Lepra und Medizin . . . . . . . . .Im Anfangsstadium der Lepra sind Hautveränderungen charakteristisch. Die Farbe der Haut geht verloren (Depigmentierung) und die depigmentierten Hautstellen werden empfindungslos. Später können sich Knoten an der Haut ausbilden. Beides geht auf eine Zerstörung der versorgenden Nerven zurück. Durch die Empfindungslosigkeit können sich kleine Verletzungen ausbreiten, die dann zum Zerfall und zur Fäulnis der gesamten Körperregion führen. Hände und Füße sind besonders gefährdet. Durch den Ausfall eines der Nerven, die die Handmuskulatur versorgen, können auch Lähmungen entstehen.
Moulage (Gesichtsmaske aus Wachs): Leprom der Cornea, aus: E. Sundhaußen u.a., Moulagen, Berlin 1987 Im Lepra-Museum sind ausgestellt:
Osteoarchäologie
1938 wurden in Dänemark Friedhöfe mittelalterlicher Leprosorien ausgegraben. Dabei fielen charakteristische Knochenveränderungen auf. |