Veranstaltungen - Termine - Informationen


26. Januar 2020 (Sonntag)

Weltlepratag, Eröffnung der Ausstellung "Kinderhaus 1920 bis 2020" um 12 Uhr


26. Februar 2020 (Mittwoch)

Herdfeuerabend (Beginn 17:30 Uhr)


17. März 2020 (Dienstag)

Gertrudenmahl (Beginn um 18 Uhr)


05. April 2020 (Sonntag)

Konzert St. Marien/Sprakel, Streichquartett, Ltg. Frau Autuori (Beginn um 15 Uhr)


24. April 2020 (Freitag)

Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Leprakund e.V. (Beginn um 17 Uhr)


11. Juli 2020 (Samstag)

Kinderhauser Tagung "Geschichte und Rezeption der Lepra" (Beginn um 10 Uhr)



Bei der diesjährigen Präsentation der Siechenkrippe stand im Mittelpunkt die Vorlage eines Büchleins zur Siechenkrippe, herausgegeben von der "Gesellschaft für Leprakunde e.V.", erstellt von Petra Jahnke, Franjo Luigs, Michael Rotz und Gisela Wittenberg. Die Fotos wurden von Horst Jahnke und Michael Rotz gemacht.

 

Das Buch zur Krippe kann hier eingesehen werden.


Ein Informationstag zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Lepramuseum und im Heimatmuseum Kinderhaus am 16. November 2019 von 10 bis 12 Uhr im Lepramuseum in 48159 Münster, Kinderhaus 15

 

Die "Westfälischen Nachrichten" berichten darüber. Hier geht´s zum Artikel.


Herrliches Herbstwetter – ca. 50 Gäste - ein kleines Festzelt – und für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Es war ein prächtiger Rahmen für die Enthüllung zweier Gedenktafeln und für die Pflanzung einer Siecheneiche.

 

Und dabei waren u.a.: die Bürgermeisterin von Borken Frau Schulze Hessing. Herr Belker–van den Heuvel (DAHW), Herr Dr. Klötzer (GfL), Vertreter zweier örtlicher Heimatvereine und die Gemeinschaft der Nachbarschaft „Kreuzberg Grenzbach“.

Auf dem Beckenberg befand sich vormals das Borkener Leprosorium. 1665 legte der Johanniterorden von Borken einen Friedhof beim Siechenhaus an. Heute befindet sich im Bereich des ehemaligen Leprosenhauses das Kruzifix des Friedhofes. Dieser Ort ist in der Denkmalliste der Stadt Borken verzeichnet.

Um an die alte Lepra-Geschichte zu erinnern sind vor ca. zwei Jahren Jürgen Belker–van den Heuvel von der DAHW und Herr Joester, der eng mit der DAHW zusammenarbeitet und in Borken geboren wurde, an die Stadt Borken herangetreten mit dem Vorschlag, eine Gedenkstätte zu errichten. Die „Stadt“ war von der Idee angetan und unterstützte das Projekt.

Am 31. Oktober war es dann soweit. Im Rahmen eines kleinen Festaktes wurden die Tafeln feierlich enthüllt und die Eiche gepflanzt.

Die Bildergalerie vermittelt einen kleinen Eindruck.

Fotos und Text: Klaus Henning (GfL)

 


Die „Apokalypse“ hat begonnen. Freitag, den 23. August 2019 war der Auftakt der Ausstellungstournee am Hafenplatz in Münster. Die Bilderserie unten gibt einen kleinen Eindruck. Bis Oktober werden die drei Container (ein großer und zwei kleine) Halt an verschiedenen Orten im Münsterland machen - am 7. September auch vor dem Lepramuseum, das mit seiner Leprapuppe das Exponat Nummer 13 zur Verfügung stellt.

Fotos: Christiane Hohage-Henning


@dedeke-LP-Kock200-final2
@dedeke-LP-Kock200-final2

 

Das einstige Leprahospital war im Mittelalter ein Ort für die Verlorenen – die verlorenen Menschen. Von verlorenen Orten handelt Michael Johann Dedekes Fotoserie „Der Verfall der Dinge“, die dem Verfall der Körper den Verfall der Architektur gegenüberstellt.

Die Baumwollspinnerei Rolinck von 1889 wurde 2005 geschlossen. Mit Erlaubnis der Eigentümer-familie Kock konnte Michael Johann Dedeke fotografisch den historischen Schatz bewahren und die Metamorphose der Bausubstanz dokumentieren. Entstanden sind poetische Aufnahmen, die den Wandel einer Epoche sowie die Rückeroberung einer Industrieanlage durch die Natur zeigen.

Das Lepramuseum hat eine besondere Bedeutung für diese Ausstellung. Die Gegenüber-stellung von Verfall der Industriegebäude und Verfall der an Lepra erkrankten Menschen findet auf der Ebene der gesellschaftlichen Veränderung statt. Einerseits entsteht durch den Verfall der Industrielandschaft etwas Neues. Andererseits entsteht durch das drastische Krankheitsbild – Verfall der schützenden Hülle des Menschen – ein Wechsel des Verhaltens der Gesellschaft von Ausgrenzung der Erkrankten hin zur Unterstützung, zum Verständnis und zur Pflege.  

Ort der Ausstellung: Lepramuseum, Kinderhaus 15 in 48159 Münster

  

Die Ausstellung ist nach der Eröffnung noch wie folgt zu sehen:

 

Sonntag, den 1. September von 15 bis 18 Uhr

 

Und im Rahmen der Nacht und Museen und Galerien

Samstag, den 7. September von 16 bis 24 Uhr (der Künstler ist zwischen 16 und 19 Uhr anwesend)

 

Und im Rahmen des Tags des offenen Denkmals

Sonntag, den 8. September von 11-18 Uhr

 

Und nach Vereinbarung unter Tel. 0251-525295 oder info@lepramuseum.de


Westfälische Nachrichten vom 16. Juli 2019
Westfälische Nachrichten vom 16. Juli 2019

 

Und hier ein kurzer Überblick:

Das Programm musste geringfügig geändert werden, da die Referentin Simone Kahlow aus Berlin mit ihrem Vortrag „Wird einer aussätzig […] verweist man ihn der Stadt – Leprose in archäologischen Quellen nördlich der Alpen“ ausfiel. Dafür sprang Herr Henning von der GfL Münster ein. Alle anderen Programmpunkte fanden statt.

 

Klaus Henning (Gesellschaft für Leprakunde e.V.)

Er gab einen Überblick über die Arbeit an der Datenbank zur Erfassung der Leprosorien in Deutschland. Von den Anfängen im Jahre 1986 bis hin zur heutigen Präsentation im Internet spannte sich der Bogen der Darstellung.

 

Mathias Schmidt (Institut für Geschichte, Theorie & Ethik der Medizin Universitätsklinikum Aachen)

Schmidt hielt einen Vortrag über den Pathologen Walter Büngeler, der sich als internationaler Lepraforscher einen Namen gemacht hat. Beleuchtet wurde hier vor allem sein Verhältnis zum Nationalsozialismus. Der Vortragende und sein Co-Autor Dominik Groß sehen noch großen Forschungsbedarf, um diesem Forscher und Menschen in seiner Zeit näher zu kommen.

 

Jürgen Belker-van den Heuvel (DAHW)

sprach zum Thema „Das ehemalige Leprosorium der Stadt Borken. Aktuelle Möglichkeiten der Erinnerungsarbeit.“. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Kommunen wie z.B. Oelde, Havixbeck, Lengerich aber auch Balingen und Kiel wurden bereits auf Anregung der DAHW Siecheneichen und / oder Stelen an ehemaligen Standorten von Leprosorien platziert, um diesen Teil der Geschichte in Erinnerung zu behalten. Das nächste Projekt wird in Borken sein.

 

Janina Sieber (Heidelberg):

Es wurde ein Projekt der Förderrichtlinie „Kleine Fächer – große Potenziale“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vorgestellt. Es sollen eine  kritische Edition, eine deutsche Übersetzung und eine inhaltliche Kommentierung des altgriechischen und altkirchenslavischen Texts „De lepra“ des frühchristlichen Kirchenvaters Methodios von Olympos aus dem 4. Jahrhundert erarbeitet werden. Methodios von Olympos war als Bischof in Lykien (heute Südtürkei) tätig. Er wurde vermutlich 311 im Zuge der letzten Christenverfolgung hingerichtet.

 

Petra Jahnke (Münster)

Führung über den ehemaligen Leprosenhof und durch das Lepramuseum.

 

Verleihung des Hans-Richard-Winz-Preises 2019 (siehe auch Zeitungsartikel der WN oben)

Der Höhepunkt war in diesem Jahr die Verleihung des Hans-Richard-Winz-Preises 2019 für die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Leprageschichte. Preisträger sind Andreas Prescher und Paul Wagner für ihr Werk: Aachen, Melaten - Der Friedhof des mittelalterlichen Leprosoriums an der Via Regia (Rheinische Ausgrabungen 73), Darmstadt 2016“. Die Laudatio hielt der Vorsitzende des Beirates der Gesellschaft für Leprakunde e.V. Prof. Dr. med. Axel Karenberg.

 

Klaus Henning (GfL)


 

Samstag, 13. Juli 2019, findet wieder die jährliche Kinderhauser Tagung zur Geschichte und Rezeption der Lepra statt. Die Gesell-schaft für Leprakunde e.V. kann nun zum zehnten Mal und in ununterbrochener Folge zu dieser Tagung einladen.

 

Ein besonderer Höhepunkt ist in diesem Jahr die Verleihung des Hans-Richard-Winz-Preises 2019 (Foto des Namensgebers siehe links) für die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Leprageschichte. Preisträger sind Andreas Prescher und Paul Wagner für ihr Werk:

 

Aachen, Melaten.

Der Friedhof des mittelalterlichen Leprosoriums an der Via Regia (Rheinische Ausgrabungen 73),

Darmstadt 2016.

 

Der Hans-Richard-Winz-Preis wird seit 2004 im fünfjährigen Turnus verliehen. Das Programm der Tagung ist hier abrufbar. Gäste sind willkommen. Um Anmeldung wird gebeten.

 

Ort: Kinderhaus 15, 48159 Münster, erster Eingang, Obergeschoss.

 


Karte: © OpenStreetMap-GfL
Karte: © OpenStreetMap-GfL

In Beckum stieß ich gleich dreimal auf Namen im öffentlichen Raum, die etwas mit Siechen zu tun haben.

Da wäre zunächst die Straße Am Siechenbach (im Bild oben links), die parallel zur Bahnlinie verläuft. 

Der Siechenhausweg ist ganz rechts auf der Karte zu sehen. Er führte an der ehemaligen Beckumer Leprosenanstalt vorbei, die 1487 erstmals erwähnt wurde. Von dieser Anlage ist nur die St. Quirinus-Kapelle (Kreuz unten rechts) erhalten. Sie wurde 1523 geweiht und wird nach wie vor für Gottesdienste genutzt.

Der dritte Name bezieht sich auf ein Flüsschen, das in unmittelbarer Nähe beider Straßen parallel zur Bahnlinie verläuft: der Siechenbach. Dieses Gewässer ist eines der drei wichtigsten Bachläufe, die die Werse in Beckum bilden.

Die Bildergalerie gibt einen Eindruck vom heutigen Standort.

Ein Datenblatt über das Leprosorium in Beckum ist in Vorbereitung.

Autor und Bilder: Klaus Henning, GfL 


Der Grafiker Christoph Sandkötter (Münster-Wolbeck) hat im letzten Jahr im Auftrag der Gesellschaft für Leprakunde e.V. Entwürfe für ein Logo erstellt. Nach Diskussionen im Vorstand, Einwänden, Anpassungen und geänderten Entwürfen konnte auf der diesjährigen Mitgliederversammlung im April das neue Logo vorgestellt werden. Der Grafiker war anwesend und stellte es vor. Er gab einige Erklärungen zu der Entstehungsgeschichte und zum Logo selbst.


Wie aus dem Nichts tauchten sie im Januar vor den Schrifttafeln des Lazarushäuschens auf und verschwan-den nach ein paar Tagen auch wieder: ein Hirte, zwei Schafe und ein Hund.

 

Links ist das gesamte Ensemble dargestellt und unten sind Nahaufnahmen dieser witzigen Figuren zu sehen.

 

In ganz Münster tauchen diese putzigen Zeitgenossen passend zum jeweiligen Ausstellungsort von Zeit zu Zeit auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Horst Jahnke




Ein SOS aus der Zukunft erreicht das Münsterland, da es den Menschen an Kulturgütern fehlt. Wissenschaftler finden die ersehnte kulturelle Vielfalt in der Vergangenheit – bei uns. Eine Dosis digitalisierter Kultur unserer Zeit soll in die Zukunft gesendet werden. Heute wählen wir aus, was in der Zukunft interessant sein soll. Vorbereitet wird das Regionalprojekt vom Kulturbüro Münsterland e.V. (früher Grünes Band). Das Lieblingsobjekt eines jeden Museums wird  mit Hilfe eines 3D-Scanners digitalisiert. Alle gesammelten Objekte wandern 2019 als digitale Ausstellung durch das ganze Münsterland.

 

Beteiligt an dem Projekt sind Museen und Ausstellungshäuser im Münsterland. Aus Münster beteiligen sich sieben Museen: das Archäologische Museum, das Geomuseum, das Lepramuseum, das LWL-Naturkunde-museum, der Mühlenhof und die Villa ten Hompel.

 

Mehr zum Projekt und zu der Geschichte dahinter finden Sie unter: www.apokalypse-muensterland.de 

 

Besucher des Museums wählten die Lepra-Puppe als markantes Exponat für das Projekt aus. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Zeitungsartikel der WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN vom 21. Dezember 2018.

 

 

Hier geht´s zum Artikel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto Klaus Henning