Die Klapper 2009 . . . . . . . . .

Zu diesem Heft

Auf die Lepra reagieren Menschen abwehrend oder helfend. Seit dem 12. Jahrhundert wurde die fürsorgliche Zuwendung zu den Leprakranken rechtlich und institutionell gestärkt. Dr. Wilhelm Emmerichs Beitrag über Lüttich-Cornillon ermöglicht
einen Einblick in die frühe Zeit europäischer Leprahospitalgeschichte.

In Münster sind wir froh, dass die Gründung der Melatengesellschaft Aachen e.V., der Dr. Emmerich angehört, 2008 gelang. Die Kustodinnen und Kustoden des Lepramuseums
unternahmen deshalb sehr gern ihren Jahresausflug 2009 nach Aachen, über den Bettina Knust berichtet.

Weltweite Leprahilfe des 20. Jahrhunderts hat einen ersten Bezugspunkt im Leprahospital Bisidimo, Äthiopien. Margrit Weinmann-Mayer und Dr. Reinhardt Mayer fragten ältere, längst geheilte, jedoch meist behinderte Bewohnerinnen und Bewohner von Bisidmo nach ihrer Krankheits- und Lebensgeschichte. Sie trugen bewegende biographische Hinweise zusammen.

Für gesunde Kinder leprakranker Eltern entstand vor 20 Jahren ein Haus der Hoffnung in Bhubaneswar, Orissa, Indien. Herr Prof. Dr. med. Reinhard Fricke hat sich von Beginn an dort engagiert. Seinen auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft für Leprakunde e.V.
am 29. Mai 2009 gehaltenen Gastvortrag hat er für die Klapper zusammengefasst.

Die neue Hape-Kerkeling-Klinik der Shanti Leprahilfe e.V. wurde 2009 in Kathmandu, Nepal, eröffnet und wird insbesondere Leprakranke versorgen und behandeln. Dr. med.
Ivo Just reiste mit nach Nepal und berichtet über ein altes Kulturland, in dem die Lepra noch stark vorkommt.

Neben Ostafrika und Südasien gehört Brasilien zu den Weltregionen, in denen die Lepra verbreitet ist. Jorge Justicia Perez lernte während seines ärztlichen Praktikums in Manaus, Brasilien die dortigen gesundheitlichen Verhältnisse besonders im weiten Amazonasgebiet
kennen, in dem viel dafür getan wird, Leprafälle frühzeitig zu behandeln.

Im Jubiläumsjahr „25 Jahre Gesellschaft für Leprakunde e.V.“ haben viele sich an unserem Anliegen beteiligt, stets neu die Leprageschichte sowie die Notwendigkeit ununterbrochener Leprahilfe darzustellen. Die Lepra bleibt – denen, die daran leiden, wie denen, die sich für Aufklärung und Behandlung einsetzen. In diesem Heft finden Sie Berichte von unseren Aktivitäten im Jubiläumsjahr.

Ralf Klötzer, Münster

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