Klapper 2005

 

 

Dokumentation

Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Sachsen-Anhalt

Einleitung:


Mit der 10. Dokumentation "Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Sachsen-Anhalt" erscheint die vorletzte Kartenlieferung, bevor die Reihe mit der Dokumentation 12 "Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Sachsen" ihren Abschluss finden wird.


Insgesamt lassen sich im Bundesland Sachsen-Anhalt 33 Leprosorien nachweisen. In 33 Orten verteilen sie sich vor allem entlang der zwei großen Flüsse Elbe und Saale.


Der Überblick nach Jahrhunderten:

 

12. Jahrhundert:

Magdeburg (um 1170)

Halberstadt (1195)

13. Jahrhundert:

Oschersleben (1219/1252)

Quedlinburg (1229)

Halle (1241)

Salzwedel (1241)

Sangershausen (1252)

Stendal (1290)

Burg (1299)

14. Jahrhundert:

Sandau (1308)

Wernigerode (1347)

Wittenberg (1355)

Freyburg (1371)

Eisleben (1373)

Osterburg (1397)

Aken (14. Jh.)

Groß-Salze (14. Jh.)

15. Jahrhundert:

Aschersleben (1408?)

Dessau (1408)

Gardelegen (1446)

Kalbe an der Milde (1463)

Hadmersleben (1470)

Werben (1481)

Ermsleben (15. Jh.)

Osterwieck (15. Jh.)

Seehausen (15. Jh.)

Wegeleben (15. Jh.)

16. Jahrhundert:

Barby (1505?)

Oebisfelde (vor 1517)

17. Jahrhundert:

Laucha (um 1600)

Undatiert:

Haldensleben

Querfurt

Tangermünde

 

Zusammenfassung:

Die Leprosenhäuser befinden sich in den für sie typischen Lagen außerhalb der Stadtmauern und an den Wasser- oder Fernhandelsstraßen. Sie werden häufig als Siechenhof für Aussätzige, St. Jürgen-

oder St. Georghospital oder domus leprosorum bezeichnet.

 

19 der insgesamt 33 Häuser haben das Patrozinium St. Georg/St. Jürgen (Aken, Barby, Burg, Dessau, Gardelegen, Groß-Salze, Hadmersleben, Haldensleben, Magdeburg, Oschersleben, Osterburg, Querfurt, Salzwedel, Sangershausen, Seehausen, Stendal, Tangermünde, Werben, Wernigerode).

 

Weitere Patrozinien sind: Bartholomäus (Freyburg, Wittenberg), Katharina (Halberstadt, Oebisfelde), Elisabeth (Aschersleben), Hl. Geist (Eisleben), Johannes (Quedlinburg).

 

 

Jürgen Belker-van den Heuvel, Münster

 

Details der Leprosenhäuser im heutigen Sachsen-Anhalt

 

Übersichtskarte der Leprosenhäuser im heutigen Sachsen-Anhalt

 

 

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Bezug der Klapper:

 Druckexemplare der einzelnen Klapper-Ausgaben können, gern gegen eine freiwillige Spende, über die Gesellschaft für Leprakunde e.V. bezogen werden.

 

Bestellungen bitte an:

 

info@lepramuseum.de