Beckum

 

Kreis Warendorf, Nordrhein-Westfalen

Ersterwähnung 1437
Lage Ca. 1 km östlich an der Stromberger Straße Ecke Siechenhausweg in der Nähe des Siechenbaches bei der Siechenhauskapelle.
Patrozinium Quirinius, Anna, Antonius, Gertrud
Weiteres 1487 Weitere Erwähnung, Verwaltung durch zwei Provisoren. 1517 Erwähnung der Kapelle mit Vikarie. 1521 Stiftung einer Messe für die Kapelle. 1522 Bischöfliche Genehmigung für die Kapelle und die Vikarie mit Nennung der vier Patrone. 1523 Weihe der Kapelle. 1525 Renovierung des Hauses. 1661 Erwähnung eines Insassen. 1674 Die Leprosenstiftung verleiht der Stadt eine Geldsumme. 1747 Erwähnung eines Provisors der Leprosen-Armen. 1795 Nutzung der Kapelle als Pulvermagazin und des Siechenhauses für die Wache. 1845, 1875, 1918, 1924 Renovierungen der Kapelle. 1862 Flurname Siechenkamp. 1973 Renovierung der Kapelle. 2026 Siechenbach und die Straßen Am Siechenbach und Siechenhausweg. Die Siechenhauskapelle existiert noch.
Link zum Datenblatt Beckum

In Beckum gibt es gleich drei Namen im öffentlichen Raum, die etwas mit Siechen zu tun haben.

 

Da wäre zunächst die Straße Am Siechenbach (im Bild oben links), die parallel zur Bahnlinie verläuft. 

 

Der Siechenhausweg ist ganz rechts auf der Karte zu sehen. Er führte an der ehemaligen Beckumer Leprosenanstalt vorbei. Von dieser Anlage ist nur die St. Quirinus-Kapelle (Kreuz unten rechts) erhalten.

 

Der dritte Name bezieht sich auf ein Flüsschen, das in unmittelbarer Nähe beider Straßen parallel zur Bahnlinie verläuft: der Siechenbach. Dieses Gewässer ist eines der drei wichtigsten Bachläufe, die die Werse in Beckum bilden.