Soest
Kreis Soest, Nordrhein-Westfalen
| Ersterwähnung | 1251 |
| Lage | Ca. 2 km südwestlich vor dem ehemaligen Jakobitor am Hellweg an der Straße nach Werl. Lage nicht genau bekannt. |
| Patrozinium | Johannes der Täufer, Georg, Maria, Margareta |
| Weiteres | 1251 Erwähnung von Leprosorium und Kapelle. 1265 Gewährung eines 40-tägigen Ablasses für Spenden zum Bau der neuen Kapelle. 1275, 1285, 1299 Gewährung weiterer Ablässe. 1277 Statuten für das Leprosorium mit Einsetzung des Stadtrats als Aufsichtsbehörde. 1288 Den Leprosen wird gestattet, sich im Arnsberger Wald mit Brennholz zu versorgen. Zw. 1291 und 1693 Zahlreiche Urkunden über Landkäufe und Geldanlagen. 1358 Bestätigung des Rechts auf Brennholz aus dem Arnsberger Wald. Um 1390 Erlass einer neuen Leprosenordnung im späten 14. Jh. 1417 Erwähnung von Provisoren. Zw. 1476 und 1588 Lepraschauen in Paderborn, Hamm und Köln mit Lepraschaubriefen. 1477 und 1508 Einsetzung neuer Priester durch den Stadtrat. 1532 Mit Einführung der Reformation wird die Messe durch eine Predigt des zweiten Predigers der Petrikirche ersetzt. 1587 Das Leprosorium wird Sitz der Leprosenbruderschaft der Grafschaft Mark. 1605 Neubau eines Hauses auf dem Hofgelände. 1618/48 Zerstörung im Krieg. 1639 Erneuerung der Leprosenordnung der Grafschaft Mark von 1587 mit Ausweitung auf die Grafschaft Arnsberg und die Stadt Dortmund. 1661 Zwei Insassen. 1756/63 Zerstörung der Kapelle im Siebenjährigen Krieg. Um 1810 Während der französischen Besatzung werden alle Armen- und Krankenfonds auf den 1705 gegründeten Kranken- und Waisenhausfonds übertragen. |
| Link zum Datenblatt | Soest |