. 1617 Weitere Zustiftung. 1729 Vergrößerung des Hauses durch Anbau einer Krankenabteilung. 1864 Darstellung auf einer topographischen Karte. 1901 Umwandlung zu einem Krankenhaus. 1967 Abbruch und Neubau eines Altenheimes. 2025 Die Johann-Müller-Altenheimstiftung und das Haus Langerringen existieren noch.

Lauingen (Landkreis Dillingen an der Donau, Bayern)

Sondersiechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 100 m nordwestlich bei der Kirche St. Johannes, Johannesstraße 5.

1395

1403 Ersterwähnung der Kapelle. 1405 Ordnung für das Haus der Sondersiechen. Verwaltung durch zwei Pfleger. 1673 Neubau der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Kapelle. Nutzung des Hauses als Armenhaus. 1770 Renovierung der Kapelle. 1829 bis 1890 Nutzung des Gebäudes als Krankenhaus. 1864 Darstellung von St. Johannes und Friedhof auf einer topographischen Karte. 2025 Friedhofskirche St. Johannes existiert noch.

Lindau (Bodensee) (Landkreis Lindau Bodensee, Bayern)

Sondersieche, Siechhof

Ca. 1 km nördlich, Anheggerstraße 22.

1261

1290 Erwähnung des Leprosenhauses und der Kapelle in einem Ablassbrief. 1303 Weitere Erwähnung der Kapelle. 1319 Erwähnung eines Pflegers und eines Weingartens der Siechen. 1470 Stiftung einer Speisespende für sieben Insassen. 1604 Darstellung von Siechenhaus und Kapelle auf einer Totentafel. 1626 Kupferstich einer Vogelschauansicht mit Darstellung von „Siechhof“ und „St. Gangolf“. 1759 Auflösung des Hauses und Verkauf der letzten Güter. 1864 Darstellung der Kapelle auf einer topographischen Karte.

Memmingen (Bayern)

Siechenhaus

Ca. 600 m östlich bei der Einmündung der Antoniergasse in die Augsburger Straße.

1320

1370 Erwähnung eines Siechen-Pflegers. 1372 Bau der Kapelle und Erwähnung eines Siechen-Pflegers. 1453 Finanzielle Zustiftung mit Bau eines Wohnhauses für den Priester der Kapelle. 1475 Erwähnung eines Kaplans zu St. Leonhard. 1528 Erwähnung zweier Pfleger. 1562 Ordnung der Sondersiechen. 1632 Zerstörung von Kirche, Siechenhaus, Blatterhaus und Krankenhaus im Krieg. 1658 Bau eines „Brech- und Krankenhauses“ an der Blattergasse. 1665 Bau eines Siechenhauses an der Augsburger Straße. 1734 Darstellung des Siechenhauses und des Grundstücks der ehemaligen Kapelle auf einem Plan. 1815 Zerstörung durch Brand. 1860 Abbruch des Krankenhauses. 2025 Leonhardstraße.

Mindelheim (Landkreis Unterallgäu, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 200 m westlich bei der Liebfrauenkapelle, Memminger Straße 13, 15.

1360

1360 Erwähnung von Kapelle und Leprosenhaus. Um 1455 Neubau der Kapelle. 1496 Stiftung einer Messe. Um 1650 Umgestaltung und Erweiterung der Kapelle sowie Erneuerung des Hauses. 1725 Umgestaltung der Kapelle. Um 1790 Aufgabe des Leprosenheims. 1864 Darstellung von Haus und Kapelle auf einer topographischen Karte. 2025 Die Kapelle und das ehemalige Leprosenheim existieren noch.

Nördlingen (Landkreis Donau-Ries, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 100 m nordwestlich an der Würzburger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1289

1647 Zerstört. 1690 Als Lazarett wieder errichtet.

Oettingen (Landkreis Donau-Ries, Bayern)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 300 m nordöstlich bei der Evangelischen Diakoniestation, Gunzenhauser Straße 1.

1484

1484 Erwähnung von Leprosenhaus und Kapelle. 1608 Neubau des Hauses, Renovierung der Kapelle und Erweiterung des Friedhofs. 1670 und 1674 Erwähnung zweier Lepröser im kirchlichen Sterbebuch. 1710 Rechnung der Leprosen- und Kapellenstiftung. 1723 Erwähnung des Siechenhauses. 1786 Umwandlung des Friedhofs zum städtischen Friedhof. 1805 Umwandlung des Siechenhauses in ein Armenhaus. 1826 Umwandlung des Armenhauses in ein Krankenhaus. 1847 Die Leprosen- und Kapellenstiftung existiert noch. 1864 Darstellung des Siechenhauses auf einer topographischen Karte. 1869 Schließung des Friedhofs. 1886 Erwähnung von Leprosenhaus, Kapelle und Friedhofsmauer. 1906 Reparaturen an Haus und Kapelle. 1945 Zerstörung des Leprosenhauses im Krieg. 1951 Neubau des ehemaligen Leprosenhauses als Kreisalters- und Bürgerheim und Instandsetzung der Kapelle. 1957 Aufhebung der St.-Anna- und Leprosenstiftung. 1960 Umbau des Kreisbürgerheims zu einer Schwesternschule. 1969 Renovierung der Kapelle. Verpachtung des Friedhofgeländes an einen Tennisclub. 1984 Verlegung der Schwesternschule ins Kreiskrankenhaus, dann Leerstand. 1994 Neubau einer Diakoniestation. 1999 Gründung des „Förderkreis St.-Anna-Kapelle e.V.“. 2009 Sanierung der Kapelle. 2025 Diakoniestation und Kapelle existieren noch.

Ottobeuren (Landkreis Unterallgäu, Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 300 m nordwestlich an der Memminger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1324

1534 Weitere Erwähnung. 17. Jh. Nutzung als Spital. 1864 Flurname Unterm Armenhaus auf einer topographischen Karte.

Rain am Lech (Landkreis Donau-Ries, Bayern)

Leprosenhaus

Westlich vor dem Schwabtor. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1494

1632 Abbruch wegen Festungsausbau.

Sonthofen (Landkreis Oberallgäu, Bayern)

Obersontheim

Ca. 300 m nördlich in der Grüntenstraße 33 an der Straße nach Kempten.

1585

1834 Mit der Spitalstiftung vereinigt. 1981 Das denkmalgeschützte Haus wird an privat verkauft. 2006 Gedenktafel am Haus, gegenüber ist ein altes Sühnekreuz zu sehen.

Weißenhorn (Landkreis Neu-Ulm, Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 600 m nördlich beim Parkhaus der Stiftungsklinik.

1465

1426 Erste Erwähnung der Kapelle. 1465 Bau des Leprosenhauses. 1474 Leprosenordnung. 1500 Neubau der Kapelle und Erwähnung des Kaplans Nikolaus Thoman um 1500, des späteren Chronisten der Stadt. 1534 Erwähnung der Stiftungen für die Sondersiechen und für die Kapelle. 1561 Aufzeichnung der Vermögenswerte in einem Salbuch (Lagerbuch). 1596 Übergang des Leprosoriums aus kirchlichem in städtischen Besitz. 1684 Wöchentliche Haussammlung für die Leprosen bis 1684. 1722 Barockisierung der Kapelle. 1786 Bezeichnung des Hauses im Einwohnerverzeichnis als städtisches Leprosorium. 1812 Darstellung von Kapelle und Benefiziatenhaus auf einem Gemälde. 1819 Erwähnung des Leprosenbenefiziats und des Leprosenmesners im Einwohnerverzeichnis. 1823 Darstellung von Kapelle, Leprosenhaus und Benefiziatenhaus im Urkataster. 1835 Bau des Krankenhauses am Platz des Benefiziatenhauses. Die Kapelle wird in den Neubau integriert. 1836 Nutzung des ehemaligen Leprosenhauses als Kranken- und Pfründnerhaus. 1875 Das Leprosenhaus besteht bis zu diesem Jahr. 1928 Übernahme der Leprosenstiftung in die Spitalstiftung. 2007 Errichtung eines Parkhauses mit Hubschrauberlandeplatz am Standort des alten Leprosenhauses. 2025 Kapelle existiert noch.

Weitnau-Sibratshofen (Landkreis Oberallgäu, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1616

1616 Erweiterung des Leprosenhauses.

Wemding (Landkreis Donau-Ries, Bayern)

Sondersiechen, Leprosenhaus

Ca. 400 m westlich bei der Leonhardskapelle.

1475

1475 Erwähnung des Leprosenhauses. 15. Jh. Vermutlich Bau der Kapelle. 1864 Darstellung von Kapelle und weiteren Gebäuden auf einer topographischen Karte. 2025 Kapelle existiert noch.

 

 


Bayern, Regierungsbezirk Unterfranken

       

Aktualisiert im September 2025

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Amorbach (Landkreis Miltenberg, Bayern)

Siechenhaus, Sondersiechenhaus

Unbekannt

1600

1600 Erwähnung eines Kranken-, Armen- und Siechenhauses. 1806 Erwähnung „Elende Herberge“, vermutlich das frühere Siechenhaus.

Aschaffenburg (Bayern)

Sondersiechenhaus im Leiderer Feld, Aussätzigenhaus

Ca. 1 km westlich an der Siechenhauskapelle.

1471

1487 Weitere Erwähnung. 1546 Speisung der Gutleute durch den Erzbischof von Mainz. 1552 Zerstörung des Hauses im Krieg, danach Wiederaufbau mit Dachreiter. 1574 Erwähnung der Kapelle. Nach 1577 Darstellung des „Sighaus“ mit Kapelle auf einer Karte. 1594 Weitere Darstellung des „Sieghaus“ auf einer Karte. 1602 Erwerb eines Grundstückes durch das Sondersiechenamt zum Bau eines Hauses für Pest- und Geschlechtskranke südlich der Stadt. 1745 Erwähnung von Ruinen des ehemaligen Sondersiechenhauses. 1850 Übertragung der Kapelle an die Gemeinde Leider. 1871 Letzte Erwähnung des Siechenamtsfonds. 1900 Foto der Kapelle, Kapellchen genannt. 2025 Kapelle, die die Größe einer Wegkapelle hat und wahrscheinlich nur den Chor einer früher größeren Kapelle darstellt, existiert noch. Straße Siechenhausweg.

Aub (Landkreis Würzburg, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 50 m westlich an der Hemmersheimer Straße.

1692

1692–1806 Sieghausrechnungen. 1750 Erwähnung von zwei ortsfremden Leprösen. 1977 Abbruch.

Bad Königshofen im Grabfeld (Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern)

Siechhaus

Vermutlich ca. 200 m südwestlich. Lage nicht genau bekannt.

1603

1603 Bau des Siechhauses. 1618/1648 Zerstörung der „Siechhäuser mit dem Kirchlein“ im Krieg.

Bad Neustadt an der Saale (Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 400 m nordöstlich am Siechenweg. Lage nicht genau bekannt.

1250

1328 bis 1440 Weitere Erwähnungen. 1484 Letztmalige Erwähnung als Sondersiechenhaus. 1574 Erwähnung des Siechhauses und eines Siechengartens. 1589 Erwähnung eines Siechenmeisters. 1599 Aufstellung von Vermögen und Einkünften. 1630 Sieben Bewohnerinnen und Bewohner. 1641 Zerstörung im Krieg zur Schaffung eines freien Schussfeldes. 1675 Mauerreste sind noch vorhanden. 1682 Vereinigung des Vermögens mit dem des Spitals. 2025 Straßenname Siechenweg.

Dettelbach (Landkreis Kitzingen, Bayern)

Siechhaus

Ca. 50 m nördlich am Dettelbach zwischen der Schweinfurter Straße und der Straße Am Siechenberg, vermutlich am Brücker Tor 2. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Undatiert: Erwähnung eines Siechhauses. 1808 Darstellung eines umfriedeten Grundstücks auf einer Karte. 2025 Straße Am Siechenberg.

Ebern (Landkreis Haßberge, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 700 m nördlich an der Bahnhofstraße, ca. 300 m nördlich der Marienkapelle.

1463

1437 Ersterwähnung der ca. 300 m südlich gelegenen Kapelle. 1438 Wöchentlich zwei Messen in der Kapelle. 1518 Neubau der Kapelle und Weihe als Marienkapelle. 1582 Letzte Erwähnung des Siechenhauses. 1730 Renovierung der Kapelle. 1800 Anlage eines Friedhofs bei der Kapelle. 2025 Marienkapelle existiert noch.

Eltmann
(Landkreis Haßberge, Bayern)

 

 

 

 

Fladungen (Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern)

Siechenhaus

Unbekannt

1450

1534 und 1602 Weitere Erwähnungen.

Gemünden am Main (Landkreis Main-Spessart, Bayern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1326

Undatierte Lagebeschreibung „iuxta aquam dictam Raemse“ (beim Wasser, genannt Raemse).

Gerolzhofen (Landkreis Schweinfurt, Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 1,5 km östlich.

1323

Undatiert: Spendung der Sterbesakramente für die Siechen durch einen Geistlichen aus Dingolshausen. Bestattung der Siechen in Dingolshausen. 1357 und 1391 Vermächtnis- und Kaufbriefe. 1410 Erwähnung einer Messe für die Siechen in der Gertraudiskapelle. 1471 Erwähnung einer Wiese beim Siechenhaus. 1522 Erwähnung eines Ackers beim Haus. 1523 Erwähnung einer Glocke am Siechenhaus. 1575 Darstellung des Hauses in einer Karte. 1587 Erwähnung eines Ratsherrn als Pfleger der Sondersiechen. 1588 Renovierung des Hauses. 1616 Weitere Erwähnung. 1661 Das Haus steht leer. 1663 Aufnahme von zwei Siechen aus einem in Umbau befindlichen Würzburger Siechenhaus. 1664 Verpachtung des Hauses. 1691 Tod einer obdachlosen Frau im verfallenden Haus. 1710 Renovierung. 1727 Abbruch. 1855 Erwähnung der Siechenhauspflege. 2017 Archäologische Untersuchung. 2025 Steinernes Gedenkkreuz von 1987 existiert noch.

Großostheim
(Landkreis Aschaffenburg, Bayern)

 

 

 

 

Hammelburg (Landkreis Bad Kissingen, Bayern)

Siechhaus

Ca. 200 m nordwestlich an der Saaletalstraße 9.

1763

1763 Erwähnung als Leprosenhaus. 1796, 1806, 1810, 1813 Nutzung als Lazarett. 1854 Unterbringung der Pfründner des im Wiederaufbau befindlichen Bürgerspitals. 1866, 1870/71 Nutzung als Lazarett. 1905 Stadtansicht (Foto) mit Siechenhaus. 1962 Gebäude noch vorhanden.

Haßfurt (Landkreis Haßberge, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m westlich, Wülflinger Straße 14.

1437

1519 Neubau an gleicher Stelle. Um 1525 Errichtung der Siechhauskapelle Anfang des 16. Jahrhunderts. 1545 Zustiftung. 1597 und 1611 Nutzung als Seuchenspital. 1634 Erwähnung als Siechen- und Armenhaus. 1653 Zustiftung des Pfarrers. 1730 Vermutlich Neubau des Hauses. 1779 Erwähnung der Kapelle. 1810 Abbruch der Kapelle. Das Glockentürmchen wird auf das Siechenhaus gesetzt. 1813 Zustiftung des Priesters für die Priesterstelle. Nutzung als Armenhaus. 1852 Erwähnung der Siechenhausstiftung. 1871 Visitation des Siechenhauses. Drei Bewohnerinnen in drei Zimmern. Um 1920 Aquarell-Ansicht des Siechhauses. 1962 Foto des Abbruchs.

Hofheim (Landkreis Haßberge, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 500 m nordwestlich auf dem Gelände des heutigen Freibades. Lage nicht genau bekannt.

1597

1601 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1. Hälfte 17. Jh. Zustiftungen für das Siech- und Armenhaus in Pestzeiten. 1664 Erneuerung des Hauses.

Iphofen (Landkreis Kitzingen, Bayern)

Siechhaus, Kobel

Ca. 1 km südöstlich bei der Brücke der Einersheimer Straße über den Siechhausbach. Lage nicht genau bekannt.

1460

1402 Erwähnung einer Badstube beim Spital. Vierzehntägige Nutzung durch die Siechen. 1477 Beschluss zur Einsetzung jeweils eines Pflegers und eines Siechenmeisters für die Würzburger Siechenhäuser und vier weiterer Städte, darunter Iphofen. 1545 Hausordnung des Kobels bzw. Siechhauses. Ein Siechendiener sammelt Almosen in der Stadt. 1583 Aufnahme einer Leprakranken. 1626 und 1633 Genehmigung des Rates zur Eheschließung jeweils eines Siechen. Erhebung einer Aufnahmegebühr für die Ehefrauen. 1631 Aufnahme des letzten Sundersiechen. 1738 Flurname „Beym Siechhaus“. 1857 Flurname „Beim hintern Siechhaus“. 2025 Siechhausbach.

Kitzingen (Landkreis Kitzingen, Bayern)

Sondersiechenhaus, Siechenhaus

Ca. 500 m östlich, Marktbreiter Straße 2.

1390

1390 Gründung oder Förderung durch die Äbtissin des Klosters Kitzingen. 1401 Bestattung der Äbtissin beim Siechenhaus. 1443 Weitere Erwähnung. 1477 Beschluss zur Einsetzung jeweils eines Pflegers und eines Siechenmeisters für die Würzburger Siechenhäuser und vier weiterer Städte, darunter Kitzingen. 1478 Siechenhausordnung. 1480 Renovierung des Siechenhauses. 1484 Neubau der Kapelle. 1512 Zustiftung. 1560 Einrichtung einer Freitagspredigt in der Kapelle durch den Stadtrat. 1563 Das Haus ist voll belegt. 1597, 1601 und 1628 Weitere Erwähnungen. 1675 Weiterführung als Armenhaus. 1744 Neubau des Turms der Kapelle. 1753 Renovierung der Kapelle. 1831 Federzeichnung von Siechenhaus und Kapelle. 1833 Verkauf des Siechenhauses. Umzug der Armen in die Stadt. 1838 Letzte Erwähnung der Kapelle. 1875 bis 1961 Ortsteil Siechenhaus.

Knetzgau (Landkreis Haßberge, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 300 m östlich bei der Siechkapelle.

Um 1450

1450 Erwähnung des Hauses Mitte des 15. Jahrhunderts. 16. Jh. Das Siechenhaus wird aufgegeben. 17. Jh. Erneuerung der im Kern mittelalterlichen Kapelle. 2025 Die Siechkapelle existiert noch. Gewerbegebiet An der Siechkapelle.

Königsberg in Bayern (Landkreis Haßberge, Bayern)

Sondersiechenhaus

Ca. 200 m nördlich an der Unfinder Straße. Lage nicht genau bekannt.

Um 1450

1450 Erwähnung des Hauses Mitte des 15. Jahrhunderts. 1754 Das Haus wird aufgehoben.

Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart, Bayern)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 300 m westlich bei der Valentinus-Kapelle. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1660 Neubau der Kapelle (Valentinuskapelle) als Pestkapelle, vermutlich beim Siechenhaus. 1666 Erste Pestprozession zu Ehren des heiligen Rochus zur Kapelle. 1971 Siechwiese. 2025 Fußweg „Klapper“.

Mainbernheim (Landkreis Kitzingen, Bayern)

Siechenhaus

Unbekannt

1510

UNDATIERT Erwähnung von Sondersiechen in dem Haus vor der Stadt. 1559 Erwähnung als Würzburgisches Lehen. 2025 Gewässer Sickersbach.

Mellrichstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m südwestlich bei der St.-Anna-Kapelle, Oberstreuer Straße 7.

1356

14. Jh. Bau der Kapelle. 1491 Erwähnung einer Zustiftung. 1581 Erwähnung von Aussätzigen im Siechenhaus als „gehässige Lutheraner“. 1582 Nutzung als Armenhaus für 13 Personen. 1618/48 Zerstörung der Kapelle im Krieg. 1666 Erneuerung des Armenhauses. 1668 Wiederaufbau der Kapelle. 1866 Neubau der Kapelle. 1892 Instandsetzung des Armenhauses. 2025 Ehemaliges Siechenhaus und Kapelle existieren noch.

Miltenberg (Landkreis Miltenberg, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 1,5 km nordöstlich an der Eichenbühler Straße auf Höhe der Straße Am Weihersbrunnen. Lage nicht genau bekannt.

1594

1594 Entsendung von zwei Siechen zur Siechenschau in Nürnberg. 1611 Erwähnung eines Bildhäusleins an der Eichenbühler Straße. Um 1775 Aufgabe des Siechenhauses und Abbruch. 1778 bis 1846 Erwähnungen des Siechenfonds.

Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen, Bayern)

Sondersiechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 100 m nördlich an der Meininger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1340

1345 und 1422 Weitere Erwähnungen.

Neubrunn (Landkreis Würzburg, Bayern)

Siechenspital

Unbekannt

Gründung 1315

1315 Gründung des Siechenspitals durch eine Stiftung von Elisabeth von Wertheim, der Witwe des Gottfried von Hohenlohe, und Übertragung an den Deutschen Orden. 1319 Verlegung nach Stadtprozelten.

Ochsenfurt (Landkreis Würzburg, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m südöstlich, Uffenheimer Straße 12.

1425

1425 Einrichtung einer neuen Badestube am Siechenhaus. 1477 Beschluss zur Einsetzung jeweils eines Pflegers und eines Siechenmeisters für die Würzburger Siechenhäuser und vier weiterer Städte, darunter Ochsenfurt. 1863 Abbruch des Siechenhauses und Bau eines Krankenhauses. 2021 Renovierung des ehemaligen Krankenhauses.

Rothenfels (Landkreis Main-Spessart, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 200 m südlich an der Straße nach Hafenlohr. Lage nicht genau bekannt.

1792

1792 Verkauf eines Teils der Zehntwiesen beim Siechenhaus. 1992 Siechenhauswasen.

Schonungen
(Landkreis Schweinfurt, Bayern)

Siechenhaus

Ca. 500 m nordwestlich an der Straße nach Mainberg beim ehemaligen Fährhaus.

1497

1510 Aufnahme eines Siechen. 1539 Neubau des Siechenhauses. 1562 Weitere Erwähnung. 1582 Besichtigung des Siechenhauses durch eine Nürnberger Kommission. 1593 Kirchliche Visitation. 1657 Verwaltung des Vermögens durch bischöfliche Beamte in Mainberg. 1769 Zuwendung an die Pfründner des Siechenhauses an kirchlichen Hochfesten. 1779 Weitere Erwähnung von Pfründnern. 1796 Reparatur am Siechenhaus. 1803 Verwaltung durch die Gemeinde Schonungen. 1830 Verlegung in die Stadt. 1961 Auflösung der Siechenhaus-Stiftung.

Schweinfurt I (Bayern)

Domus leprosorum, Siechhaus

Ca. 100 m südwestlich am „Alten Friedhof“.

1233

1243 Beschädigung im Krieg. 1259 Weitere Erwähnung. 1279 Neubau. 1294 Erwähnung der Kapelle. 1310 Weitere Erwähnung des Leprosoriums. 1366 Übernahme von Haus und Kapelle durch den Karmeliten-Orden zum Bau eines Klosters. 1560 Abbruch des Klosters und Nutzung des Grundstücks als Friedhof.
2025 „Alter Friedhof“.

Schweinfurt II (Bayern)

Leprosenhaus

Ca. 1 km südwestlich, Ernst-Sachs-Straße 28.

1427

1427 Weihe der Kapelle. 1477 Beschluss zur Einsetzung jeweils eines Pflegers und eines Siechenmeisters für die Würzburger Siechenhäuser und vier weiterer Städte, darunter Schweinfurt. 1553 Zerstörung im Krieg. 1558 Wiederaufbau. 1575 Erweiterung zur Unterbringung von Syphilis-Kranken. 1582 Erwähnung von Äckern am Siechgrund. 1592 Zustiftung. 1634 Zerstörung durch Brand. 2025 Straße Am Siechgrund.

Stadtprozelten (Landkreis Miltenberg, Bayern)

Siechenspital

Südwestlich bei der Kirche Mariä Himmelfahrt.

1319

1319 Verlegung des Siechenspitals durch den Deutschen Orden von Neubrunn nach Stadtprozelten. Um 1325 Bau der Kapelle. 1483 Veräußerung der Stadt und damit Übergang der Trägerschaft des Siechenspitals an das Erzstift Mainz. 1808 Abbruch des Hospitals und Neubau eines Pfründnerhauses. 1811 Erhebung der Spitalkirche zur Pfarrkirche. 1985 Schließung des Altenheims. 2023 Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt noch vorhanden.

Thundorf
(Landkreis Bad Kissingen, Bayern)

Bruder- und Schwesterschaft der Sondersiechen

Unbekannt

1589

1589 Erwähnung des Siechmeisters Hans Kisell als Siechmeister der Bruder- und Schwesterschaft der Sondersiechen des Hochstifts Würzburg.

Volkach (Landkreis Kitzingen, Bayern)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m südlich, Sommeracher Straße 22.

1462

15. Jh. Zustiftungen. 1462 Ersterwähnung mit Kapelle und weiteren Gebäuden im Volkacher Salbuch und einer Abbildung. 1504 und 1528 Weitere Erwähnungen. 1554 Erlaubnis zur Aufnahme anderer Erkrankter. 1613 Neubau. 1806 Abbruch der Kapelle und Umwandlung des Siechenhauses in ein Armenhaus. 1860 und 1864 Darstellung des Hauses auf zwei Karten. 1880 Armenhaus existiert noch. 1941 Verkauf. 1967 Einrichtung einer Diskothek. 2025 Das denkmalgeschützte Haus existiert noch. Nutzung als Gaststätte.

Werneck (Landkreis Schweinfurt, Bayern)

Leprosorium

Ca. 5 km südwestlich beim Siegenholz.

Unbekannt

Um 1860 Flurname Siechenholz. 1864 Flurname Siegenholz. 2025 Flurname Siegenholz auf der Karte von OpenStreetMap. Siechenhaus nicht nachweisbar.

Würzburg I (Bayern) - Stephanskirche

Hospiz für Kranke und Aussätzige

Ca. 100 m südöstlich beim ehemaligen Benediktinerkloster St. Stephan auf dem Gelände des späteren Spitalhofes am Peterplatz. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1097

1097 Gründung durch eine bischöfliche Stiftung. 1151 Aufhebung der Stiftung und Übertragung der Güter zur Gründung des St.-Afra-Klosters.

Würzburg II (Bayern) - Wöllriederhof

Sondersiechenhaus Wöllriederhof

Ca. 7 km östlich an der Kitzinger Straße nach Rottendorf in Wöllriederhof, einem Gut in der Gemarkung von Rottendorf.

1245

1252, 1281, 1286 und 1290 Weitere Erwähnungen. 1312 Erwähnung eines Grundstücktausches. 1331 Drei Insassen. Das Haus ist hoch verschuldet. 1340 Der Wöllriederhof geht an das Bürgerspital zum Hl. Geist über. 1364 Der letzte Leprose stirbt. Das Haus wird anderen Zwecken zugeführt. Häufiger Besitzerwechsel. 1979 Der Gutshof kommt in den Besitz der Stadt Würzburg. 2025 Heute dienen die Gebäude der gehobenen Eventgastronomie.

Würzburg III (Bayern) - Vor dem Sander Tor

Sondersiechenhaus „domus leprosorum“ auf dem Anger, Sondersiechenhaus zu St. Claus vor dem Sandertore.

Ca. 1 km südlich vor dem ehemaligen Sander Tor nördlich der Kapelle St. Nikolaus.

1303

1317 und 1322 Weitere Erwähnungen. 1344 Das Gebäude ist dem heiligen Nikolaus geweiht. 1374 Weitere Erwähnung. 1489 Erwähnung von elf Pfründnern. 1540/50 Standort des Hauses auf einer Ansicht von Würzburg mit der Bezeichnung Bürger Siechhaus. Ab 1542 Pestkrankenhaus. 1560 Umwandlung in ein Haus für erkrankte Dienstboten (Ehehalten). Für die Aufnahme von Siechen kommt nur noch das Haus am Zeller Tor in Betracht (Würzburg IV). Um 1600 Das alte Hüttlein wird niedergerissen.

Würzburg IV (Bayern) - Zeller Tor

Sondersiechenhaus „domus leprosorum", Sondersiechenhaus zu St. Claus vor dem Zellertor (Claustor)

Ca. 500 m westlich Richtung Frankfurt auf der linken Mainseite am Zeller Tor in der Gegend des Zeller Torhauses (Zeller Straße 45). Lage nicht genau bekannt.

1349

1365, 1377, 1380, 1386, 1389 Weitere Erwähnungen. 1396 und 1407 Leprosenordnungen. 1541 Aussätzigen-Ordnung. 1609 Erneuerung der Ordnung von 1541. 1620 Betreuung von 20 Siechen. 1631 Plünderung des Siechenhauses im Krieg. 1663 Die Gebäude werden „eingeschanzt“ und abgebrochen. Ersatz für das Leprosorium Zeller Tor: der Weinberg am Stein am heutigen Veitshöchheimer Weg.

Würzburg V (Bayern) - Weinberg am Stein

Siechenhaus am Fuße des Steinbergs

Ca. 500 m nordwestlich am Fuße des Steinberges an der Veitshöchheimer Straße Richtung Karlstadt bei der alten Bischofsmühle an der ehemaligen Mündung der Pleichach. Lage nicht genau bekannt.

1664

1664 Errichtung des Hauses als Nachfolge des Siechenhauses vor dem Zeller Tor, das dem Ausbau der Stadtbefestigung weichen muss. 1852 Das Siechenhaus mit Kapelle und einem kleinen Weinberg geht an den Bayerischen Staat, der es wegen der neuen Bahnlinie abreißen lässt. 1853 Letzter Gottesdienst in der Kapelle. Kurz danach Abbruch von Kirche, Pfründnerhaus und Nebengebäuden.

Würzburg VI (Bayern) - Heidingsfeld

Leprosenhaus

Im Stadtteil Heidingsfeld. Lage unbekannt.

1321

1325 Weitere Erwähnung.

Zeil am Main (Landkreis Haßberge, Bayern)

Siechhaus

Vermutlich ca. 50 m südöstlich an der Bamberger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1590

1598 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. Um 1880 Eröffnung eines Siechenhauses für Blatternkranke, vermutlich am Standort des ehemaligen Leprosoriums. Um 1955 Foto des Siechenhauses. 2025 Das ehemalige Siechenhaus existiert noch.

 


Brandenburg

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Altlandsberg (Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg)

St.-Jürgen-Hospital

Vermutlich ca. 500 m südwestlich vor dem ehemaligen Berliner Tor. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1618/48 Untergegangen.

Angermünde (Landkreis Uckermark, Brandenburg)

St.-Jürgen-Hospital

Vermutlich ca. 400 m nördlich vor dem ehemaligen Prenzlauer Tor. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1618/1648 Im Krieg zerstört.

Bad Belzig (Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg)

Leprosorium

Ca. 200 m nordöstlich vor dem ehemaligen Brandenburger Tor bei der Friedhofskapelle St. Gertraud.

Nach 1383

Nach 1555 Eingegangen. 2022 Die Kapelle auf dem Friedhof ist erhalten.

Beeskow (Landkreis Oder-Spree, Brandenburg)

Siechenhaus zu St. Nikolaus

Vermutlich ca. 100 m nördlich vor dem ehemaligen Fürstenwalder Tor. Lage nicht genau bekannt.

1375

1405 Erwähnung der St.-Nikolaus-Kapelle. 1486 Umbau der Kapelle. 1541 Erwähnung von Provisoren.

Bernau (Landkreis Barnim, Brandenburg)

Hospital St. Georg

Ca. 100 m nordwestlich vor dem Mühlentor bei der St.-Georgen-Kapelle und dem St.-Georgen- Hospital.

1328

1347, 1399 u. 1475 Weitere Erwähnungen. 1738 Neubau.

Brandenburg an der Havel (Brandenburg)

St.-Gertrud-Armenhospital

Südwestlich vor dem ehemaligen Plauer Tor. Lage nicht genau bekannt.

1431

1467 Weitere Erwähnung. 1560 Übergang des St.-Gertrud-Armenhospitals in das ehemalige Franziskanerkloster.

Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Brandenburg)

Siechenhaus

Östlich vor dem ehemaligen Cottbuser Tor. Lage nicht genau bekannt.

1627

1627 Zerstört. 1649 Wieder aufgebaut.

Cottbus (Brandenburg)

Hospital für arme, bedürftige Menschen

Nordöstlich vor dem ehemaligen Stadttor an der Sandower Hauptstraße. Lage nicht genau bekannt.

Um 1400

1462 Weitere Erwähnung.

Eberswalde (Landkreis Barnim, Brandenburg)

St. Georg-Hospital

Ca. 500 m nördlich vor dem ehemaligen Untertor bei der Hospitalkapelle St. Georg.

1359

1359 Erwähnung der Kapelle. 1542 Weitere Erwähnungen. Um 1600 Erweiterung des Friedhofes als Armenfriedhof. Um 1620 Verfall des Leprosoriums. 1761-1850 Soldatenfriedhof. 1870 Abbruch von Gebäuden des Hospitals. 2023 Kapelle erhalten.

Frankfurt an der Oder (Brandenburg)

Aussätzigenhaus, Domus leprosorum, St. Georg-Hospital

Ca. 400 m nördlich beim ehemaligen Standort der Kirche St. Georg an der Mündung der Bergstraße in die heutige Berliner Straße.

1312

1368 Erwähnung der St.-Georg-Kapelle. 1450 Neubau der Kapelle. 1516 Weitere Erwähnung des Hospitals. 1540 Erwähnung eines Kaplans. Um 1545 Neubau der Kapelle. 1633 Zerstörung der Kapelle. 1656 Wiederaufbau. 1787 Vergrößerung. 1816 Schließung des Friedhofs. 1926 Abbruch der Kapelle. 1928 Neubau der St.-Georg-Kirche ca. 500 m südwestlich an der Kreuzung Bergstaße/Lennéstraße.

Friesack (Landkreis Havelland, Brandenburg)

St. Georg-Hospital

Südlich vor der Stadt. Lage nicht genau bekannt.

1541

1616 Hospital besteht nicht mehr.

Gartz an der Oder (Landkreis Uckermark, Brandenburg)

Siechenhaus

Ca. 200 m westlich an der Kastanienallee (Bundesstraße 2) auf Höhe des Mühlenteiches.

Unbekannt

2014 Funde von Skeletten vom Hospitalfriedhof Gartz. Bei den Toten handelt es sich um Leprakranke.

Gransee (Landkreis Oberhavel, Brandenburg)

St.-Georg-Hospital

Westlich vor dem Ruppiner Tor an der Straße nach Lindow. Lage nicht genau bekannt.

14. Jh.

1541 Weitere Erwähnung. 1715 Neubau. 1844 Das Hospital besteht noch. Die Kapelle ist verfallen.

Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg)

Siechenhaus, Hospital

Nordöstlich vor dem Zinnaer Tor. Lage nicht genau bekannt.

Um 1350

1593 Abbruch der Kirche. 1636 Das Hospital hat sechs Insassen. 1711 Abbruch des Hospitals. 1716 Errichtung eines Neubaus.

Kyritz (Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

St. Georg-Hospital

Vermutlich ca. 200 m südlich vor dem ehemaligen Holzhausener Tor an der Abzweigung des Leddiner Wegs von der Holzhausener Straße. Lage nicht genau bekannt.

1541

1900 Neubau.

Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg)

Siechenhaus, Heilig-Kreuz-Spital

Ca. 400 m östlich in der Lübbenauer Straße 37 (Arbeiter-Samariter-Bund) an der Abzweigung der Straße nach Calau.

1460

1637 Stark beschädigt. 1803 Neubau als Krankenhaus. 2023 Sitz des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Luckenwalde (Landkreis Teltow-Fläming, Brandenburg)

Siechenhaus

Unbekannt

Vor 1471

 

Lychen (Landkreis Uckermark, Brandenburg)

Hospital

Nördlich vor dem ehemaligen Stadttor an der Stargarder Straße. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

 

Mittenwalde (Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg)

Hospital, Domus infirmorum

Ca. 100 m nördlich vor dem Berliner Tor bei der Spitalkapelle.

1394

1394 Gründung der Kapelle bei dem schon bestehenden Krankenhaus. 1805 Hospital besteht noch. 2023 Spitalkapelle St. Georg vorhanden. Spital- und Altenhaus neben der Kapelle.

Müncheberg (Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg)

St.-Nikolaus-Hospital

Östlich vor dem Küstriner Tor (Storchenturm), ehemals Frankfurter Tor, an der Ernst-Thälmann-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1355

1355 Erwähnung des St.-Nikolaus-Hospitals vor dem Frankfurter Tor. 1574 Erwähnung des Spitals St. Georgen vor dem Küstriner Tor, ehemals Frankfurter Tor. 1701 Neubau von St. Georgen. 1835 Vergrößerung von St. Georgen als Armenhaus.

Nauen (Landkreis Havelland, Brandenburg)

Hospital St. Georg

Vermutlich ca. 100 m nordöstlich vor dem ehemaligen Stadttor an der heutigen Dammstraße auf Höhe der St.-Georgen-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1352

1352 Bau der Kapelle St. Nikolai vor dem Dammtor. 1768 Neubau des St.-Georg-Hospitals nach Brand.

Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

Hospital, Hospitale sanctus Georgius

Ca. 200 m nördlich vor dem Rheinsberger- oder Altruppiner Tor bei der St.-Georg-Kapelle.

1362

Nach 1450 Neubau der Kapelle. 1478 Erwähnung des Hospitals. 1541 Beschluss über die Aufhebung der Priesterstelle. 1818, 1916, 2019 Renovierungen der Kapelle.

Perleberg (Landkreis Prignitz, Brandenburg)

St.-Georgen-Hospital

Nördlich vor dem ehemaligen Parchimer Tor. Lage nicht genau bekannt.

1316

1387 u. 1438 Weitere Erwähnungen. 1542 u. 1557 Erwähnung von Vorstehern des Hospitals.

Potsdam (Brandenburg)

St.-Gertrud-Hospital

Vermutlich westlich vor dem ehemaligen Neustädter Tor. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1486

1546 Hospital und Kapelle durch Brand zerstört. Abbruch der Kapelle. Wiederaufbau des Hospitals. 1620 Durch Brand beschädigt.

Prenzlau (Landkreis Uckermark, Brandenburg)

St.-Georg-Hospital

Ca. 600 m südöstlich vor dem ehemaligen Schwedter Tor, Schwedter Straße 68.

1320

1387 Erwähnung von Provisoren. 1507 Weitere Erwähnung. Um 1700 Umbau der Kapelle zu Wohnzwecken. Um 1850 Armenhaus, später Wohnhaus. 2023 Gebäude noch vorhanden.

Pritzwalk (Landkreis Prignitz, Brandenburg)

Leprosorium, St.-Georg-Hospital

Unbekannt

1300

1334 Weitere Erwähnung des Hospitals. 1420 Erwähnung von Hospital und Kapelle. Um 1540 Auflösung des St.-Georg-Hospitals.

Putlitz (Landkreis Prignitz, Brandenburg)

Hospital

Unbekannt

1492

 

Rathenow (Landkreis Havelland, Brandenburg)

Hospital

Nördlich nahe vor dem ehemaligen Jederitzer Tor. Lage nicht genau bekannt.

1591

1591 Verbrannt. 1609 Als Armenhaus neu errichtet.

Spremberg (Landkreis Spree-Neiße, Brandenburg)

Hospital

Ca. 100 m nördlich Richtung Forst.

1495

1970 Das Gebäude wird abgetragen.

Strausberg (Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg)

St.-Georg-Hospital

Ca. 200 m südlich bei der heutigen Straßenbahnhaltestelle Lustgarten zwischen der August-Bebel-Straße und der Walkmühlenstraße.

1367

1454, 1472, 1531 u. 1585 Weitere Erwähnungen. 1633 Zerstörung des Hospitals, Kapelle bleibt stehen. 1730 Kapelle wird wiederhergerichtet. Mitte 19. Jh. Das Gelände wird Parkanlage, die Kapelle Café. 1970er Jahre Abbruch der Kapelle. 2004 Archäologische Untersuchungen des ehemaligen Friedhofs mit einem Lepra-Verdachtsfall.

Templin (Landkreis Uckermark, Brandenburg)

Hospital

Ca. 100 m südwestlich vor dem Berliner Tor beim Sankt-Georgen-Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1492

1492 Abgebrannt.

Treuenbrietzen (Landkreis Potsdam-Mittelmark, Brandenburg)

St.-Gertrud-Hospital

Ca. 700 m südwestlich vor dem Leipziger Tor an der heutigen Leipziger Straße evtl. bei der Einmündung der Gertraudstraße. Lage nicht genau bekannt.

1416

1417 Erwähnung des kürzlich errichteten Hospitals. 1421 u. 1429 Erwähnung der armen Siechen zu St. Gertrud. 1482, 1493 u. 1497 Weitere Erwähnungen. 1618 Erneuerung einer Gedenktafel für einen Stifter. 1636 Hospital durch Brand zerstört. 1642 Verzeichnis der Einkünfte und Leistungen des Hospitals. 1712 Neubau für zwölf Personen. 1820 Abbruch der Kapelle und Neubau des Hospitals. 1844 Das Hospital existiert noch.

Wittstock/Dosse (Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg)

Hospital

Südwestlich vor dem ehemaligen Kyritzer Tor. Lage nicht genau bekannt.

1364

1428 Weitere Erwähnung. 1457 Erwähnung der Kapelle. 1485 Verwaltung durch zwei Provisoren. 1585 Abbruch des Siechenhauses. 1618/48 Kapelle im Krieg zerstört.

 


Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt

       

Aktualisiert im November 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Babenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen)

Siechenhäuschen

Ca. 2 km südwestlich an der Darmstädter Straße (Bundesstraße 26), wo der Länderbach die Straße kreuzt, beim Stadtteil Sickenhofen. Lage nicht genau bekannt.

1570

1570 Darstellung des Siechenhäusleins auf einem Plan von Babenhausen. 1632 Zerstörung im Krieg. 2023 Stadtteil Sickenhofen.

Bensheim I (Kreis Bergstraße, Hessen)

Sondersiechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 1,5 km südlich an der Darmstädter Straße nach Heppenheim auf Höhe des Klingenbachs. Lage nicht genau bekannt.

1534

16. Jh. Erwähnungen in Ratsprotokollen und Kirchenbüchern. 1606, 1608, 1633 Weitere Erwähnungen. 1738 Übergang des Sondersiechenfonds in kirchliche Verwaltung.

Bensheim II (Kreis Bergstraße, Hessen)

Siechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 1 km nördlich an der Darmstädter Straße nach Auerbach bei der Seminarstraße. Lage nicht genau bekannt.

1517

16. Jh. Erwähnungen in Ratsprotokollen und Kirchenbüchern. 1605 Aufnahme einer Pflegerin. 1619 Verkauf des Hauses. 1738 Übergang des Sondersiechenfonds in kirchliche Verwaltung.

Breuberg (Odenwaldkreis, Hessen) - Neustadt

Gutleuthaus

Südwestlich der Burg Breuberg im Ortsteil Neustadt. Lage nicht genau bekannt.

1554

1554 Erwähnung eines Siechenhauses.

Büdingen (Wetteraukreis, Hessen)

Siechenhaus, Die Aussätzigen im guten Haus

Ca. 200 m südwestlich an der Bahnhofstraße auf Höhe des Kälberbachs. Lage nicht genau bekannt.

1533

1537-1701 Siechenhausrechnungen mit Einnahmen und Ausgaben. 1560 Erwähnung des Hauses. 1578 Unterbringung von Pestkranken. 1610 und 1635 Erwähnung eines Pesthauses. 1794 und 1830 Flurbezeichnungen Am Siechgarten und Der Siechgarten.

Butzbach (Wetteraukreis, Hessen)

Feldsiechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 100 m südlich an der Weiseler Straße vor dem ehemaligen Weiseler Tor bei der Wendelinskapelle.

1310

1344 Erwähnung der Kapelle beim Hospital. 1375 Zustiftung durch Philipp VII. von Falkenstein. Einrichtung einer Pfarrstelle. 1440 Erweiterung des Chors. 1494 Flurname By den felt sieches. 1508 Neubau des Westteils der Kapelle und Anbauten an der Nordseite (Hospital). 1564 Insassen sterben an der Pest. 1635 Letzte Erwähnung. 18. Jh. Neubau des Hospitals an der Nordseite der Kapelle für Arme und Kranke. 1832 Abbruch der weiteren Hofgebäude. 19. Jh. Einrichtung einer evangelischen Schwesternstation im ehemaligen Hospital (bis 1974). 1861, 1887, 1897 Innenrenovierungen der Kapelle. 1914/1918 Lazarett. 1949 Abschluss der Baumaßnahmen nach Bombenschäden. 1952 Übernahme durch die Stadt. 1981 Archäologische Keramikfunde des 13. Jh. 1987 Wiederöffnung der Kapelle nach Restaurierung. Nutzung für Gottesdienste und Konzerte. 2023 Sudetendeutsche Heimatstube im ehemaligen Hospital.

Dieburg (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen)

Siechenhaus, Den Guten Leuten, Hospital für Lepröse

Ca. 1,5 km westlich an der Alten Mainzer Landstraße beim Koppelseechen. Lage nicht genau bekannt.

1362

1508 bis 1514 u. 1554 Erwähnung eines Siechenbrunnens. 1659 Weitere Erwähnung. 1695 Erwähnung von zwei Kranken.

Eltville am Rhein (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen)

Siechenhaus

Unmittelbar südwestlich beim Sebastiansturm. Lage nicht genau bekannt.

1332

1312 Weihung der Nikolauskapelle. 1329 Erwähnung eines eigenen Geistlichen. Nach 1332 Erwähnung eines Spitals außen an der Stadtmauer am Sebastiansturm nahe der Nikolaikapelle.

Eppstein (Main-Taunus-Kreis, Hessen)

Gut-Leut-Hof, Aussätzigenhaus, Siechenhaus

Unbekannt

1310

15. Jh. Erwähnung eines Aussätzigen- oder Guteleutehauses. 1592 Erwähnung eines Siechenhauses.

Erbach (Odenwaldkreis, Hessen)

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus

Ca. 300 m nordöstlich an der Einmündung der Hauptstraße in die Martin-Luther-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1310

15. Jh. Weitere Erwähnung eines Gutleuthauses. 1590 Erwähnung eines Gutleut- oder Sondersiechenhauses. 1601-1613 Sterbe-Eintragungen im Erbacher Kirchenbuch. 1817 Flurbezeichnung Gute Leutgarten.

Frankfurt am Main I (Hessen)

Domus leprosorum, Gutleuthof

Westlich bei der früheren Papageigasse nahe der heutigen Schneidwallgasse. Lage nicht genau bekannt.

1283

1303 Erwähnung eines Magisters mit Brüdern und Schwestern des Hauses. 1329 Erwähnung einer Kapelle. 1333 Verlegung wegen Erweiterung der Stadt nach Frankfurt II.

Frankfurt am Main II (Hessen)

Domus leprosorum, Gutleuthof

Ca. 2,5 km südwestlich im Gutleutviertel bei der Werner-von-Siemens-Schule, Gutleutstraße 333-335.

1333

1333 Verlegung wegen der Erweiterung der Stadt vom Standort Frankfurt I. 1344 Erwähnung einer Leprosen-Bruderschaft. 1390 Aufnahme eines Paares durch den Rat. 1407 Bestätigung der Rats-Trägerschaft. 1434 bis 1531 Mehrere Erwähnungen von Lepraschauen in Frankfurt. 1531 Aufnahme in die Verwaltung des Almosenkastens. 1614 Gefängnis für Revolutionäre (Fettmilch-Aufstand). 1644 Wohnheim für heimgekehrte Landsknechte, dann Waisenhaus. 1801 Starke Beschädigungen durch Brand. 1940 Erwerb des Hofes durch eine Getränkefirma. 1971 Erwerb durch eine Wohnungsbaugesellschaft. 1978 Abbruch der Hofgebäude. 1979 Erwerb des Grundstücks durch die Stadt für den Bau der Werner-von-Siemens-Schule. 2023 Gutleutviertel, Gutleutstraße, Gutleuthofweg, Gutleutkirche (von 1958), Gutleutkaserne.

Frankfurt III (Hessen) - Sachsenhausen

Leprosorium

Siehe Weiteres.

1559

1559 Erwähnung eines Pesthauses auf dem ehemaligen Tabellefeld. 1668 Weitere Erwähnung des Pesthauses. 2023 Straße Tabellegasse. Das Vorhandensein eines Leprosoriums ist nicht gesichert.

Friedberg (Wetteraukreis, Hessen)

Feldsiechenhaus, Leprosenhof, Gutleuthaus

Ca. 1 km nordöstlich an der Gießener Straße auf Höhe des Chausseehauses und bei der Flur Beim Siechhaus unmittelbar vor der Grenze zwischen Friedberg und Bad Nauheim. Lage nicht genau bekannt.

1310

1310 Erstnennung als Domus Leprosorum mit mehreren Gebäuden. 1318 Name Zu den guden ludin. 1322 Erwähnung des Flurnamens By den aussetzigen. 1351 Erwähnung einer Kapelle. 1378 Erwähnung von städtischen Pflegern. 1381 u. 1418 Zustiftungen. 1493 Weitere Erwähnung der Kapelle (Patronatsrecht). 1502 bis 1732 Gutleut-Pfleger-Register der Einnahmen und Ausgaben. 16. Jh. Aufnahme von Pfründnern. 1604 Ansicht des Siechenhauses in einer Chronik von Dilich, die 1646 Merian als Vorlage dient. 1620 Neubau mit Bad. 1623 Seelsorge der Siechen durch den Friedberger Pfarrer. 1635 Nach der Pest noch eine Bewohnerin. 1638 Zerstörung seitens der Stadt im Krieg. 1660 Wiederaufbau als Armenhaus. 1788 Verpachtung des Kapellengrundstücks. 1794 Neubau des Knorrhofes als landwirtschaftliches Anwesen. 1802 Reste des alten Armenhauses beim Knorrhof noch vorhanden.

Geisenheim II (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen)

Die guten Leute”, Gut-Leute-Häuschen

Ca. 1 km westlich auf dem heutigen Gartengebiet Lach am ehemaligen Rhein-Ufer. Lage nicht genau bekannt.

1565

1565 Verwaltung vermutlich durch den Rat, der ein dem Leprosorium gehörendes Grundstück vermessen lässt.

Geisenheim I (Rheingau-Taunuskreis, Hessen) - Johannisberg

Leprosorium

Im heutigen Stadtteil Johannisberg unmittelbar beim ehemaligen Kloster. Lage nicht genau bekannt.

1496

1496 Erwähnung eines beim Kloster Johannisberg ehemals wohnenden Domherrn, der des Aussatzes verdächtigt war.

Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis, Hessen)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 1 km westlich an der Frankfurter Straße bei der Abzweigung der Rudolf-Diesel-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1319

1319 Erwähnung eines Gutleuthauses mit Kapelle. 1336, 1394, 1482, 1561 Flurname Hinter den Guten Leuten. 1380 Weitere Erwähnung des Gutleuthauses. 1438/1439 Erwähnung von Aussätzigen. 1569 Güterverzeichnis von Kapelle und Gutleuthaus. 1640 Verkauf von Kapelle und Gutleuthaus. 1687 Erwähnung des Gutleuthofes als St.-Georg-Bau. 1900 Mauerreste vorhanden.

Groß-Umstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen)

Spital

Ehemaliges Hospital Zum Heiligen Geist, 1843 an derselben Stelle Schule, Georg-August-Zinn-Straße 24.

1451

1451 Erwähnung einer Heilig-Geist-Kapelle neben dem Spital. Das vermutete Leprosorium (Beck) kann aufgrund seiner zentralen Lage eher ein allgemeines Hospital gewesen sein.

Hanau I (Main-Kinzig-Kreis, Hessen)

Gutleutehaus, Siechenhaus

Ca. 400 m südwestlich an der Philippsruher Allee vor der Mündung der Kinzig in den Main. Lage nicht genau bekannt.

1508

1508 bis 1595 Erwähnungen des Siechenhauses. 1509, 1547 Siechenordnungen. 1525 Flurname Gute-Leute-Haus. 1562 Flurname Das Siechhaus. 1600 Flurname Beim Siechhaus. 1632 Abbruch. Neubau an anderer Stelle (siehe Hanau II). 1781, 1818 Flurname Am Sieghaus.

Hanau II (Main-Kinzig-Kreis, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 600 m nordwestlich an der Abzweigung des Salisweges von der Frankfurter Landstraße.

1632

1632 Neubau nach Abbruch von Hanau I. 1713 Abbruch. 1824 Grundriss mit Bezeichnung als Siechhaus/Lazarett in einem Stadtplan.

Heppenheim (Kreis Bergstraße, Hessen)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Ca. 1,5 km nördlich nahe der Bergstraße (Darmstädter Straße, Bundesstraße 3). Lage nicht genau bekannt.

1589

1703 u. 1738 Weitere Erwähnungen des Siechenhauses.

Höchst (Odenwaldkreis, Hessen)

Gutleuthaus

Ca. 200 m nordöstlich an der Aschaffenburger Straße zwischen dem ehemaligen Kloster Höchst und der Mümling. Lage nicht genau bekannt.

1345

1565 Nach kurzer Schließung Wiedereröffnung zur Aufnahme einer Person.

Lindenfels (Kreis Bergstraße, Hessen)

Gutleuthaus

Unbekannt

1557

1557/58 Ersterwähnung in einer Stadtrechnung. 1644 Nachweis des Gutleuthauses in einem Gerichtsbuch. 1765 Letzte Erwähnung. 

Lorch (Rheingau-Taunuskreis, Hessen)

Leprosenhaus am Strunk

Westlich an der Mündung der Wisper in den Rhein gegenüber vom Strunk, einem alten Befestigungsturm.

1304

1569 Erweiterung. 1657 u. 1705 Neubau. 1993 Nach Restaurierung werden Haus und Kapelle als Wohnhaus genutzt. 2022 Leprosenhaus erhalten, Adresse Leprosenhaus 1.

Michelstadt (Odenwaldkreis, Hessen)

Gutleuthaus

Vermutlich ca. 100 m nordöstlich beim Abzweig der Bahnhofstraße von der Großen Gasse. Lage nicht genau bekannt.

1753

1753 Erwähnung in einem Plan. 1770 Letzte Erwähnung.

Münzenberg (Wetteraukreis, Hessen)

Spital St. Nikolaus

Ca. 100 m nördlich bei der Kirche St. Nikolaus an der Kreuzung Steinstraße/Spitalstraße.

1284

1284 Bau der Kapelle St. Nikolaus neben dem Hospital, vermutlich ein Leprosorium. 1427 Weitere Erwähnung des Spitals. Nach 1520 Keine Gottesdienste mehr. 1776 Erwähnung eines Ziehbrunnens. 19. Jh. Einrichtung einer Schule in der ehemaligen Kapelle, dann Nutzung als Scheune. 1957 Erwerb der verfallenen Kapelle durch die katholische Pfarrgemeinde. 1966 Renovierung und Weihung der Kapelle. 2023 Kapelle existiert noch.

Nidda (Wetteraukreis, Hessen)

Gutleuthaus, Siechenhaus,

Ca. 500 m südöstlich von Nidda und ca. 200 m vor der ehemaligen Vorstadt Rauna am Flutgraben. Lage nicht genau bekannt.

1596

1634 Zerstörung im Krieg.

Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen) - Winkel

Siechenhaus

Ca. 400 m südwestlich vom heutigen Stadtteil Winkel bei der ehemaligen Bartholomäus-Kapelle bei der Abzweigung der Jesuitenstraße von der Hauptstraße. Lage nicht genau bekannt.

1606

1109 Urkunde über die Ersterwähnung eines Siechenhauses. Echtheit ungewiss. 1140 Erwähnung der Bartholomäus-Kapelle. 1606 Übergang von Kapelle und Siechenhaus an die Jesuiten in Mainz. 1774 Abbruch der Kapelle.

Offenbach (Hessen)

Siechhaus

Südlich bei der Abzweigung der Geleitstraße von der Waldstraße.

1603

1611 u. 1670 Weitere Erwähnungen eines Siechhauses.

Ortenberg (Wetteraukreis, Hessen)

Gutleuthaus

Südwestlich vor dem ehemaligen Untertor. Lage nicht genau bekannt.

1466

1466 Erwähnung eines Gutleuthauses mit einer Badestube.

Reichelsheim (Odenwaldkreis, Hessen)

Gutleuthaus

Ca. 200 m südwestlich bei der Gutleutstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Flurbezeichnung An der Gutleutwiese.

Reinheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen)

Gutleuthaus

Unbekannt

Unbekannt

Erwähnung eines Gutleuthauses ohne örtliche und zeitliche Angaben.

Rüdesheim (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen)

Sieghaus, Siechenhaus, Siechhäuslein

Vermutlich ca. 200 m nordwestlich vor dem ehemaligen Eibinger Tor am Kuhweg auf Höhe des ehemaligen Engergrabens. Lage nicht genau bekannt.

1660

1660 Flurbezeichnung Bey dem Sieghäußlein. 1740 Erwähnung des Siechenhauses mit Friedhof. 1840 Das Haus existiert nicht mehr. 1868 Flurnamen Totenhof und Am Siechhaus. 1875 Beim ehemaligen Siechenhaus gibt es die Sieghausstraße.

Schlüchtern (Main-Kinzig-Kreis, Hessen)

Siechenhaus, Aussätzigenhaus

Ca. 300 m südwestlich an der Alten Bahnhofstraße bei der Brücke über den Riedbach. Lage nicht genau bekannt.

1399

1571 Erwähnung im Schlüchterner Geschichtsbuch und im Ratsprotokoll. 1596, 1600, 1672 Flurnamen Siech-Haus, Bei dem Siechhaus, Unterm Siechhaus. 1750 Letzte Erwähnung.

Seeheim-Jugenheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen)

Guteleuthaus

Vermutlich ca. 1,5 km nordwestlich von Seeheim an der alten Römerstraße, heute Bundesstraße 3. Lage nicht genau bekannt.

1549

1632, 1641 und 1712 Weitere Erwähnungen.

Seligenstadt (Landkreis Offenbach, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 500 m nördlich vor dem Steinheimer Tor an der Steinheimer Straße im Niederfeld am Main. Lage nicht genau bekannt.

1536

1564 Weitere Erwähnung. 1596 Weingarten beim alten Aussätzigenhaus.

Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis, Hessen)

Siechenhaus, Aussätzigenhaus

Ca. 100 m westlich bei der Wüstung Niederdorf an der Abzweigung der Bahnhofstraße von der Brüder-Grimm-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1541

1545, 1548, 1584, 1681 Flurname Das Alte-Siech-Haus. 1634 Zerstörung von Niederdorf im Krieg, vermutlich auch des Siechhauses. 1715 Flurnamen Siech-Born und Siech-Wiese. 1724 Flurnamen Siech-Acker und Siech-Feld. 1763 Flurname Siech-Haus.

Usingen (Hochtaunuskreis, Hessen)

Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

2023 Straße Tabellefeld.

Weilrod (Hochtaunuskreis, Hessen)

Leprosenhaus

Unbekannt

Unbekannt

1526 Flurbezeichnung Elendskapelle könnte auf ein Leprosenhaus hinweisen.

Wiesbaden (Hessen)

Sondersiechenhaus, Leprosenheim

Ca. 200 m nordöstlich beim Kochbrunnenplatz. Lage nicht genau bekannt.

1542

1573 Neubau eines Sondersiechenhauses mit Badhaus. 1618/1648 Zerstörung des Aussätzigenbades im Krieg. Es wurde nicht wieder aufgebaut. 1644 und 1731 Weitere Erwähnungen des Sondersiechenhauses.

Wöllstadt (Wetteraukreis, Hessen)

Leprosorium

Vermutlich ca. 100 m nordöstlich von Nieder-Wöllstadt an der Frankfurter Straße bei der Tabellegasse. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Einziger Hinweis auf ein mögliches Leprosorium ist der Straßenname Tabellegasse.

 


Hessen, Regierungsbezirk Gießen

       

Aktualisiert im November 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Alsfeld I (Vogelsbergkreis, Hessen)

Siechenkirche und Siechenhaus St. Elisabeth zu Alsfeld, Spital St. Elisabeth, Zu den guten Leuten

Ca. 500 m östlich vor der Brücke über den Ingelbach auf dem Gelände des heutigen Autohauses Hartmann zwischen der Hersfelder Straße und der Straße An der Siechkirche bei der Abzweigung nach Eudorf.

1327

1294 Erwähnung einer Kapelle. 1327 Das Leprahaus hat einen eigenen Priester. 1410 Neubau der Kapelle und Errichtung eines Refektoriums. 1526 Umwandlung in ein Armenhaus. 1605 Abbildung der Siechkirche. Bis 1644 bis zu 18 Insassen. 1646 Eine Merian-Ansicht zeigt die Siechkirche. 1680 Erwähnung von zwei Kranken. 1700 Eine Flurkarte zeigt das Siechenhaus. 2022 Straße An der Siechkirche.

Alsfeld II (Vogelsbergkreis, Hessen) - Liederbach

Siechenhaus, Aussätzigenhaus

Ca. 3 km südwestlich in Liederbach an der Siechgasse. Lage nicht genau bekannt.

1663

1663-1716 Rechnungen erhalten. 1690 Erwähnung der letzten vier Bewohner. 1720 Erwähnung eines „Siechgartten“. 2022 Straße Siechgasse.

Amöneburg (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen)

Siechenhaus mit Kapelle

Vermutlich ca. 1 km östlich in Verlängerung der Straße Steinweg an der heutigen Straße Am Friedenstein nahe der Ohmbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1489

1399 Erwähnung der Kapelle St. Nikolaus mit „Friedhof zur Brück“, vermutlich ein Leprosen-Friedhof. 1618/48 Zerstörung im Krieg.

Biedenkopf (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen)

Siechenspital, Siechenhaus

Südöstlich bei der Evangelischen Hospitalkirche.

Gründung 1417

1419 Bau des Siechenspitals. 1563 Aufnahme von Pestkranken. 1817 Bau der Hospitalstraße durch das Grundstück des Hospitals. 1826/27 Versteigerung und Abbruch der noch vorhandenen Hospitalgebäude. 2022 Die Ev. Hospitalkirche existiert noch.

Dillenburg (Lahn-Dill-Kreis, Hessen)

Gutleuthaus, Asyl für Aussätzige und Pestkranke, Helgen hauß, Heyliches huße

Ca. 500 m südlich an der Wilhelmstraße bei der Abzweigung der Jahnstraße. Lage nicht genau bekannt.

1310

1472 Neubau. 1489 Erwähnung eines Heiligenhauses. 1591 Sieche im Siechenhaus. 1670 Weitere Erwähnung des Siechenhauses.

Gießen (Landkreis Gießen, Hessen)

Gutleuthaus, Zu den guten Leuten, Siechenhaus, Sichen Huß

Südwestlich unmittelbar vor dem ehemaligen Selterstor (Elefantenklo) rechts an der heutigen Frankfurter Straße vor der Wieseck-Brücke.

1342

1457 Weitere Erwähnung. 1489 Stiftung einer Kapelle. 1530 Abtragung des Siechenhauses und Verwendung der Steine für die Festung Gießen. 19. Jh. Fundamente der Kapelle noch vorhanden.

Grünberg I (Landkreis Gießen, Hessen)

Nikolaushospital zu den guten Leuten, Spital der Sondersiechen

Ca. 200 m südöstlich vor der ehemaligen „Neustadt“ am Steinweg. Lage nicht genau bekannt.

1320

1380 Verwaltung durch einen Schöffen und einen Bürger. 1381 Übertragung an die Antoniter. 1454 Erwähnung als Spital zu den guten Leuten. 1455 Erweiterung um einen Neubau für Nicht-Lepröse (reine Siechen). 1620 Letzte Erwähnung.

Grünberg II (Landkreis Gießen, Hessen)

Feldsiechenhaus St. Elisabeth, Hospitalis infirmorum extra muros Grunenberg, Siechhaus, Hospital St. Elisabeth

Ca. 500 m nordöstlich bei der Straße Siechberg. Lage nicht genau bekannt.

1329

1359 Erwähnung eines Spitalpflegers. 1366 Erwähnung eines Kaplans. 1491 Erwähnung von sechs Plätzen im Siechenhaus für die Versorgung von Armen durch die Antoniter. 1493 Renovierung. 1817 Letzte Gottesdienste. Abbruch des Siechenhauses.

Hadamar (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 300 m südwestlich an der Straße Alte Chaussee auf Höhe des Hexenschluchtweges. Lage nicht genau bekannt.

1510

1602 Erwähnung von Aussätzigen. 1640/46 Erwähnung des Siechenhauses.

Herborn (Lahn-Dill-Kreis, Hessen)

Siechhaus

Südlich am Walkmühlenweg. Lage nicht genau bekannt.

1562

1627 Reparatur und Schieferbedeckung. Ab 1640 Rechnungen vorhanden. Vor 1792 Abbruch. 1792 „Siechhausgarten“ der zweiten Pfarrei.

Kirchhain (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 500 m südlich vor dem ehemaligen Amöneburger Tor jenseits der Ohm-Brücke.

14. Jh.

1638 Beschädigung im Krieg. 1641 Letzte Erwähnung. 1655 Das Siechenhaus ist auf der Stadtansicht von Merian nicht mehr zu sehen.

Lauterbach (Vogelsbergkreis, Hessen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 100 m nordöstlich bei der Straße Am Graben. Lage nicht genau bekannt.

1461

1587 Siechenrechnungen. 1633 Erwähnung der Siechen als Lazarethaner. 1657 Erwähnung von drei Personen im Haus. 1685/1713 Erwähnung eines abgetrennten Raumes in der Stadtkirche für die Siechen. 1722 Erwähnung von drei Aussätzigen. 1759 Tod des letzten Insassen.

Leun (Lahn-Dill-Kreis, Hessen)

Leprosorium

Vermutlich ca. 200 m südöstlich am alten Hellweg an der Abzweigung zur Lahnbrücke. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Flurbezeichnung Siechhaus und Straße Am Siechhaus in einem Bebauungsplan von 1970.

Lich (Landkreis Gießen, Hessen)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 200 m nordöstlich an der Straße Oberstadt auf dem Grundstück des heutigen Friedhofs. Lage nicht genau bekannt.

1461

1461 Erwähnung der Kapelle Zu den guden luden in der Wüstung Rodenscheid ca. 1 km östlich des Siechenhauses. 1489 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 1545 Stadtansicht von Hans Döring mit einer Darstellung des Siechenhauses. 1564 Erwähnung der Kapelle auf den Gutleutwiesen. 2021 Baugebiet Guteleutsgärten an der Hattenröder Straße beim Standort des ehemaligen Siechenhauses. 2023 Waldstück Am Rotenschitt beim Standort der ehemaligen Kapelle.

Limburg an der Lahn (Kreis Limburg-Weilburg, Hessen)

Leprosenhaus von Limburg und Diez

Ca. 1,5 km südwestlich an der Straße nach Diez. Lage nicht genau bekannt.

1494

1494 Das Leprosorium, gestiftet von einem Geistlichen aus Diez, ist für je vier Aussätzige aus Diez und Limburg bestimmt. 1767-1772 Rechnungen der Leprosenstiftung vorhanden.

Marburg I (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen)

Franziskus-Hospital

Ca. 200 m nördlich auf dem Grundstück der heutigen Elisabethkirche.

Gründung 1228

1228 Weihe der Franziskus-Kapelle des Hospitals. 1229 u. 1232 Päpstliche Gewährung eines Ablasses für Förderer des Hospitals. 1254 Abbruch des Hospitals für den Bau der Elisabethkirche.

Marburg II (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen)

Untere Sieche für Frauen

Ca. 800 m östlich bei der Kapelle St. Jost.

1335

1400 Weitere Erwähnung. 1502 Übergang aus der Verwaltung der Bruderschaft von St. Jost in städtische Hände. 1527 Finanzverwaltung durch den städtischen Gemeinen Gotteskasten. 1578/1580 Neubau. 1590 Zustiftung durch Landgräfin Hedwig. 1598 Neuanlage eines Friedhofs für die beiden Marburger Siechenhöfe. 1675 Letzte Erwähnung als Leprosorium, weitere Nutzung als Altenheim. 1936 Renovierung der Kapelle. 1969 Abbruch der Unteren Sieche. 2023 Nutzung der Kapelle für Andachten und als Trau- und Taufkirche.

Marburg III (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Hessen)

Obere Sieche für Männer

Ca. 1 km östlich an der Abzweigung der Georg-Voigt-Straße vom Alten Kirchhainer Weg und bei der Straße An den Siechengärten.

Nach 1335

1400 Weitere Erwähnung. 1502 Übergang aus der Verwaltung der Bruderschaft von St. Jost in städtische Hände. 1527 Finanzverwaltung durch den städtischen Gemeinen Gotteskasten. 1590 Zustiftung durch Landgräfin Hedwig. 1598 Neuanlage eines Friedhofs für die beiden Marburger Siechenhöfe. 1611 Neubau. 1675 Letzte Erwähnung als Leprosorium, weitere Nutzung als Altenheim. 1962 Abbruch.

Runkel (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 200 m östlich jenseits der Lahnbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1693

2023 In der Nähe befindet sich der Straßenzug Auf dem Tabellefeld.

Schlitz (Vogelsbergkreis, Hessen)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m nördlich bei der Straße Heidgraben. Lage nicht genau bekannt.

1589

1624 Darstellung auf einer Stadtansicht aus Meisners Schatzkästlein. 1703 Erwähnung des Flurnamens Hinterm Siechenhaus. 1712 Abbruch des Hauses. 1871 Pflanzung der Friedenseiche neben dem Siechengarten. 1899 Verkauf des Siechengartens und Errichtung der Schlitzer Textilwerke.

Schotten (Vogelsbergkreis, Hessen)

Gutleuthaus

Vermutlich ca. 400 m südöstlich. Lage nicht genau bekannt.

Um 1550

 

Waldbrunn (Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen) - Ellar

Siegen Haus

Ca. 1 km nordöstlich an der Fussinger Straße an der Gemarkungsgrenze Ellar/Hausen/Fussingen. Lage nicht genau bekannt.

1713

1713 Flurbezeichnung Beim Siegen Haus auf einer Karte. 2011 Flurbezeichnung Siechenhaus besteht noch.

Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis, Hessen)

Siechenhof, Gutleuthaus

Ca. 2 km nördlich in Niedergirmes an der Hermannsteiner Straße bei den Straßen Siechhof, Siechhofstraße und Vor dem Siechhof. Lage nicht genau bekannt.

1285

1291 Erwähnung eines Priesters für die Siechen. 1300 Erwähnung der Siechenhofkapelle. 1364 Erwähnung von Pflegern (Provisoren). 1381 Erwähnung eines Kaplans. 1454 Aufnahmegesuch für einen ehemaligen, jetzt aussätzigen Priester des Siechenhofes. 1503 Bezeichnung des Leprosoriums als Gutleuthaus. 1640 Wiederaufbau der Gebäude nach Plünderungen und Verwüstungen. 1687 Keine Aussätzigen mehr. 1690-1692 Der Siechenhof wird von zwei auswärtigen aussätzigen Ehepaaren bewohnt. Um 1780 Ein Ehepaar bewohnt den ehemaligen Siechenhof. 1810 Der Siechenhof wird landwirtschaftlich genutzt. Die Kapelle ist gut erhalten. 1837 Nutzung der Kapelle als Viehstall. 1900 Weiterbetrieb der Landwirtschaft. Kapelle dient als Scheune. 1945 Zerstörung im Krieg. (Beck, Tabelle)

 


Hessen, Regierungsbezirk Kassel

       

Aktualisiert im November 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Bad Arolsen (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen) - Mengeringhausen

Mengeringhäuser Siechenhaus

Ca. 200 m nordöstlich von Mengeringhausen am Arolser Weg. Lage nicht genau bekannt.

1569

1569 Siechenhaus abgebrannt. 1588 Neu errichtet. 1633 Baufällig. 1680 Letzte Erwähnung im Kirchbuch von Mengeringhausen. 2022 Flurname Beim Siechenufer.

Bad Emstal (Landkreis Kassel, Hessen) - Merxhausen

Landeshospital für Frauen

Ca. 200 m nordwestlich von Merxhausen auf dem Gelände der heutigen Vitos-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Landgraf-Philipp-Straße 9.

Gründung 1533

1533 Gründung des Hohen Hospitals für Frauen mit einer Abteilung für Aussätzige (für Männer siehe Haina). 1616 Erwähnung der Versorgung von Aussätzigen.

Bad Hersfeld I (Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Hessen)

Sondersiechenhaus

Ca. 400 m östlich vor dem ehemaligen Peterstor vor der Fuldabrücke.

1273

1351 Weitere Erwähnung. 1609 Zusätzlicher Neubau. 1646/1655 Darstellung in einer Stadtansicht von Merian. 1807 Siechenhaus wird abgebrannt, Kapelle bleibt erhalten. 1819 Abbruch der Kapelle. 2022 Straße Am Siechen.

Bad Hersfeld II (Landkreis Hersfeld-Rotenburg, Hessen) - Asbach

Sondersiechenhaus

Ca. 3,5 km südwestlich im heutigen Stadtteil Asbach bei der Wüstung Siechenhof.

1592

1599 Stiftung des Abtes von Hersfeld. 1669 Drei Bewohnerinnen. 1716-1722 Verwaltung vermutlich als Armenhaus durch den Lehrer in Asbach. 1854 Verkauf mit allem Inventar. 1858 Eintragung als Siechenhaus in der kurhessischen „Niveau-Karte“. 1869 Abbruch.

Bad Sooden-Allendorf (Werra-Meißner-Kreis, Hessen)

Siechenhaus, Heilig-Geist-Hospital

Ca. 200 m nordwestlich von Allendorf bei der Heilig-Geist-Kapelle am Hainsbach.

15. Jh.

1363 Erwähnung einer Kapelle. 15. Jh. Gottesdienst im Chor, Hospitalsaal im Schiff. Abbruch des Chors und Umbau des Hospitalsaals zur Kapelle. Stiftung eines zweiten Altars, gewidmet der Hl. Elisabeth. Anbau eines Hospitals westlich der Kapelle mit Fenstern zur Kapelle. Zusätzlich Aufnahme von körperlich behinderten Menschen. 1638 Wiederaufbau nach einem Brand. Beherbergung von 24 Pfründnern. 2022 Ev. Heilig-Geist-Kapelle und Tagesbetreuung im Hospital zum heiligen Geist.

Bad Wildungen (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen)

Siechenhaus für Aussätzige, Malatenhaus

Ca. 50 m nördlich der ehemaligen Stadt Niederwildungen an der Straße Riesendamm. Lage nicht genau bekannt.

1346

Um 1550 Weitere Erwähnung. Nach 1763 „Unterhospital“.

Eschwege I (Werra-Meißner-Kreis, Hessen)

Siechenhaus, Sondersiechenhaus, Hospital Zum Heiligen Geist

Ca. 300 m nördlich bei der Kapelle Heilig Geist und der Seniorenwohnanlage Brückentor.

Gründung 1236

1433 Bau der Heilig-Geist-Kapelle. 1618/1648 Zerstörung der Hospitalgebäude im Krieg. 2002 Restaurierung der Heilig-Geist-Kapelle.

Eschwege II (Werra-Meißner-Kreis, Hessen) - Meinhard-Grebendorf

Siechenhaus

Ca. 3 km nordöstlich bei Meinhard-Grebendorf in der Nähe der Quelle Siechenborn. Lage nicht genau bekannt.

1673

Vor 1673 Erwähnung einer letzten Bewohnerin. 1673 Das Mauerwerk ist noch zu sehen. 2023 Darstellung des Flurnamens Siechenhof auf einer Karte des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen.

Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen)

Hospital St. Elisabeth, Isolierhaus für Lepröse

Südwestlich bei Hospitalkirche und Altenzentrum.

1288

1288 Gründung als Herberge, dann Haus für arme Kinder, dann Leprosenhaus. 1335 Armen- und Krankenhaus, später auch Altersheim. 1476 Zerstörung durch Stadtbrand. 1550 Neugründung. 2022 Altenzentrum Stiftung Hospital St. Elisabeth und Hospitalkirche.

Fritzlar I (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)

Leprosenhaus, Beim huße der guden lude

Ca. 100 m östlich vor dem Werkeltor auf dem Grundstück des heutigen Finanzamtes.

1284

1442 Vermutlich besteht das Gutleuthaus nicht mehr. Siehe Fritzlar II.

Fritzlar II (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)

Gutleuthaus, Siechenhus

Ca. 600 m südwestlich an der Straße Am Siechenrasen bei der Siechenrasenkapelle.

1442

1495 Erwähnung als Siechenhaus St. Wendel. 1501 Die Minoriten lesen sonnabends eine Messe. 1664 Weitere Erwähnung. 1748 Abbruch des Siechenhauses. 1753/54 Neubau der Kapelle und Weihe als Herz-Jesu-Kapelle. 1761 Stiftung eines jährlichen Gottesdienstes durch den Rat der Stadt. 2022 Siechenrasenkapelle besteht noch. Dorthin führt eine jährliche Prozession am Pfingstmontag.

Fulda I (Landkreis Fulda, Hessen)

Haus der guten Leut für Frauen, Katharinenhof, Katharinenhospital,

Ca. 500 m nordwestlich jenseits der Fuldabrücke, Maberzeller Straße 2.

1272

1415 Erwähnung eines Verwalterehepaares. 1651 Erwähnung einer Zustiftung. 1810 Fortführung als Pfründnerhaus. 1831 Aufhebung. 1836 Verkauf. 1937 Abbruch der Kapelle bis auf die Giebelwand, die heute (1993) noch steht.

Fulda II (Landkreis Fulda, Hessen)

Siechenhaus der guden Luddehus für Männer, Capella sancti Nicolai in leprosorio extra muros foldenses, St.-Nikolaus-Hospital

Ca. 300 m nordöstlich vor dem ehemaligen Peterstor, Nikolausstraße 3.

1319

1331 Ablassbrief zum Bau des Leprosenhospitals. 1456 Zustiftung durch den Fürstabt von Fulda. 1608-1612 Die ältesten Rechnungen. 1620 Erwähnung eines Badeofens. 1824 Hospital und Kapelle sind noch vorhanden.

Gudensberg (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)

Siechenhaus mit Kapelle

Ca. 100 m westlich bei der Hospitalskapelle Zum Heiligen Geist und dem ehemaligen Hospital Zum Heiligen Geist.

1365

1369 Hospitalordnung. Um 1374 Stiftung eines zweiten Altars. 1395 Erwähnung von Siechen. 1441 Anbau an die Kapelle. 1531/42 Neue Hospitalordnung: auch Aufnahme von anderen Armen. 1593/96 Aufnahme von zwei Ehepaaren. 1640 Vermutliche Zerstörung des Hospitals durch den Stadtbrand. 1692 Errichtung eines neuen Hauses. 1727 Aufnahme von vier invaliden Soldaten. 1737/77 Erweiterung des Hospitals. 2022 Kapelle und weitere Gebäude noch vorhanden.

Haina (Kloster) (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen)

Hohes Hospital für Männer

Ca. 200 m nordöstlich in der „Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina“ im ehemaligen Kloster.

1533

1533 Gründung des Hohen Hospitals für Männer mit einer Abteilung für Aussätzige (für Frauen siehe Merxhausen). 1542 Der Philippstein in der Klosterkirche zeigt als Relief Landgraf Philipp und die Heilige Elisabeth mit einem Aussätzigen. 1588 Bericht über 18 Leprakranke und drei Waschfrauen.

Hofgeismar (Landkreis Kassel, Hessen)

Sondersiechenhaus

Ca. 400 m nördlich vor dem ehemaligen Schöneberger Tor an der Straße nach Hümme bei der ehemaligen Siechenbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1464

1464 Erwähnung einer Kapelle der Leprosen (Capella leprosorum). 1473 Erwähnung eines städtischen Provisors. 1504 Erwähnung einer Gertrudis-Bruderschaft im Leprosorium. Zweite Hälfte 17. Jh. Armenhaus. 1748 Abbruch. Verlegung von sechs Pfründnern in ein anderes Hospital.

Homberg (Efze) (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)

Sondersiechenhaus, Hospital St. Wendelin

Ca. 1 km südwestlich nahe der Brücke über die Efze. Lage nicht genau bekannt.

1274

1525 Erwähnung als Hospital Bei den guten Leuten. 1608 Erwähnung von Abendmahlsfeiern. 1618/48 Beschädigung des Gebäudes im Krieg. 1652 Letzte Erwähnung eines Siechen. Danach Obdachlosenasyl und Wanderherberge. 1663 Erwähnung einer Kapelle. 1786 Abbruch des Hauses. Die Kapelle bleibt bestehen. 1864 Letzte Erwähnung der Stiftung. 2022 Die Kapelle ist nicht mehr vorhanden.

Hünfeld (Landkreis Fulda, Hessen)

Sondersiechenhaus

Ca. 200 m südlich an der Straße nach Fulda bei der Straße An den Siechengärten. Lage nicht genau bekannt.

1567

 

Immenhausen (Landkreis Kassel, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 500 m westlich an der Grebensteiner Straße auf Höhe des Rittergutes Mühlenhof. Lage nicht genau bekannt.

1563

18. Jh. Flurbezeichnungen Beym Siechenhaus.

Kassel I (Hessen)

Siechenhaus, Elisabethhospital

Südwestlich beim Elisabeth-Hospital, Oberste Gasse 4.

1183

1297 Gründung des Elisabethhospitals mit Krankensaal und Kapelle. 1306 Weitere Erwähnung. 1330 Stadterweiterung, das Hospital liegt im Stadtgebiet. 1338 Erwähnung von Siechen des Hospitals. 1586 Abbruch des ehemaligen Leprosoriums und Neubau. Keine weitere Aufnahme von Aussätzigen mehr. Verwendung als Altersheim. 1943 Im Krieg ausgebrannt. 1952 Wiederaufbau. 2022 Gebäude mit historischer Fassade von 1586 erhalten.

Kassel II (Hessen)

Domus leprosorium, Sondersiechenhaus mit Kapelle, Siechenhof

Ca. 300 m südöstlich der Kasseler Unterneustadt an der Leipziger Straße 63.

1331

1364 Neubau. 1383 Ersterwähnung der Kapelle. 1491 Zustiftung durch Landgraf Wilhelm. 1586 Letzterwähnung eines Aussätzigen. 1605 Aufnahme von Armen. 1626 Beschädigung des Siechenhofes im 30-jährigen Krieg. 1762 Beschädigung im 7-jährigen Krieg. 1763 Wiederherstellung der Kapelle. 1765 Wiederherstellung des Siechenhofs. 1789 Der Siechenhof besteht aus vier Gebäuden und einer Kapelle. 1866 Einquartierung preußischer Truppen im Siechenhof. 1954 Abbruch der Kapelle.

Kassel III (Hessen)

Leprosenhaus, Hospitale Tuern, Ferenspital

Ca. 1,5 km südwestlich an der Frankfurter Straße vor der Brücke über den Schönfelder Bach. Lage nicht genau bekannt.

1331

1374 Weitere Erwähnung, 1383 Bau der Kapelle. 1422 bis 1491 Weitere Erwähnungen des Spitals.

Korbach (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen)

Melatenhuys, Siechenhaus, Siechenhof

Ca. 100 m südöstlich vor dem ehemaligen Dalwigker Tor. Lage nicht genau bekannt.

1467

1483 Erwähnung einer Siechenkapelle. 1516 u. 1570 Weitere Erwähnungen des Siechenhauses. 1655 Darstellung auf der Stadtansicht von Merian. 1727 Verkauf und Abbruch.

Melsungen (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)

Guteleuthaus, Sondersiechenhaus, St.-Georg-Hospital, Guden lude huß

Ca. 500 m nördlich vor dem ehemaligen Kasseler Tor bei der Asklepiosklinik.

1470

1524 Weitere Erwähnung. 1577 Neubau. 1615 Darstellung des Siechenhauses auf der Flurkarte von Wilhelm Dilich. 1846-1861 Nutzung für Blattern- und Cholerakranke. 1914 Neubau eines Krankenhauses an der Stelle des Siechenhauses. 2022 Asklepios-Kliniken.

Ringgau
(Werra-Meißner-Kreis, Hessen) – Lüderbach

Leprakreuz

Ca. 500 m östlich von Lüderbach.

Unbekannt

Steinkreuz, das nach mündlicher Überlieferung an die Versorgung unter anderem Leprakranker erinnert.

Schrecksbach (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 2 km nördlich in der Mitte des Weges zwischen Schönberg und Röllshausen an der Kreuzung der Straße Schwalmstadt/Alsfeld (heute B 254) mit den Straßen Am Schönberg und Schwalmtalstraße.

1583

Dann Armenhaus. Später wurde dieser Platz als Schulgarten genutzt.

Schwalmstadt (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen) - Treysa

Sondersiechenhaus, Städtische Sieche, Siechenhaus

Ca. 100 m nördlich von Treysa am Nordufer der Schwalm in der Nähe der Brücke. Lage nicht genau bekannt.

1494

Zw. 1508 u. 1665 Zahlreiche Erwähnungen. 1655 Darstellung des Siechenhauses am Schwalmufer und der Kapelle an der Schwalmbrücke in der Stadtansicht von Matthäus Merian. 1667 Abbruch und Neubau an anderer Stelle, vermutlich 200 m westlich am heutigen Südweg. 1715 Abbruch des Siechenhauses. 1723 Abbruch der Siechenkirche. 1792 Erwähnung eines Siechengartens.

Schwalmstadt (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen) - Ziegenhain

Sondersiechenhaus

Im heutigen Stadtteil Ziegenhain. Lage unbekannt.

1508

1539 Ankauf des Hauses durch die Stadt Ziegenhain aus dem Besitz des Hospitals Treysa. 1544 Weitere Erwähnung.

Sontra (Werra-Meißner-Kreis, Hessen)

Siechenhaus, Siechenhof

Ca. 500 m nördlich. Lage nicht genau bekannt.

1544

1730 u. 1777 Erwähnung von Siechenhof und Siechenhaus.

Spangenberg (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen)

Sondersiechenhaus

Vermutlich ca. 300 m nordwestlich an der Straße nach Elbersdorf. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1461

1499 Neubau. 1917/1932 Abgabe der Urkunden des Sondersiechenhauses mit dem Spangenberger Pfarrarchiv an das Staatsarchiv Marburg.

Trendelburg (Landkreis Kassel, Hessen)

Sondersiechenhaus

Ca. 1 km südwestlich bei der ehemaligen Siechenkirche.

Gründung 1558

1558 Einrichtung des Siechenhauses in der ehemaligen Pfarrkirche des wüsten Dorfes Trende. 1776 Das baufällige Haus wird zum Abbruch verkauft. Turm bleibt erhalten. 2023 Turm noch vorhanden.

Wolfhagen (Landkreis Kassel, Hessen)

Siechenhaus

Ca. 500 m nordöstlich, Schützeberger Straße 74, Standort des ehemaligen Kreisbauernhauses.

1417

1505 Erwähnung einer Kapelle. 1591 Die Kapelle ist baufällig. Um 1700 Das Haus ist verfallen. 1929 Das Kreisbauernhaus befindet sich auf dem Grundstück des ehemaligen Siechenhauses.

Zierenberg (Landkreis Kassel, Hessen)

Siechenhaus, Domus leprosorum, Spital

Ca. 100 m östlich an der Abzweigung der Dornbergstraße nach Ehrsten von der Kasseler Straße. Lage nicht genau bekannt.

1352

1770 Abbruch.

 


Mecklenburg-Vorpommern

       

Aktualisiert im Mai 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Altentreptow (Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Georg, St.-Jürgen-Spital

Ca. 800 m nördlich vor dem Demminer Tor bei der Kapelle St. Georg.

1325

2021 Kapelle vorhanden.

Anklam (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georghospital

Unbekannt

1348

 

Bad Sülze (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Unbekannt

Vor 1400

 

Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

Sankt-Georg-Hospital, später Sankt-Jürgen-Hospital

Ca. 500 m südöstlich, Bibelzentrum, Sundische Straße 52.

1307

1320, 1322 Weitere Erwähnungen. 1343 Erwähnung von Aussätzigen. 1380 Bau der Kapelle. 1390 Chor nach einem Brand erhalten, Anbau des Hospitalgebäudes an den Chor. 1630 Hütten und Kapelle sind verfallen. 1730 Umbau der Kapelle zum Armenhaus. 1850 Wohnhaus. Bis 1988 Nutzung des Chorraums für Gottesdienste. 1998-2001 Umbau zum Bibelzentrum. 2023 Bibelzentrum.

Bergen auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgenstift für Leprakranke

Ca. 500 m südwestlich bei der Kreuzung Ringstraße/Stralsunder Straße. Lage nicht genau bekannt.

1380

 

Bobitz (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern) - Dambeck

Leprosorium

Im heutigen Ortsteil Dambeck. Lage unbekannt.

Vor 1400

1484 Leprosorium besteht noch.

Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Georg

Unbekannt

1301

1623 St. Jürgen wird als Armenhaus erwähnt.

Bützow (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosenhaus, St.- Georgshospital

Unbekannt

1286

Nach 1544 Kapelle eingegangen.

Crivitz (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Unbekannt

Vor 1400

 

Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

Siechenhaus vor Dassow, Siechenhaus Schwanbeck

Ca. 2,5 km südwestlich an der "Siechenhauskurve" beim Friedhof Siechenhaus an der Straße Lübeck - Wismar.

1395

1441 Unterbringung von Armen. 1625 Flutschaden und Neubau. 1870er Jahre Der letzte Insasse stirbt. Danach Nutzung als Stall. 1972/73 Das Haus wird von DDR-Grenztruppen beseitigt. Um 1500 Bau der Kapelle. 1960er Jahre Kapelle wird instandgesetzt. 1973 Sprengung. 2021 Friedhofsgräber werden noch gepflegt.

Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium St.-Georghospital

Vermutlich südwestlich an der Rosenstraße. Lage nicht genau bekannt.

1269

1269 Ersterwähnung als Heilig-Geist-Hospital. 1321 Erwähnung der St.-Georgs-Kapelle. 1326 Erwähnung als St.-Georgs-Hospital. 1331 Weitere Erwähnung von Hospital und Kapelle. 1340 Genehmigung einer Heilig-Kreuz-Vikarie in der St.-Georgs-Kapelle. 1731 Letzte Erwähnung der Kapelle.

Dobbertin (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosen-Hospital St. Jürgen 

Westlich am Weg nach Dobbin westlich der Mildenitzbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1309

Nach 1500 Armenhaus.

Eixen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

St. .Georg

Südwestlich bei der Kirche St. Georg.

1386

 

Franzburg (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Georg

Unbekannt

Unbekannt

 

Friedland (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Georgshospital

Südwestlich vor dem Neubrandenburger Tor (ehemals Burgtor). Lage nicht genau bekannt.

1387

1664 Kapelle nicht mehr vorhanden.

Gadebusch (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

Georgenhospital,  St.-Jürgen-Haus

Unbekannt

1327

1603 Die Kapelle wird in einem Visitationsprotokoll erwähnt. 1628 Keine Erwähnung mehr. Vermutlich existierte sie nicht mehr.

Garz auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosenhaus St. Jürgen

Unbekannt

1380

In Stralsunder Testamenten wird ein Leprosorium in Garz auf Rügen erwähnt.

Gingst auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1346

 

Gnoien (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgenhospital

Unbekannt

1350

1662 Verfallen.

Goldberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium, St.-Georgshospital

Unbekannt

1335

1557 Eingegangen.

Grabow an der Elde (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Ca. 1 km südlich vor dem ehemaligen Mühlentor an der Gabelung der Straßen nach Beckentin und Lenzen. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1400

Es existierte eine Kapelle des Kranken- und Armenhauses St. Nicolaus. Wo sie lag wusste man aber schon 1656 nicht mehr.

Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

Domus leprosorum, St.-Georgs-Hospital

Ca. 500 m östlich vor dem ehemaligen Mühlentor zwischen der Rudolf-Breitscheid- und der Johann-Stelling-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1301

1304 Erwähnung als St.-Georgs-Hospital. 1309 Erwähnung eines Provisors. 1309-1320 Zahlreiche Zuwendungen. 1321 Verpflichtung, die Leprösen auf dem Friedhof des St.-Georgs-Hospitals zu begraben. 1323 Zwei große Vermächtnisse. 1331 Stiftung des Stadtrats an das St.-Georgs-Hospital zur Feier des Sieges von 1327 gegen Mecklenburg. 1340 Weitere Zustiftung. 15./16. Jh. Erwähnungen eines nordöstlich gelegenen Wirtschaftshofes mit Mühle. 1630 u. 1631 Zerstörung durch Wallensteins Truppen. Um 1850 Windmühle auf dem Wirtschaftshof noch vorhanden. 2023 Straßenname Am St. Georgsfeld.

Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 100 m westlich beim St.-Georg-Stift.

1283

1283 Erwähnung der Kapelle. 1298 Erwähnung des St.-Jürgen-Hospitals. 1395 Weitere Erwähnung. 1513 Kapelle noch vorhanden. 18. Jh. Armenhaus. 1863 Stift brennt ab. Nach 1863 Zusammenlegung mit der Heiligen-Geist-Stiftung. 1866 Neubau. 1955 Sanierung. 2023 St.-Georg-Stift.

Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgen-Hospital

Vermutlich ca. 200 m nördlich vor dem Stralsunder Tor auf Höhe des St.-Jürgen-Weges. Lage nicht genau bekannt.

1346

1566 Zerstört.

Güstrow (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosenhaus St. Georg

Nördlich vor dem ehemaligen Mühlentor jenseits der Nebel. Lage nicht genau bekannt.

1313

1552 Letztmalige Nennung der Kapelle. 1726 Es wird nur noch der Kirchhof beim Armenhaus erwähnt.

Gützkow (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Georg- oder St. Jürgenhospital

Unbekannt

1415

 

Jarmen (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Georg oder St.- Jürgenhospital

Unbekannt

1415

 

Katzow (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Georg oder St.- Jürgenhospital

Unbekannt

1415

 

Klütz (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Vermutlich ca. 500 m südöstlich beim heutigen St.-Jürgen-Ring. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1400

 

Kröpelin (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Unbekannt

1396

1653 Kapelle ist eingegangen, Armenhaus besteht weiter.

Laage (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgenhospital

Vermutlich ca. 1 km südöstlich vor dem ehemaligen Breesener Tor auf Höhe der St.-Jürgen-Straße. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1400

1663 Kapelle verfallen.

Lassan (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georg-Hospital

Unbekannt

Unbekannt

 

Loitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

Hospital zu St. Jürgen

Ca. 500 m nordöstlich an der Straße nach Greifswald bei der heutigen Lutherkirche, dem Standort der früheren Hospitalkirche.

1359

1807 Kirche dient als Pulvermagazin, danach als Lager und Leichenhalle. 1857 Instandsetzung. 1953 Sanierung. 2020 Die Lutherkirche wird als Winterkirche genutzt.

Mesekenhagen (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) - Gristow

St.-Georgshospital

Im heutigen Ortsteil Gristow. Lage unbekannt.

1319

1319 Eine Erbschaft geht u.a. an das St.- Georghospital in Gristow. 1343 Weitere Erwähnung.

Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Ca. 500 m westlich vor dem Treptower Tor bei der Kapelle St. Georg.

1308

18. Jh. Umbau der Kapelle. Nutzung der Gebäude als Hospital für ältere Bürger. 1994 Sanierung der Kapelle, Nutzung für Gottesdienste und Konzerte. Gebäude werden als Hotel und Gaststätte genutzt.

Neubukow (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Ca. 500 m südwestlich an der Straße nach Wismar. Lage nicht genau bekannt.

1395

1406 Weitere Erwähnung im Zusammenhang mit einem Testament. 1552 Erwähnung eines gesonderten Armenhauses. Zw. 1569 u. 1584 Erwähnung von Insassen. 1609 Erwähnung von Insassen, darunter keine Leprosen mehr. 1641 Die Stiftungen des Leprosen-Hospitals und des Armenhauses sind miteinander verbunden. 1831 Die Stiftung besteht noch.

Neukalen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georghospital

Ca. 500 m nördlich beim heutigen Friedhof an der Landstraße nach Dargun. Lage nicht genau bekannt.

1400

Anfang 17. Jh. Unterbringung von Witwen. 1637 Zerstörung des Hauses, Friedhof besteht weiter. 1647 Verlegung des St.-Georg-Hospitals in die Stadt. Nach 1850 Man lässt das Haus eingehen.

Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium, St.-Jürgenhospital mit Kapelle

Unbekannt

1421

1581 Erwähnung des Hospitals als Armenhaus St. Jürgen. 1618/48 St. Georg wird im Krieg zerstört.

Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern) - Strelitz-Alt

Leprosorium

Im heutigen Stadtteil Strelitz-Alt. Lage unbekannt.

Vor 1400

 

Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Nördlich vor dem ehemaligen Wockertor. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1400

 

Pasewalk (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

Georgenhospital für Aussätzige

Vermutlich ca. 100 m südlich vor dem Prenzlauer Tor auf Höhe der Hospitalstraße beim heutigen Roten Hospital. Lage nicht genau bekannt.

1408

1491 Erwähnung eines Georgenhospitals für Aussätzige mit Kapelle. 1657 Niedergebrannt.

Penkun (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georgenhospital

Nordöstlich vor dem ehemaligen Stettiner Tor. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1712 Abgebrannt.

Penzlin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Unbekannt

Vor 1400

 

Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Siechenhaus, St.- Georgshospital, St.-Jürgen-Stift

Unbekannt

Vor 1400

Kapelle hat bis ins 17. Jh. bestanden.

Rambin auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgenhaus

Ca. 300 m östlich beim Kloster St. Jürgen.

1334

17. Jh. Altenheim für Pfründner. 1818 Modernisierung. 1823 Hälfte der Kapelle wird zu Verwaltungsräumen. 1839 Kapelle wird restauriert. Seit 19. Jh. Stift wird als Kloster genutzt. Nach 1945 Einzug von Umsiedlern. 1996 Altenheim. 2021 Kunstgalerie in der Kapelle.

Rehna (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

Siechenhaus

Südwestlich vor dem Tor an der Straße nach Bülow. Lage nicht genau bekannt.

1541

 

Ribnitz-Damgarten I (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) - Damgarten

St.-Georg- oder St.- Jürgenhospital

Im heutigen Stadtteil Damgarten. Lage unbekannt.

1352

Seit 1402 St. Jürgenkapelle.

Ribnitz-Damgarten II (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) - Ribnitz

St.-Georgshospital mit Kapelle, Leprosorium

Im heutigen Stadtteil Ribnitz. Lage unbekannt.

1339

1472 Neuerrichtung. 1562 Die Kapelle ist nicht mehr in Gebrauch und verfallen.

Richtenberg (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georghospital

Nordöstlich vor dem ehemaligen Stralsunder Tor. Lage nicht genau bekannt.

1339

1343 Weitere Erwähnung.

Röbel (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georgenhospital

Unbekannt

1577

 

Rostock I (Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georg-Hospital

Ca. 500 m südlich vor dem Steintor auf Höhe der St.-Georg-Straße beim heutigen Grundstück an der 2. St.-Jürgen-Straße 14.

1260

1618/48 Kapelle im Krieg zerstört.

Rostock II (Mecklenburg-Vorpommern) - Rövershagen

Siechenkirche Hl. Georg

Ca. 15 km nordöstlich in Rövershagen. Lage nicht genau bekannt.

1395

Der Rat der Stadt Rostock besaß das Patronatsrecht der Kapelle.

Sagard auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosenhaus

Unbekannt

1352

 

Schwaan (Landkreis Rostock, Mecklenburg- Vorpommern)

Leprosorium

Vermutlich ca. 400 m östlich vor dem ehemaligen Brückentor. Lage nicht genau bekannt.

1471

 

Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgenhospital

Vermutlich ca. 500 m südlich am heutigen Platz der Jugend zwischen Ostorfer See und Burgsee am ehemaligen Flüsschen Seeke. Lage nicht genau bekannt.

1288 o. 1298

1533 Kapelle eingestürzt.

Stavenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Unbekannt

Vor 1400

 

Sternberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

Domus leprosorum, St.-Georgs-Hospital

Nordwestlich vor dem ehemaligen Luckower Tor. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1361

Nach 1659 Abbruch des Hauses. 1905 Abbruch der Kapelle.

Stralsund I (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium St.-Georgshospital oder St.-Jürgenshospital am Strande

Vermutlich ca. 800 m nordwestlich vor dem Kniepertor beim St.-Jürgen-Friedhof in der Nähe der Brunnenaue. Lage nicht genau bekannt.

1274

1278, 1292 Erwähnungen als St.-Georgs-Hospital. 1302 Fürstliche Erlaubnis für den Bau einer Mühle. 1311, 1316 Testamentarische Zuwendungen. 1317 Ersterwähnung der Kapelle. 1320-1337 Zahlreiche Zuwendungen. 1337 Erwähnung von drei Provisoren und 40 Insassen, vermutlich auch Pfründner. 1338-1344 Zahlreiche Zuwendungen. 1348 Erweiterung der Gebäude. 1547 Abbruch der Kapelle. Später Wiederaufbau. 1632 Zerstörung der Gebäude. Verlegung als Pfründnerhaus an die Mönchstraße.

Stralsund II (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern) - Pantelitz-Pütte

St.-Jürgenhaus, Den Aussätzigen bei Pütte.

Ca. 9 km westlich bei Pütte am Weg nach Pantelitz. Lage nicht genau bekannt.

1336

1343 Testamentarische Zuwendung. 1559 Letzte Erwähnung.

Tessin (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern) - Basse

St.-Georghospital, St.-Jürgenhospital

Ca. 8 km südöstlich an der Straße nach Demmin bei Basse.

Unbekannt

1637 Verwüstet.

Teterow (Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georgskapelle

Ca. 100 m nordwestlich vor dem Rostocker Tor auf Höhe des St.-Jürgen-Weges. Lage nicht genau bekannt.

1514

Ende 17. Jh. St.-Georg-Armenhaus.

Trent auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

Leprosorium

Unbekannt

Unbekannt

Zwischen 1560 und 1570 Abbruch.

Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgenhospital mit Kapelle

Östlich vor dem Steintor an der Straße nach Grimmen. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1346

1790 Abbruch der Kapelle.

Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georghospital,  Siechenhospital

Unbekannt

1359

Später Armenhaus. 1892 Krankenhaus.

Usedom (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georg- oder St.- Jürgenhospital mit Kapelle

Ca. 200 m nördlich an der heutigen Swinemünder Straße in der Nähe des heutigen Jürgensees. Lage nicht genau bekannt.

1480

 

Wesenberg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georgenhospital

Nordwestlich vor dem ehemaligen Wendischen Tor. Lage nicht genau bekannt.

16. Jh.

1701 Die Kapelle ist noch vorhanden. 1706 Die Kapelle wird wahrscheinlich bei einem Brand vernichtet.

Wismar I (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Jürgen-Hospital

Unmittelbar westlich vor dem um 1250 bestehenden ehemaligen Stadttor auf dem Areal der heutigen St.-Georgen-Kirche an der Straße nach Lübeck.

1260

Um 1290 Verlegung nach Westen vor das (neue) Lübsche Tor. Siehe Wismar II.

Wismar II (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern)

Leproserie, St.-Jakobs-Haus

Westlich vor dem ehemaligen Lübschen Tor. Lage nicht genau bekannt.

1290

Um 1290 Nachfolge von Wismar I. Um 1480 Das Leprosorium besteht noch.

Wismar III (Landkreis Nordwestmecklenburg, Mecklenburg-Vorpommern) - Weitendorf

Leprosorium

Ca. 7 km westlich in Weitendorf bei der Kapelle an der Straße nach Lübeck.

1395

14. Jh. Gründung als Ersatz für das aufgegebene Leprosorium Wismar I. 1411 Erneuert.

Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern)

St. Jürgen

Unbekannt

Vor 1400

1554 Das Leprosorium besteht noch, soll aber abgerissen werden.

Wolgast I (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern)

St.-Georg- oder St.-Jürgenhospital

Ca. 400 m nordwestlich bei der St.-Jürgen-Kapelle.

1380

Ab 1400 Armenhaus. 15. Jh. Neubau der Kapelle. 1710 Pesthaus. Nach 1710 Armen- und Begräbniskirche. Ab 1940 Kriegsgefangenenlager. 1954 Nach Renovierung Nutzung als Winterkirche und Veranstaltungsraum. 2021 Kirchliche Nutzung der Kapelle.

Wolgast II (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) - Kröslin

St.-Georg-Hospital

Ca. 9 km nördlich in Kröslin. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

 


Niedersachsen

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Achim (Landkreis Verden, Niedersachsen)

St.-Laurentius-Kirche

Ca. 200 m westlich bei der Kirche St. Laurentius, Kleine Kirchenstraße 5.

Unbekannt

2016 An der St.-Laurentius-Kirche wird ein Loch im Mauerwerk als Lepraspalte identifiziert. Kein Leprosenhaus bekannt.

Alfeld (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen)

Domus leprosorum

Ca. 400 m südwestlich vor dem ehemaligen Leine-Tor an der Straße von Göttingen nach Hannover. Lage nicht genau bekannt.

1442

Bis Mitte 17. Jh. Siechenhaus und Pesthospital, dann Armenhaus.

Artlenburg (Landkreis Lüneburg, Niedersachsen)

Leprosenhaus

Südlich an der Straße nach Lüneburg. Lage nicht genau bekannt.

1364

1900 Nichts mehr erhalten.

Bad Gandersheim (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

Siechenhaus

Ca. 2 km südlich an der Straße nach Nordheim nördlich vor dem Gut Rimmerode. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

18. Jh. Armenhaus. Um 1985 Wohnhaus.

Bad Iburg
(Landkreis Osnabrück, Niedersachsen)

St.-Clemens-Kirche mit Hagioskop

Schlosskirche im Ort.

13. Jh.

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Bleckede (Landkreis Lüneburg, Niedersachsen)

St.-Jürgen-Hospital

Vermutlich ca. 600 m südöstlich bei der EVDB AG, Fritz-von-dem-Berge-Straße 40. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1354

1903 Elektrizitätswerk.

Bockenem (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen)

Leprahospital

Westlich vor dem ehemaligen Stadttor auf Höhe der heutigen Bönnier Straße am Fluss Nette. Lage nicht genau bekannt.

1349

1900 Armenhaus.

Bodenwerder (Landkreis Holzminden, Niedersachsen)

Altes Siechenhaus

Vermutlich südöstlich am rechten Weserufer am Beginn der Linser Straße. Lage nicht genau bekannt.

1245

1812 Niedergerissen. Nach 1812 Neubau für den Revierförster, genannt das Alte Siechenhaus.

Bokelesch (Gemeinde Saterland, Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen)

Johanniterkapelle Bokelesch

Im Ort.

1250

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Bramsche (Landkreis Osnabrück, Niedersachsen)

Siechenhaus

Vermutlich östlich an der Hasestraße beim Krankenhaus. Lage nicht genau bekannt.

Mitte 16. Jh.

Seit 1917 Krankenhaus.

Braunschweig (Niedersachsen)

Siechenhaus

Ca. 800 m östlich vor dem ehemaligen Magnitor an der Straße nach Magdeburg bei der Kapelle St. Leonhard.

1230

 

Burgdorf (Landkreis Region Hannover, Niedersachsen)

Siechenhaus

Südwestlich vor dem ehemaligen Hannoverschen Tor, vermutlich beim Alten Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1900 Armenhaus.

Celle (Landkreis Celle, Niedersachsen)

Leprosenhaus

Ca. 1 km südöstlich vor dem ehemaligen Steintor an der Braunschweiger Heerstraße gegenüber der St.-Georg-Kirche Blumenlage.

1392

1657 Kapelle wird zum Altarraum eines größeren Anbaus. 1963 Abbruch des Hospitals. 2021 St.-Georg-Kirche vorhanden.

Cloppenburg (Landkreis Cloppenburg, Niedersachsen) - Bethen

Sykenhaus

Ca. 2,5 km nordöstlich im heutigen Ortsteil Bethen bei der Antoniuskapelle an der alten flämischen Handelsstraße nach Bremen.

Vor 1492

1540 Das Haus besteht nicht mehr.

Dannenberg (Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen)

St.Jürgen-Hospital

Nordöstlich vor dem ehemaligen Marschtor an der Brücke über die Jeetzel. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Später Armenhaus. 1885 Abbruch.

Dassel (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

Siechenhaus

Östlich an der Straße nach Einbeck. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

18. Jh. Herberge.

Dornum-Nesse (Landkreis Aurich, Niedersachsen)

St.-Marien-Kirche

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Dornum-Roggenstede (Landkreis Aurich, Niedersachsen)

Roggensteder Kirche

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Dornum-Westeraccum (Landkreis Aurich, Niedersachsen)

Fischerkirche St. Petri

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Duderstadt (Landkreis Göttingen, Niedersachsen)

Domus leprosorum

Ca. 800 m nordwestlich vor dem ehemaligen Westertor bei der St.-Martini-Kapelle, dem Altenpflegeheim St. Martini und dem St.-Martini-Krankenhaus nahe der Hahle.

1347

1747 Altersheim. 1908 Krankenhaus.

Einbeck I (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

Leprosorium, Siechenhaus

Ca. 700 m südöstlich vor dem ehemaligen Altendorfer Tor bei der Kapelle St. Bartolomäi.

13. Jh.

15. Jh. Neubau der Kapelle anstelle eines Vorgängerbaus. 1510 Kapellenanbau. Seit 16. Jh. Armenhaus. 2021 Nutzung für Andachten, Theater und Ausstellungen.

Einbeck II (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

Leprosorium

Vermutlich ca. 1,5 km südöstlich vor dem ehemaligen Altendorfer Tor an der Brücke über die Ilme. Lage nicht genau bekannt.

Um 1400

1494 Kapelle neu errichtet. 16. Jh. Armenhaus. 1761 Kapelle durch feindliche Truppen niedergerissen. 1893 Fachwerkhaus.

Emden (Niedersachsen)

Lazarus-Haus, Ziekenhuis

Südöstlich unmittelbar vor dem ehemaligen Herrentor am Standort des heutigen Heerens Hotels in der Friedrich-Ebert-Straße 67.

1403

1603 Bestand des Lazarus-Hauses (auch Ziekenhuis genannt). Nach 1603 Vermutlich Armenhaus. 2022 Hotel am Standort des Lazarus-Hauses.

Esens-Stedesdorf (Landkreis Wittmund, Niedersachsen)

St.-Aegidien-Kirche

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Esens-Werdum (Landkreis Wittmund, Niedersachsen)

St.-Nicolai-Kirche

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Ganderkesee (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen)

Kirche St. Cyprian und Cornelius

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Georgsmarienhütte
(Landkreis Osnabrück, Niedersachsen) – Kloster Oesede

Kirche St. Johann mit Hagioskop

In Kloster-Oesede

12. Jh.

1980 Freilegung eines Hagioskops im Norden des östlichen Langhauses.

Gifhorn (Landkreis Gifhorn, Niedersachsen)

Leprosorium

Ca. 100 m nordwestlich vor dem ehemaligen Stadttor an der Ise beim Alten Friedhof bei der „Floristik am Friedhof Maja“, Am Weinberg 6.

1382

1813 Zerstörung der Kapelle. 1841 Als Fachwerkbau wieder hergestellt. 1971 Verkauf und Abbruch.

Goslar (Landkreis Goslar, Niedersachsen)

Domus leprosorum

Ca. 300 m nordöstlich vor dem ehemaligen Breiten Tor bei der heutigen Christuskirche an der Straße Am Siechenhof.

1265

16. Jh. Krankeneinrichtung. 1750 Abbruch der Kapelle. Neubau der heutigen Kirche. 1870 Auflösung der Stiftung. Weiterführung der Krankenpflege, auch in der Kapelle. Seit 1951 Wieder Gotteshaus.

Göttingen I (Landkreis Göttingen, Niedersachsen)

Domus leprosorum

Ca. 300 m nördlich vor dem ehemaligen Weender Tor beim Bartholomäusfriedhof.

1311

1546 Abbruch der Kapelle. 1626 Abbruch des Spitalgebäudes. Bis 1881 Nutzung des Friedhofs als Begräbnisstätte.

Göttingen II (Landkreis Göttingen, Niedersachsen) -  Reinhausen

Für die „armen lüde de de Suke hebben“, Siechenhaus

Ca. 9 km südöstlich in Gleichen-Reinhausen an der Straße von Diemarden. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1460

1756 Abbruch.

Göttingen III (Landkreis Göttingen, Niedersachsen) - Rittmarshausen

Siechenhaus

Ca. 15 km südöstlich in Gleichen- Rittmarshausen, vermutlich an der Straße In der Klappe. Lage nicht genau bekannt.

1636

 

Gronau (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen)

Hospital St. Georgii

Vermutlich ca. 400 m östlich an der Steintorstraße auf Höhe der Georgstraße. Lage nicht genau bekannt.

1439

1900 Altenheim.

Hameln (Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen)

De seken to Wangelist

Ca. 1,5 km südlich im Stadtteil Wangelist an der Straße nach Bad Pyrmont bei der St.-Annen-Kapelle.

1431

1556 Armenhaus. 1790 Neubau des Haupthauses. Bis 1967 Altenheim. 1969 Abbruch. 2021 St.-Annen-Kapelle vorhanden.

Hannover (Landkreis Region Hannover, Niedersachsen)

Capella leprosorum extra muros

Ca. 200 m nördlich bei der St.-Nikolai-Kapelle.

Vor 1259

1325 Erweiterung der Kapelle um den Chor. 16. Jh. Friedhofskapelle. 1742 Renovierung des Langhauses. Bis 1866 Nutzung des Friedhofs. 1943 Zerstörung der Kapelle, die Ruine bleibt erhalten. 1950er Jahre Abbruch des Kirchenschiffs zugunsten der Straße Goseriede. 2021 Ruine des Chors erhalten.

Hannoversch Münden (Landkreis Göttingen, Niedersachsen)

Leprosorium

Vermutlich ca. 1,5 km südlich auf Höhe des Siechenbergweges an der Straße nach Kassel. Lage nicht genau bekannt.

1443

1731 Abbruch. 2021 Straße Siechenbergweg.

Hardegsen (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

Leprosorium

Vermutlich ca. 400 m östlich an der Straße nach Göttingen. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1725 Abbruch des Armenhauses. 1900 Wirtshaus.

Haselünne (Landkreis Emsland, Niedersachsen)

Siechenhaus

Unbekannt

1623

1623 Zerstört.

Helmstedt (Landkreis Helmstedt, Niedersachsen)

St.-Annen-Hospital

Ca. 600 m westlich vor dem ehemaligen Braunschweiger Tor bei den Lübbensteinen. Lage nicht genau bekannt.

1488

1642 Zerstört.

Hessisch Oldendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont, Niedersachsen)

Siechenhaus

Ca. 300 m östlich vor dem ehemaligen Ostertor (heute Ostertorkreisel) am Ende der Straße Glockenanger.

1464

Seit 1530 Hospital zum Hl.-Geist. 1750 Auf einer Flurkarte ist das Siechenhaus eingezeichnet. 19. Jh. Armenhaus.

Hildesheim I (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen)

Katharinen-Hospital

Ca. 200 m nordöstlich vor dem ehemaligen Ostertor an der Ecke Katharinenstraße / Einumer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1270

1321 Das Hospital wird zu klein. Begrenzung auf 30 Personen. 1424 Der Rat begrenzt die Zahl der Gesunden auf acht Personen.

Hildesheim II (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen)

St. Crucis, Aussätzigen-Hospital, Leprosenhaus zum Hl. Kreuz

Ca. 50 m südöstlich vor dem ehemaligen Goschentor beim St.-Lamberti-Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1411

 

Hildesheim III (Landkreis Hildesheim, Niedersachsen)

Domus leprosorum

Ca. 400 m westlich vor dem ehemaligen Dammtor an der Nordseite des Bergsteinwegs vor der Brücke über den Kupferstrang. Lage nicht genau bekannt.

1422

1721 Karte mit Darstellung des Hospitals der Leprosen „vulgo Siechenhaus“.

Hinte
(Landkreis Aurich, Niedersachsen) - Suurhusen

Kirche mit Hagioskop

Östlich am Ortsrand.

13. Jh.

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Königslutter am Elm (Landkreis Helmstedt, Niedersachsen)

Sondersiechenhaus mit Kapelle

Ca. 200 m westlich an der Straße nach Braunschweig vor der Querung des Flüsschens Heidteichsriede an der Straße Kluskamp. Lage nicht genau bekannt.

1470

1476 Erweiterung des Siechenhofes durch eine Klus. 1490 Neubau der Kapelle. 1583 Armenhaus „Klus“. 1891 Abbruch der Kluskapelle. 2021 Armenhaus nicht erhalten, vermutlich Fachwerkhaus an derselben Stelle.

Lingen (Landkreis Emsland, Niedersachsen)

Antonius-Gasthaus

Ca. 200 m nordwestlich beim heutigen Ehrenmal auf dem Alten Friedhof an der damaligen Straße nach Meppen. Lage nicht genau bekannt.

1350

Später Armenhaus.

Lüchow (Landkreis Lüchow-Dannenberg, Niedersachsen)

St.-Jürgen-Hospital

Vermutlich westlich vor dem ehemaligen Drawehner Tor am Beginn der heutigen Georgstraße. Lage nicht genau bekannt.

1417/1477

Ersterwähnung: Kapelle 1417, Hospital 1477. Später Altenheim.

Lüneburg (Landkreis Lüneburg, Niedersachsen) - Bardowick

Nikolaihospital

Ca. 5 km nördlich in Bardowick bei der St.-Nikolai-Kirche.

1251

1310 Bau der Kapelle. 16. Jh. Altenheim. 2021 Kapelle und diverse Gebäude erhalten.

Melle (Landkreis Osnabrück, Niedersachsen)

Leprosenhaus

Südlich vermutlich an der Straße nach Altenmelle. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Meppen (Kreis Emsland, Niedersachsen)

Den armen luden in den sekenhus, Gertrudenhospital

Unbekannt

1458

 

Moringen (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

Nikolaus-Hospital

Ca. 50 m nördlich an der Straße nach Einbeck beim heutigen Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen MRVZN. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Neustadt am Rübenberge (Landkreis Region Hannover, Niedersachsen)

Nikolaistift

Vermutlich ca. 1 km nördlich in der Nähe der Nicolaitorstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Northeim (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

St.-Georg-Hospital

Ca. 1 km nordöstlich jenseits der Rhume am Siechenanger.

1432

16. Jh. Umwandlung in ein Hospital, danach Altenheim. 18. Jh. Abbruch des Hauses und Neubau. Die Kapelle bleibt unverändert. Bis 2012 Obdachlosenunterkunft. 2021 Haus und Kapelle erhalten.

Oldenburg (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen)

Sekenhus, Hus der utsettischen

Ca. 500 m nördlich bei der St.-Gertruden-Kapelle (Gertrudenfriedhof).

1345

Um 1250 Bau der Kapelle. 1428 Ersterwähnung der Kapelle. 1480 Umbau der Kapelle. 1581 Gertruden-Armenhaus (1838 Abgebrannt). 1791 bis 1874 Gertrudenkirchhof ist Hauptfriedhof der Stadt. 2021 Kapelle vorhanden.

Osnabrück (Landkreis Osnabrück, Niedersachsen)

Domus leprosorum, Siechenhaus

Ca. 1 km nördlich vor dem ehemaligen Hasetor auf dem Gelände der heutigen Handwerkskammer, Bramscher Straße 134.

1278

Ab 1770 Gastwirtschaft.

Osterode am Harz (Landkreis Göttingen, Niedersachsen)

Siechenhof

Ca. 500 m nordwestlich bei der Straße Am Röddenberg an der Brücke über die Söse. Lage nicht genau bekannt.

1360

 

Peine (Landkreis Peine, Niedersachsen)

Siechenhaus, Horst-Stiftung

Vermutlich ca. 200 m westlich auf Höhe der Straße Kniepenburg. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

19. Jh. Armenhaus.

Quakenbrück (Landkreis Osnabrück, Niedersachsen)

Siechenhaus St. Antoni

Ca. 200 m südöstlich vor dem ehemaligen Steintor (Antonipforte) beim „Evangelischen St. Antoni Stift Altenheim“ in der Vehmestraße 22.

Gründung 1348

17. Jh. Kapelle ist zerstört. Ab 19. Jh. Armenhaus. 1960er Jahre Abbruch der alten Gebäude. Neubau des Seniorenwohnstifts „Evangelische St.-Antoni-Stiftung”.

Rinteln (Landkreis Schaumburg, Niedersachsen)

Siechenhaus

Südlich vor dem ehemaligen Seetor. Lage nicht genau bekannt.

1617

17. Jh. Erwähnung.

Schortens (Landkreis Friesland, Niedersachsen)

St.-Stephanus-Kirche

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Stade (Landkreis Stade, Niedersachsen)

Siechenhof, Gertrudenstift

Vermutlich ca. 1 km nordwestlich auf Höhe des heutigen Gertrudenwegs. Lage nicht genau bekannt.

1307

1319 Aus dem Leprosorium wird das Gertrudenstift. 1712 Zerstört.

Stadthagen (Landkreis Schaumburg, Niedersachsen)

Leprosenheim Johannishof, Johannis-Siechenheim

Ca. 300 m nordöstlich an der Vornhäger Straße bei der Abzweigung der Probsthäger Straße.

1394

1312 Bau der Kapelle durch Graf Adolf V. 1329 Schenkung von Leprosorium und Kapelle an das Kloster Obernkirchen. 1403 Übergang des Patronatsrechtes auf den Rat der Stadt. 1500 Umwandlung in ein Armenhaus. 17. Jh. Zwei Gebäude. 1920er Jahre Nutzung der Kapelle als Leichenhalle, danach als Holzlager. 1945 Errichtung von Behelfswohnbaracken. 1953 Nach Beseitigung der Baracken Instandsetzung der Kapelle durch die Martini-Gemeinde. 1955 Weihe der Kapelle und Nutzung zu Wochenschluss-Andachten. 1979 Kapelle Eigentum der Martini-Gemeinde. 1980 Nutzung der Wohngebäude nach Sanierung als Atelier- und Wohnhaus.

Stadtoldendorf (Landkreis Holzminden, Niedersachsen)

Leprosenhaus

Nordöstlich vor dem ehemaligen Burgtor an der heutigen Burgtorstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Bis 1875 Bestand des Hauses.

Uelzen (Landkreis Uelzen, Niedersachsen)

Leprosorium

Ca. 1 km nördlich vor dem ehemaligen Lüneburger Tor bei der St.-Viti-Kapelle.

1406

1866 Im Gebäude wird ein Städtisches Krankenhaus eingerichtet. 2020 Kapelle noch vorhanden.

Uslar (Landkreis Northeim, Niedersachsen)

Leprosorium

Vermutlich ca. 1,5 km nordwestlich bei der Straße Georgshof. Lage nicht genau bekannt.

1504

 

Vechta (Landkreis Vechta, Niedersachsen)

Siechenhaus

Ca. 400 m südlich an der Münsterstraße bei der Seekenkapelle.

1475

2022 Seekenkapelle, Neubau von 1885, erhalten. Straßen: An der Seekenkapelle und Am Seekenhof.

Verden I (Landkreis Verden, Niedersachsen)

Domus leprosorium

Nördlich vor dem ehemaligen Nordertor. Lage nicht genau bekannt.

1340

1600 Neubau. Bis 1903 Prövnerinnenhaus, dann Umbau zur Zigarrenfabrik.

Verden II (Landkreis Verden, Niedersachsen)

Leprosorium

Südöstlich vor dem ehemaligen Neuen Tor an der Straße nach Eitze. Lage nicht genau bekannt.

1449

 

Wildeshausen (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 100 m östlich bei der ehemaligen Heiliggeistkapelle. Lage nicht genau bekannt.

1339

1339/1350 Bau der Heiliggeistkapelle. 1444 Erneuert. 1616 Verfallen. 1623 Zerstört. 1647 Kapelle auf einer Ansicht von Merian (Stich).

Winsen an der Luhe (Landkreis Harburg, Niedersachsen)

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 300 m südlich beim St.-Georg-Stift und der gleichnamigen Kapelle.

1401

1414 Weitere Erwähnung. 1445 Erstmaliger Nachweis der Kapelle. 1506−1910 Pfründnerhaus und Altersheim. 1750 Neubau der Kapelle. 1766 Neubau des Hospitals. 1903 Neubau der Kapelle. 1966 Sanierung des Hospitals. 1966−1989 Museum. 1993 Nutzung von Gebäude und Kapelle durch die Arbeiterwohlfahrt. 2021 Eine Tafel am Haus erinnert an die frühere Nutzung.

Wittmund-Blersum (Kreis Wittmund, Niedersachsen)

Blersumer Kirche

Im Ort

Unbekannt

Kirche mit Hagioskop. Kein Leprosorium.

Wunstorf (Landkreis Region Hannover, Niedersachsen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 400 m nördlich vor dem ehemaligen Nordtor hinter den damaligen Auebrücken. Lage nicht genau bekannt.

1396

1548 Das Leprosorium besteht noch.

 


Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Arnsberg I (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen)

Leproserie

Ca. 1 km westlich im Tal der Walpke, auch Seufzertal genannt. Lage nicht genau bekannt.

13. Jh.

1652 Abbruch. Auf dem Gelände wird 1670 ein Tiergarten angelegt.

Arnsberg II (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) - Neheim

Leprosenhaus

Ca. 1,5 km südöstlich vom heutigen Stadtteil Neheim jenseits der Ruhr auf dem Gebiet des ehemaligen Hofes Odenhausen. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Bochum (Nordrhein-Westfalen) - Wattenscheid

Melatenhaus der Leprosen an der Neukirche, Nyes melatenhus

Ca. 2,5 km südöstlich im heutigen Stadtteil Wattenscheid am Wattenscheider Hellweg bei der Kirche St. Maria Magdalena.

1439

1710 Leprosorium wird nur noch als Armenhaus benutzt.

Brilon (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 50 m westlich vor dem ehemaligen Oberen Tor (Lederker Tor) Ecke Altenbürener Straße und Strackestraße. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1350

 

Dortmund (Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum, Leprosenhaus auf der Gracht, St. Johannis-Siechenhof

Ca. 1 km östlich vor dem ehemaligen Ostentor am Hellweg zwischen Werder- und Klönnestraße am Standort eines früheren Ausfluglokals namens Funkenburg.

1263

Ab 1322 Aufnahme von Nichtleprosen. Ab 1500 Krankenhospital und Armenfürsorgeanstalt. 1786 Versteigerung von Kapelle und Hof zugunsten des Waisenhauses. 1792 Name: Funkenburg, später Ausflugslokal. 2021 Innenhof einer Wohnbebauung.

Geseke (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus

Ca. 1 km südwestlich bei der Seuchenlinde am Seuchenlinder Weg.

1486

1587 Geschlossen. 2021 Seuchenlinde mit Gedenksteinen.

Hagen (Nordrhein-Westfalen)

Leprosorium

Unbekannt

Unbekannt

1716 Urkundliche Ersterwähnung in einer Flurbeschreibung.

Hamm I (Nordrhein-Westfalen) - Daberg

Den armen leprosen up dem Daberge, Leprosenstift

Ca. 3 km südwestlich vor dem Westentor im Ortsteil Daberg an der Landstraße nach Kamen. Lage nicht genau bekannt.

1410

1676 Das Siechenhaus fällt an das Waisenhaus. 1765 Die zur Wohnung umgebaute Kapelle wird an einen Pächter übergeben. 1760 oder 1801 Verkauf.

Hamm II (Nordrhein-Westfalen) - Mark

Leprosenhaus

Ca. 2 km südöstlich im Ortsteil Mark hinter der Brücke über die Ahse an der Straße nach Soest. Lage nicht genau bekannt.

1517

Um 1880 Abbruch.

Hamm III (Nordrhein-Westfalen) - Heessen

Das seiken Hause. Siechenhaus, Rotes Läppchen

Ca. 2 km nordöstlich im Stadtbezirk Heessen an der Straße nach Beckum beim Christlichen Hospiz Hamm, Dolberger Straße 53, mit St.-Annen-Kapelle.

1514

17. Jh. Aufnahme Pestkranker, dann Verfall von Kapelle und Leprosorium. 1728 Neubau der Kapelle. Ab 1749 Armenhaus. Ende 18. Jh. Gaststätte „Zum Roten  Läppchen“ (bis 1984). Nach 1982 Sanierung der Kapelle. Seit 2004 „Christliches Hospiz Hamm“. Eine Stele erinnert an die ehemalige Funktion der Anlage.

Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Die leprosen häußer

Ca. 1,5 km nordwestlich am nördlichen Ruhr-Ufer bei der Ruhrbrücke an der Straße von Köln Richtung Norddeutschland. Lage nicht genau bekannt.

1624

 

Iserlohn I (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus für Leprose

Vermutlich ca. 300 m nördlich vor dem ehemaligen Unnaer Tor. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1719 Urkundliche Erwähnung.

Iserlohn II (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 400 m westlich an der Straße nach Limburg auf Höhe der Straße Kluse. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Kamen (Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen) - Rottum

Leprosenhof, Siechenhaus

Vermutlich ca. 1 km nordöstlich vor dem ehemaligen Ostentor an der Straße nach Hamm im heutigen Stadtteil Rottum. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1834 Verkauf des Leprosenhofes.

Lippetal I (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) - Herzfeld

Leprosenhaus mit Kapelle

Ca. 400 m südlich des heutigen Ortsteils Herzfeld an der Straße nach Soest auf Höhe der Straße Im Segenkamp an der Lippebrücke. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Lippetal II (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) - Lippborg

Siechenhaus

Ca. 100 m westlich des heutigen Ortsteils Lippborg an der Straße nach Ahlen.

1589

1680 Armenhaus. 1836 Emmerichs Kotten (Standort des Leprosenhauses) in der Preußischen Kartenaufnahme vermerkt.

Lippstadt (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum, Sekenhus

Ca. 1 km südlich vor dem ehemaligen Südertor bei der Straße Siechenkamp. Lage nicht genau bekannt.

1365

 

Marsberg (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen) - Niedermarsberg

Leprosorium, Siechenhaus

Ca. 200 m nordwestlich des heutigen Stadtbezirks Niedermarsberg vor dem ehemaligen Diemeltor bei der Josefskapelle an der Straße nach Paderborn und Warburg.

1348

1710 Neubau der Josefskapelle.

Medebach (Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Tabellehaus

Vermutlich ca. 200 m südlich vor dem ehemaligen Niedertor an der Straße Zum Tabellehaus. Lage nicht genau bekannt.

13. Jh.

 

Plettenberg (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenheim

Nördlich unmittelbar vor dem ehemaligen Untertor an der Stadtmauer. Lage nicht genau bekannt.

Um 1500

 

Rüthen I (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 500 m südöstlich an der Möhnebrücke. Lage nicht genau bekannt.

1550

1620 Verfallen. 1642 Neubau. 1761/62 Abbruch.

Rüthen II (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) - Kallenhardt

Seekenhaus, Sekenhüsken

Ca. 600 m nordöstlich des heutigen Stadtteils Kallenhardt bei der Siechenkapelle.

1563

 

Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 2 km nordöstlich an der Straße nach Gevelsberg in der Flur Am Schiefelbusch. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Siegen (Kreis Siegen-Wittgenstein, Nordrhein-Westfalen)

Melaatshus, Plaatshus, Malaten-Häuschen, Hus in der ailche ußetzigen lude inne wonent

Ca. 100 m südwestlich an der Straße nach Köln beim Siechhausweg bei der damaligen Mündung der Alche in die Sieg. Lage nicht genau bekannt.

1453

1474 Neubau. Zum Siechenhaus gehören die Martinikirche und der Friedhof.  Zw. 1502 u. 1574 Bürger werden zur Lepraschau nach Köln-Melaten geschickt. 1515 An der Martinikirche gibt es ein "siechen huhsgen uf den kirchhoff". Vermutlich war es ein Anbau an die Kirche, um den Leprakranken über ein Hagioskop die Teilnahme am Gottesdienst zu ermöglichen. Zw. 1550 und 1809 Rechnungstitel für das Siechenhaus. 1708 Nach einem Bericht des Magistrats gibt es seit 30 Jahren keine Kranken mehr im Siechenhaus.  2025 Siechenhausweg.

Soest (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum in Marbeke, Die armen leprosen to der Marbecke, Die armen Melaten zur Marbeke

Ca. 2 km südwestlich vor dem ehemaligen Jakobitor am Hellweg an der Straße nach Werl. Lage nicht genau bekannt.

1251

1251 Erwähnung von Leprosorium und Kapelle. 1265 Gewährung eines 40-tägigen Ablasses für Spenden zum Bau der neuen Kapelle. 1275, 1285, 1299 Gewährung weiterer Ablässe. 1277 Statuten für das Leprosorium mit Einsetzung des Stadtrats als Aufsichtsbehörde. 1288 Den Leprosen wird gestattet, sich im Arnsberger Wald mit Brennholz zu versorgen. Zw. 1291 und 1693 Zahlreiche Urkunden über Landkäufe und Geldanlagen. 1358 Bestätigung des Rechts auf Brennholz aus dem Arnsberger Wald. Um 1390 Erlass einer neuen Leprosenordnung im späten 14. Jh. 1417 Erwähnung von Provisoren. Zw. 1476 und 1588 Lepraschauen in Paderborn, Hamm und Köln mit Lepraschaubriefen. 1477 und 1508 Einsetzung neuer Priester durch den Stadtrat. 1532 Mit Einführung der Reformation wird die Messe durch eine Predigt des zweiten Predigers der Petrikirche ersetzt. 1587 Das Leprosorium wird Sitz der Leprosenbruderschaft der Grafschaft Mark. 1605 Neubau eines Hauses auf dem Hofgelände. 1618/48 Zerstörung im Krieg. 1639 Erneuerung der Leprosenordnung der Grafschaft Mark von 1587 mit Ausweitung auf die Grafschaft Arnsberg und die Stadt Dortmund. 1661 Zwei Insassen. 1756/63 Zerstörung der Kapelle im Siebenjährigen Krieg. Um 1810 Während der französischen Besatzung werden alle Armen- und Krankenfonds auf den 1705 gegründeten Kranken- und Waisenhausfonds übertragen.

Unna (Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen)

Seykenhus

Ca. 2 km nordöstlich am Uelzener Hellweg an der Straße nach Werl bei der heutigen Schranke an der Bahnlinie Unna–Hamm. Lage nicht genau bekannt.

1500

Um 1620 Siechenhaus brennt ab, danach Wiederaufbau. 1750 Das Haus ist abgebrochen, die Kapelle eine Ruine. 1816 Reste der Kapelle werden zur Ausbesserung des Hellwegs verwendet. 1866 Kirche (Ruine) wird noch erwähnt.

Warstein I (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 1,5 km südlich an der Straße nach Meschede bei der Kapelle Altenwarstein. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1494

 

Warstein II (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen) - Belecke

Siechhaus, Spital

Ca. 1 km nordwestlich des heutigen Ortsteils Belecke an der Straße nach Soest an der Kreuzkapelle.

1319

1718 Letzte Erwähnung.

Werl (Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen)

Seykenhus, Siechenhaus St. Jürgen

Vermutlich ca. 600 m südwestlich vor dem ehemaligen Büderichertor an der Unnaer Straße auf Höhe der Lindenallee (Verlängerung der St.-Georg-Straße). Lage nicht genau bekannt.

1330

 

Werne (Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum, Armen malaitschen seyken wonend uppe der Reytbecke buten Werne

Ca. 2 km südwestlich an der Landstraße von Werne nach Lünen in der Bauerschaft Lenklar bei der Rochuskapelle, Lünener Straße 149.

Vor 1497

1773 Verpachtung nach dem Tod des letzten Leprosen. 1867 Stadt kauft die Gebäude auf Abbruch. 1885 Errichtung der Rochuskapelle in Erinnerung an das Schicksal der Lepra-Kranken. 2022 Rochuskapelle erhalten.

Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 100 m nordöstlich an der Straße nach Dortmund. Lage nicht genau bekannt.

1607

 

 


Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Bad Salzuflen (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 1 km südöstlich an der Ecke Rudolph-Brandes-Allee und Walhallastraße.

Unbekannt

1881 Auf der Karte des Fürstenthums Lippe ist das Siechenhaus eingezeichnet.

Beverungen (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Sieckenhaus

Östlich vor dem ehemaligen Niedertor. Lage nicht genau bekannt.

1628

Nach dem 30-jährigen Krieg ist das Haus zerfallen, diente wohl trotzdem Armen als Unterkunft.

Bielefeld I (Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus St. Johannis. Siechenhaus

Nördlich vor dem ehemaligen Niederntor (auch Schildesche Pforte genannt) an der Straße nach Herford. Das heutige Johannesstift könnte eine Nachfolgeeinrichtung sein. Lage nicht genau bekannt.

1355

1461 Kein Leprosenheim mehr, Umwandlung in eine Armenanstalt.

Bielefeld II (Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Leprosenhuis

Ca. 3 km östlich an der Kreuzung der heutigen Eisenbahnlinie Bielefeld-Lage-Detmold mit der Heeper Straße. Lage nicht genau bekannt.

1475

1695 Die Kapelle dient als Strohscheune, danach wird die Besitzung zu einer kleinen bäuerlichen Stätte. 1750 Vernichtet.

Blomberg (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 500 m südwestlich an der Grenze der Gemarkung beim Hornbach.

1496

Nach 1496 Siechenhaus geht in den Besitz des Landesherrn des Grafen zur Lippe über. 1724 Stadt kauft das Siechenhaus bei Wilbasen, danach Verfall. 18. Jh. Aufgehoben.

Borgentreich I (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus für Lepröse

Ca. 200 m nordöstlich vor dem ehemaligen Emmerketor an der Ecke Bühner Straße und Alter Graben. Lage nicht genau bekannt.

1395

Ab 16. Jh. Wohnungen für Arme. 1800 Kapelle und Siechenhaus bestehen noch. Beginn 19. Jh. Abbruch des Siechenhauses. 2022 Straßennamen Sekenweg, Am Siekbach, An den Sekenkämpen.

Borgentreich II (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen) - Borgholz

Siechenhaus

Im heutigen Ortsteil Borgholz. Lage unbekannt.

Unbekannt

1677 Das verfallene Gebäude wird erneuert.

Borgholzhausen (Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen)

Leproserie

Unbekannt

1647

1647 Durch Brand zerstört.

Brakel (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus

Ca. 200 m südwestlich an der Warburger Straße bei der Brücke über den Siechenbach. Lage nicht genau bekannt.

1504

2022 Fluss Siechenbach und Straße Zum Siechenbach.

Büren (Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen)

Leprosorium

Unbekannt

1620

 

Detmold (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Westlich vor dem ehemaligen Bruchtor an der Bruchstraße. Lage nicht genau bekannt.

1460

1631 Noch erwähnt.

Herford (Kreis Herford, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum, Siechenhaus, Siechenhof

Nordöstlich vor dem ehemaligen Lübbertor in der Nähe der Werre an der Straße nach Minden. Lage nicht genau bekannt.

1333

Bis 1781 Haus vorhanden. 1808 Abbruch der Kapelle.

Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe, NRW) - Horn

Siechenhaus

Im heutigen Ortsteil Horn. Lage unbekannt.

1452

Möglicherweise lag das Horner Leprosorium ca. 4 km nordöstlich in Bad Meinberg, Kleppergarten.

Höxter (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhof

Ca. 500 m südlich vor dem ehemaligen Stummrigetor an der Godelheimer Straße beim Felsenkeller unterhalb des Ziegenberges gegenüber der damaligen Weserinsel „Werder“. Lage nicht genau bekannt.

1491

1621 Die letzte Erwähnung des Hauses. 1828 Fund von Grundmauern der Kapelle und von Hausratresten beim Bau der Godelheimer Straße.

Lemgo (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen)

Leprosorium St. Jürgen

Ca. 600 m nördlich an der Rintelner Straße auf Höhe der heutigen Siechenstraße. Lage nicht genau bekannt.

1342

1618/48 Kapelle wird zerstört. Das Leprosorium bleibt offensichtlich noch weiter bestehen, denn es ist noch die Rede von den "Armen zu St. Georg".

Lübbecke (Kreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen)

Bi den seken hus

Ca. 1 km nordöstlich vor dem ehemaligen Ostertor nördlich der Gehlenbecker Straße, westlich der Gabelung Bleichstraße / Burkampstraße. Lage nicht genau bekannt.

1351

 

Lügde (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 200 m südlich an der Straße nach Schieder in der Nähe der Kirche St. Kilian. Lage nicht genau bekannt.

1575

1583 Arme Leute Haus. 1670 Nicht mehr vorhanden.

Minden (Kreis Minden-Lübbecke, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum, Armen seken außerhalb der Mauern

Ca. 50 m südlich vor dem ehemaligen Simeonstor an der Bastau. Lage nicht genau bekannt.

1325

1529 Abbruch der Kapelle (sie steht zu nahe an der Stadtbefestigung) und 1538 Wiederaufbau. 1634 Kapelle und Gebäude werden im Krieg abgebrannt und abgebrochen.

Paderborn (Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus St. Georg, Leprosis pauperibus prope Balhorne

Ca. 400 m südwestlich vor dem ehemaligen Westerntor am alten Hellweg. Lage nicht genau bekannt.

1333

1740 Armenhaus.

Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen) - Wiedenbrück

Domus leprosorum

Vermutlich ca. 1,5 km nordöstlich des heutigen Stadtteils Wiedenbrück an der ehemaligen Landwehr. Lage nicht genau bekannt.

1504

Nach 1617 Eingegangen. 1787 Abbruch.

Salzkotten (Kreis Paderborn, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Unbekannt

1656

 

Schieder-Schwalenberg (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) - Schwalenberg

Siechenhaus

Vermutlich ca. 200 m nordwestlich der heutigen Ortschaft Schwalenberg an der Ecke der Straßen Unterm Fleck und Siechenrecke. Lage nicht genau bekannt.

1589

1636 Armenhaus.

Steinheim (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 200 m nördlich auf Höhe der Hospitalstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Warburg I (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Hospitale leprosorum buten den muren vor deme Molhuser dore

Östlich vor dem ehemaligen Kasseler Tor in der Nähe des Siekbaches. Lage nicht genau bekannt.

14. Jh.

2022 Namen Siekbach und Siekweg.

Warburg II (Kreis Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Leprosorium

Westlich vor dem ehemaligen Papenheimer Tor. Lage nicht genau bekannt.

1622

1622 Zerstört. 2022 Namen Siekbach und Siekweg.

 


Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Düsseldorf

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Brüggen (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen)

Siechen Hauß

Ca. 200 m südöstlich an der Klosterstraße.

1601

1601 Das Siechen Hauß ist auf der Krüchtener Karte eingezeichnet.

Dinslaken (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhuis

Ca. 500 m südlich vor dem ehemaligen Walsumer Tor im Winkel, wo Duisburger Straße und Alleestraße zusammentreffen.

1553

1659 Darstellung auf einer Karte. 1703 Letzte Erwähnung als Melatenhaus. Ende 18. Jh. Gebäude noch vorhanden.

Dormagen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus

Ca. 1 km nordwestlich an der Krefelder Straße auf Höhe der Virchowstraße/Am Niederfeld. Lage nicht genau bekannt.

1678

1712 Das Haus hat bis zu diesem Jahr bestanden.

Duisburg (Nordrhein-Westfalen)

Malatenhus, Melatenhuys, Kinderen

Ca. 1 km südlich vor dem Marientor im heutigen Stadtteil Hochfeld beim Übergang der Siechenhausstraße über die Heerstraße in die Musfeldstraße.

1405

1566 Der Corputius-Plan zeigt das Grundstück mit Gärten. 1664 Aufnahme gesunder Personen. 1665 Aufnahme von Pestkranken. 1691 Tod des letzten Leprosen. Das Haus steht danach leer. 1695 Kleinere Reparaturen. 1720 Einsturz. 2021 Straßenname Siechenhausstraße.

Düsseldorf I (Nordrhein-Westfalen) - Aaper Wald

Gotskotten, Siechenhaus im Aaper Wald

Ca. 6 km nordöstlich am Aaper Wald an der Straße nach Ratingen. Lage nicht genau bekannt.

1492

1712 Schließung. 1720 Abbruch.

Düsseldorf II (Nordrhein-Westfalen) - Gerresheim

Aldenhoven

Ca. 6 km östlich, vermutlich südöstlich von Gerresheim. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

1527 Weitere Erwähnung. 1712 Abbruch.

Düsseldorf III (Nordrhein-Westfalen) - Derendorf

Siechenhaus

Ca. 1 km nordöstlich bei der Einmündung der Collenbachstraße in die Nordstraße beim früheren Collenbach’schen Gut in Derendorf, Nordstraße 116.

1556

1570-1612 Zwischen 8 und 21 Insassen. 1581 Das Gebäude wird erweitert. 1712 Schließung. 1720 Abbruch.

Düsseldorf IV (Nordrhein-Westfalen) - Wittlaer

Siechenhaus, Lazari an der Lahr.

Ca. 14 km nördlich an der alten Landstraße nach Duisburg am ehemaligen Heidberg. Lage nicht genau bekannt.

1626

1663 Vermutlich Verlegung 750 m weiter südlich nach Froschenteich. 1845 Angeblich noch Reste des Siechenhauses sichtbar.

Düsseldorf V (Nordrhein-Westfalen) - Froschenteich

Siechenhauß, Sieken Hauß

Ca. 13 km nördlich an der alten Landstraße nach Duisburg bei Froschenteich.

1663

1663 Vermutliche Verlegung von Wittlaer. 1712 Niederlegung. 1806 Verpachtung des Grundstücks als Ackerland.

Emmerich am Rhein (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhuys, Melatenhaus, Siechenhaus

Nordwestlich wenige Minuten vom ehemaligen Steintor entfernt an der Straße nach Elten. Lage nicht genau bekannt.

1364

1382 Weihe des Friedhofs beim Siechenhaus. 1436 Erwähnung einer Lazarus-Kapelle. 1736 Das Leprosenhaus besteht noch.

Essen I (Nordrhein-Westfalen) - Rüttenscheid

Seichenhuise, ziekenkotten vur Essinde, casa infirmorum extra portam Kettwig

Ca. 2 km südlich an der Rüttenscheider Straße bei der Siechenhauskapelle.

1322

Ab 1726 Das Haus wird zu landwirtschaftlichen Zwecken und als Wohnhaus verpachtet. 1860 Verkauf des Hofes. Die Kapelle aus dem 15. Jh. wird im 2. Weltkrieg zerstört, danach wieder aufgebaut und dient seit 1971 als Anbetungskapelle.

Essen II (Nordrhein-Westfalen) - Werden

Siechenkaite

Ca. 2,5 km südöstlich von Werden in Heidhausen, in einem Braicken genannten Busch, dem heutigen Brakeler Wald. Lage nicht genau bekannt.

1556

1589/90 Nennung einer Siechenkaite. Das Leprosenhaus liegt "propter dem upgericht".

Essen III (Nordrhein-Westfalen) - Borbeck

Leprakotten

Ca. 4 km nordwestlich in Borbeck am Ende der Straße Weidkamp. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1930

Heinrich Knoop, ein in Kolumbien an Lepra erkrankter Priester des Salesianerordens, lebt von 1930 bis zu seinem Tod 1933 in einem Haus am Weidkamp.

Essen IV (Nordrhein-Westfalen) - Bredeney

Küpperkotten in Bredeney

Ca. 4 km südlich bei der Brachtstraße zwischen Alfredstraße und Bredeneyer Straße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1716 Der bäuerliche Kotten wird auf einem Vorgängerbau, dem früheren Leprakotten, errichtet.

Essen V (Nordrhein-Westfalen) - Stadtwald

Kluse

Ca. 4 km südlich an der Straße nach Werden.

Um 1300

14. Jh. Angeblich Wohnung einer aussätzigen Kapitularin. 1772 Ein Kölner Gutachten vermutet mittelalterliche Gründung für leprakranke Kapitularinnen. 1985 Kotten und Klusenkapelle werden in die Denkmalliste der Stadt aufgenommen.

Essen VI (Nordrhein-Westfalen) - Heisingen

Siechenkotten

Möglicherweise nördlich bei der heutigen Kirche St. Georg. Lage unbekannt.

Unbekannt

1493 Weihe der Kapelle St. Georg. Verbindung zu einem Siechenkotten ungewiss. 1881 Neubau der Kirche St. Georg.

Geldern (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 100 m nordwestlich an der Kreuzung der Straßen Kleve-Köln und Kapellen-Straelen nahe der Niers. Lage nicht genau bekannt.

1468

1439 Erwähnung eines Leprosen. Seit 1554 Leprosen-Bruderschaft. 1565 Leprosorium mit Einzelhäusern, Erlass einer Ordnung. 1589 Umbautes Hagioskop an der Pfarrkirche. 1703 Beschießung der Stadt. Zerstörung von Pfarrkirche und Leprosorium.

Goch (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Melaten Huys by onser stat Goch, Lazarus-Huys, Melaeten Huys

Südwestlich vor dem ehemaligen Frauentor an der Straße nach Hülm. Lage nicht genau bekannt.

1421

1621 Leprosorium besteht noch.

Grefrath (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) - Oedt

Maladenhaus

Ca. 200 m südöstlich des heutigen Stadtteils Oedt an der Straße nach Vorst. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Eine Karte der Gemeinde Oedt verzeichnet ein „Maladenhaus“.

Grevenbroich (Rhein-Kreis-Neuss, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Siechenhaus, Siegenhuis

Unbekannt

1560

1560 Erwähnung eines Siegenhuis für Broich.

Hamminkeln (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) - Ringenberg

Sieckenhuis

Ca. 4 km nördlich von Ringenberg zwischen Dingden und Loikum vor der Brücke über die Kleine Issel beim ehemaligen Kloster Marienfrede.

1607

1608 Niederlegung.

Kalkar I (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhaus, Melatenhuyse, Domus leprosorum

Unbekannt

1358

1444 Neubau an gleicher Stelle als Backsteinbau mit Strohlehmdach. 1473 Umzug in das neu erbaute Haus Kalkar II.

Kalkar II (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhaus. Leprosenbehausungh

Ca. 200 m südwestlich an der Gocher Straße, nahe der Abzweigung zum Monreberg. Lage nicht genau bekannt.

1473

1473 Nachfolger von Kalkar I. 1598 Zerstörung durch spanische Soldaten bei der Einnahme der Stadt. 1607 Wiederaufbau wahrscheinlich an der alten Stelle. Später teilweise Nutzung als Alten- und Armenhaus. 1640 Abbruch wegen Erweiterung der Stadtfestung.

Kalkar III (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) - Grieth

Siekenhuys

Ca. 6 km nördlich in Grieth. Lage nicht genau bekannt.

1587

1587 Nach Zerstörung durch ein Hochwasser Neubau an einem sicheren Ort.

Kempen (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Melatenhaus

Ca. 600 m südöstlich vor dem ehemaligen Engertor auf halbem Weg zur Kreuzkapelle auf Höhe der heutigen Straße Blatendoop.

1481

1659 Eine Karte des Amtes Kempen zeigt das Melatenhaus. 1700 Letzter Beleg in den Ratsprotokollen. 2021 Straßenname Blatendoop.

Kerken (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) - Nieukerk

Melatenhaus

Ca. 100 m nordwestlich von Nieukerk, Krefelder Straße 52.

1599

1599 Neubau nach Brand im Krieg. 1622 Erwähnung eines Leprosenhäuschens (überdachtes Hagioskop) an der Pfarrkirche neben dem Beinhaus. 1675 Weitere Erwähnung des Melatenhauses. 19. Jh. Darstellung des Melatenhauses auf einer Karte von Buyx (1795 bis 1882).

Kevelaer I (Kreis Kleve (Nordrhein-Westfalen)

Malathenhaus am Willigenbosch

Vermutlich ca. 1 km südöstlich an der Straße nach Geldern. Lage nicht genau bekannt.

1640

 

Kevelaer II (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) - Winnekendonk

Rekollektenhaus, Kolletenhaus

Evtl. ca. 2 km östlich am äußersten Ende der Gemeinde Winnekendonk am Weg nach Kapellen, evtl. vor der Abzweigung nach Xanten. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Kleve I (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Melatenhaus, Lazarenhaus, Siechenhaus

Ca. 200 m südwestlich vor dem ehemaligen Hag´schen Tor an der Straße nach Materborn zwischen der heutigen Hoffmann-Allee und der Triftstraße.

1408

1451 Ersterwähnung der Kapelle. 1560 Leprosen-Ordnung, Erwähnung einer Gilde mit Brüdermeistern. 1622 Vier Leprose. 1650 Älteste Zeichnung der Leprosen-Anlage. 1668 Ausweisung der Leprosen und Vermietung des Hauses. 1694 Abbruch und Neubau eines Postgebäudes. 1933 Wirtshaus. Bis 1944 Café Lindeck.

Kleve II (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen) - Bedburg-Hau - Qualburg

Leprosorium

Ca. 3 km südöstlich in Qualburg. Lage nicht genau bekannt.

1622

1622 Vier Insassen.

Kranenburg (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Melatenhaus

Ca. 800 m nordwestlich vor der ehemaligen Nimweger Pforte auf Höhe der Nimweger Straße 46. Lage nicht genau bekannt.

1665

1442 Gründung einer Sebastianbruderschaft oder Sebastiangilde. 1516 Bestätigung der Gilde durch den Herzog von Kleve. 1665 Erwähnung des Melatenhauses.

Krefeld (Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Blaetenhaus, Melatenhaus

Südlich vor dem ehemaligen Fischelner Tor in der Nähe der Hochstraße am heutigen Südwall. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1447

1519 Erwähnung des Melatenhauses. 1584 Vermutlich beim Stadtbrand nicht zerstört. 1642 Darstellung des Siechenhauses an der Hochstraße auf einer Karte der Schlacht bei Krefeld.

Krefeld (Nordrhein-Westfalen) - Uerdingen I

Leprosenhaus am Kohlenplatz

In Uerdingen, vermutlich ca. 400 m südöstlich vor dem ehemaligen Rheintor an der heutigen Düsseldorfer Straße am Rhein. Lage nicht genau bekannt.

1561

1631 Erwähnung des Leprosoriums am Kohlenplatz.

Krefeld (Nordrhein-Westfalen) - Uerdingen II

Leprosenhaus, Siechenhaus, Siegen Hauss

In Uerdingen nördlich vor dem ehemaligen Niedertor an der heutigen Niederstraße. Lage nicht genau bekannt.

1646

 

Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) - Büderich

Siegenhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m südlich bei der heutigen Kreuzung Neusser Straße / Oststraße. Lage nicht genau bekannt.

1672

1672 Zerstörung des Siechenhauses im Krieg. 1677 Eine Karte verzeichnet ein Leprosenhaus.

Moers (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen)

Leprosorium

Ca. 2 km östlich an der Homberger Straße am Westerbruchgraben, vermutlich auf Höhe der Römerstraße. Lage nicht genau bekannt.

1613

1577 Bau eines Hagioskops an der reformierten Kirche. 1613−1680 Nennung von Leprosen in den Kirchenbüchern, die am Westerbruch wohnen. 1654 Das Leprosorium soll renoviert werden. 1664 und 1671 Ausführung der Renovierungsarbeiten.

Mönchengladbach I (Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 7 km südlich bei Odenkirchen an der Straße nach Jüchen. Lage nicht genau bekannt.

1603

 

Mönchengladbach II (Nordrhein-Westfalen) - Wickrath

Sieghauß

Vermutlich ca. 1,5 km von Wickrath östlich an der Straße nach Odenkirchen. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1682

 

Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen)

 

Unbekannt

1594

1611 Das Leprosorium besteht noch.

Nettetal (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) - Kaldenkirchen

Blaten hauß, Syckenhaus

Ca. 2,5 km südlich Am Hülst. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Um 1800 Blatenhaus Weg. 1824 Das Syckenhaus ist noch belegt.

Neukirchen-Vluyn
(Kreis Wesel, NRW)

Dorfkirche Neukirchen mit Bethäuschen.

In Neukirchen

Gründung 1577

1577 Bau eines Häuschens neben der reformierten Kirche, damit die Aussätzigen hier beten und das Wort Gottes hören konnten.

Neuss I (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum, Sekenhuis

Ca. 1 km nördlich vor dem ehemaligen Rheintor an der Abzweigung der Fesserstraße von der Düsseldorfer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1346

Um 1474 Zerstörung von Leprosorium und Kapelle. 1482/96 Städtische Almosenbriefe zum Wiederaufbau. 1501 Nachweis der Kirche „op gen siechen“. 1586 Zerstörung im Krieg. 1590 Der Kurfürst fordert den Wiederaufbau. 1600-1605 Instandsetzungen. (Ab 1605 Siehe Neuss II). Ab 1606 Das Leprosorium steht leer. 1637 Neuerrichtung. 1674 Zerstörung der Kapelle. Ab 1679 Kapelle vorhanden. 1712 Schließung der Einrichtung. Abbruch. 1773 Kapelle noch vorhanden.

Neuss II (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhäuschen

Ca. 600 m südöstlich vor dem Obertor in der Gabelung der Straßen nach Grimlinghausen und Norf.

1605

1605 Den Siechen wird, nachdem Neuss I im Jahr 1586 durch Kriegsbeschädigungen unbewohnbar geworden war, ein Häuschen vor dem Obertor in dem Winkel zwischen den Wegen nach Norf und Grimlinghausen zugewiesen. 1637 Neuerrichtung von Neuss I. Weiterbestand von Neuss II. 1673-1692 Letzte bekannte Unterbringung einer Leprösen.

Ratingen I (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen)

Liesgensbrücker Siechenhaus, Siechenhaus am Aap, Siechenhaus im Aaper Wald

Ca. 1,5 km südlich Richtung Düsseldorf in der ehemaligen Honschaft Rath auf dem linken Ufer des Schwarzbachs an der Düsseldorfer Straße in der Nähe der Brücke. Lage nicht genau bekannt.

1492

1712 Niedergelegt im Zusammenhang mit den polizeilichen Untersuchungen der Straftaten der Großen Siechenbande.

Ratingen II (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen)

Hollenter Siechenhaus

Ca. 2,5 km nordöstlich im Wald im sogenannten Hollenter am heutigen Hölenderweg in der ehemaligen Honschaft Eggerscheidt. Lage nicht genau bekannt.

1579

1712 Niedergelegt im Zusammenhang mit den polizeilichen Untersuchungen der Straftaten der Großen Siechenbande.

Rees (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhof, Blatenhuys

Ca. 5 km nördlich vor dem Falltor an der Kreuzung der Verlängerung des heutigen Melatenwegs mit der Haldener Straße, die von Wesel nach Kleve führt.

1429

1622 Das alte Leprosenhäuschen an der Kirche wird abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. 1738 Verkauf des Leprosoriums.

Rheinberg I (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen)

Sieckhuyss

Ca. 800 m südlich am Südende des heutigen Stadtparks an der Löthstraße. Lage nicht genau bekannt.

1504

Erwähnung eines „sieckhuyss“ in einer Flurbeschreibung aus dem Jahre 1504.

Rheinberg II (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) - Orsoy

Melatenhaus für Aussätzige, Melaiten huysse lanx der Beicke, Dat Belaeten huyß

Südöstlich vom heutigen Stadtteil Orsoy an der Straße nach Moers vor der Brücke über den ehemaligen Lohbach (heute Lohkanal). Lage nicht genau bekannt.

1502

1562 Erwähnung des Melatenhauses. Beginn 17. Jh. Niederlegung.

Solingen (Nordrhein-Westfalen)

Sichen Hauß

Ca. 2 km südöstlich an der Burger Landstraße. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1684

Erwähnung eines Siechenhauses im Rheinischen Städteatlas.

Sonsbeck (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen)

Nostri leprosi, Pesthuis

Unbekannt.

1630

Nach 1630 Familie Jansen „nostri leprosi“ oder auch „unser Lazarus“ und Margarethe wohnen vor der Stadtmauer im „Pesthuis“. Vor 1706 Tod des letzten Leprosen J. Cuypers.

Viersen I (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen)

Blaethuys, Siechenhaus, Isolierhaus

Vermutlich ca. 4 km südöstlich bei Donk am Schanzweg. Lage nicht genau bekannt.

1657

1812 Karteneintrag der Einrichtung. 1836 Flurname „das Bloetes“ in topographischer Karte.

Viersen II (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) - Dülken

Blaten Houißgen ahn die Heide, Siechenhaus, Isolierhaus, Blatterhaus

Vermutlich ca. 600 m südöstlich von Dülken an der heutigen Hospitalstraße. Lage nicht genau bekannt.

1545

 

Wachtendonk (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen)

Maladtsenhuys, Das melatsche Haus

Südwestlich an der Straße nach Wankum, nahe der Stadt. Lage nicht genau bekannt.

1550

1603 Verzeichnung in einem Stadtplan. Zw. 1737 u. 1766 Abbruch des Hauses. 1797 Erwähnung des ehemaligen Leprosoriums in einer Flurbeschreibung.

Wesel I (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhaus, Siechenhaus, Domus leprosum, Zykenhus

Ca. 1,5 km nördlich vor dem ehemaligen Klever Tor an der Kreuzung Reeser Landstraße und Hamminkelner Landstraße.

1372

Ab 1418 Leprosen-Rechnungen sind erhalten. 1453 Neues Leprosorium mit Kapelle in der Nähe des alten. 1558 Anordnung des Magistrats betreffend evangelische Predigt durch den Augustiner-Prior. 1574 Auch auswärtige Melaten werden aufgenommen. 1614 Besetzung durch spanische Truppen. 1623 Die letzte Bewohnerin wird vom spanischen Pestmeister vertrieben. 1661 Die Gebäude verfallen. 1760 Kapelle und Gebäude werden im Krieg zerstört. 1769 Verkauf. 1933 Doppelhäuschen mit Garten. 2021 Parkplatz.

Wesel II (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) - Büderich

Siechenhaus

Außerhalb der ehemaligen Stadt Büderich. Lage unbekannt.

1538

1538 Siechenhaus des Klosters Büderich. 1543 Bezeichnung als Gasthaus. Ende 18. Jh. Gasthaus ist noch vorhanden.

Willich (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 300 m südöstlich beim "Siechenkreuz am Kruse Boom".

17. Jh.

17. Jh. Vermutlich Beherbergung von Aussätzigen. 1731 Errichtung eines Siechenkreuzes am Standort des früheren Siechenhauses.

Wülfrath (Kreis Mettmann, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Unbekannt

1659

1659 Es besteht ein Siechenhaus.

Wuppertal I (Nordrhein-Westfalen) - Elberfeld

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 3 km südwestlich von Elberfeld bei der ehemaligen Stockmannsmühle nahe der Einmündung der Varresbecker Straße in die Friedrich-Ebert-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1590

1638 Das baufällige Haus steht leer. 1644 Fünf Insassen. 1672 Es besteht eine Gastkammer für fremde Sieche. 1684 Leprose sammeln Almosen in den Dörfern. 1702 Letzte Erwähnung. 1712 Abbruch.

Wuppertal II (Nordrhein-Westfalen) - Sonnborn

Siechenhaus

Ca. 100 m nordöstlich von Sonnborn nördlich der Hauptkirche Sonnborn. Lage nicht genau bekannt.

1664

1664 Errichtung des Leprosoriums durch den reformierten Prediger Johannes Ovenius.

Xanten (Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Melatenhaus, die mit lazarien besmet is, Melaten-huis, lazarus-huisgen, Lazarus Huis

Ca. 1 km südöstlich auf dem Weg zum Fürstenberg unterhalb des Schützenplatzes auf Höhe des Bergweges. Lage nicht genau bekannt.

1429

Seit 1670/71 Das Grundstück des ehemaligen Siechenhauses ist verpachtet.

 


Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Köln

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Aachen (Landkreis Stadtregion Aachen, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus Melaten, Domus infirmorum sancti Lazari

Ca. 2 km westlich beim Gut Melaten.

1230

1234 Gewährung eines 40-tägigen Ablasses für den bereits erfolgten Bau der Kapelle. 1258 Erwähnung eines Magisters der Leprosen. Das Leprosorium untersteht dem Marienstift. Um 1325 Neubau von Siechenhaus und Kapelle. 1360 Erwähnung eines zweiten Altars. 1385 Erwähnung einer Lepraschau in Lüttich. 1393 Verwaltung durch zwei städtische Provisoren. 1400 Erneuerung der Kapelle. 1422 Kapelle und Leprosenhaus baufällig. 1475 Gewährung eines Ablasses für die Erneuerung der Gebäude. 1498 Lepraschau in Köln. 1509 Erweiterung und Neuweihe der Kapelle. 1550 Das Vermögen des Leprosoriums wird auf andere städtische Stiftungen übertragen. Das Gut Melaten wird verpachtet. Um 1600 Es leben noch Leprakranke im Gut Melaten. 1895 Abbruch der Kapelle und Wiederaufbau auf dem Friedhof am Adalbertsteinweg. 1969, 1972/73, 1988/89 Archäologische Untersuchungen des Gräberfeldes. Es werden Skelette von 450 Personen dokumentiert. 2022 Gut Melaten mit altem Tiefbrunnen und Reste der Kapelle erhalten, Gedenkkreuz an der Stelle des Altars.

Aldenhoven (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Unbekannt

1492

1492 und 1496 Erwähnung der Lepraschau von zwei Aldenhovener Bürgern in Protokollen der Kölner medizinischen Fakultät. 1712 Untersuchung der Mordtaten der Siechenbande führt zu niederrheinischen Leprosorien, auch nach Aldenhoven.

Bad Honnef (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 200 m südwestlich an der Bahnhofstraße bei der Abzweigung der Austraße. Lage nicht genau bekannt.

1665

1665 Bau des Siechenhauses. 1712 Letzte Erwähnung.

Bergheim (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Quadrath-Ichendorf

Seegenplatz, Seechenkotten

Ca. 500 m östlich von Ichendorf in östlicher Verlängerung der Köln-Aachener Straße in Richtung auf die Alte Aachener Straße in Königsdorf. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1200

Um 1200 Umwandlung eines bestehenden Pilgerhospitals der Abtei Brauweiler in ein Leprosorium. 1544 Erwähnung von Siechen-Kotten. 1582 Erwähnung eines Siechenplatzes mit sechs bis sieben Häusern und einer Siechenkapelle oberhalb von Ichendorf. Gottesdienst durch den Pastor von Quadrath. 1626 Nach einem Brand erhält die Kapelle den Hubertusaltar aus der Abteikirche Brauweiler. 1712 Abbruch der Siedlung. 1720 Abbruch der Kapelle und Errichtung eines großen Kreuzes an gleicher Stelle.

Blankenheim (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen)

Platz vur die gebrechliche und außsetzliche leuthe

Unbekannt

1564

Vermutlich bestand kein dauerhaftes Leprosorium. Es wurde ein Ort für Feldsiechenhütten vorgehalten.

Bonn I (Nordrhein-Westfalen) - Auf der Höhe

Siechenhaus Auf der Höhe, Maladenhof, Siechenhof

Ca. 2 km nordwestlich vor dem ehemaligen Köln-Tor an der Kölnstraße beim Collegium Josephinum Bonn.

1345

1412 Stiftung eines Hauses für Aussätzige mit Kapelle. Dotierung für einen Geistlichen. Das Patronat liegt beim Rat der Stadt. 1538 und 1656 Bestätigung der Regeln der Bruderschaft, die u.a. dieses Leprahaus verwaltet. 1547-1640 Nachweise der Lepraschau von Bonner Aussätzigen in Köln. 1715 Letzter Nachweis eines Aussätzigen. 18. Jh. Der Rat der Stadt beruft weiterhin die Geistlichen der Kapelle. 1819 Verpachtung des Hohegütchens zur Erziehung von Findel- und Waisenkindern. 1840 u. 1868 Darstellung der Lazarus-Kapelle auf einem Gemälde und einem Stich. 1842 Verpachtung des Gütchens an einen Gärtner. 1868 Verkauf des Gutes an den Katholischen Verein Bonn. 1872 Eröffnung der "Unterrichts- und Erziehungsanstalt St. Joseph auf der Höhe". Abbruch des Siechenhäuschens. 1883 Abbruch der Kapelle und Neubau einer größeren an gleicher Stelle. 1887 Eröffnung eines vergrößerten Schulzentrums. 1920er Jahre Der Redemptoristenorden richtet ein Gymnasium mit Internat und ein Kloster ein. 2001 Kapelle, Mauer und ein Heiligenhäuschen mit Jahreszahl 1742 sowie eine Lazarusfigur an der Kölnstraße sind erhalten.

Bonn II (Nordrhein-Westfalen) - Stockentor

Siechenhaus vor dem Stockentor, Siechheuseren, Seeghaus

Ca. 2 km südöstlich an der Abzweigung der Willy-Brandt-Allee (früher Sieghausgasse) von der Adenauerallee. Lage nicht genau bekannt.

1569

1344 u. 1490 Erwähnung einer Georgskapelle. Um 1575 Siechenhaus zerstört. 1579 Das auf dem Plan von 1569 (Ersterwähnung) dargestellte Siechenhaus ist nicht mehr eingezeichnet.

Bonn III (Nordrhein-Westfalen) - Beuel

Siechhaus

Vermutlich ca. 300 m südöstlich von Beuel an der Limpericher Straße auf Höhe der heutigen Sportanlage. Lage nicht genau bekannt.

1726

1726 Flurnamen Am Siechhaus und Am Opferstock.

Bonn IV (Nordrhein-Westfalen) - Bad Godesberg

Siechenhaus

Ca. 300 m südöstlich von Bad Godesberg an der Abzweigung der Friedrichallee von der Koblenzer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1737

1737 Erwähnung des Siechhausweges nach Rüngsdorf, heute (2022) Karl-Finkelnburg-Straße. 18. Jh. Abbruch. 1933 Flurname Am Sieghaus zwischen Koblenzer Straße und Bahnlinie beiderseits der Friedrichallee.

Bonn V (Nordrhein-Westfalen) - St. Baldrichsklusen

Siechenhaus St. Baldrichklusen, St. Walrichsklusen

Ca. 500 m nördlich vor dem ehemaligen Kölntor an der Römerstraße im Bereich der Straßen Rosental, An der Esche und Welrichsweg. Lage nicht genau bekannt.

Um 1585

Das Siechenhaus war an das Augustinerinnen-, das spätere Servitessenkloster zum Heiligen Balderich angebaut und diente zur Aufnahme leprakranker Stiftsdamen. 1583-1588 Zerstörung im Truchsessischen Krieg.

Bornheim I (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Uedorf

Siechenhaus

Ca. 3 km nordöstlich bei Uedorf an der Straße von Hersel nach Widdig. Lage nicht genau bekannt.

1659

1790 Bei Uedorf gibt es einen Tabellemannspfad und eine Flur Auf dem Tabellemann.

Bornheim II (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Roisdorf

Siechenhaus

Ca. 1 km südöstlich in Roisdorf an der Bonner Straße bei der Maria-Hilf-Kapelle. Lage nicht genau bekannt.

1689

18. Jh. Erwähnung eines Heiligenhäuschens. 19. Jh. Errichtung einer Kapelle als Ersatz. In der Nähe Flur Tabellebüsch. 1930-er Jahre Neubau der Kapelle. 2022 Hinweistafel zur Geschichte der Kapelle.

Bornheim III (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Waldorf

Leprosorium

Ca. 3 km westlich bei Waldorf, vermutlich an der Abzweigung der Rheinbacher Straße vom Heerweg beim Siegesmaar. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Düren I (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum,Siechenhoff, Malaitschen huse, Melaten, Leprosorium Mirwieler

Ca. 1,5 km nordwestlich am linken Rur-Ufer hinter der ehemaligen Rurbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1358

1505 Abbruch alter Hütten und Neubau von zehn kleinen Ziegelhäusern. 1514 Neubau der Kapelle. 1543 Zerstörung im Krieg und Wiederaufbau der Gebäude. 1546 Erwähnung der Melaten-Brücke. 1587 Ausbesserung der Schieferdächer. 1629 Die Siechen werden dienstags in der Stadt geduldet. 1630 Sieben Insassen. 1643 Beschädigung von Häusern und Kapelle durch hessische Soldaten. 1649 Ein Insasse. 1651 Wiederherstellung der Kapelle. 1690 Beschädigung der Gebäude durch französische Soldaten. 1701 Wiederaufbau. 1707 Zwei Insassen. 1712 Abbruch der Häuser nach dem Prozess gegen die Siechenbande. 1713 Übertragung des Vermögens an das Düsseldorfer Hubertus-Hospital. 1731 Kapelle besteht noch.

Düren II
(Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen) – Kreuzau-Stockheim

Siechhuys

Ca. 3 km südöstlich Richtung Zülpich vor der Einmündung der Stockheimer Landstraße in die Bundesstraße 56. Lage nicht genau bekannt.

1531

1561 Erwähnung eines Provisors und zweier Insassen. 1597 Erwähnung Siechhauspadt (Wegname). 1639 Empfang von Roggen aus dem Siechenhaus Düren I. 1642 Vermutlich beschädigt. Um 1670 Bewohnt von zwei Familien und einem Ehepaar. 1675 Fünf Todesfälle. 1680 Ein Leproser. 1684 Eheschließung einer Witwe mit einem verwitweten Leprosen. 1685 Zerstörung im Krieg und Wiederaufbau. 1712 Ein Bewohner, als leprosus bezeichnet. Abbruch. 1759 Flurname Am Sighauß.

Erftstadt (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Lechenich

Siechenhaus

Ca. 1 km südöstlich von Lechenich an der Kreuzung der Straße An der Patria mit der Römerstraße. Lage nicht genau bekannt.

1685

1685 Die Leprose Trinken Bremers von der Claven bei Lechenich wird erwähnt. 1712 Verkauf von Gebäude und Grundstück. 1801 Auf der Karte von Tranchot ist in südöstlicher Richtung aus Lechenich heraus eine Straße namens „Der Siegenweg“ verzeichnet.

Erkelenz I (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) - Oestrich

Siechenhuys, Sieckhuys, Leprose von dem Sieckhuys buyten Erkelenz

Ca. 500 m nordöstlich an der Oestricher Straße. Lage nicht genau bekannt.

1535

1452 Erbauung einer Kapelle, die möglicherweise von den Leprosen genutzt wird. 1619 Erwähnung des Platzes, an dem das „Melatenhaus“ gestanden hat.

Erkelenz II (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) - Oerath

Siechen zu Ercklens

Ca. 700 m nordwestlich vor dem ehemaligen Oerather Tor. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1619

1625 Erwähnung eines Bewohners. 1719 Tod des letzten Bewohners. Abbruch des Siechenhauses und Verpachtung des Grundstücks. 1772 Bau der Rochuskapelle. 1969 Abbruch der Kapelle. 1988 Neubau der Kapelle in der Nähe des alten Standortes.

Erkelenz III (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) - Kückhoven

Leprosen von Kuckhoeven

Vermutlich ca. 1,5 km südöstlich an der Straße nach Kückhoven. Lage nicht genau bekannt.

1638

Ab 1700 In Kirchenbüchern von Kückhoven werden keine Leprosen mehr erwähnt.

Erkelenz IV (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) - Keyenberg

Siechenhaus zu Westrich

Ca. 1,2 km westlich von Keyenberg in Unterwestrich beim Zourshof, östlich von Erkelenz. Lage nicht genau bekannt.

1648

1701-1708 Es werden Almosen an das Haus der Leprosen (leprosorum) hinter Westrich gegeben.

Eschweiler (Landkreis Städteregion Aachen, Nordrhein-Westfalen)

Ex domo leprosa, Siechenhaus

Ca. 2,5 km nordwestlich im Stadtbezirk Hehlrath, östlich an der Alsdorfer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1680

1712 Abbruch.

Hückelhoven (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen) - Brachelen

Siechenhaus

Unbekannt

1667

1667-1704 Erwähnung mehrerer Leproser in Brachelen. 1712 Abbruch des Hauses und Versteigerung des Grundstückes.

Jülich (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen)

Siechen up der Roer, Melaten

Ca. 1,5 km westlich an der Straße nach Aachen an der Kreuzung der Straße von Kirchberg nach Koslar. Lage nicht genau bekannt.

1535

1552 Erwähnung der „Siechen up der Roer“. 1569 Erwähnung einer Aufnahme ins Siechenhaus „zu Koslar“. 1574 Erwähnung eines Provisors. 1623 Zustiftung und Erwähnung von vier einzelnen Wohnhäuschen. 1694 Der Herpershof stellt noch den Provisor über das Siechenhaus. 1700 Das Siechenhaus besteht aus vier Wohnungen und einer Gastkammer. 1710 bis 1716 Sammlung aller Siechen im Leprosorium aus den aufgehobenen Häusern des Herzogtums Jülich. 1731 Fortbestand von vier Wohnungen für Familien und einer Gastkammer für reisende Leprose. 1766 Abbruch.

Kerpen I (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhauß, Leprosenhaus

Vermutlich ca. 2 km nordöstlich an der Kölner Straße nahe der Erftbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1587

1685 Das Haus wird als Altes Siechenhaus bezeichnet.

Kerpen II (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Blatzheim

Siechenhaus

Im heutigen Stadtteil Blatzheim. Lage unbekannt.

1687

 

Köln I (Nordrhein-Westfalen) - Lindenthal (Melaten)

Melaten, Leprosenhaus, Hof der Siechen von Melaten

Ca. 1,5 km westlich an der Aachener Straße beim Friedhof Melaten.

1180

1227 Erwähnung von Provisoren. 1243 Wiederaufbau nach Zerstörung im Krieg. 1245 Weihe einer Kapelle. 1247 Päpstliche Privilegierung. 1397 Aufstellung einer Hausordnung. 1427 Einführung eines dritten Provisors. 1474 Abbruch der Kapelle im Krieg, danach Wiederaufbau. 1477 Einführung von Lepraschauen durch die medizinische Fakultät der Universität Köln neben den Lepraschauen durch die Siechen. Um 1500 Aufnahme auch von Gesunden. Um 1560 Neufassung der Hausordnung. Die Prüfungskommission besteht aus sechs Leprosen - drei Männer und drei Frauen. 1603 Darstellung auf der Hogenberg-Karte. 1664 Letzte Lepraschau durch die medizinische Fakultät. 1712 Letzte Erwähnung einer Leprakranken. Schließung der Einrichtung. 1740 Plan von Melaten. 1765 Einrichtung eines Zucht- und Arbeitshauses. 1810 Abbruch der Gebäude und Anlage des Friedhofes. Die Kapelle wird Friedhofskapelle. 1942 Beschädigung im Krieg. 1952 Wiederherstellung. 1989 Wiederaufstellung der Skulptur des Schellenknechts an der Aachener Straße bei der Kapelle.

Köln II (Nordrhein-Westfalen) - Rodenkirchen

Melatenkotten

Südlich beim Bayenturm am Rheinufer im heutigen Stadtbezirk Rodenkirchen. Lage nicht genau bekannt.

1348

1376 Erwähnung von Melatenkotten. 1394 Erwähnung zweier Melatenkotten. 1416 Erwähnung der Melaten innerhalb der Kölner Bannmeile. 1474 Abbruch im Neusser Krieg, danach Wiederaufbau. 15. Jh. Bau einer Kapelle. 1582 Erwähnung von sechs Wohnungen, einem Siechenhaus und einem Nachenmannshaus. 1595 Erwähnung von vier Wohnungen und einem Nachenmannshaus. 1603 Darstellung auf dem Kölner Umgebungsplan von Hogenberg. 1684 Neubau des Hauses für den Nachenmann. 1687 Weihe des Neubaus der Kapelle. Um 1700 Darstellung des Siechenhauses auf einer Zeichnung. 1712 Abbruch. 1782 Abbruch der Kapelle.

Köln III (Nordrhein-Westfalen) - Judenbüchel

Leprosorium

Ca. 1 km südlich an der Abzweigung der Koblenzer Straße von der Bonner Straße am ehemaligen jüdischen Friedhof Judenbüchel. Lage nicht genau bekannt.

1429

1463 Weitere Erwähnung. 1474 Abbruch im Neusser Krieg, danach Wiederaufbau. Um 1600 Erwähnung des Siechenhauses und vier kleiner Pfründner-Häuser. 1660 bis 1697 Erwähnung eines Kapitalvermögens.

Köln IV (Nordrhein-Westfalen) - Deutz

Siechenhaus, Sieghus

Ca. 2 km östlich an der Abzweigung der Kapellenstraße von der Kalker Hauptstraße bei der Kalker Kapelle.

1473

1473 Erwähnung eines Heiligenhäuschens mit einem Bild der Schmerzhaften Mutter Gottes „zum Trost der nebenan wohnenden Siechen“. 1650 Erwähnung des Siechenhauses. 1666 Bau der Mutter-Gottes-Kapelle. 1672 Beschädigung des Siechenhauses im Krieg. 1674-1683 Erwähnung von leprösen Insassen.

Köln V (Nordrhein-Westfalen) - Riehl

Siechenhaus

Ca. 2 km nordöstlich in Riehl am Rheinufer. Lage nicht genau bekannt.

1474

1474 Neubau mit Kapelle und Friedhof nach Zerstörung im Neusser Krieg. 1493 Neubau eines weiteren Siechenhäuschens. 1573 Zerstörung durch Hochwasser und Wiederaufbau an einer höher gelegenen Stelle. Um 1600 Erwähnung von drei Siechenhäuschen und einer Wohnung für den Fährmann. 1603 Darstellung auf dem Kölner Umgebungsplan von Hogenberg. 1610 Abbruch und Neubau. Um 1800 Das Haus besteht noch. 2022 Zeichnung des Neubaus von 1610 vorhanden.

Köln VI (Nordrhein-Westfalen) - Junkersdorf

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 5 km westlich in Junkersdorf nördlich der Aachener Straße bei der Straße Am Klostergarten.

1552

1558-1777 Erwähnung des Leprosoriums in Flurbezeichnungen. 1652 Erwähnung des Siechenhauses. 1660-1705 Erwähnung von Taufen der Kinder von Leprosen. 1707 Letzter bekannter Sterbefall im Leprosorium. 1712 Abbruch. 1896-1976 Kloster Vom Guten Hirten an derselben Stelle.

Köln VII (Nordrhein-Westfalen) - Merkenich

Siechenhaus

Vermutlich ca. 9 km nördlich im heutigen Stadtteil Merkenich an der Abzweigung des Kesselberger Wegs von der Merkenicher Hauptstraße im Verlauf der alten Römerstraße. Lage nicht genau bekannt.

1627

1629 Erwähnung des Herrn zu Reifferscheid als Schutzherr der Siechen. 1726 Erwähnung des Almosensammelns in der weiteren Umgebung bis Brauweiler.

Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) - Opladen

Siechenhaus von Upladen

Ca. 100 m nordöstlich von Opladen in der Nähe der Kirche St. Remigius. Lage nicht genau bekannt.

1585

 

Linnich (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen) - Glimbach

Dat Mellayt Hoeyss

Vermutlich ca. 300 m nordwestlich von Glimbach. Lage nicht genau bekannt.

Um 1460

1715 Die Armen von Glimbach erhalten „Siechenholz“ aus dem nahen Buchholzbusch.

Monschau (Landkreis Städteregion Aachen, Nordrhein-Westfalen)

Under des Leprosenhauß, Leprosen hauß

An der Rur, vermutlich östlich an der Abzweigung der Straße Rosenthal von der Eschbachstraße. Lage nicht genau bekannt.

1596

 

Nideggen (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen)

Seighauß, Leprose uffm Sandt vor Nideggen, Siechhaus

Ca. 1,5 km südöstlich an der Straße nach Berg vor Nideggen. Lage nicht genau bekannt.

1557

1632 Letzte bekannte Aufnahme eines Aussätzigen. 1712 Abbruch. 1801 Bezeichnung des Grundstücks als „Siechenhaus“ auf der Karte von Tranchot. 1933 Bezeichnung des Grundstücks „Zum Siechhaus“.

Niederzier (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Vermutlich westlich an der Kölnstraße an der Brücke über den Ellebach. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1602

1602 Gründung am Heerweg. 1644 Instandsetzung. Weiternutzung als Siechenhaus fraglich.

Pulheim I (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Unbekannt

1527

1712 Niederlegung.

Pulheim II (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Brauweiler

Siechenhaus

Bei der St.-Nikolaus-Kirche des Klosters Brauweiler.

Um 1570

Gründung für einen leprakranken Mönch des Klosters.

Radevormwald (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

Auf einer Übersichtskarte hat Wolfgang Frohn (Der Aussatz im Rheinland, 1933) Radevormwald als Standort für ein Siechenhaus verzeichnet.

Rheinbach I (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhuser

Ca. 1 km nordwestlich vor dem ehemaligen Dreeser Tor an der Aachener Straße. Lage nicht genau bekannt.

1525

 

Rheinbach II (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) - Neukirchen, Wohnplatz Kurtenberg

Siechenhaus

Ca. 5 km südlich bei Kurtenberg. Lage nicht genau bekannt.

1678

1678-1712 Ein Register der Pfarrkirche zu Wesseling erwähnt Leprose aus Curten (Kurtenberg).

Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhäuschen

Ca. 1 km nordöstlich vor dem ehemaligen Holztor, Ecke Tönnisbergstraße / Bernhardstraße.

1518

1428-1554 Entsendung von Aussatzverdächtigen zur Untersuchung in Köln. 1518 Erwähnung von Häuschen der Leprosen. 1562 Die Häuschen werden abgebrannt. 1589 Es werden Siechenhäuser erwähnt.

Titz-Rödingen (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhauß

Ca. 1 km südlich von Rödingen in der Ortschaft Höllen. Lage nicht genau bekannt.

1672

1712 Abruch des Leprosoriums, erwähnt in einem Rödinger Kirchenbuch.

Wachtberg
(Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen) – Fritzdorf

Leprosenhaus

Im heutigen Ortsteil Fritzdorf. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Waldfeucht (Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhaus, Leprosenheim

Vermutlich ca. 200 m südöstlich an der Brabanter Straße auf Höhe der Melatenstraße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Wassenberg
(Kreis Heinsberg, Nordrhein-Westfalen)

Blateshaus

Ca. 3 km östlich zwischen Myhl und Gerderath. Lage nicht genau bekannt.

1560

1824 Die Stelle des ehemaligen Leprosoriums wird in Flurbeschreibungen als Im Blates, Hinter Blateshaus, und Am Blatespfad bezeichnet.

Weilerswist (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

 

Wermelskirchen (Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Unbekannt

1712

1712 Das Leprosorium war ein Schlupfwinkel der Großen Siechenbande.

Wesseling (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Nördlich zwischen Wesseling und Godorf an der Straße nach Köln. Lage nicht genau bekannt.

1458

1712 Nach dem Tod der letzten Insassin Abbruch des Leprosoriums.

Zülpich (Kreis Euskirchen, Nordrhein-Westfalen) - Rövenich

Leprosenhaus, Siechenhaus, Mallaeten an sent Marienholz

Ca. 3 km nordöstlich bei Rövenich bei der Siechhauskapelle St. Johann Baptist und dem heutigen Kaffee Siechhaus.

1479

1486 Stiftung der Siechensiedlung durch Elisabeth von Brohl: sechs Leprosenhäuschen, ein Gasthaus und eine Kapelle. Der Priester aus Rövenich feiert wöchentlich drei Messen. Um 1600 Statuten. 1648 Neubau der Kapelle. 1697/98 Aufnahme eines gesunden Bewohners, damit das Haus „bewohnt werde und nit zerfalle“. In der ruinösen Kapelle wird alle 14 Tage die Messe gelesen. 1710 Aufnahme eines Leprosen. 1712 Abbruch der Siechensiedlung. 2022 Siechhauskapelle St.-Johann-Baptist noch erhalten.

 


Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Münster

       

Aktualisiert im Mai 2026

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Ahaus (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhuis, Seekenhus

Ca. 700 m südöstlich an der Straße nach Coesfeld an der Kreuzung der heutigen Straßen Adenauerring und Am Kalvarienberg nahe der Straße Am Seekenkamp.

1490

1500 und 1518 Weitere Erwähnungen des Leprosenhauses. 1572 Erwähnung des Siechenhauses im Protokoll der bischöflichen Generalvisitation. 1661 Sieben Bewohnerinnen im Melatenhuis. 1748 Vermietung des Siechenhauses an eine Privatperson. 1775 Errichtung eines Kreuzes mit Kalvarienberg neben dem Siechenhaus durch den Kurfürsten Maximilian Friedrich. 1836 bis 1850 Name Seckenhuus in der Preußischen Kartenaufnahme. 1900 Bezeichnungen Siechenkamp und Leprosenkamp. 1938 Das Haus existiert noch. 1986 Name Seekenhuss am Calvarienberg noch gebräuchlich. 2025 Straße Am Seekenkamp.

Ahlen (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhäuslein, Sekenhus

Ca. 800 m nordwestlich vor dem ehemaligen Westtor an der Kapellenstraße bei der Josefkapelle. Lage nicht genau bekannt.

1530

1571, 1594 und 1603 Weitere Erwähnungen des Leprosenhäusleins. 1638 Stiftung der Kapelle. 1661 Das Haus wird bewohnt von einem Soldaten mit Familie. 1688 Bau der Josephskapelle. 1829 Flurname Zeikenhusort. Um 1895 Abbruch der Kapelle. 1906 Bau und Weihung der Kapelle. 1975 Renovierung der Kapelle mit Inschrift zur Geschichte der Kapelle und Gestaltung einer Gedenkstätte für die Opfer des Straßenverkehrs. 2025 Die St. Josephs-Kapelle existiert noch.

Ascheberg (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Siekenhaus, Leprosenhaus

Ca. 500 m nordöstlich zwischen den heutigen Straßen Mühlenflut und Siekenkamp.

Gründung 1451

1451 Gründung des Siechenhauses. 1575 Weitere Erwähnung. 1640 bis 1810 Leprosenrechnungen. 1661 Erwähnung von zwei Insassen. 1823 Das Haus ist im Urkataster in Form eines landwirtschaftlichen Kottens verzeichnet. 1836 Eintrag „Sichenhaus“ auf einer Preußischen Kartenaufnahme. 1900 Dicke Kieselsteine aus dem Fundament des Hauses sind nach seinem Abbruch noch vorhanden. 2026 Straße Siekenkamp.

Beckum (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen)

Domus hospitalitatis leprosorum, Sikenhuis

Ca. 1 km östlich an der Stromberger Straße Ecke Siechenhausweg in der Nähe des Siechenbaches bei der Siechenhauskapelle.

1437

1487 Weitere Erwähnung, Verwaltung durch zwei Provisoren. 1517 Erwähnung der Kapelle mit Vikarie. 1521 Stiftung einer Messe für die Kapelle. 1522 Bischöfliche Genehmigung für die Kapelle und die Vikarie mit Nennung der vier Patrone. 1523 Weihe der Kapelle. 1525 Renovierung des Hauses. 1661 Erwähnung eines Insassen. 1674 Die Leprosenstiftung verleiht der Stadt eine Geldsumme. 1747 Erwähnung eines Provisors der Leprosen-Armen. 1795 Nutzung der Kapelle als Pulvermagazin und des Siechenhauses für die Wache. 1845, 1875, 1918, 1924 Renovierungen der Kapelle. 1862 Flurname Siechenkamp. 1973 Renovierung der Kapelle. 2026 Siechenbach und die Straßen Am Siechenbach und Siechenhausweg. Die Siechenhauskapelle existiert noch.

Billerbeck (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m nordwestlich vor dem ehemaligen Mühlentor an der Osterwicker Straße. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

Um 1475 und um 1525 Zwei beiläufige Erwähnungen des Leprosenhauses. Um 1600 Rechnungen der Marien-Gilde, die das Leprosenhaus verwaltet. 1604 Ein Kirchhofspeicher der Gilde wird als Siechenhaus bezeichnet. Um 1625 Erwähnung des Frouwen- und Seiken-Huseken in Kirchspielrechnungen. 1661 Erwähnung einer "reinen Familie“, die das Siechenhaus bewohnt. Um 1975 Die Propst-Laumann-Straße sollte ursprünglich Im Sieckenhoek heißen.

Bocholt (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Melatenhaus

Ca. 300 m südlich vor dem ehemaligen Neutor auf Höhe der heutigen Siekenhofstraße. Lage nicht genau bekannt.

1422

 1387 Erwähnung eines Hospitals, das möglicherweise ein Leprahaus war. 1422 Ersterwähnung des Sieken- oder Melatenhauses vor dem Neutor in einer Stadtrechnung. Erwähnung des Siechen- oder Melatenhaus für Aussätzige vor dem Neutor zu Anfang 15. Jh. 1983 Das bebaute Stadtgebiet in dieser Gegend heißt im Volksmund der Siekenhof. 2026 Straßenname Siekenhofstraße.

Borken (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus, Sekenhaus an der Koningstiege

Ca. 1 km nordöstlich am Ramsdorfer Postweg gegenüber der Einmündung der Straße Ebbingsdiek.

1488

1494 Die Kapelle erhält einen Turm. 1508 Ein Lepraverdächtiger wird zur Untersuchung nach Köln geschickt (ebenso 1555, 1561, 1598). 1521 Erwähnung des Leprosoriums als Melaten am Berge Kalvarien. 1524 Ein Lepraverdächtiger wird zur Untersuchung nach Coesfeld geschickt. 1556 Erwähnung eines Melatenhuskens auf dem Friedhof. 1568 Reparaturen am Leprosenhaus. 1592 Zwei Insassen. 1606 Umfangreiche Reparaturarbeiten an Haus und Kapelle. 1626 Erwähnung eines Siechenehepaars. 1631 Aussätzigen-Hochzeit im Leprosenhaus. 1635 Abbruch des Melatenhuskens. 1645 Umfangreiche Reparatur des Leprosenhauses. 1654 Ein lepraverdächtiges Kind wird zur Untersuchung nach Coesfeld geschickt. 1659 Aufnahme eines Leprakranken aus einer Bauerschaft bei Borken aus Gnade des Stadtrates. 1681 Die zwei letzten Leprosen sterben, danach Verpachtung. 1686 Ein Armenpost (Spendenkasten) wird aufgestellt. 1702 Bestattungen von Seuchenkranken auf dem Friedhof des ehemaligen Leprosoriums. 1805 Verkauf der Kapelle zum Abbruch. 1867 Abbruch des Hauses. 1991 Nachweis von Fundamentresten. 2019 Gedenktafel in der Nähe des ehemaligen Standortes.

Castrop-Rauxel (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) - Castrop

Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 400 m westlich an der Herner Straße vor der Brücke über den Landwehrbach. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1478

1478 Gründung durch Henrich von Düngelen und seinen Sohn Hermann zu Bladenhorst für eine Aussätzige. Schenkung eines angrenzenden Grundstücks durch den klevischen Rentmeister. 1551 Renovierung des Siechenhauses. Erlass einer Hausordnung. 1671 Abschrift der Urkunde der erweiterten Stiftung von 1551 mit Statuten. 1709 Renovierung des ehemaligen Siechenhauses (jetzt Armenhaus) auf Veranlassung des Provisors der Castroper Kirche. 1735 Rechtsgrundlagen der Stiftung für das Leprosenhaus. Um 1750 Schließung des Armenhauses.

Coesfeld (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus: Arme uetzettschen menschen voer Coesfeld. Haus "der armen seyken verwyseden lüde".

Ca. 1,5 km südöstlich vor dem ehemaligen Münstertor an der Straße nach Münster am Honigbach.

1409

1439 Stiftung einer Vikarie. 1461 Weihung der Kapelle. 1476 Inventarliste des Leprosoriums erstellt von den Provisoren. 1492 u. 1514 Hausordnungen. 15. Jh. Im Lauf des Jahrhunderts Erwähnung von 130 Insassen. 1504 Erwähnung der Bruderschaft „Zum heiligen Kreuze“ zur Durchführung der Lepraschau. 1514 Gildeordnung der Bruderschaft. 1530 Kopiar des Leprosoriums. 1592-1615 Rechnungsbuch. 16. Jh. Erwähnung von 80 Insassen. 1650 Erwähnung eines Eintritts. 1660 Visitationsprotokoll. 1666 Unterbringung von Pestkranken. 17. Jh. Erwähnung von 30 Insassen. 1780 Armenhaus. 1787 Letzte Lepraschau. Um 1795 Vermietung des Hauses. 18. Jh. Erwähnung von Gottesdiensten in der Kapelle. 1824 Reparaturen der Fenster der Kapelle. 1829 Abbruch der Kapelle. 1907 Letzte Erwähnung des Waisen- und Leprosenfonds. 1967 Abbruch des Leprosenhauses. 1993 Erinnerungsstätte und Gedenktafel. 2023 Straße An der Georgskapelle.

Dorsten I (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum

Ca. 1,5 km südwestlich an der Straße nach Kirchhellen am Birkhahnweg.

13. Jh.

Um 1670 Leprosorium besteht noch. 1961 Neubau der Kapelle nach Zerstörung im 2. Weltkrieg.

Dorsten II (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen) - Wulfen

Seikenhaus

Ca. 7 km nördlich in Wulfen an der Einmündung der Straße Gerlicherheide in die Bundesstraße 58.

1649

1800 Siechenhaus besteht noch.

Drensteinfurt (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 700 m nordöstlich an der Straßengabelung Sendenhorst-Albersloh bei der Loretokapelle.

Unbekannt

1651 Gründung der Johanniskapelle neben dem Siechenhaus. 1726 Abbruch der Johanniskapelle. Neubau der Loretokapelle. 2020 Kapelle und Wohnhaus neben der Kapelle sind erhalten.

Dülmen (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Domus leprosorum

Ca. 600 m südöstlich vor dem Lüdinghauser Tor beim Kriegerehrenmal nahe der Kreuzkapelle.

1414

Ab 1814 Nach Auszug des letzten Siechen Armenwohnungen. 1895 Abbruch. 1897 Am selben Ort wird ein Kriegerdenkmal errichtet. 2020 Kreuzkapelle vorhanden.

Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus

Vor dem Südtor der Freiheit Buer. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Haltern am See (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen)

Leprahaus, Siechenhaus

Ca. 3 km nordöstlich bei der Bauerschaft Stockwiese (Sythen) an der Straße über Lehmbraken nach Dülmen. Lage nicht genau bekannt.

1589

 

Havixbeck (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Arme Leuthe Siechen Häußchen. Leprosenhaus zu Havixbeck. Leprakotten.

Ca. 1,2 km südöstlich auf der Masbecker Heide an der Straßenkreuzung der Bauerschaft Masbeck. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1577

1843 Der Fonds des Leprosenhauses wird mit dem des Frauenarmenhauses zusammengelegt. 1955 Das Haus dient seit je als vermietetes Wohnhaus.

Heek (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) - Nienborg

Tabellehuys, Seeken oder außetzigen hauße zur Nienborg, Klepperhaus, Leprosenhaus, Melatenhaus

Ca. 1,5 km südöstlich des Ortsteils Nienborg an der alten Straße von Heek nach Metelen. Lage nicht genau bekannt.

1510

Später Armenhaus. 18. Jh. Letzte Erwähnung.

Laer (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen)

Altes Leprosenhaus

Ca. 600 m nordwestlich an der Horstmarer Straße evtl. an der Abzweigung nach Burgsteinfurt. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Lengerich (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus

Ca. 1,5 km westlich außerhalb des Bogens der heutigen Straße Kosakenhook. Lage nicht genau bekannt.

1485

In der Nähe des mutmaßlichen Standortes an der Straße Kosakenhook liegt ein Gedenkstein mit einer Erinnerungstafel und zwei Inforamtionstafeln.

Lüdinghausen (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Leprosenhaus

Ca. 2 km nordöstlich, möglicherweise Bechtrup 24. Lage nicht genau bekannt.

1578

1593 Erwähnung eines Aussätzigen und seiner Pflegerin. 1609 Ein Bewohner. 1772 Darstellung in einer Karte.

Metelen (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen)

Lazarushaus

Ca. 500 m südwestlich an der heutigen Straße Spakenbaum 15.

1650

1987 Das alte Haus steht noch, die alte Bausubstanz ist allerdings verloren, Standort Spakenbaum 15.

Münster I (Nordrhein-Westfalen) - Magdalenenhospital

Magdalenenhospital

Nördlich vor der Domburg an der Aa zwischen Dom und Überwasserkirche, Spiekerhof 33.

1032

1032 Ersterwähnung eines Hospitals für Pilger und Kranke. 1176 Bau der Magdalenenkapelle. 12. und 13. Jh. Verwaltung durch eine Bruderschaft. Um 1180 Das Hospital liegt nach Fertigstellung der Stadtbefestigung in der Stadt. Für Leprakranke muss ein anderer Ort der Unterbringung gefunden werden (siehe Münster II). 13. Jh. Städtisches Pfründner- und Armenhaus. 1828 Abbruch von Kapelle und Haus. Verlegung der Insassen in ein ehemaliges Kloster in der Stadt. 2025 Die Stiftung Magdalenenhospital existiert noch. Straßenname Magdalenenstraße.

Münster II (Nordrhein-Westfalen) - Senden- Venne (Kreis Coesfeld)

Leprosenhaus

Ca. 12,5 km südwestlich in Senden-Venne im Kreis Coesfeld bei der St.-Johannes-Kirche.

1242

Ab 1255 Das Haus wird nicht mehr als Hospital weitergeführt. 2020 St.-Johannes-Kirche mit Informationstafel und Gedenktafel 750 Jahre St. Johannes der Täufer Venne 1249 - 1999.

Münster III (Nordrhein-Westfalen) - Mauritz

Hospital St. Marien, später Antoniushospital

Unmittelbar nördlich des ehemaligen äußeren Mauritztors. (Münster II siehe Senden-Venne)

Um 1255/1300

Als Nachfolge von Münster II (Senden-Venne) und Vorgänger von Münster IV (Kinderhaus). Um 1320/30 Abbruch. Um 1350 Neubau von Kapelle St. Marien und St. Antonius und Hospital als Armen- und Pfründnerhaus. 1534 Abbruch. 1540 Neubau von Kapelle St. Antonius und Hospital. Um 1820 Abbruch von Kapelle und Armenhaus.

Münster IV (Nordrhein-Westfalen) - Kinderhaus

Domus leprosorum

Ca. 4 km nördlich an der Königsstraße nach Rheine vor der Brücke über den Kinderbach im heutigen Stadtteil Kinderhaus. (Münster II siehe Senden-Venne)

1333

1840 Abbruch des Wohnhauses der Leprakranken, Kirche und Provisorenhaus bleiben erhalten. 1921/1953 Vergrößerung der Kirche St. Josef (bis 1672 St. Gertrud). Ab 1986 Lepramuseum im ehemaligen Provisorenhaus von 1405/1584.

Nottuln (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Leprahus

Vermutlich außerhalb des Ortskerns auf einem Grundstück des Damenstiftes. Lage unbekannt.

Unbekannt

16./17. Jh. Es sind Insassen bezeugt, die als aussätzig bezeichnet werden.

Oelde (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus “mit Aussatz behaftet”

Ca. 1,2 km nördlich an der Warendorfer Straße beim Brandenburger Weg. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1687 Erwähnung. 1900 Abbruch.

Olfen (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Tuguriolum (Hütte) für die Leprosen

Unbekannt

Unbekannt

1661 Als Tuguriolum (Hütte) für die Leprosen erwähnt.

Recklinghausen (Kreis Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen)

Siechenhaus, Zeyckenhuse, Dat husken maleden

Ca. 3 km westlich jenseits von Hochlar am Segensberg bei der heutigen Straße Am Siechenkotten mit dem Heiligenhäuschen.

1522

 

Schöppingen (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen)

Leprosorium

Ca. 4,5 km westlich in der Bauerschaft Gemen. Lage nicht genau bekannt.

1576

Zw. 1602 u. 1621 Am Ort des Leprosenhauses entsteht das Armenhaus des Hauses Koppel, das noch 1862 als Klepphaus bezeichnet wird.

Senden (Kreis Coesfeld, Nordrhein-Westfalen)

Leprosorium

Nordöstlich unmittelbar vor dem Dorf an der Eintrachtstraße. Lage nicht genau bekannt.

1624

1624/25 Bei Ausbruch der Pest wird eine Quarantänezone namens Tabellehagen eingerichtet.

Sendenhorst (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen)

Geringes Leprosenhäuslein, Siechenhusen in der ailche

Ca. 500 m vor dem ehemaligen Westtor an der Straße nach Münster, evtl. in der Nähe der dort im 19. Jh. befindlichen Kapelle. Lage nicht genau bekannt.

1455

1722 Letzte Erwähnung. 1902 An anderer Stelle: Bau der Lazaruskapelle an der Straße Nordtor, Ecke Meerstraße. 2023 Kapelle besteht noch.

Steinfurt (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) - Burgsteinfurt

Melatenhaus, Lazarushaus, Klepphaus, Siechenhaus

Ca. 600 m nordwestlich im heutigen Ortsteil Burgsteinfurt an der Ochtruper Straße bei der Straße Kleppgarten. Lage nicht genau bekannt.

Mitte 15. Jh.

1764 Das Klepphaus wird verkauft und abgerissen. 2020 Straßenname Kleppgarten.

Südlohn
(Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) - Oeding

Melatenhaus

Ca. 400 m südlich an der Burloer Straße. Lage nicht genau bekannt.

1600

1600 Darstellung des Melatenhauses auf einer Stadtansicht von Oeding in einer Karte.

Telgte (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum

Ca. 1,5 km westlich vor dem ehemaligen Münstertor beim heutigen St.-Rochus-Hospital. Lage nicht genau bekannt.

1405

1637 Das Haus ist unbewohnbar. 1663 Das Haus besteht nicht mehr. 1676 Es besteht wieder ein Haus. 1760 Hautkranke sind untergebracht. Nach 1760 Zeitweilig städtisches Armenhaus. Ab 1793 Als Wohnhaus verpachtet. Seit 1844 Rochus Hospital.

Velen (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen) - Ramsdorf

Leprosorium in Ramstrup

Evtl. ca. 5 km westlich in der Gemeinde Ramsdorf bei der Abzweigung der heutigen Straße Seekenstegge von der Weseker Straße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

1651 Urkundliche Erwähnung. 1722 Nicht mehr vorhanden. 2022 Straßenname Seekenstegge.

Vreden (Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen)

Melatenhus, Klephus

Ca. 50 m südlich vor dem ehemaligen Wassermühlentor an der Berkel. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

 

Warendorf (Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen)

Domus leprosorum, Siechenhorst, Arme aussätzige Leute bei Warendorf

Ca. 1 km südlich vor dem ehemaligen Freckenhorster Tor beim Abzweig der Straße Am Siechenhorst von der Freckenhorster Straße. Lage nicht genau bekannt.

1288

Mitte 15. Jh. Bau einer Kapelle. 1724 Neubau. 1780 Das Nebenhaus wird auf Abbruch verkauft. 1834 Verkauf. 1863 Abbruch der Kapelle.

 

 


Rheinland-Pfalz

       

Aktualisiert im September 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Alsenz (Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz)

Gutleutehaus

Unbekannt

Unbekannt

 

Altenahr (Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus, Sieghaus

Ca. 3,5 km nördlich auf der Kalenborner Höhe bei der Ortsgemeinde Kalenborn an der Straße nach Bonn. Lage nicht genau bekannt.

Um 1600

 

Alzey (Landkreis Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz)

Gutleutehaus, Aussätzigenhaus

Vermutlich ca. 2 km südöstlich an der Straße nach Worms an der Grenze der Stadtmark. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Andernach (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz) - Weißenthurm

Die armen Siechen, Die Leprosen am Platzenborn, Siechenkolonie

Ca. 4 km südöstlich am Rhein beim Weißen Turm in der Stadt Weißenthurm an der Straße nach Koblenz. Lage nicht genau bekannt.

1502

1601 Zerstörung durch Brand und Umsiedlung der Leprosen ins benachbarte Leprosorium von Mülheim-Kärlich.

Annweiler am Trifels (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz)

Gutleutehaus

Westlich der Stadt. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1611

1611 Erwähnung eines Gewesenen Gutleuthauses.

Bacharach (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 300 m nördlich an einem Bach. Lage nicht genau bekannt.

1577

1584 Angabe eines Siechenhauses auf einer Karte. 1585 Erwähnung eines leprakranken Mädchens im Siechenhaus, vermutlich in Bacharach.

Bad Bergzabern (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus

Östlich vor dem ehemaligen Unteren Tor. Lage nicht genau bekannt.

14. Jh.

1423 u. 1470 Erwähnung der St.-Georgskapelle im „Friedhof“ östlich der Stadt. 1650 Ansicht der Stadt von Matthäus Merian mit dem Gutleuthaus vor dem Unteren Tor (Vermutung). 1750 Abbruch des Gutleuthauses. 1972 Flurname Gutleuthohl.

Bad Dürkheim (Landkreis Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus, Leprosenhaus

Ca. 600 m nordöstlich bei der Gutleutstraße. Lage nicht genau bekannt.

1450

1587 Vereinigung des Gutleuthauses mit dem Spital. 2022 Gutleutstraße.

Bad Kreuznach (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz)

Gutleutehaus, Leprosenhaus,Gutleuthof, Hoff guoden leidt

Ca. 3 km westlich am Gräfenbach beim Gutleuthof, Hargesheimer Landstraße 199.

1487

1553 Erwähnung eines Gemeinschaftshauses, einer Badestube und Einzelhäuschen. 1577 Dreizehn Insassen zum Teil aus umliegenden Orten. 1582 Veröffentlichung eines Buches über den Aussatz von Stadtarzt Philipp Schopf. 1636 Letzte Erwähnung eines Bewohners. 1705 Abbruch.

Bad Sobernheim (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus, Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

 

Bendorf (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz)

Leprosorium

Ca. 500 m südöstlich an der Kreuzung der Straße nach Vallendar (B 413) mit der Bahnhofstraße.

1495

 

Bengel (Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz) - Springiersbach

Seichenhaus

Ca. 1 km nordöstlich von Bengel auf dem Gelände des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts Springiersbach.

1493

Zwischen 1670 und 1675 Umfangreiche Restaurierungen. Vor 1789 Das Siechenhaus wird zu einem reinen Ökonomiegebäude umgebaut.

Bingen (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus, Domus leprosorum, Siechenhaus zu St. Georg an der Brücke

Ca. 800 m südlich an der Nahebrücke. Lage nicht genau bekannt.

1491

1555 und 1640 Auf Stadtansichten ist das Gebäude sichtbar. 2020 Brückenkapelle (Drususbrücke), die möglicherweise von den Leprosen genutzt wurde.

Boppard (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz)

Domus leprosorum, Sieches, Siechhaus

Ca 2 km südöstlich an der Straße nach Bad Salzig gegenüber dem ehemaligen Dorf Camp (heute Ortsgemeinde Kamp-Bornhofen). Lage nicht genau bekannt.

1597

1705 Weitere Erwähnung des Siechhauses. Almosen werden auf dem Rhein von einem Kahn aus gesammelt. 1745 Das „Siechhaus“ ist auf einer Karte verzeichnet.

Bruchmühlbach-Miesau (Landkreis Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz) - Vogelbach

Siechenhaus

Südwestlich im heutigen Ortsteil Vogelbach. Lage nicht genau bekannt.

1547

 

Cochem (Landkreis Cochem-Zell, Rheinland-Pfalz)

Siechenhauß

Ca. 300 m südlich an der Mosel bei der Pestkapelle St. Rochus, genannt Peterskapelle, am Fuße der Reichsburg.

1576

1576 Darstellung auf einem Holzschnitt der Stadt Cochem von Braun und Hogenberg von zwei Häuschen mit der Umschrift Siechenhauß. 1626 Weitere Darstellung auf einem Stadtplan. 1680 Neubau der heutigen (2023) Pestkapelle St. Rochus als Nachfolgebau einer früheren Kapelle.

Eckendorf (Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz)

Leprosorium

Unbekannt

Unbekannt

1718 Ein Siechenhaus für die Kranken bestand noch.

Edenkoben (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus

Vermutlich westlich nahe der heutigen Spitalstraße. Lage nicht genau bekannt.

1422

1422 Erwähnung eines Siechamtes des Klosters Heilsbruck zur Unterhaltung eines Krankenhauses. 1473 Erwähnung eines Siechenhauses.

Frankenthal (Pfalz), (Rheinland-Pfalz)

Pesthäuslein

Unbekannt

Unbekannt

UNDATIERT Erwähnung eines Pesthäusleins, evtl. hervorgegangen aus einem Leprosenhaus.

Gau-Bickelheim (Landkreis Alzey-Worms, Rheinland-Pfalz)

Das gude mans huschin

Unbekannt

1461

 

Germersheim (Landkreis Gemersheim, Rheinland-Pfalz)

Gutleutehaus, Leprosenhaus

Vermutlich südöstlich an der heutigen Hauptstraße bei der Brücke über die Queich. Lage nicht genau bekannt.

1613

1613 u. 1627 Erwähnung von Gutleuteschaffnern. 1674 Nach Brand nicht wieder aufgebaut. Um 1695 Kein Leprosenhaus mehr vorhanden. Das Vermögen fällt der Kirche zu.

Hornbach (Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus

Vermutlich nordwestlich an der Schwalb. Lage nicht genau bekannt.

1434

1434 Erwähnung einer Wiese "Bi dem koden" in einer Beschreibung des Schwalber Hofgutes.

Ingelheim I (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) - Nieder-Ingelheim

Leprosorium

Unbekannt

1450

1450 Erwähnung einer Flurbezeichnung "In der schaffauwe naher den guden luden".

Ingelheim II (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz) - Ober-Ingelheim

Leprosorium

Südwestlich des heutigen Stadtteils Ober-Ingelheim an der Waldeckstraße in der Verlängerung der Altegasse. Lage nicht genau bekannt.

1507

1507 Erwähnung der Flurbezeichnung Vor der alten Gaß by den guten luten.

Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz)

Leprosen- oder Feldsiechenhaus, Kodenhaus, Kotten, Leprosenspital, Gutleutehaus, Die armen elenden feldsiechen im Koden

Ca. 200 m westlich an der Stelle der heutigen Apostelkirche.

1350

1350 Feldsiechenordnung mit Erwähnung eines Aufsehers und eines Sammlers. Austeilung der Kommunion und Abnahme der Beichte. 1538 Erwähnung eines Feldsiechenpflegers. 1547 Lepraschau in Speyer. 1566 Erwähnung des Leprosoriums. 1698 Verkauf auf Abbruch. 2023 Stadtviertel Kotten und Kottenstraße.

Kandel (Landkreis Germersheim, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus

Nördlich an der Straße nach Minderslachen. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1500

 

Kirchheimbolanden (Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus

Ca. 1 km südlich an der Mannheimer Straße auf Höhe des Gutleutbaches. Lage nicht genau bekannt.

1600

Um 1600 Ein Gutleuthaus war vermutlich der Vorgänger des Pesthospitals bei der ehemaligen Gutleutbachermühle.

Kirn (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus, Gutleutehof

Vermutlich ca. 500 m östlich beim Hülsbachweg. Lage nicht genau bekannt.

1388

1475 Erwähnung der neuen Kirche Zu den guten Leuten. 16. Jh. Erwähnung des Gutleuthofes, bestehend aus drei kleinen Häusern, mit jeweils einer Bewohnerin, der nahe gelegenen Liebfrauenkapelle mit Vorraum für die Leprosen und eines Anbaus an der Pfarrkirche für die Leprosen. 1810 Verkauf und Abbruch der Kapelle.

Koblenz I (Rheinland-Pfalz)

Leprosenhaus, Guden lude an der Bruckbach, Siechenleute an der Brückbach

Ca. 3 km südlich an der Straße nach Boppard unmittelbar vor Stolzenfels auf der Höhe der Straße Am Siechhaustal und dem Siechhausbach. Lage nicht genau bekannt.

1267

1666 Haus für Pestkranke. 1686 Letzter Kranker für rein befunden.

Koblenz II (Rheinland-Pfalz) - Güls

Siechenhaus

Ca. 4 km südwestlich hinter Güls an der Straße nach Winningen beim Großheiligenhäuschen. Lage nicht genau bekannt.

1682

1683 und 1686 stirbt jeweils ein Bewohner an den Folgen der Lepraerkrankung.

Kusel (Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz)

Kodenhaus, Gutleuthaus, Koten

Ca. 1 km östlich auf Höhe der Straße Kottenberg. Lage nicht genau bekannt.

1538

1592 Unterhaltung des Siechenhauses durch die Vermögen von fünf benachbarten Kapellen. 1635 Letzte Erwähnung. 2023 Straße Kottenberg.

Landau in der Pfalz I (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz)

Domus leprosorum et infirmorum, Elende Herberge

Unbekannt

1528

1528 Aufhebung der Elenden Herberge Domus leprosorum et infirmorum.

Landau in der Pfalz II (Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus

Ca. 1 km nördlich bei der Straße Am Gutleuthaus. Lage nicht genau bekannt.

1473

1702 Erwähnung der Kapelle. Abtragung von Kapelle und Gutleuthaus beim Bau des Forts. 18. Jh. Güterverzeichnisse des städtischen Hospitals mit Angaben zum ehemaligen Grundbesitz des Gutleuthauses.

Landstuhl (Landkreis Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus, Kottenhaus

Ca. 300 m nördlich auf Höhe der heutigen Vorderen und Hinteren Imserstraße. Lage nicht genau bekannt.

1501

1600, 1605 und 1616 Weitere Erwähnungen.

Lauterecken (Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus

Ca. 100 m nordwestlich am Friedhofweg beim ehemaligen Friedhof. Lage nicht genau bekannt.

1598

Erwähnung eines Gutleuthauses beim Friedhof.

Leutesdorf (Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz)

Siechenleute, Siechenhaus

Ca. 300 m nordwestlich in der Nähe des heutigen Siechenkreuzes. Lage nicht genau bekannt.

1486

1486 Der Andernacher Gerichtsschreiber verzeichnet die Festnahme zweier aus der Haft in Breisig entflohener Delinquenten „den Ryn uff boeven Hamerstein an die siechen lude“. 1643 Errichtung des Siechenkreuzes in der Nähe des Siechenhauses. 1751 Erwähnung der Kreuzigungsgruppe am Siechenhaus mit Maria, Johannes und Maria Magdalena. 1756 Sanierung der Kreuzigungsgruppe. 1888 Renovierung der Kreuzigungsgruppe. Die Marienfigur wird entfernt. 1989 u. 2008 Weitere Renovierungen.

Linz (Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz)

Leprosenhaus, Gutleutehof

Südlich vor dem ehemaligen Leetor. Lage nicht genau bekannt.

1660

1660 Errichtung des Leprosenhauses im Garten der Kapuziner am Leetor. Nutzung auch als Pesthaus und später als Backhaus. 1939/45 Zerstörung im Krieg.

Mainz (Rheinland-Pfalz)

Aussätzigen-Hospital, Gutleuthof, St.-Georgsspital

Ca. 800 m südlich vor dem Gautor am Rodelberg auf der Höhe des Landwehrweges an der Straße nach Alzey. Lage nicht genau bekannt.

1109

1261 und 1352 Weitere Erwähnungen. 1488 Leprosenordnung. 1493 Übernahme der Lepraschau durch die medizinische Fakultät. 1521 Fünf Insassen. 1555 Überarbeitete Leprosenordnung. 1588 Nur Leprakranke dürfen aufgenommen werden. 1617 Sieben Insassen. 1632/1648 Zerstörung im Krieg.

Mayen (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz)

Leprosenhaus

Unbekannt

1355

1355 Erwähnung von Leprosenhaus und Kapelle. 1707 Aufhebung des Leprosenhauses. 1802 Säkularisierung der Kapelle.

Meisenheim
(Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz)

Lepra-Verdachtsfall

Unbekannt

Unbekannt

Untersuchung eines Lepra-Verdächtigen aus Meisenheim in der medizinischen Fakultät zu Köln. Protokolle aus der Zeit zwischen 1491 und 1664.

Mülheim-Kärlich (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz)

Zum guten Mann, Siechenhaus, Aussätzigenhaus

Ca. 3 km nördlich am Rhein bei der Kapelle Am guten Mann.

1389

1389 Ersterwähnung einer Kapelle beim Leprosenhaus in Verwaltung durch die Koblenzer Kartäuser. 1399 Weitere Erwähnung. 1499 Neubau der Kapelle. 1601 Aufnahme der Leprosen von Andernach I (Weißenthurm) nach einem Brand. 1666 Aufnahme von Koblenzer Leprosen. 1746 Neubau der Kapelle. 1750 bis 1775 Ein Bewohner im ehemaligen Leprosorium. 1795 Zerstörung der Kapelle im Krieg. 1838 Neubau der Kapelle. 2023 Kapelle Am guten Mann erhalten.

Münstermaifeld (Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz)

Siegheusgen

Unbekannt

1685

1685 Flurbezeichnung Ahm Siegheusgen.

Mutterstadt (Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz)

Domus leprosorum, Guten Leute

Vermutlich westlich. Lage nicht genau bekannt.

1275

1327 u. 1475 Weitere Erwähnungen einer „Hütte“. 1529 u. 1602 Erwähnungen der Guten Leute. 1683 u. 1716 Flurnamen Oberhalb (obwendig) und Bei der Gutleuthütte.

Nassau (Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus

Unbekannt

Um 1600

Um 1600 Errichtung des Siechenhauses aus den Mitteln einer Bruderschaft.

Neuerburg (Eifelkreis Bitburg-Prüm, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus, Hospital für Sieche und Alte

Ca. 200 m nordwestlich bei der Eligiuskapelle.

Gründung 1435

1435 Stiftung eines Hospitals für Sieche und Alte. 1440 Fertigstellung der Eligiuskapelle. 1443 Fertigstellung des Hospitals. 1535 Erwähnung eines überdachten Hagioskops an der Giebelseite der Kapelle. Anfang 19. Jh. Umwandlung in eine Armenstiftung.

Neustadt a. d. Weinstraße (Rheinland-Pfalz)

Feldsiechenhaus

Ca. 1 km südöstlich an der Gabelung der Straßen nach Landau und Speyer bei der heutigen Gutleuthausstraße. Lage nicht genau bekannt.

14. Jh.

 

Niederheimbach (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 100 m nordwestlich im Bogen der Straße Rheinblick oberhalb des Bahnhofs.

1553

1666 Erwähnung der Süßkirche (Siechkirche), der ehemaligen Kapelle des Klosters „Unserer Lieben Frauen Berg.“ 1673 Letzte Erwähnung des Siechenhauses. 1844 Turm der Süßkirche auf einem Stahlstich von Payne zu sehen. 1891 Wiederaufbau der eingestürzten süd-östlichen Mauer. 2022 Mauerreste noch vorhanden.

Oppenheim (Landkreis Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz)

Hospital zu den guten Leuten, Siechenhaus

Ca. 200 m südlich an der Wormser Straße beim Gutleuthaus vor der Abzweigung der Straße Am Gutleuthaus.

1297

1589 Bau des Torhauses zum Leprosorium. 1621 Zerstörung des Leprosoriums im Krieg bis auf das Torhaus. 2022 Das Torhaus, Gutleuthaus genannt, besteht noch.

Ramstein-Miesenbach (Landkreis Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz) - Ramstein

Gutleuthaus, Kotten

Vermutlich südöstlich bei der Abzweigung der Wiesenstraße von der Schulstraße. Lage nicht genau bekannt.

1600

1600 Erwähnung der angrenzenden Grundstücke Kottenbruch und Kottenwiesen.

Remagen (Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz)

Domus leprosorum, Seeghäuhschen, Sieghäuhsgen

Vermutlich nordwestlich an der Kölner Straße. Lage nicht genau bekannt.

1347

1670 Erwähnung von Grundstücken Underm Seeghäuschen und Am Sieghäusgen.

Rheinzabern (Landkreis Germersheim, Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus

Nördlich vermutlich bei der Abzweigung der Neupotzer Straße von der Rülzheimer Straße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Simmern (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz)

Leprosenhaus, Siechenhaus, Bei den guten Leuten

Ca. 500 m südlich. Lage nicht genau bekannt.

16. Jh.

16. Jh. Das Siechenhaus ist untergegangen. 1930 Flurname Am Siechenhäuslein. 1933 Flurname Am Siechenhausberg noch erhalten.

Simmertal (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz)

Guetenleuthaus, Siechhaus

Ca. 1 km südöstlich an der Straße nach Martinstein. Lage nicht genau bekannt.

1570

1570 Erwähnung einer Stiftung. Verwaltung des Hauses durch Schultheiß und Schöffen.

Sinzig (Landkreis Ahrweiler, Rheinland-Pfalz)

Westumer Siechenhaus, Melatenhaus

Ca. 800 m westlich an der Westumer Straße am Hellenbach. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Um 1800 Niederlegung.

Speyer (Rheinland-Pfalz)

Gutleuthaus, Hospitale leprosorum sancti Nicolai

Südwestlich an der Straße nach Berghausen. Lage nicht genau bekannt.

1239

Nordwestlich gab es als Teil der Stadtbefestigung den Birkenturm/Siechenturm. Von dort führt heute nach Westen die Straße Am Siechenturm.

St. Goar (Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz)

Hospital

Unbekannt

1527

1137 Es existiert ein Hospital namens Jerusalemshof oder Klein-Jerusalem. 1527 Im Hospital werden auch Aussätzige aufgenommen.

Stromberg (Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz)

Leprosorium

Nordwestlich auf der Höhe des Schneckenmüllerwegs. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Trier I (Rheinland-Pfalz) - Sankt Jost

Leprosorium, Siechenhaus

Ca. 2,5 km nordöstlich an der Biewerer Straße 3.

1283

Nach 1283 Zahlreiche Zuwendungen und Zustiftungen. 1437 Ersterwähnung als Lepraschauort. 1448 Leprosen-Ordnung des Abts von St. Marien. 1449−1530 Zahlreiche Angaben zur Lepraschau. 1464 Hausstatuten der Leprosen. 1591 Einführung einer Aufnahmegebühr durch den Kurfürsten. 1706 Neubau der Kapelle. 1715 Abgrenzung der Sammelrouten der Schellenknechte der beiden Trierer Leprosorien. 1737 Erhöhung der Aufnahmezahlung. Bis 1804 Aufnahme anderer Kranker. 1817 Zusammenlegung mit den Vereinigten Hospitien. Um 1960 Profanierung der Kapelle. 1988 Gründung der Interessengemeinschaft zur Rettung von Sankt Jost.  2008 Sanierung der Kapelle. 2023 Kapelle und das ehemalige Siechenhaus Sankt Jost (Wohnungen) sind erhalten.

Trier II (Rheinland-Pfalz) - Estrich

Domus leprosorum, Siechenhaus

Ca. 2,5 km südlich an der Straße Estricher Hof.

1283

1284−1568 Zahlreiche Zuwendungen und Zustiftungen. 1454 Bestattungen auf dem Friedhof von St. Maternus. 1464 Hausstatuten der Leprosen, bestätigt durch den Abt von St. Matthias. Nach 1700 Vierzehntägige Messfeier durch Minoriten aus Trier. 1715 Abgrenzung der Sammelrouten der Schellenknechte der beiden Trierer Leprosorien. 1721 Tod des letzten Aussätzigen. 1729 Kapelle in gutem Zustand, Wohnhaus baufällig. 1786 Aufnahme anderer Kranker. 1817 Zusammenlegung mit den Vereinigten Hospitien.

Unkel (Landkreis Neuwied, Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 500 m nördlich. Lage nicht genau bekannt.

Um 1500

Um 1500 Siechenhaus unterhalb der Stadt, später Hospital und Armenhaus.

Westerburg (Westerwaldkreis, Rheinland-Pfalz)

Gutleutehäuschen

Unbekannt

1518

 

Wittlich (Landkreis Bernkastel-Wittlich, Rheinland-Pfalz)

Nobiles Leprosi

Unbekannt

1640

1640 Laut Visitationsprotokoll soll das Hospital am Markt von Nobiles leprosi gestiftet worden sein.

Worms (Rheinland-Pfalz)

Pauperibus hominibus leprosis, Zu den guden luten, Gutleuthaus

Ca. 400 m südlich an der Römerstraße beim ehemaligen Kloster Maria Münster (Nonnenmünster) bei der Gutleutstraße und der Maria-Münster-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1274

1275 Erwähnung einer Kapelle. 1283, 1284, 1299, 1321 Erwähnungen von Zustiftungen. 1392 u. 1396 Erwerb von Grundstücken durch das Leprosorium. 1414 Neufassung der Hausordnung. 1431 u. 1481 Ordnungen für die Lepraschau. 1469 Erwähnung eines Spitalmeisters und eines zweiten Altars in der Leprosenkapelle. 1689 Das Gutleuthaus brennt aus. 1690 Bildliche Darstellung des ausgebrannten Gutleuthauses mit Kapelle.

Wörth am Rhein (Landkreis Germersheim, Rheinland-Pfalz) - Schaidt

Gutleuthaus

Südöstlich des heutigen Ortsbezirks Schaidt. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Zemmer
(Landkreis Trier-Saarburg,
Rheinland-Pfalz) - Schleidweiler

Leprosenheim im Rosengarten

Ca. 300 m östlich von Schleidweiler.

1541

1541 Absonderung eines Aussätzigen aus der Gemeinde durch den Pfarrer in der Pfarrkirche Schleidweiler. Das halbverfallene Leprosenheim im Rosengarten war vorher instandgesetzt worden.

Zweibrücken (Rheinland-Pfalz)

Siechenhaus, Kotenhaus, Gutenleuthaus

Südlich an Straße nach Ixheim. Lage nicht genau bekannt.

1556

1358 Flurbezeichnung Kodenwys (Kottenwiese) zwischen Zweibrücken und Ernstweiler. 1561, 1564 u. 1571 Weitere Erwähnungen des Gutleuthauses an der Straße nach Ixheim. 1622 Zerstörung durch Brand. 1719 u. 1758 Erwähnungen in Flurnamen.

 


Saarland

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Blieskastel I (Saarpfalz-Kreis, Saarland)

Siechenhaus, Kotten

Vermutlich ca. 200 m nördlich an der Straße nach Lautzkirchen bei der heutigen Heilig-Kreuz-Kapelle. Lage nicht genau bekannt.

1469

 

Blieskastel II (Saarpfalz-Kreis, Saarland)

Kotten

Vermutlich ca. 600 m östlich zwischen Webenheim und Mimbach. Lage nicht genau bekannt.

1574

 

Blieskastel III (Saarpfalz-Kreis, Saarland)

Kotten

Vermutlich ca. 2 km südwestlich an der Straße nach Saargemünd. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Blieskastel IV (Saarpfalz-Kreis, Saarland) - Altheim

Gutleuthaus, Kotten

Ca. 2 km südlich von Altheim an der alten Straße nach Peppenkum. Lage nicht genau bekannt.

1478

1577 Weitere Erwähnung eines Gutleuthauses. 1590 Flurbezeichnung Kattenthal (Kotten). 2023 Gedenkstein am Europäischen Mühlenradweg mit Inschrift.

Homburg I (Saar-Pfalz-Kreis, Saarland)

Siechenhaus, Kotten

Ca. 4 km westlich auf der Limbacher Dorfgemarkung. Lage nicht genau bekannt.

1437

 

Homburg II (Saar-Pfalz-Kreis, Saarland) - Einöd

Kotten

Ca. 5 km südlich von Homburg an der Straße nach Zweibrücken. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Diverse Flurnamen weisen auf einen Kotten hin.

Merzig I (Landkreis Merzig-Wadern, Saarland) - Hilbringen

Gutleuthaus

Ca. 500 m westlich an der Straße nach Hilbringen. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Merzig II (Landkreis Merzig-Wadern, Saarland) - Fremersdorf (Ortsteil von Rehlingen-Siersburg, Landkreis Saarlouis, Saarland)

Siechenhaus, Das gueten Leudehaus

Ca. 4 km südlich an der Straße nach Mechern und Fremersdorf, vermutlich auf der Höhe des Altarmes der Saar. Lage nicht genau bekannt.

1507

 

Neunkirchen (Landkreis Neunkirchen, Saarland)

Leprosorium

Ca. 1,5 km östlich zwischen Neunkirchen und Wellesweiler am Kotenbrunnen in der Nähe der Blies. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Ottweiler I (Landkreis Neunkirchen, Saarland)

Gutleuthaus

Ca. 500 m südöstlich bei der Marienhausklinik in der Nähe des ehemaligen Klosters Neumünster. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Ottweiler II (Landkreis Neunkirchen, Saarland)

Siechenhaus, Gutleuthaus

Ca. 1 km nördlich am alten Weg nach St. Wendel, evtl. auf der Höhe des heutigen Siechhauser Weges. Lage nicht genau bekannt.

17. Jh.

 

Saarbrücken I (Regionalverband Saarbrücken, Saarland)

Gutleuthaus, Sondersiechenhaus, Koden, Kotten

Ca. 1,5 km westlich beim heutigen Deutschmühlenweiher an der Gabelung der Straße nach Metz und Völklingen. Lage nicht genau bekannt.

1348

1482/1510 Weitere Erwähnungen. 1603 Zulassung der Guten Leute zur Sonntagspredigt in der Stadt. 1623 Aufnahme von armen, alten Leuten. 1674 Erwähnung eines kranken Mannes im Haus. Um 1700 Vermutlich verfallen.

Saarbrücken II  (Regionalverband Saarbrücken, Saarland) - Güdingen

Kotten

Ca. 3,5 km südöstlich von Saarbrücken-St. Johann auf dem Gebiet von Güdingen. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Saarbrücken III (Regionalverband Saarbrücken, Saarland) - St. Johann

Siechenhaus

Ca. 2 km südöstlich von Saarbrücken-St.-Johann vor dem Halberg. Lage nicht genau bekannt.

1442

1479 Aufstellung einer Ordnung für das Gutleuthaus. 1503 Erwähnung der Hl.-Geist-Kapelle beim Gutleuthaus. 1588 Gemeinsame Unterhaltung durch die Städte Saarbrücken und St. Johann. 1627 Beschädigung im Krieg. 1682 Letzte Rechnung des Kodenpflegers.

St. Wendel (Landkreis St. Wendel, Saarland)

Siechenhaus, Gutleutehaus

Ca. 200 m nordwestlich vor der ehemaligen unteren Stadtpforte an der Blies. Lage nicht genau bekannt.

1505

1610 Abbruch des Siechenhauses und Bau eines neuen Aussätzigenhauses in der Nähe. 1618/48 Gebäude verfällt.

 


Sachsen

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Borna (Landkreis Leipzig, Sachsen)

Hospital

Südwestlich vor dem ehemaligen Altenburger Tor. Lage nicht genau bekannt.

1564

1637 Abgebrannt.

Chemnitz (Sachsen)

Siechenhof zum heiligen Geist

Nordwestlich vor dem ehemaligen Klostertor. Lage nicht genau bekannt.

1365

Später Altenheim. 1836 Abbruch.

Döbeln (Landkreis Mittelsachsen, Sachsen)

Hospital Zum fernen Siechen

Vermutlich östlich an der Straße nach Dresden. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Dresden I (Sachsen)

Bartholomäushospital für aussätzige Frauen

Ca. 600 m westlich am heutigen Freiberger Platz.

Nach 1250

 

Dresden II (Sachsen)

Hospital für Männer und Frauen

Nordöstlich vor der Augustusbrücke. Lage nicht genau bekannt.

1517

 

Freiberg (Landkreis Mittelsachsen, Sachsen)

Fernesiechenhospital für Männer und Frauen

Vermutlich ca. 1,5 km südwestlich vor dem ehemaligen Freiberger Peterstor an der Chemnitzer Straße. Lage nicht genau bekannt.

Um 1250

Später Altenheim. 1843 Abbruch.

Geyer (Erzgebirgskreis, Sachsen)

Hospital mit Friedhof und Kapelle

Ca. 100 m nordwestlich an der  Zwönitzer Straße bei der Hospitalkirche St. Wolfgang.

Um 1500

 

Görlitz (Landkreis Görlitz, Sachsen)

Domus leprosorum, Siechen uf dem Velde

Ca. 400 m südwestlich an der Straße nach Zittau, südlich der Ecke Jakobstraße/Hospitalstraße.

1298

Später Unterbringung von Kranken und alten Leuten. Es wurden nur weibliche Insassen zugelassen. 1776 Abbruch des Hospitals.

Grimma (Landkreis Leipzig, Sachsen)

Hospital St. Georg

Ca. 1 km südöstlich an der Hospitalkapelle (St.-Georgenkapelle).

13. Jh.

1541 Übernahme durch die Stadt Grimma und bis ins 19. Jh. Unterkunft für Arme, Waisen und Witwen. 1835 Abbruch des Hospitals. Kapelle bleibt. Seit 2010 Nutzung u.a. als Kirche und Ausstellungsraum.

Großenhain (Landkreis Meißen, Sachsen)

Jakobhospital

Westlich vor dem ehemaligen Wildenhainer Tor an der heutigen Berliner Straße. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Später Altenheim. 1884 Abbruch.

Leipzig I (Sachsen)

Leprosenhaus St. Johannes

Ca. 1 km östlich beim alten Johannisfriedhof, wo heute das Grassi-Museum steht, dem Grundstück des ehemaligen Johannishospitals für Leprakranke an der Gabelung der Straßen nach Dresden und Prag.

1278

14. Jh. Bau einer Kapelle. 1476 Erweiterung des Friedhofs. 1529 Übergang der Lepraschau vom Leprosorium auf die Medizinische Fakultät. 1585 Neubau der Johanniskirche. 1883 Aufgabe des Friedhofs. 1926 bis 1929 Bau des Grassimuseums auf dem Gelände des ehemaligen Johannishospitals für Leprakranke. 1943 Zerstörung der Johanniskirche. Der Kirchturm bleibt erhalten. 1963 Sprengung des Kirchturms. 1981 bis 1995 Sanierung des Friedhofs als Parkanlage.

Leipzig II (Sachsen)

Leprosenhaus

Ca. 1,5 km westlich vor dem ehemaligen Ranstädter Tor am Ranstädter Steinweg (Verlauf der Via Regia) nach Markranstädt an der Pleiße. Lage nicht genau bekannt.

1213

1631 Zerstört.

Lößnitz (Erzgebirgskreis, Sachsen)

Hospital mit Georgskapelle und Friedhof

Nordöstlich bei der Hospitalkirche St. Georg an der Kreuzung Hospitalstraße und Auer Straße direkt hinter dem ehemaligen Hospitaltor.

1283

 

Oschatz I (Landkreis Nordsachsen, Sachsen)

Hospital zu St. Georg

Ca. 50 m südöstlich, direkt gegenüber der heutigen Friedhofskirche St. Georg an der Straße nach Dresden.

Vor 1300

1429 Abbruch durch militärische Besatzung. 1474 Das Haus ist wieder aufgebaut. 1529 Erweiterung. 1616 Vernichtung des Hospitals bei einem Stadtbrand. Es wird nicht wieder aufgebaut.

Oschatz II (Landkreis Nordsachsen, Sachsen)

Hospital zum fernen Siechen

Nordwestlich vor dem ehemaligen Brüdertor an der Straße nach Leipzig. Lage nicht genau bekannt.

Gründung 1354

1813 Zerstörung der Kapelle durch die Truppen Napoleons. 1816 Hospital ist in einem schlechten baulichen Zustand.

Plauen (Vogtlandkreis, Sachsen)

Leprosenhaus

Unbekannt

1255

 

Reichenbach (Vogtlandkreis, Sachsen)

Siechenhaus für Aussätzige

Unbekannt

Unbekannt

 

Wurzen (Landkreis Leipzig, Sachsen)

Siechenhaus

Vermutlich ca. 1 km nordwestlich an der Straße nach Eilenburg auf Höhe des Rosenwegs. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1552

 

Zittau (Landkreis Görlitz, Sachsen)

Hospital St. Jakob

Ca. 200 m südöstlich bei der Hospitalkirche.

1303

Mitte 15. Jh. Verwüstung der Kirche in den Hussitenkriegen. 1464 Erneuerung. 1634 und 1643 Beschädigungen von Hospital und Kirche. 1679 Erneuerung der Kirche. 1990 Übergabe an die evangelisch-methodistische Gemeinde.

Zwickau (Landkreis Zwickau, Sachsen)

Johanneshospital für Aussätzige

Ca. 500 m nördlich beim heutigen Johannisbad, Johannisstraße 16.

1284

Ab 1505 Vorübergehend Aufnahme von Syphiliskranken.

 


Sachsen-Anhalt

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Aken (Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt)

Siechenhof für Aussätzige, St.- Georgenhospital

Unbekannt

14. Jh.

 

Aschersleben (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt)

Leprosorium

Ca. 300 m südöstlich vor dem ehemaligen Wassertor, vermutlich an der heutigen Eislebener Straße. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

1644 Abbruch. 1719 Neubau.

Barby (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt)

Siechenhaus

Südlich vor dem ehemaligen Schulzentor bei der heutigen Schulzenstraße. Lage nicht genau bekannt.

1505

 

Burg (Landkreis Jerichower Land, Sachsen-Anhalt)

Georghospital

Südwestlich vor dem ehemaligen Tor nach Magdeburg. Lage nicht genau bekannt.

1299

 

Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) - Dessau

St.-Georgshospital

Südöstlich bei der Kirche St. Georg.

1402

1512 Kapelle und Hospital werden erneuert. 1712-1717 Kapelle wird durch einen Kirchenneubau ersetzt. 1945 Kirche brennt bis auf die Grundmauern nieder. 1961-1966 Wiederaufbau.

Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt)

Siechenhaus

Unbekannt

1373

 

Falkenstein (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt) - Ermsleben

Siechenhaus

Im heutigen Ortsteil Ermsleben. Lage unbekannt.

15. Jh.

 

Freyburg (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt)

Fernen Siechen zu St. Bartholomäus

Vermutlich nördlich vor dem ehemaligen Obertor. Lage nicht genau bekannt.

1371

 

Gardelegen (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt)

St.-Georghospital

Ca. 200 m westlich vor dem Salzwedeler Tor bei der Kapelle St. Georg, dem Standort des ehemaligen Hospitals.

1446

1362 Erste Urkunden erwähnen die heutige Kapelle St. Georg als Maria-Magdalenen-Kapelle. 2022 Kapelle St. Georg, Straße Am St. Georg.

Halberstadt (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt)

St. Katharinenhof

Ca. 200 m nördlich vor dem ehemaligen Gröper Tor bei der Ruine der Siechenhofkapelle St. Georg an der Hospitalstraße.

1195

1992 Die mittelalterliche Siechenhofkapelle St. Georg ist als Ruine erhalten und wird unter Denkmalschutz gestellt.

Haldensleben (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt)

Georgenhospital

Unbekannt

Unbekannt

 

Halle (Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus

Unbekannt

1241

 

Kalbe a. d. Milde (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt)

Siechenhaus

Nördlich bei der Straße Siechengang. Lage nicht genau bekannt.

1494

Um 1600 In die Stadt verlegt. 2022 Straße Siechengang.

Laucha (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt)

Leprosorium

Südöstlich vor dem ehemaligen Untertor an der Straße nach Freyburg. Lage nicht genau bekannt.

Um 1600

 

Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus St. Georg, Aussätzigenhof, Siechenhof

Ca. 300 m südwestlich an der Bahnhofstraße beim ehemaligen Stellwerk. Lage nicht genau bekannt.

1291

1750 Darstellung des Siechenhofs auf dem Plan der Festung Magdeburg. 1812 Abbruch.

Oebisfelde-Weferlingen (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt) - Oebisfelde

Siechenhaus St. Katharinen

Nordwestlich im heutigen Ortsteil Oebisfelde bei der Katharinenkirche.

Vor 1517

 

Oschersleben I (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt)

Hospital St. Georg, Jürgenhof

Vermutlich ca. 500 m südlich an der Straße nach Halberstadt. Lage nicht genau bekannt.

1219/1252

1575 Abbruch und Neubau. 1794 Abgetragen.

Oschersleben II (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt) - Hadmersleben

Leprosenhaus, Siechenhof, Georgshospital

Ca. 400 m südwestlich bei der Hospitalkirche St. Georg.

1470

2021 Hospitalkirche St. Georg und Alten- und Pflegeheim St.-Georg-Stiftung.

Osterburg (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus, St. Georgshospital

Südlich vor dem ehemaligen Stendaler Tor. Lage nicht genau bekannt.

1397

1636 Kirche und Hospital St. Georg werden bei einer Belagerung zerstört und danach abgebrochen. 1681 Spital St. Georg wird wieder errichtet. 1872 Vor dem Hospital Sankt Georg wird ein Denkmal für die Gefallenen der Kriege von 1864 bis 1871 aufgestellt. 1891 Hospital St. Georg ist noch vorhanden.

Osterwieck (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt)

Siechenhaus

Unbekannt

15. Jh.

 

Quedlinburg (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus, Johannes-Hospital

Ca. 600 m südöstlich bei der St.-Johannis-Kapelle, des ehemaligen St.-Johannis-Hospital für Leprakranke und Aussätzige.

1229

2002 bis 2014 Umfassende Sanierung der St.-Johannis-Kapelle, die seit der Aufgabe der benachbarten Kirche St. Johannis (Baujahr 1906) wieder als Gotteshaus genutzt wird.

Querfurt (Saalekreis, Sachsen-Anhalt)

Sondersiechenhaus, St.-Georg-Hospital

Westlich beim Stein Torbogen, dem ehemaligen Steinweger Tor. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt)

St.-Georg-Hospital, Siechenhaus St. Jürgen

Ca. 500 m südöstlich bei der St.-Georg-Kirche, der ehemaligen Hospitalkapelle.

1268

1346 Erwähnung des Spitals der armen Siechen von St. Georg. 1330-1554 Neun Erwähnungen von meist zwei Provisoren. 1354 Erwähnung eines Rektors der Kapelle. 1497 Weitere Erwähnung eines Priesters. 1529 Weitere Erwähnung des Siechenhauses. 2023 Kirche St. Georg existiert noch.

Sandau (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt)

Domus leprosorum

Unbekannt

1308

 

Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus, Georgshof

Unbekannt

1252

 

Schönebeck (Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt) - Groß Salze

Leprosenhaus, St.-Georghospital

Im heutigen Ortsteil Groß Salze. Lage unbekannt.

14. Jh.

 

Seehausen (Altmark) (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus, St.-Georgshospital

Westlich vor dem ehemaligen Viehtor. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

1547 Aufgehoben.

Stendal (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt)

St.-Georg-Hospital, Leprosenhaus St. Georg

Vermutlich ca. 100 m nordwestlich vor dem Uenglinger Tor beim Alten Friedhof und bei der Georgenstraße. Lage nicht genau bekannt.

1290

1293 Weitere Erwähnung. 1315 Erwähnung einer Kapelle. 1317 bis 1319 Erwähnungen der Leprakranken des Leprosoriums. 1365 u. 1410 Weitere Zustiftungen. 1419 Erwähnung von zwei Provisoren. 1435, 1442 u. 1445 Weitere Erwähnungen des Hospitals. 1540 Regelungen des Stadtrates zum Betrieb des Hospitals.

Tangermünde (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt)

St.-Jürgen-Hospital

Vermutlich südwestlich. Lage nicht genau bekannt.

Um 1400

15. Jh. Erwähnung eines Leprahospitals St. Georg. 1541 Erwähnung eines Priesters an der St.-Georgs-Kapelle.

Wegeleben (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt)

Siechenhof

Vermutlich ca. 400 m nördlich vor dem ehemaligen Halberstädter Tor beim Siechenhofsweg. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

 

Werben a. d. Elbe (Landkreis Stendal, Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus St. Georg

Westlich vor dem ehemaligen Seehäuser Tor. Lage nicht genau bekannt.

1481

1631 Zerstört.

Wernigerode (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt)

Leprosenhaus St. Jürgen, St.- Jürgen-Siechenhof, Sondersieche

Ca. 200 m nordwestlich bei der St.-Georgii-Kapelle an der Ilsenburger Straße, wo Zillierbach und Holtemme zusammenfließen.

1347

1347 Erwähnung der St.-Georgii-Kapelle. 14. Jh. Gründung des Hospitals St. Georgii durch Graf Konrad IV. von Wernigerode. 1464 Schenkung des Petersberges durch den Grafen zu Stolberg und die Stadt an das Hospital. 1635 Erweiterung der Kapelle um eine Vorhalle in Fachwerk. 1870 Umbau der Kapelle. 2023 Die Kapelle ist das Gotteshaus der Evangelisch-Kirchlichen Gemeinschaft Wernigerode, angrenzend das Seniorenheim St. Georg.

Wittenberg (Landkreis Wittenberg, Sachsen-Anhalt)

Siechenhaus für Aussätzige

Vermutlich ca. 200 m östlich vor dem ehemaligen Elstertor (früher Kreuztor). Lage nicht genau bekannt.

1355

 

 


Schleswig-Holstein

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Ascheberg (Kreis Plön, Schleswig-Holstein)

Schwiddeldei, vormals Spitalus Dei

Unbekannt

Unbekannt

Es wird ein Hospital in der Nähe des Guts Ascheberg (Schwiddeldei) vermutet.

Bad Oldesloe (Kreis Stormarn, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hof, St. Jürgen-Hospital, Siechenhaus St. Jürgen

Ca. 400 m südwestlich vor dem Hamburger Tor auf einer Anhöhe (Mährischer Berg) bei der Bölck´schen Villa (Villa Victoria), Salinenstraße 3.

1289

 

Bad Schwartau (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein)

Siechenhaus für Frauen, Schwartauer Siechenhaus

Ca. 200 m nördlich an der Georgskapelle bei der Einmündung der Pariner Straße in die Eutiner Straße.

1258

Ende 14. Jh. Haus völlig verfallen. 1443 Umwidmung des Hauses als Heim für bedürftige Schwestern. Nach der Reformation Altersheim und zunehmend ein Armenhaus für Männer. 2020 Georgskapelle von 1508 erhalten.

Bad Segeberg (Kreis Segeberg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgenshof

Ca. 600 m südöstlich an der Straße nach Lübeck und Bad Oldesloe auf der Höhe der Straße St. Jürgen. Lage nicht genau bekannt.

1152

1550 König Christian III. vereinigt sämtliche Hospitäler der Stadt und das des Klosters zu einem Hospital, das die Besitzungen aller erhielt.

Berkenthin (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 400 m nördlich von Groß Berkenthin an der Straße nach Lübeck. Lage nicht genau bekannt.

1420

 

Büchen-Pötrau (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein)

St. Georg

Bei der St.-Georg-Kirche im Ortszentrum.

Unbekannt

Es existiert eine St.-Georg-Kirche ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Burg auf Fehmarn (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 500 m südöstlich bei der St.-Jürgen-Kapelle am Kapellenweg.

1439

2021 Die St.-Jürgen-Kapelle ist noch erhalten.

Eutin (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Stift

Südlich nahe bei dem ehemaligen Lübecker Tor am Standort des Bauamtes, Lübecker Straße 17.

1439

1770 Das Hospital St. Jürgen wird durch einen Neubau ersetzt: St.-Georg-Hospital. Danach div. Nutzung. 1948 Ostholstein-Museum. 1986 Stadtbauamt.

Flensburg (Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 500 m nordöstlich bei der Kirche St. Jürgen.

1283

1582 Abbruch von Hospital und Kapelle. 1907 Neubau der St.-Jürgen-Kirche an der Stelle des ehemaligen St.-Jürgen-Hospitals. 2023 Stadtteil Jürgensby, Sankt-Jürgen-Straße, Sankt-Jürgen-Platz.

Fuhlenhagen (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kapelle (heute St. Georg)

Im Ortszentrum

Unbekannt

Es existiert eine St.-Georg-Kapelle (früher St.-Jürgens-Kapelle) ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Garding (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kapelle.

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgens-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Gettorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein)

Ehemalige Kapelle St. Georg neben der heutigen St.-Jürgen-Kirche

Im Ortszentrum, ca. 10 km nordwestlich von Kiel.

Unbekannt

Es existierte eine St.-Georg-Kirche ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Grube (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kirche

Am westlichen Ortsrand, ca 12 km südöstlich von Oldenburg.

Unbekannt

Es existiert eine St.-Jürgen-Kirche ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Heide in Holstein (Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kirche

Zentrum.

Unbekannt

Es existiert eine St.-Jürgen-Kirche ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Heiligenhafen (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kapelle

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgens-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Horst (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kapelle

Im Zentrum an der Kreuzung der Straßen Am Markt und Bahnhofstraße bei der Kirche St. Jürgen.

Unbekannt

Es existiert eine St.-Jürgen-Kirche ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Husum (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hospital, Siechenhaus

Ca. 100 m nordöstlich beim Seniorenheim "Gasthaus zum Ritter St. Jürgen", Osterende 18, an der Straße nach Schleswig.

1440

Ab 1571 Standort des Haues im Osterende gesichert. Nachfolger des Leprosoriums ist das „Gasthaus zum Ritter St. Jürgen“, das heute ein Seniorenheim ist.

Itzehoe (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Spital

Ca. 500 m nordöstlich an der Straße Sandberg (nach Kiel) bei der St.-Jürgen-Kapelle.

1240

16. Jh. Auch Aufnahme von verarmten Bürgern. 2021 Die Kapelle von 1661 ist noch.vorhanden.

Kiel (Schleswig-Holstein)

Domus informorum leprosorum, Siechenhaus, St.-Jürgen-Hospital

Ca. 1 km südlich der Altstadt beim heutigen Bahnhof am Sophienblatt gegenüber der Einmündung der Ringstraße.

1267

Ab 1600 bis 1909 Armenhaus. 1902 Abbruch der St.-Jürgen-Kapelle. 1904 Neubau. 1954 Abbruch der zerbombten Kirche.

Krempe (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein)

St.-Georg-Spital

Evtl. ca. 100 m westlich an der Straße nach Glückstadt. Lage nicht genau bekannt.

1361

1393 Genehmigung einer Vikarstelle an der noch zu bauenden Kapelle. 1404 Zuweisung des Nikolaus-Patroziniums für die Kapelle. Das Haus ist dem heiligen Georg geweiht. 1584 Haus erneut baufällig. Abbruch. Neubau eines Hauses in der Stadt.

Lauenburg (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein) - Schnakenbek

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 4 km westlich in Schnakenbek am Elbufer beim Sandkrughof. Lage nicht genau bekannt.

1352

 

List auf Sylt (Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen

Nordwestlich bei der St.-Jürgen-Kapelle.

Unbekannt

Es existiert eine St.-Jürgen-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Lübeck I (Schleswig-Holstein) - St. Jürgen

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 200 m südöstlich vor dem ehemaligen Mühlentor südlich der Gabelung der Ratzeburger und der Kronsforder Allee.

1240

Kapelle: 1344 Bau. 1534 Abbruch. 1540 Neubau. 1629 Abbruch von Kapelle und Siechenhaus. Neubau siehe Standort Lübeck II.

Lübeck II (Schleswig-Holstein) - St. Jürgen

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 1 km südöstlich vor dem ehemaligen Mühlentor bei der St.-Jürgen-Kapelle.

1645

1629 Abbruch von Lübeck I. 1645/46 Neubau von Siechenhaus und Kapelle ca. 800 m weiter südöstlich. 1847 Auflösung des St.-Jürgen-Hospitals. 2021 Kapelle noch vorhanden.

Lübeck III (Schleswig-Holstein) - St. Jürgen, Klein-Grönau

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 6 km südöstlich beim CVJM-Jugendheim und der Wegekapelle in Klein-Grönau.

1265

1409 Bau der Kapelle. 1480 Neubau als Armenhaus. 1659 Kapelle erneuert. 1958 Ev.-Luth. Kirche Lübeck erwirbt das Ensemble. 1963 Renovierung der Kapelle. 2021 Jugendheim des CVJM im ehemaligen Siechenhaus. Kapelle noch vorhanden.

Lübeck IV (Schleswig-Holstein) - Travemünde

St.-Jürgen-Hospital

Ca. 15 km nordöstlich von Lübeck und 200 m südwestlich von Travemünde (Parkplatz Am Fischereihafen) an der Siechenbucht.

1289

1308 Bau der Kapelle. 1431 Bau eines Aussätzigen-Hauses. 1440 Neubau der Kapelle. 1522 Umwandlung in ein Armenhaus. Bis 1969 Nutzung als Altenwohnung. 1969 Abbruch.

Meldorf (Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kapelle

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgens-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Mölln (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Spital

Ca. 300 m südwestlich vor dem ehemaligen Steintor am Standort der heutigen Praxisklinik DRK Mölln, Wasserkrügerweg 7.

1289

Um 1600 Mit Abklingen der Lepra wird das Haus mehr als Armen- denn als Siechenhaus genutzt. 1815 Aufgabe des St.-Georg-Hospitals. 1913 Eröffnung eines Krankenhauses. 2021 Am alten Standort steht heute eine Klinik des DRK.

Neustadt in Holstein (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein)

Sekenhus

Ca. 100 m westlich vor dem ehemaligen Brückentor beim Hospital zum heiligen Geist mit der Hospitalkirche. Adresse: Vor dem Brücktor 3.

1418

1418 Das Hospital richtet ein „Sekenhus“ ein. Später Armenhaus für Neustädter Bürger. 1627 Das stark beschädigte Haus wird nicht wiederaufgebaut. 1853 Entstehung eines Wohntraktes für bedürftige Bürger. 2021 Wohntrakt und Saalkirche bestehen noch. Eine Wohnung wurde im ursprünglichen Zustand als Museum belassen.

Oldenburg in Holstein (Kreis Ostholstein, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hospital

Evtl. ca. 50 m südlich am Oldenburger Graben vor dem ehemaligen Dolgentor an der Straße nach Neustadt. Lage nicht genau bekannt.

1325

18. Jh. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts Nutzung des St.-Jürgen-Hospitals als Armenhospital der Stadt.

Plön (Kreis Plön, Schleswig-Holstein)

 

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgens-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Preetz (Kreis Plön, Schleswig-Holstein)

 

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgens-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Probsteierhagen (Kreis Plön, Schleswig-Holstein)

 

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgens-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Ratzeburg (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hospital, Siechenhaus

Ca. 800 m westlich bei der Kirche "St. Georg auf dem Berge" und der Straße Seekenkamp am Wegekreuz der Straßen nach Lübeck (Norden), Mölln (Süden) und Bad Oldesloe (Westen).

1289

10. Jh. Ursprung der Kirche „St. Georg auf dem Berge“. 1289 Erste Erwähnung des Siechenhauses. 13. Jh. Entstehung eines Klosterhospitals für die von Aussatz befallenen Menschen im Umfeld der Kirche. 1581 Weitere Erwähnung des Siechenhauses im Bericht eines kirchlichen Visitators. 2025 Straßenname Seekenkamp.

Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Hof

Ca. 500 m nordwestlich an der Straße nach Schleswig auf dem Gebiet des ehemaligen Dorfes Vinzier beim Flüßchen Seekenbek und der Straße Am Seekenbek. Lage nicht genau bekannt.

1465

Erinnerung an die vergangene Existenz sind der Name des Flüßchens Seekenbek und die Straße Am Seekenbek.

Schleswig I (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)

Siechenhospital

Ca. 500 m nördlich, Sankt-Jürgener-Straße 20/22.

1344

Mitte 16. Jh. Das Siechenhospital wird aufgehoben. 1837 Funde von Grundmauern und Skeletten am Standort der früheren St.-Jürgen-Kapelle.

Schleswig II (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)

Laurentius-Hospital, Sikenhus, Leprosenhaus St. Georg

Ca. 100 m nördlich, Gallberg 36.

1392

Mitte 16. Jh. Das Leprosenhaus St. Georg mit der Laurentii-Kirche wird aufgehoben.

Schleswig III (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)

Kapelle St. Jürgen und St. Jobst

Ca. 1 km südwestlich am Hesterberg an den Straßen Lollfuß und Hesterberg. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

15. Jh. Der Leprosenhof wird aufgehoben.

Schönberg (Kreis Plön, Schleswig-Holstein) - Wisch

St.-Jürgen-Kapelle, St.-Georg-Kapelle

Ca. 4 km nordwestlich in Wisch-Fernwisch. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

Der erste sakrale Bau des Ortes war eine 1220 erbaute St.-Georg-Kapelle. Zerstört bei einem Sturmhochwasser. Bisher konnte kein Aussätzigenheim nachgewiesen werden.

Uetersen (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kapelle

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgen-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

Ulsnis (Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig-Holstein)

St.-Jürgen-Kapelle

Unbekannt

Unbekannt

Es existierte eine St.-Jürgens-Kapelle ohne bisher nachgewiesenes Aussätzigenheim.

 


Thüringen

       

Aktualisiert im März 2023

Ort

Name

Lage

Erster-wähnung

Weiteres

         

Altenburg (Landkreis Altenburger Land, Thüringen)

Siechenhaus

Westlich vor dem ehemaligen Johannistor, vermutlich an der Gabelung der Straßen nach Gera und Zeitz. Lage nicht genau bekannt.

1437

 

Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis, Thüringen)

Siechenhaus für Lepröse

Unbekannt

Unbekannt

 

Bad Langensalza (Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Südöstlich vor dem ehemaligen Erfurter Tor. Lage nicht genau bekannt.

1272/1307

 

Bad Salzungen (Wartburgkreis, Thüringen)

Siechenhaus

Ca. 300 m östlich bei der Kapelle St. Wendel.

1481

1486 Weihe der 1481 gestifteten Kapelle. 1596 Errichtung einer Friedhofsmauer. Bis 1874 Spital, dann Armenhaus. 1994-2004 Sanierung der Kapelle. 2021 Eine verwitterte Inschrift über dem Westportal weist auf die Stiftung von 1481 hin; Mauerreste des Friedhofs sind noch vorhanden.

Bad Tabarz
(Landkreis Gotha, Thüringen) - Cabarz

Sondersiechenhaus, Nonnenberg

Ca. 500 m nördlich an einer alten Wegeverbindung von Fischbach nach Waltershausen. Lage nicht genau bekannt.

Unbekannt

 

Bad Tennstedt
(Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen)

Sondersiechenhospital, Siechenhaus

Ca. 200 m südöstlich an der Bahnhofstraße bei der Kirche Zum Heiligen Geist.

1506

1506 Erwähnung von Kapelle und Hospital als Leprosorium. 1539 Erwähnung des Sondersiechenhospitals in einem Visitationsprotokoll. 1623 Weitere Erwähnung als Siechenhaus. 1685 Zerstörung von Hospital und Kirche beim großen Stadtbrand. Danach Wiederaufbau. 1815 Nutzung der Kirche als Lazarett. 1993 Sanierung von Hospitalgebäude und Kirche. 2024 Die Kirche Zum Heiligen Geist („Spittelskirche“) wird von der katholischen Gemeinde für Andachten genutzt. Auch das ehemalige Hospitalgebäude ist noch vorhanden.

Dingelstädt
(Landkreis Eichsfeld, Thüringen) - Zella

Siechenhof, Schwarzes Haus

Ca. 1 km südwestlich des Ortsteils Zella bei der Flur Siechenhof.

1303

1303 Erwähnung des Siechenhofes, den die Lazariten des Klosters Breitenbich gegründet hatten und betreuten. 1483 Armenhaus. 1740 Abbruch des Siechenhofes wegen Baufälligkeit. Neubau. Später Wirtshaus. 1868 Weiterverpachtung als Gastwirtschaft. 1893 Darstellung des Siechenhofes auf der Karte des Deutschen Reiches. 1927 Übernahme durch den Landkreis Mühlhausen und Verkauf zum Abbruch zwei Jahre später. 2020 Darstellung des Siechenhofes im Deutschen Historischen Städteatlas Band 6 - Mühlhausen: Tafel 8.3: Reichsstädtisches Territorium. 2024 Flurname „Siechenhof (Schwarze Hose)“ und Siechenweg in Zella.

Eisenach I (Wartburgkreis, Thüringen)

Aussätzigenhaus, Männersieche

Ca. 500 m nordöstlich bei der Clemenskapelle.

1204

1295 Ersterwähnung der Kapelle. Bis 17. Jh. Nutzung für Gottesdienste. Nach 1813 Nutzung als Holzlager und Ziegenstall. 1840 Ein Katasterplan zeigt Kapelle, Hospitalgebäude und Nebengebäude. 1866 Wiederherstellung der Kapelle. Ab 1904 Bauschäden und Verfall. 1929/1965 Renovierungen. 2003 Sanierung.

Eisenach II (Wartburgkreis, Thüringen)

Aussätzigenhaus, Weibersieche

Ca. 1 km westlich beim ehemaligen Clemensstift am Siechenberg.

1226

1643 Wöchentliche Predigten in der Kapelle. 1720 Die Kapelle fällt ein. Kein Wiederaufbau. Das Hospitalgebäude wird erneuert. 2021 Das einstige Hospitalgebäude (denkmalgeschütztes Fachwerkhaus) existiert noch.

Erfurt I (Thüringen) - Löbertor

Domus leprosorum

Ca. 50 m südlich vor dem ehemaligen Löbertor, vermutlich bei der heutigen Rosengasse. Lage nicht genau bekannt.

1227

1247 Das Leprosorium für Männer gelangt unter päpstlichen Schutz. 1388 Nach einem Verbrechen im Leprosorium wird das Haus verbrannt und ein Sühnekreuz errichtet.

Erfurt II (Thüringen) - Ilversgehofen

Leprosenhaus

Ca. 1 km nördlich vor dem ehemaligen Johannestor im heutigen Stadtteil Ilversgehofen. Lage nicht genau bekannt.

1265

1265 Leprosenhaus für Männer. 1389 Weitere Erwähnung. 1486 Verwaltung durch das Große Hospital. 1552 Erweiterung zur Unterbringung von Frauen des Leprosenhauses vor dem Krämpfertor. 1596 Hausordnung.

Erfurt III (Thüringen) - Krämpfertor

Domus infirmorum ante Krampfentor, Siechenhaus

Nordöstlich unmittelbar vor dem ehemaligen Krämpfertor. Lage nicht genau bekannt.

1293

1359 Erwähnung als Siechenhaus für Frauen. 1385 Erwähnung eines Hofmeisters. 1388 Verwaltung durch das Große Hospital. 1465 Einrichtung einer Vikarie für die Kapelle St. Spiritus. 1539 Aufnahme von drei Frauen. 1552 Abbruch im Zuge des Ausbaus der Stadtbefestigung. Aufnahme der Frauen im Leprosenhaus Ilversgehofen, siehe Erfurt II.

Erfurt IV (Thüringen) - Schmidtstedter Tor

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 3 km östlich vor dem ehemaligen Schmidtstedter Tor an der Grenze der Gemarkung Linderbach. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1300

1345 Erneuerung der Kapelle. 1451 Weitere Erwähnung der Frauen des Siechenhauses. 1462 Ablass für Spenden zur Erneuerung der Kapelle St. Georg und des Siechenhauses. 1506 u. 1596 Weitere Erwähnungen.

Gera (Thüringen)

Sundersieche

Ca. 300 m südwestlich beim Kreisverkehr, dem ehemaligen Rossplatz. Lage nicht genau bekannt.

12. Jh.

1482 Spital mit Kapelle St. Wolfgang, später Wallfahrtskapelle. 1841 Abbruch der Kapelle.

Gotha (Landkreis Gotha, Thüringen)

Siechenhof, Domus leprosorum, Siechhaus, Sondersiechenhaus, Sonderhof

Ca. 500 m östlich vor dem ehemaligen Sieblebertor, Erfurter Landstraße 7-9.

Gründung 1347

16. Jh. Der Siechhof wird städtische Einrichtung. 1839 Der Siechhof wird zu einem städtischen Armenhaus und einer Arbeitsanstalt. 1870 Der Siechhof ist noch vorhanden.

Großengottern (Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen)

Hospital oder Spital St. Andreas

Ca. 200 m südöstlich bei der Kapelle St. Andreas.

1368

17. Jh. Umwandlung in ein Armenhaus. Seit 2014 Der Förderverein "Spittel e.V." restauriert das mittelalterliche Ensemble.

Heiligenstadt (Landkreis Eichsfeld, Thüringen)

Leprosenhaus, Siechenhaus

Ca. 200 m nordwestlich bei der St.-Georgs-Kapelle.

1387

 

Heldburg (Landkreis Hildburghausen, Thüringen)

Siechenhaus

Unbekannt

Unbekannt

1837 Abbruch.

Heringen (Landkreis Nordhausen, Thüringen)

Hospital St. Spiritus, Siechenhaus, Leprosenhaus

Ca. 200 m südöstlich an der Triftstraße. Lage nicht genau bekannt.

13. Jh.

 

Hildburghausen (Kreis Hildburghausen, Thüringen)

Siechenhaus

Ca. 1 km südwestlich an der Kreuzung Römhilder Straße, Rosenweg und Walrabser Straße. Lage nicht genau bekannt.

1497

1734 Abbruch der St.-Nicklas-Kapelle. 1860 Das Siechenhaus wird verkauft.

Jena (Thüringen)

St.-Jakobspital

Vermutlich ca. 400 m nördlich vor dem ehemaligen Zwätzener Tor auf Höhe der St.-Jakob-Straße. Lage nicht genau bekannt.

1416

1482 Stiftung der St.-Jakobskapelle beim Siechenhaus. 1697 Weihe einer neuen Kirche beim Spital. 1908 Abbruch der Kirche.

Kahla (Saale-Holzland-Kreis, Thüringen)

Siechenhaus

Nördlich vor dem ehemaligen Jenaischen Tor. Lage nicht genau bekannt.

15. Jh.

 

Meiningen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen)

Siechenhaus

Unbekannt

13. Jh.

 

Mühlhausen I (Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen)

Hof der Sondersiechen, Hof Aemiliae

Ca. 3 km südöstlich beim ehemaligen Hof Aemilienhausen. Lage nicht genau bekannt.

1343

Bis 1672 Leprosenheim. 1767 Es werden Pfründner aufgenommen. 1833 Abbruch.

Mühlhausen II (Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen)

Leprosenhaus

Ca. 150 m nordöstlich bei der Kirche St. Georgi.

15. Jh.

1359 Ersterwähnung der Kirche St. Georgi. 1370 Anbau einer Kapelle.

Neustadt an der Orla (Saale-Orla-Kreis, Thüringen)

Sondersieche, Aussätzigenhaus

Ca. 200 m südwestlich bei der Hospitalkirche Sankt Laurentius, Friedhofstraße 23.

1458

Seit Mitte 16. Jh. Friedhofskapelle. 1914 Abbruch der Kirche bis auf die Grundmauern. Danach Wiederaufbau. Nach 1945 Friedhofskapelle und Winterkirche. 1984 Abbruch des Hospitals, Kirche bleibt erhalten. 2021 Hospitalkirche Sankt Laurentius: Nutzung für Gottesdienste und als Beerdigungs-Kirche.

Nordhausen I (Landkreis Nordhausen, Thüringen)

Leprosenhaus, Hospital Im Hause der Aussätzigen vor der Stadt, Kapelle und Hospital St. Georg

Südöstlich unmittelbar vor der Kernstadt des 12. Jahrhunderts beim heutigen Kornmarkt (Kreisverkehr) im Bereich der Straßen Töpfergasse / Hundsgasse / Rautenstraße.

Vor 1140

1289 Stiftung der Kapelle. 1330 Nach Erweiterung der Stadt liegen Kapelle und Hospital innerhalb der Stadt. Fortführung als Armenhaus. Die Aussätzigen werden in Nordhausen II (Cyriaci) untergebracht. 1428 Vereinigung des Armenhauses mit dem Hospital St. Martini. Verlegung der Insassen dorthin. Nutzung als Büchsenhaus. 1569 Nutzung auch der Kapelle als Büchsenhaus und Hauptzeughaus. 1612 Zerstörung von Hospital und Kapelle durch einen Stadtbrand.

Nordhausen II (Landkreis Nordhausen, Thüringen)

Leprosenhaus

Ca. 200 m südwestlich bei der Cyriaci-Kapelle und der heutigen Kreismusikschule, Freiherr-vom-Stein-Straße 1.

Gründung 1280

1281–1284 Bau einer Kapelle. 1788 Nutzung des Siechhofs nach Renovierung als Altenheim. 1806–1815 Nutzung als Lazarett. 1823 Abbruch der baufälligen Kapelle. 1825 Nutzung des Siechhofs als Städtisches Krankenhaus. 1845 Neubau der Kapelle. 1867 Nutzung als Krankensaal. 1940er Jahre Nutzung des Siechhofes als Sammelstelle für Juden vor der Deportation. Bis 1991 Altenheim. 1991–1995 Sanierung, danach Nutzung als Musikschule. 1997 Sanierung der Kapelle und Nutzung als Konzertsaal.

Nottertal-Heilinger Höhen (Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen) - Schlotheim

Siechenhaus

Im Ortsteil Schlotheim. Lage unbekannt.

1618

1618 Erwähnung des Siechenhauses.

Ohrdruf (Landkreis Gotha, Thüringen)

Siechhof des Heiligen Michael

Ca. 300 m nördlich bei der Siechhofskirche.

Vor 1529

1603 Bau der Kapelle neben dem Siechhaus.  1779 Bau der Siechhofskirche, die den Fachwerkbau von 1603 ersetzt. 1970er Jahre Renovierung des Innenraums. 2010 Abschluss von Restaurierungsarbeiten.

Rudolstadt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen)

Hospital

Ca. 200 m östlich nahe der Saale. Lage nicht genau bekannt.

Vor 1484

1535 Verwaltung durch den Stadtrat. Mitte 16. Jh. In der Kapelle kein Gottesdienst mehr. Ende 16. Jh. Abbruch des Siechenhauses. Kapelle wird Hospital. 1754/1790 Renovierungen und Nutzung als Lazarett. 1833 Ausbau des Hospitals. Um 1839 Abbruch des Turms. 1843 In einem Stadtplan als Krankenhaus bezeichnet. Nach 1869 Nutzung als Wohnhaus. 2006 Durch Brand zerstört und abgebrochen. Anschließend Neubebauung.

Saalfeld (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen)

Spital für Aussätzige, Siechenhospital

Ca. 400 m nordwestlich bei der Martinskapelle am Siechenbach.

1264

1264 Vermutlich Stiftung und Bau der Kapelle. 1335 Ersterwähnung der Kapelle. 1338 Nennung der Kapelle als "capellen zu den sichen". 1598 Innenrenovierung der Kapelle. 1741 Errichtung eines Wohngebäudes anstelle des mittelalterlichen Hospitals. 1895 Instandsetzung der Kapelle. 1911 Neubau des Wohngebäudes, Nutzung als städtisches Altenheim. 1983–91 und 2004 Sanierungen der Kapelle.
2021 Kapelle und Gebäude des ehemaligen Altenheims noch vorhanden.

Schmalkalden (Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen)

Siechenhof, Sondersiechenhaus

Ca. 50 m nördlich bei der Hospitalskapelle, Weidebrunner Tor 7.

1339

Vor 1339 Bau der zum Oberhospital gehörigen Siechenhofs-Kapelle. 1339 Gestattung der Anlegung des Oberhospitals. 1743 Neubau des Hospitals. 1838 Erweiterung des Hospitals. 2021 Nutzung der Hospitalskapelle für Konzerte.

Schmölln (Landkreis Altenburger Land, Thüringen)

Leprosenhaus

Unbekannt

1463

 

Sondershausen (Kyffhäuserkreis, Thüringen)

Siechenhaus, Leprosenhaus

Unbekannt

1391

 

Vacha (Wartburgkreis, Thüringen)

Sondersiechenhaus, Leprosenhaus

Nördlich jenseits der Werra unterhalb des Siechenbergs. Lage nicht genau bekannt.

1348

1279 Erwähnung des Hospitals des Klosters Kreuzberg (Philippsthal), das später Sondersiechenhaus genannt wird. 1350 und 1500 Erwähnung eines Leprosenhauses. 2024 Siechen-Berg und Straße Am Siechenberg.

Waltershausen (Landkreis Gotha, Thüringen)

Leprosenhaus

Vermutlich südwestlich beim Ziegenberg. Lage nicht genau bekannt.

13. Jh.

 

Wasungen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Thüringen)

Leprosenhaus

Südöstlich vor dem Obertor an der Meininger Straße. Lage nicht genau bekannt.

1494

1618/1648 Im Krieg zerstört.

Weimar (Thüringen)

Curia leprosorum, Siechenhaus

Westlich vor dem ehemaligen Erfurter Tor. Lage nicht genau bekannt.

1323

 

Ziegenrück (Saale-Orla-Kreis, Thüringen)

Leprosenhaus

Vermutlich südlich an der Saale. Lage nicht genau bekannt.

14. Jh.